Kino Sanctum

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25 April 2006
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Ab 21.04.2011 im Kino:
Sanctum
Action, Abenteuer, Drama

Darsteller: Richard Roxburgh, Ioan Gruffudd, Allison Cratchley, John Garvin, Rhys Wakefield, Christopher Baker, Alice Parkinson, Dan Wyllie, Nicole Downs, Cramer Cain, Andrew Hansen, Sean Dennehy, Nea Diap
Es sollte ein unvergessliches Abenteuer werden: Ein Höhlentaucher-Team um Frank McGuire (Richard Roxburgh) und Carl Hurley (Ioan Gruffudd) macht sich auf, die größte und zugleich unzugänglichste Höhle der Erde zu erforschen. Doch was als sportliche Herausforderung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum. Als ein Unwetter über das Inselparadies hereinbricht, ist die Gruppe innerhalb kürzester Zeit in den Tiefen der Höhle unter dem Meeresspiegel eingeschlossen. Bedroht von hereinbrechenden Wassermassen und konfrontiert mit der eigenen, aufkommenden Überlebensangst, suchen die Taucher nach einem Ausweg aus dem Labyrinth. Die einzige Chance der Wasserhölle zu entkommen, ist ein unterirdischer Fluss, der direkt ins Meer mündet. Doch keiner weiß, wohin sie der gefährliche Trip wirklich führen wird...
 
Ich war gestern in Sanctum. Zunächst einmal: Man sollte den Namen "James Cameron" vergessen. Wer hier Bombastkino á la Avatar, Terminator, Abyss oder Titanic erwartet, wird enttäuscht. Der Film fällt eher in die Kategorie mittleres Budget. Es gibt keine bekannten Schauspieler, keine großartigen Effekte, wenn auch ein paar hübsche Landschaftsaufnahmen.

Die Darsteller sind allesamt grottenschlecht. Man hat zu Beginn den Eindruck, man sieht irgendeinen Sam Raimi-Horrorfilm, bei dem Teenager bzw. junge Menschen dezimiert werden. So mutet das Schauspiel und das Setting zunächst an.

Ist dann die Katastrophe erst eingetreten, wird das ganze recht unterhaltsam. Ein paar richtig spannende Stellen gibt es auch, etwa wenn eine der Protagonistinnen nur noch an ihren eingeklemmten Haaren über einem furchtbar tosenden Abgrund hängt.

Die Vater-Sohn-Story ist akzeptabel, bringt aber nichts neues.

Was wohl Erfahrene stören wird, ist der durchgestylte helle Look der Höhlen. Man hat eher den Eindruck, man rennt mit den Darstellern durch eine Disney-Land-Kulisse als tatsächlich durch den finsteren Mittelpunkt der Erde. "The Descent" von Neil Marshall ist da weitaus beängstigender - und authentischer. Zudem kommen etliche Logik- und Anschlussfehler, die vor allem Taucher stören werden: Plötzliches Auftauchen ohne Druckausgleich, etc., sind da nur einige störende Elemente.

Der Film bekommt von mir insgesamt eine 3. Kurzweilige Unterhaltung. Aber sicherlich gibt es zurzeit weitaus bessere Filme im Kino.