Ritalin zur Prüfungsvorbereitung - Was sagt ihr dazu?

Tess.Louise

Zahlen Junkie :)
ID: 362642
L
19 August 2009
109
8
Guten Abend alle miteinander,

seit den letzten Tagen steht bei mir wieder ein Thema ganz oben im Zusammenhang mit meiner Prüfungsvorbereitung - die Einnahme von Ritalin zur Konzentrationssteigerung.

Habe es letztes Semester doch noch ohne geschafft (bin jetzt im 2.), aber dieses Mal ist es fast aussichtslos mit dem Stoff hinzukommen und ich merke einfach, dass der Tag doch nur 24h hat und ich nicht noch mehr als 14 davon für lernen aufwenden kann.

Heute hatte ich dann mit einem Komilitionen passend das Gespräch über dieses Thema. Er meinte, dass er damit in der letzten Lernphase von früh bis spät konzentiert lernen konnte und absolut keine Nebenwirkungen (im Moment) spürbar seien. Ich würde schätzen, dass weitere 15% - 20% in unserem Jahrgang zu diesem Mittel greifen oder bereits gegriffen haben.

Was ist eure Meinung dazu bzw. habt ihr selbst bereits Erfahrungen mit Ritalin gemacht?

Möchte euch schon im Voraus für Hilfe danken. Ihr würdet mir wirklich helfen

Liebe Grüße Louise
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrliche Meinung meinerseits? Ich halte nicht viel davon, es dazu zu missbrauchen, um die Lernleistung oder berufliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Es ist ein Medikament, das für ADS / ADHS-ler entwickelt wurde, um ihnen eine spezielle Form der Therapie zukommen zu lassen, die es ihnen ermöglicht, den Alltag besser zu meistern.

Die Nebenwirkungen sind nicht ohne und eine bewusstseinsverändernde Droge - und das ist Ritalin letztlich - für Prüfungen zu nehmen, kann nicht Sinn und Zweck sein. Davon mal ganz abgesehen - es bringt nichts, Tag und Nacht zu lernen, Du brauchst auch Erholungs- und Ruhepausen, das Gehirn muss die ganzen Informationen auch mal verarbeiten dürfen - das geschieht im Schlaf. Ich würde mich nicht darauf einlassen, mit einer Droge zu versuchen, die Leistung zu verbessern. Letztlich ist es aber Deine eigene Entscheidung, ob Du Deine Gesundheit aufs Spiel setzen und Dich den Nebenwirkungen aussetzen willst, nur um vielleicht besser zu werden und eine Prüfung zu bestehen. Meine Erfahrung, als ich auf die Vordiplom- und Diplomprüfungen gelernt habe - ein geregelter Tagesablauf mit Lernpausen und einem einstündigen Sporttreiben (1 h Laufen am späten Nachmittag) sorgt dafür, dass der Kopf wieder frei wird und man am Abend noch einmal für mehrere Stunden durchpowern kann...

Eine gute Zusammenfassung zu Ritalin findet man unter https://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat
 
Wenn Du Dein Studium nicht ohne Drogen schaffst, soll es vielleicht einfach nicht so sein, dass Du den Abschluß schaffst... Schon mal darüber nachgedacht?!?

Es ist echt beängstigend wie dumm und sorgenlos die heutigen Jugendlichen sind... Ich mache mir echt keine Sorgen um meinen Job bei solchen möglichen Nachfolgern!!

Ritalin wird von einigen Abgedrehten als berauschende , angeblich halluzinogene, Drogen benutzt und is eigentlich zur Linderung von ADHS entwickelt worden. Nebenwirkungen gibt es IMMER. Ich kenne genug Kinder, die es nehmen (müssen), alle haben mindestens Appetitlosigkeit.
 
Es ist doch idiotisch sich zum Roboter machen zu wollen ;)

Das Du 14 Stunden am Tag über ne längere Zeit lernst halte ich mal für ausgeschlossen, folglich kann es eigentlich nur so sein das Du am Anfang des Semesters die Sache zu locker angegangen bist und jetzt auf die harte Tour alles nachholen willst ;)

Ich würd also eher an Zeiteinteilung und Kontinuität arbeiten als jetzt alles auf die Schnelle mit Drogen kitten zu wollen.
 
Also von sowas halte ich auch eher nichts. Man sollte vielleicht sich eher damit beschäftigen wie man richtig lernt.

Es ist wirklich wichtig, das man lernt zu lernen. Leider können das doch viele nciht. Ich kann auch nicht richtig lernen, da ich es bis zum Studium auch nie gebraucht hatte, denn ich hatte fächer, für die brauchte ich nicht lernen und hatte meine 1 und ich hatte Fächer in denen ich immer ne 3 hatte ob gelernt oder nicht und demnach habe ich nie dafür gelernt.

Im Studium habe ich aber gemerkt was es bedeutet lernen zu müssen, allein um den ganzen Stoff zu behalten.

Vielleicht solltest du dir auch darüber mal gedanken machen wie du lernst und ob das richtig ist.
 
Wenn du im zweiten Semester schon solche Gedanken hast, dann solltest du entweder den Studiengang wechseln, oder dir eine andere Lernstrategie überlegen. Beispielsweise den Stoff nachbereiten, der in der Vorlesung drankommt. Kontinuierlich übers Semester verteilt lernen und nicht erst, wenn die Prüfung ansteht.

Von welchem Studiengang reden wir hier eigentlich?
 
Danke für eure zahlreiche Antworten bisher.

Um gleich mal einer Vermutung den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich gehöre zu den besten 20% an meiner Universität und das ich über das Semester faul war, ist eine Behauptung, die einfach nicht stimmt.

Es ist richtig, dass ich die Maßstäbe hoch angesetzt habe, aber ich denke es ist natürlich sich nicht mit dem Durchschnitt zufriedengeben zu wollen.

In diesem Sinne noch ein schönes weekend
 
Von welchem Studiengang reden wir hier eigentlich?

das würd mich auch interessieren...

solche Horrorstories hört man sonst nur von Juristen...
hab da auch einem im Bekanntenkreis, der hat sich das Zeug auch im Internat in dem er zuvor sein FSJ gemacht hatte, besorgt...

der war da tagelang echt komisch drauf :-?
der hat zwar sein Studium jetzt fast rum - ziemlich erfolgreich sogar - aber dafür ist der Typ heute irgendwie ein wenig realitätsfern... :-?

Ich würds nicht drauf anlegen und was solls auch bringen sich den Stoff reinzuzwängen, das Gehirn vergisst den Kram dann nur umso schneller wieder :roll:



edit:
btw: Noten sind nicht alles... was bringt deinem zukünftigen Chef ein Einserabsolvent, wenn der am sozialen Leben nichtmehr teilnimmt.... Fachidiotie bringt keinem was... und von denen gibts echt viele da draußen...
 
Danke für eure zahlreiche Antworten bisher.

Um gleich mal einer Vermutung den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich gehöre zu den besten 20% an meiner Universität und das ich über das Semester faul war, ist eine Behauptung, die einfach nicht stimmt.

Es ist richtig, dass ich die Maßstäbe hoch angesetzt habe, aber ich denke es ist natürlich sich nicht mit dem Durchschnitt zufriedengeben zu wollen.

Na wenn das so ist dann kickst Du halt Dein Leben, machst Dich zum Roboter und bekommst halt immer schön Deine 1.X ...wozu das gut sein soll erschließt sich mir zwar nicht, aber wenn Dir Zensuren wichtiger sind als alles andere dann "lebst" Du eben nur dafür
 
Danke für eure zahlreiche Antworten bisher.

Um gleich mal einer Vermutung den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich gehöre zu den besten 20% an meiner Universität und das ich über das Semester faul war, ist eine Behauptung, die einfach nicht stimmt.

Es ist richtig, dass ich die Maßstäbe hoch angesetzt habe, aber ich denke es ist natürlich sich nicht mit dem Durchschnitt zufriedengeben zu wollen.

In diesem Sinne noch ein schönes weekend

Mag ja sein, dass Du überdurchschnittlich gut sein willst - trotzdem ist die Verwendung von Drogen der falsche Weg. Es ist traurig, wenn Du zu Drogen greifen willst, um eine Leistungssteigerung zu erzielen - ist meine persönliche Meinung. Und nur, weil es andere Kommilitonen vormachen, heißt es noch lange nicht, dass es gut oder richtig ist.

Es zählen nicht nur überdurchschnittliche Noten im Leben, es gibt auch ein Leben außerhalb vom Lernen - soziale Kompetenz, die vielleicht sogar noch wichtiger ist, als die beste Abschlussnote, ganz allgemein soft skills.

Trotzdem würde auch mich interessieren, was Du eigentlich studierst ;)
 
Irgendwie verstehe ich die Frage hier nicht so richtig. Glaubt man denn ernsthaft, dass man hier so etwas beantwortet bekommt?

"ja klar, nimm das Zeug, ist super" :ugly:

Wenn andere aus dem Fenster springen, springst du dann auch hinterher? Immerhin sind daran 30 % der Zimmerinsassen daran beteiligt. :roll:

Setzt dich auf deinen Hosenboden, schaff dir eine vernünftige Lernstrategie an und denk an Ruhepausen, wie die anderen schon gesagt haben. Und wenn du eben nicht die Beste bist, dann hat das eben seinen Grund.
Davon mal abgesehen frage ich mich, was es bringt, seine Leistungen aufgrund der Einnahme von Medis oder Drogen allgemein zu definieren.

Wenn du mit dem Lernstoff schon nicht hinkommst, wie soll das später enden? Was anderes nehmen, um den Lebensstress zu bewältigen, dazu noch ein Stückchen "wasweißich" um mit dem Arbeitsstress klarzukommen? Wo willst du bitte aufhören, wenn du erstmal den leichten Weg gehst?
 
Zunächst mal würde es mich auch interessieren, um welchen Studiengang es hier geht...

Ritalin steht im Verdacht, als Langzeitfolge zum Beispiel Parkinson zu verursachen. Ansonsten kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen...
 
Morgen,

ich habe nun nicht alles vom Thread genaustens durchgelesen :D
Deswegen vllt eine Überschneidung ;)
Meiner Meinung nach solltest du dir mal Gedanken um deine Lernmethoden machen. Wenn du 14 Std lernst, und es nicht schaffst, liegt es vielleicht auch einfach nur daran, das du falsch lernst.
Lernst du zu viel, was gar nicht nötig ist? Lernst du das Falsche? Lernst du Dinge auswendig, die man von anderen Dingen ableiten kann? Usw.
Du hast vielleicht noch nicht erkannt, wo es drauf ankommt beim Lernen. Sowas braucht Zeit im Studium. Ich hatte auch im ersten Semester Probleme. Im zweiten und dritten Semester habe ich mich dann reingefunden und meine Lernmethoden optimiert und direkt wurden die Noten auch besser...

Bin jetzt kurz vorm Abschluß. Und 14 Stunden oder eine ähnliche Zeiten, musste ich nie am Tag aufwenden um zu lernen... Das blieb bei 5-7 Std am Tag, 4-5x die Woche, wenn Semesterferien waren. Also keine Vorlesungen etc. nebenbei.
Zur Info, mein Studiengang Informatik BA/MA :mrgreen:
 
Habe es letztes Semester doch noch ohne geschafft (bin jetzt im 2.), aber dieses Mal ist es fast aussichtslos mit dem Stoff hinzukommen und ich merke einfach, dass der Tag doch nur 24h hat und ich nicht noch mehr als 14 davon für lernen aufwenden kann.

Wenn du wirklich täglich, das ganze Semester über, 14 Stunden lernst und den Stoff dennoch nicht schaffst, lernst du m.E. falsch.


Ich würde schätzen, dass weitere 15% - 20% in unserem Jahrgang zu diesem Mittel greifen oder bereits gegriffen haben.

Es ist richtig, dass ich die Maßstäbe hoch angesetzt habe, aber ich denke es ist natürlich sich nicht mit dem Durchschnitt zufriedengeben zu wollen.

Dann halte dich an deine hohen Maßstäbe und bewältige dein Studium durch Eigenleistung, selbst wenn es 1/2 Semester länger dauert.

Gute Noten sind übrigens auch nur ein Teil einer guten Qualifikation. Ein 1er-Absolvent, der sein Studium in Regelstudienzeit geschafft hat, bringt einem Unternehmen, wenn er keine Praxiserfahrung und keine Softskills hat, nicht besonders viel. Und davon gibt es genug auf dem aktuellen Arbeitsmarkt.
 
Von welchem Studiengang reden wir hier eigentlich?

Laut ihren anderen Beiträgen VWL, von daher denk ich mal BWL/VWL.
Und wenn du da so derbe Probleme hast solltest du vielleicht einfach das Studienfach wechseln, klar, Analysis ist doof in dem Fach, aber zumindest VWL ist das Lockerste was ich kennengelernt hab.
 
Ich dachte immer das wären die, die nur 3 Tage die Woche Vorlesungen haben. Wieviel Stoff kann das denn dann sein? :think:
 
Der Stundenplan macht aber nicht den Eindruck, als wäre Ritalin nötig, um mit guten Noten in Regelstudienzeit durchzukommen.