Polizei, Fluglotse oder Studium?

PeterLee

Techno Freak
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L
4 Mai 2006
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so ich stell jetzt das Thema einfach hier rein nur mal um zu schauen wie andere darüber denken, letztendlich muss ich die Sache ja selbst entscheiden.

Ich habe nach dem Abitur mir 3 Möglichkeiten für einen Beruf gewählt. Da ich sehr wenig Lust habe noch zu studieren ( noch mal 5 Jahre lernen, Klausuren etc. und kein Geld sprechen micht nicht so an) ist studieren nur die Notlösung.

Ich habe 2 Berufe, die mir sehr gefallen würden.
Der eine wäre Fluglotse (ich bin sehr interessiert in Geographie und Englisch gefällt mir besser als Deutsch ;) ).
Die Vorteile an Flugloste wären, ein relativ hohes Gehalt und dass der Arbeitsplatz angenehm im "Büro" ist, ausserdem übernehme ich dort viel Verantwortung mit der ich meiner Meinung nach gut umgehen kann. Die Nachteile sind, dass es sehr schwierig ist den Job zu bekommen und der Platz ist nicht kriesensicher. d.h. wenn der Flugverkehr wegen z.B. immer höherer Öl Preise zurückgeht werden wahrscheinlich Mitarbeiter ausgestellt werden. (ich weiss im Moment werden die Flugtickets billiger und billiger, aber man muss ja 47 Jahre vorausdenken, wenn ich dann in Rente gehe).
Der zweite Beruf wäre Polizeibeamter.
Der Nachteil: Nach der ausbildung verdient man "nur" 1500- 2800€ netto (hab ich das richtig verstanden dass ich bei dem Nettobetrag dann keine Steuern mehr zahlen muss?), ausserdem ist der Beruf psychisch und physisch (physisch eher weniger) sehr belastend.
Die vorteile, wenn man eine ausbildung bekommt ist man für sein Leben angestellt und mich würde der Beruf genau so sehr wie Flugloste reizen.

Ein dritter Traumberuf wäre Pilot gewesen, der aber wegen meiner schlechten Augen ( -0,7 r /- 1,5 l ) ausfallen muss.

Zu was würdet ihr mir raten. Einen von den 2 Berufen oder vorher doch erst mal studieren.
Ach ja den abischnitt den ich vorraussichtlich erreichen werde liegt zwischen 2,1 und 2,4.
 
Also erstmals sind 1500- 2800€ netto (da sind die Steuern schon abgezogen) eh recht viel und zweitens musst du einen Beruf wählen, das heißt, du solltest einen wählen, der dir gefällt (und nicht nur wegen dem Geld).

Ich wäre für Polizei. Da hast eine mehrjährige Ausbildung, relativ krisensicher (Gauner gibt es immer *gg*) und ja, Spaß muss es dir halt machen :)

Ich hoffe, ich hab dir ein wenig geholfen!
Liebe Grüße, Drrichardfahrer
 
Die Nachteile sind, dass es sehr schwierig ist den Job zu bekommen und der Platz ist nicht kriesensicher. d.h. wenn der Flugverkehr wegen z.B. immer höherer Öl Preise zurückgeht werden wahrscheinlich Mitarbeiter ausgestellt
Was hinzu kommt das die Arbeitsplätze mit sicherheit irgendwann privatisiert werden und dann wird es denke ich relativ viele Entlassungen geben.
 
also für pilot sind die net zu schlecht, da kannst bis zu +/- 3 haben

Echt ?

Zum Thema:

Die Ex meines Cousins ist Fluglotsin, sie sagt die Ausblidung & Tests usw. sind sehr kompiliziert und vorallem der auf einem lastende Druck ist sehr extrem.
Also würde ich mir das sehr genau überlegen!

Polizist ist natürlich sehr Bürokratisch, oder du gehst - nur wenn du geeignet bist vom Körperbau etc. und wenn es dir gefällt - vielleicht sogar in eine Sondereinheit (à la SEK), nachdem du deine Ausbildung beendet hast. Da kriegt man auch mehr ;)

In diesem Sinne viele Grüße

PS: Ich setze mich im Moment mit dem selben Thema auseinander, es fällt wirklich sehr schwer!
 
Ich war Zivildiener bei der Polizei in Österreich. Also interessant ist es schon :) Aber hör dich doch um, frag Polizisten nach ihrer Arbeit, fahr zum Flughafen und frag dort nach, etc... :)
 
bei der Polizei in Österreich würde ich mich gerne bewerben, ich wohn ja gleich an der Grenze. Leider nehmen die keine deutschen, da müsst ich ne österreicherin heiraten ;)
Also mit Polizisten habe ich schon geredet, viele meinten halt, dass es psychisch teilweise sehr belastend ist, weil man sich nur mit negativem auseinandersetzen muss.
Als bei uns die Eishalle eingestürzt ist, waren in der ganzen Stadt an jeder Kreuzung Polizisten, die bei starkem Schnee , Schneeregen jeden Autofahrer kontrolliert haben und die meisten wieder zurückgeschickt haben. und das 2 Wochen lang, ich glaub so was geht auch an der Nerven....
 
Ja, da hast du auch Recht. Mir war nur persönlich wichtig, dass du dich nicht für einen Beruf ausschließlich des Geldes wegen interessierst ;) Weil was nützen dir 4000 Euro netto, wenn du dafür 6 1/2 Tage im Dienst bist und deine Frau inzwischen fremdgeht, deine Kinder dich nie sehen, etc. (Achtung: das war jetzt eine Übertreibung um zu verdeutlichen, dass es mehr als Geld gibt) ;)
 
ne das ist schon klar. ich such den Beruf auch nur nach Interesse aus, viel Verdienst ist halt ein positiver Nebeneffekt ;)
 
wenn sie dich schon als Pilot nicht nehmen, dann als Fluglotse erst recht nicht (leichte Übertreibung)...

jedenfalls die paar Fluglotsenplätze sind super begehrt, da nehmen sie auch wirklich nur die besten und da fällst Du wahrscheinlich schon mit dem Zeugnis über 2 raus
 
Der Nachteil: Nach der ausbildung verdient man "nur" 1500- 2800€ netto (hab ich das richtig verstanden dass ich bei dem Nettobetrag dann keine Steuern mehr zahlen muss?), ausserdem ist der Beruf psychisch und physisch (physisch eher weniger) sehr belastend.

Nur??? Du bist gut!
Ich bin Ärztin und verdiene 1700€ (netto nach 6 Jahren Studium). Mein Mann Maschienenbauer (nach 5 Jahren Studium) 1600€. Ok, bei mir kommen noch die Nachtschichten drauf, die dann nochmal 1000€ netto mehr machen, aber das sind natürlich auch viele, viele Stunden mehr... Da bleibt keine Zeit für Familie oder Freunde...
Ich denke, netto ist das Gehalt voll in Ordnung.
 
Eine Ausbildung als Fluglotse zu bekommen ist wahrlich nicht einfach, nur etwa 5% der Bewerber werden überhaupt angenommen (laut Wikipedia). Wie hoch dann die Quote derer ist die auch bestehen weiß ich nicht, aber es werden sicherlich nicht viele sein. Aber selbst wenn du eine Stelle bekommen solltest, hast du eine immense Verantwortung. Wozu es kommen kann wenn man da nicht genau aufpasst hat man bei dem Unfall am Bodensee gesehen. Sich unter diesem Druck zu 110% zu konzentrieren ist nicht jedermanns Sache, ganz zu schweigen davon, wenn tatsächlich mal etwas schief laufen sollte.

Als Polizist hast du viel größere Chancen eine Stelle zu finden, und im laufe deiner Karriere könntest du dich dann sicherlich auch spezialisieren oder hocharbeiten, so das du auch ein ordentliches Gehalt bekommst, wobei knapp 3 Mille Netto alles andere als ein Pappenstiel sind.

Wenn ich mir deine beiden Berufswünsche so ansehe, dann frage ich mich auch was genau du studieren willst. Bewerb dich doch einfach für beide Jobs, dann musst du dir zumindest nicht vorhalten es nicht probiert zu haben.
 
Also mit Abi würd ich aufjedenfall ein Studium bevorzugen. Ich weiss ja nicht, wieso ihr Nettobeträge von 1500-2000 Euro aus viel bezeichnet - ich denke mit dem höchstmöglichen Bildungsabschluss in Deutschland sollte durchaus viel mehr möglich sein. Fluglotse hat natürlich nen rel. guten Verdient, wäre aber nicht meine Sache. Wenns schon Polizei sein muss, wieso dann nicht Bundespolizei? Gibt meines Wissens noch ein bisserl mehr ...
 
Also ich weiß nur: Fluglotse zu werden ist sauschwer, wie schon geschrieben wurde sind die Tests echt der Hammer, da du ja auch ziemlichen psychisch unter Druck stehst wollen die genau wissen ob es sich lohnt dich auszubilden. Sicher ist die Kohle nicht zu verachten, du hast allerdings keinerlei Einfluß auf den Standort wo du eingesetzt wirst oder wann du arbeiten musst (nachts z.B.)
Meine Schwester will auch Polizist werden, allerdings hat sie kaum eine Chance, weil gerade jede Menge Stellen bei der Polizei abgebaut werden und daher auch die Ausbildungsplätze. Bei der Polizei musst du auch sportlich sein, da helfen selbst die besten Noten nicht.
Dein Abidurchschnitt ist nicht der Hammer, wenn die also nach Noten gehen sieht es da auch nicht so gut aus. 8O Probieren solltest du es natürlich trotzdem wenn du das machen willst. ;)
Wenns dir so ums Geld geht: verpflichte dich beim Bund: da kriegste dein Studium bezahlt und kannst danach immernoch weitersehen. :mrgreen:
Was hast du denn für Interessen? Was würdest du denn studieren wollen? Oder mach doch ne Ausbildung in einem interessanten Bereich. Keiner hindert dich daran dann doch noch zu studieren. Oft kannst du auch die Ausbildung auf 2 bzw 2 1/2 Jahre verkürzen mit nem Abi.
 
Als Polizist hast du viel größere Chancen eine Stelle zu finden, und im laufe deiner Karriere könntest du dich dann sicherlich auch spezialisieren oder hocharbeiten, so das du auch ein ordentliches Gehalt bekommst, wobei knapp 3 Mille Netto alles andere als ein Pappenstiel sind.
Bei der Polizei arbeitet man sich nicht hoch, man wird befördert. Dafür sollte man aber studiert haben bzw. bei der Polizei studieren. Ohne eine höhere Laufbahn einzuschlagen wird man über den Oberkommissar mit A10 (knapp 2.200 Euro netto) sein Leben lang nicht rauskommen. Und vom Nettogehalt sollte man noch die Krankenversicherung abziehen, die kostet auch noch Geld.

Das Gehalt eines Polizeibeamten, der Streife fährt, ist für den Druck und die Arbeitsdauer (41 Wochenstunden, meist Überstunden, Nacht- Feiertags- und Wochenenddienst) sehr gering.

Ich würde nur Polizist werden über die höhere Laufbahn und mich dann spzialisieren. Die Hürden dafür sind aber auch bei der Polizei hoch.

Marty
 
Dein Abidurchschnitt ist nicht der Hammer, wenn die also nach Noten gehen sieht es da auch nicht so gut aus. 8O Probieren solltest du es natürlich trotzdem wenn du das machen willst. ;)

ja ich weiss, der Hammer ist es natürlich nicht, aber es gibt auch genügende die n abi mit 3,0 oder gar noch schlechter gemacht haben. und jetzt trotzdem nen ordentlichen job haben. Ausserdem gibts in meiner Klasse jetzt eignetlich keinen der besser ist, soll heissen in alles Fächern ne 2 hat. Bei den anderen ist es dann eher so dass die z.b. in Deutsch ne 1 haben aber dafür in Mathe ne 5. Bei mir ist das eher ausgeglichen. naja, aber wie gesagt die Fahrkarte zu alles Berufen ist mein Abi sicher ned :(
 
Moin.

Also mit Abi würd ich aufjedenfall ein Studium bevorzugen. Ich weiss ja nicht, wieso ihr Nettobeträge von 1500-2000 Euro aus viel bezeichnet - ich denke mit dem höchstmöglichen Bildungsabschluss in Deutschland sollte durchaus viel mehr möglich sein.

Zumindest die 2000 netto finde ich für einen Berufsanfänger alles andere als unterbezahlt. Im ersten Jahr stand bei mir auch noch eine "1" vorne. Trotz dollem "E-Technik-Ing"-Titel und einer 40h-Woche...

Grüße,
Markus