Es ist keine Steuer. Und tun und lassen können die Sender auch nicht, was sie wollen, dafür sorgen die Fernsehräte.Ich denke der Größte Anstoß an dieser Steuer ist die Tatsache, das alle zahlen müssen und dafür keinerlei Rechte erhalten.
Die ÖR dürfen tun und lassen was Sie wollen und keiner der Zahler darf dagegen etwas tun.
Die Gehälter im ö-re liegen meines Erachtens im Muttelfeld, wenn man sie mit Managergehältern in der freien Wirtschaft vergleicht. Der Intendant des WDR (größte öffentlich-rechtliche Sendeanstalt) bekommt knapp 370.000€ pro Jahr.Die Gehälter der Angestellten im ÖR sind nicht mit normalen Gehältern zu vergleichen, denn diese werden ja von den ÖR vorgenommen ohne das die Bürger darüber entscheiden können.
Welcher Konzernchef gibt sich mit so wenig zufrieden?
Wieso erhält z.B. eine Lottofee fast eine Halbe Million Euro pro Jahr ? ( Okay Sie wurde gekündigt.)
Es handelte sich um eine Gage für eine bestimmte Anzahl von Auftritten. Gagen sind frei verhandelbar. Warum verdienen Fußballer bis zu 100.000.000 pro Jahr, und keine regt sich auf? (Im übrigen glaube ich, dass die Lotterie das zumindest mit finanziert hat, bin mir da aber nicht sicher...)

Wie objektiv könnte so eine Abstimmung denn laufen? Ich frage dich: gibt es irgend ein Argument, - irgend eins - dass deine Meinung ändern würde? So eine Volksabstimmung wäre eine Don Quichoterie - für die Befürworter. Weil für 60-70% der Gegner der Unterschied erst nach dem Ende sichtbar werden würde. Im Großteil der Fälle läuft die Argumentation der Gegner doch so ab: schau ich nicht - will ich nicht zahlen. Die Frage, in wie weit das ö-re die privaten Sender mäßigt oder beeinflusst, haben wir ja noch gar nicht erörtert. Du sagst ja selber - sie sind weitestgehend auf einer Linie. Glaubst du, es würde so bleiben? Ich denke, es könnte bei reinem Privatfernsehen zu einer Lagerbildung kommen wie in den USA: auf der einen Seite Links-liberale Sender, auf der anderen Seite rechts-konservative. In den 90ern galt SAT1 schon als "der Haussender Helmut Kohls" - dank der Freundschaft zwischen Kohl und Leo Kirch.