Rein vom Verhältnis wäre ein zwei Liter Auto bei 500 Kilogramm im Rahmen des Möglichen.

Ist dann nur die Frage, wie bekommt man ein Auto so leicht.

Auch hier wieder ein Verweis auf den 3 Liter Lupo. Magnesium-Felgen und eine Heckklappe aus Verbundwerkstoffen, in dem speziellen Fall war es anfangs ein Verbund von Aluminium und Magnesium.
Durch das niedrige Gewicht auf der Hinterachse gab es Probleme mit dem Fahrverhalten und es wurden absurderweise als Abhilfe Blei-Gewichte in die Stoßstange integriert, später wurde wieder die normale Stahl-Heckklappe verwendet.

Die Möglichkeiten sind da, man siehe sich den Audi A8 an, komplett aus Aluminium ist er eine halbe Tonne leichter als andere Fahrzeuge der Oberklasse.
 
Das zwei Liter Auto hätte damit einen Ausstattungsstandard von ganz tief im Keller, Sicherheit wäre zufällig, Spitzname: Sparsarg.
So oder so ähnlich, und darauf hat nunmal kein Kunde Bock, deshalb wird es auch nicht gebaut.

sagt der Motorradfahrer :mrgreen:, nen bissl sicherer als nen Motorrad wird man es bei 500 Kilo schon hinbekommen

Also wo ist der Beleg dafür, dass das völlig problemlos machbar ist aber es keiner möchte?

Marty

nen paar Herausforderungen gibt es natürlich zu knacken die Sicherheit wird wahrscheinlich eines der größeren Hindernisse.... aber natürlich kann man mit 500 Kilo modernen Materialien nen kleines Autochen zusammenzimmern - wozu muss man das beweisen ? gibt ne ganze Menge kleiner Funmobile die vielleicht 300-400 Kilo wiegen aber eher nicht für die Straße konzipiert sind- könnte aber gemacht werden mit etwas mehr Aufwand
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch hier wieder ein Verweis auf den 3 Liter Lupo. Magnesium-Felgen und eine Heckklappe aus Verbundwerkstoffen, in dem speziellen Fall war es anfangs ein Verbund von Aluminium und Magnesium.

Für mich ist das der reinste Schwachsinn.

Man muss sich doch nur mal anschauen, wo das Gewicht herkommt, was nen Golf von 750 Kilo (Golf 1) leer auf 1150 Kilo (Golf 6) leer gebracht hat.

Wenn ich mir nen Standart Lupo nehmen, und bei 825 Kilo anfange, abzuspecken, dann läuft doch da was falsch. Und zwar prinzipiell.

Auch ein Smart geht bei 825 Kilo los.

Vielleicht sollten wir mal auf so unwesentliche Sachen wie elektrische Fensterheber, Servolenkung, alle möglichen Sensoren für Licht, Scheibenwischer, Bremskraftunterstützung, Klimaanlage ... verzichten.

Einfach mal nen Golf 1 nehmen, und alle Bauteile konsequent gegen Teile aus Leichtbauweise ersetzen...

sagt der Motorradfahrer :mrgreen:, nen bissl sicherer als nen Motorrad wird man es bei 500 Kilo schon hinbekommen

Da fällt mir immer noch ein, ich suche ne Frau, zu deren Gunsten ich ne Lebensversicherung abschließen kann... :mrgreen:

Ich kann mich da an nen Crash Test erinnern. Irgendwann Mitte der 90er.
Zwei Standardvertreter mit guten Crashtest Ergebnissen aus Kleinwagen und Oberklasse.
Also Corsa vs. S-Klasse.
Während die S-Klasse nach dem Aufprall auf 0 km/h runter gebremst wurde, erlebte der Corsa eine Schubumkehr von 50 km/h auf -7 km/h.
Begründet durch den Massenunterschied, nannte sich glaub Impulserhaltungssatz, bin mir aber nicht sicher.

Und das war die Situation 1 Tonne gegen 2 Tonnen.

Jetzt stell Dir die Situation mit 0,5 Tonnen vs. 2 Tonnen vor.

gruss kelle!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das war die Situation 1 Tonne gegen 2 Tonnen.

Jetzt stell Dir die Situation mit 0,5 Tonnen vs. 2 Tonnen vor.

gruss kelle!

bei nem guten Auto bleibt vom Stoß selbst nicht viel übrieg dafür wird umso mehr geknauscht, wie man genug Knautschung mit möglichst wenig Gewicht hinbekommt ist sicherlich ne interessante Herausforderung für Ingenieure
 
Vielleicht sollten wir mal auf so unwesentliche Sachen wie elektrische Fensterheber, Servolenkung, alle möglichen Sensoren für Licht, Scheibenwischer, Bremskraftunterstützung, Klimaanlage ... verzichten.

Einfach mal nen Golf 1 nehmen, und alle Bauteile konsequent gegen Teile aus Leichtbauweise ersetzen...
Sowas kauft doch dann erst recht keiner. Der Komfort muß natürlich erhalten bleiben, wer kauft denn heute ein Auto ohne Lenk- oder Bremsunterstützung? Kein Mensch, dies ist der falsche Weg.


[...] wie man genug Knautschung mit möglichst wenig Gewicht hinbekommt ist sicherlich ne interessante Herausforderung für Ingenieure
Gibt es doch schon längst und zwar aus Kunststoff. Gibt Energieabsorbierende Kunstoffteile als Aufnahme für die Stoßstangen.

Viele Anbauteile wie Türen und Kotflügel, Heckklappe, Motorhaube usw. könnte man sicher auch aus Kunststoff fertigen, ich schätze die Automobilkonzerne haben aber Angst von den Medien, die Gefahr mit Ihrem "Plastik-Auto" verspottet zu werden ist wohl recht groß in Zeiten wo jeder nur noch die Bildzeitung kauft.
Anders kann ich es mir nicht erklären, warum solche Schritte nicht gemacht werden, Kunststoff ist nicht nur viel leichter, sondern auch noch deutlich günstiger und einfacher zu verarbeiten.
 
...wie man genug Knautschung mit möglichst wenig Gewicht hinbekommt ist sicherlich ne interessante Herausforderung für Ingenieure

Naja, das Problem ist ja hier nicht, dass der Kleinwagen ne gute Knautschzone hat, das kriegt man zur "Eigensicherung" ohne weiteres hin...

Das Problem ist eher die Kombination der Unfallpartner...
Bzw. die Kombination der Massen...

Sowas kauft doch dann erst recht keiner. Der Komfort muß natürlich erhalten bleiben, wer kauft denn heute ein Auto ohne Lenk- oder Bremsunterstützung? Kein Mensch, dies ist der falsche Weg.

Sag ich ja.
Möglich wäre es, so ein Auto zu bauen, nur will es keiner.
Ob man bei einem Gewicht pro Rad von 125 kg überhaupt ne Lenkunterstützung braucht, das fragt keiner, ob man auf Grund des geringen Gewichts überhaupt eine Bremsunterstützung benötigt, fragt auch keiner.

Mein Mopped hat rechnerisch 175 kg auf dem Vorderrad, da lenke ich ohne Übersetzung und ohne Unterstützung...

gruss kelle!
 
was brauch man schon groß an Extras an nem Auto

im Grunde reicht es wenn ich Unfälle mit ner guten Chance überlebe, nicht aus der Kurve rutsche, nicht umkippe, nen bissl Musik zur Unterhaltung habe und das Fenster zur Klimaregulierung runterkurbeln kann .... naja wenn man grade wieder mal durch nen Insektenschwarm fährt iss sone Wischwasserspritze auch noch nett :mrgreen:

alles andere iss dann nur sinnloses Gewicht und sinnlose Kosten

Da fällt mir immer noch ein, ich suche ne Frau, zu deren Gunsten ich ne Lebensversicherung abschließen kann... :mrgreen:

also bei mir was es die Frau die aufkeimende Motorradpläne sofort verworfen hat ...vielleicht hast Du ja da mehr Glück
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich erinnere mich an einen Aufkleber, den ich auf einer Ente (Citroen 2CV) gesehen habe:

Dieses Auto hat:
  • keine Klimaanlage
  • keine elektrischen Fensterheber
  • keine Wegfahrsperre
  • kein Radio
  • keine Zentralverriegelung
  • keine elektrisch verstellbaren Außenspiegel
  • keine Sitzheizung
  • keinen Airbag
  • kein ABS
  • kein EPS
  • kein elektrisches Schiebedach

Das heißt, seit 30 Jahren war nie ETWAS KAPUTT!
 
Ich bin vorhin ne Runde mit unserem Passat gefahren, 2 Liter Diesel Maschine, Automatik, Tempomat, im Mittelgebirge auf Landstraßen und durch Ortschaften...
Durchschnittsverbrauch: 6,1 Liter auf hundert Kilometer.

Und das ganze bei über 1,5 Tonnen Leergewicht.

Rein vom Verhältnis wäre ein zwei Liter Auto bei 500 Kilogramm im Rahmen des Möglichen.
Leider ist die Rechnung eben nicht linear. Zumal ja dann auch linear das Gewicht des Motors abnehmen müsste. Und Spritspartechnik wiegt evtl. auch.

Als grober Richtwert: Der Trabbi lag bei 650 kg Leergewicht.

Das zwei Liter Auto hätte damit einen Ausstattungsstandard von ganz tief im Keller, Sicherheit wäre zufällig, Spitzname: Sparsarg.
Das bedeutet also, es ist doch nicht völlig problemlos, solch ein Auto zu bauen? Wenn schon ein Plastikauto 650 kg wiegt, wie soll man da noch 150 kg einsparen?

sagt der Motorradfahrer :mrgreen:, nen bissl sicherer als nen Motorrad wird man es bei 500 Kilo schon hinbekommen
Man könnte ja mal ein Motorrad als Beispiel nehmen, oder? Die wiegen doch deutlich unter 500kg, oder nicht? Ich bin da nicht der Fachmann, was Motorräder angeht, ich google nur mal: Suzuki GS500E (34 PS), Verbrauch 4,6 Liter bei 174 kg Leergewicht und 360 kg max. Gesamtgewicht. Passt nicht, woran liegts?

Wenn selbst das automobile Minimum zur Zeit nicht unter 3 Liter kommt... der Tata Nano wiegt immer noch 700 kg (wo soll man da was einsparen?), hat nur 23 PS und verbraucht trotzdem 4-5 Liter.

Marty
 
Man könnte ja mal ein Motorrad als Beispiel nehmen, oder? Die wiegen doch deutlich unter 500kg, oder nicht? Ich bin da nicht der Fachmann, was Motorräder angeht, ich google nur mal: Suzuki GS500E (34 PS), Verbrauch 4,6 Liter bei 174 kg Leergewicht und 360 kg max. Gesamtgewicht. Passt nicht, woran liegts?

Wenn selbst das automobile Minimum zur Zeit nicht unter 3 Liter kommt... der Tata Nano wiegt immer noch 700 kg (wo soll man da was einsparen?), hat nur 23 PS und verbraucht trotzdem 4-5 Liter.

Marty

Du hast Recht beim Verbrauch geht es um viel mehr als nur um Gewicht aber wir waren doch nun schon bei 3 Litern bei wesentlich mehr als 500 Kilo -bei A2 und Lupo in Dieselvarianten - und das war sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange - wenn man bei denen in Sachen Preis und überflüssiges Gewicht noch nen bissl was tut dann streit ich mich sicher nicht um nen halben Liter Diesel auf 100 KM
 
aber wir waren doch nun schon bei 3 Litern bei wesentlich mehr als 500 Kilo -bei A2 und Lupo in Dieselvarianten
Wenn wir da gewesen wären, aber selbst Sparfahrer liegen eher bei 3,5 Litern bei den Autos, Otto-Normal Fahrer eher bei 4 Litern. Wir müssen uns ja da nicht über Werksangaben unterhalten. Diese laborgefahrenen 2,99 Liter sind zwar toll und anerkennenswert, haben mit Realität nichts zu tun.

Marty
 
Das bedeutet also, es ist doch nicht völlig problemlos, solch ein Auto zu bauen?

Ich differenziere da zwischen der rein technischen Sicht - es ist sicherlich möglich es zu bauen - und der Marketingsicht - es ist nicht verkaufbar, daher kann man es nicht bauen.

Wenn schon ein Plastikauto 650 kg wiegt, wie soll man da noch 150 kg einsparen?

Plastikauto - ich hau Dir ein paar runter. :mrgreen:
Die Heckklappe des Kombi 601 ist aus Metall ;-)

Mal im Ernst...
Wenn ich sehe, dass ein Fahrzeug des gleichen Typs über Jahre/Jahrzehnte kontinuierlich an Gewicht zunimmt, dabei der Verbrauch aber auch sinkt, oder mindestens konstant bleibt, dann frage ich mich, was würde dabei rauskommen, wenn man den modernsten Spritsparmotor in ein Wagen von vor 30 Jahren einbaut.

Entweder man hat enorme Beschleunigungswerte, oder ein richtig sparsames Auto...

Man könnte ja mal ein Motorrad als Beispiel nehmen, oder? Die wiegen doch deutlich unter 500kg, oder nicht? Ich bin da nicht der Fachmann, was Motorräder angeht, ich google nur mal: Suzuki GS500E (34 PS), Verbrauch 4,6 Liter bei 174 kg Leergewicht und 360 kg max. Gesamtgewicht. Passt nicht, woran liegts?

BMW R1150 GS, Gewicht vollgetankt: 250 kg, zulässiges Gesamtgewicht: 460 Kilo, Leistung 85 PS

Verbrauch:
Deutsches Mittelgebirge 4,5 bis 6,5 Liter
Hochalpen: knapp unter fünf Litern

Woran es liegt:
Die Aerodynamik ist absolut unberechenbar, da man zwar das Motorrad mit einem Standardfahrer in den Windkanal stellen kann, nur hat das absolut nix mit der Realität zu tun.
Der eine ist lang, der andere kurz, der eine breit, der andere schmal...
Und dann gab es noch lang und breit ;-)

Der nächste Punkt, ist jetzt von mir rein theoretisch, klingt aber schlüssig...

Der Schlupf...
Ich muss meine 85 PS auf einer Fläche auf die Straße bringen, die vielleicht drei bis vier Zentimeter breit ist.
Bei einem Auto hat man locker das zehnfache an aufliegender Reifenbreite.

Daraus müsste folgen, dass mein Rad deutlich mehr "durchdreht" als beim Auto.
Ergo verbrate ich einen Teil des Verbrauchs nur zum durchdrehen.

Ein weiterer Punkt dürfte der sein, dass der Verbrauch beim Motorradkauf nicht kaufentscheidend ist.
Wenn ich nen deutschen Boxer fahren will, dann ist mir der Verbrauch eines japanischen 4 Zylinder recht egal.

Dabei lass ich jetzt mal den doch eher recht beschleunigungsfreudigen Fahrstil außen vor 8)

gruss kelle!
 
O.K. könnte sein, kenne leider auch niemanden der sich die Dinger wirklich gekauft hat....inzwischen sind wir aber ein paar Jahre weiter und Du bewegst doch einiges mehr Automasse mit wieviel Litern ?
Ich kenne mehrere Leute, die einen A2 3L fahren, die konnten sich den einfach leisten und wollten was für ihr Gewissen tun. Mein Wagen wiegt, glaube ich, 120kg und ich verbrauche knapp unter 4 Litern. Mein Motor ist aber schon 8 Jahre als (VW 1,TDI ohne Filter, 100 PS). Aber ich bin kein Maßstab, weil ich ein Extrem bin. Wir wollen ja realistisch bleiben.

Ich glaube auch, dass es möglich wäre, noch mehr zu tun, wenn der entsprechende Drucke des Gesetzgebers da wäre. Ich glaube aber nicht, dass es nicht so problemlos möglich ist, in die Richtung 2 Liter zu kommen.

Ich kann mir das für einen Einsitzer mit extrem wenig Luftwiderstand vorstellen, an dem quasi alles fehlt, was man sicherheitstechnisch erwartet. Dort dann einen 500ccm Diesel mit 20 PS eingebaut, dann könnte das gehen. Aber das ist nicht das "Auto", was ich mir vorstelle, wenn man vom 2-Liter-Auto redet.

Marty
 
Einführung von Mautgebühren und die Folgen für Geringverdiener

Wo soll das hinführen, wenn wir alle die Autobahnmaut bezahlen sollen? Ich bin schon dafür, dass alle die Maut bezahlen oder gar niemand. Aber wenn die Maut so umgesetzt wird, wie sie geplant ist, kann ich es vergessen, zur Arbeit zu fahren. Dann zahle ich mehr für Sprit und Maut, als ich verdiene. Ich fahre nämlich 75 km bis zu meiner Arbeitsstätte. Wer sich das mal vorrechnet, erkennt den Unsinn in dieser Überlegung. Wenn ich mehr als 1000 Euro verdienen würde, blieben mir noch ungefähr 350 Euro für Wohnung, Essen, Versicherungen, Unterhalt vom Auto inkl. Reparaturen. Dazu benötige ich ca. 1 x im Jahr Gleitsichtgläser, die auch einiges kosten. Ich bin sehr am Verzweifeln, wie es dann mit mir weitergehen wird. Wahrscheinlich sterbe ich dann umso früher, weil ich mir dann die Medikamente, die ich benötige, gar nicht mehr leisten kann, geschweige denn die Arztbesuche und alles andere, was sonst noch dazugehört. Ich werde aufgrund der Mautgebühren und der hohen Spritkosten mir also keine Wohnung mehr leisten können. Ohne Wohnung keine Arbeit, ohne Arbeit kein Verdienst, also .. Jeder kann sich vorstellen, wohin das führen wird.
Wenn die Maut eingeführt wird, benötige ich eine Erhöhung meines Verdienstes um 100 %. Dazu ist kein Arbeitgeber bereit. Ist doch mal ne Überlegung wert, oder nicht?
 
Ist doch einfach (und ernst gemeint): Wenn Steuern und Abgaben dazu führen, dass Arbeit sich nicht mehr lohnt, dann geht man nicht mehr arbeiten und lebt vom Staat. Der Staat möchte das ja so.

Marty
 
Also ich habe mal gelesen, daß die Vignette 100 € im Jahr kosten soll. :roll:

manche verdienen halt sehr wenig :ugly:

für 1000 Euro netto mehr als 3000 Km im Monat mit dem eigenen Auto fahren funktioniert aber auch heute schon nicht, also sind auch 100 Euro im Jahr nen gutes Argument sich doch lieber in Zukunft vom Amt für Grundsicherung bezahlen zu lassen
 
Umweltbundesamt für streckenbezogene Pkw-Maut

Folgende News wurde am 15.04.2010 um 08:53:47 Uhr veröffentlicht:
Umweltbundesamt für streckenbezogene Pkw-Maut
Top-Themen

Berlin (dpa) - Das Umweltbundesamt hat konkrete Vorschläge für eine streckenbezogene Pkw-Maut in Deutschland gemacht. Dadurch ließen sich am besten der Autoverkehr steuern und die Umwelt entlasten, heißt es in einer Studie der Behörde, die der «Berliner Zeitung» vorliegt. Eine solche Maut müsse nach Berechnungen der Experten drei bis vier Euro pro 100 Kilometer betragen, um allein die Wegekosten ohne Gesundheits- oder Umweltfolgen zu decken. Zum Ausgleich komme die Abschaffung der Kfz-Steuer in Betracht. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, sagte der Zeitung: «Die streckenbezogene Maut ist die gerechteste Lösung, weil die Kosten dort bezahlt werden, wo sie entstehen. » Derzeit koste der Pkw-Verkehr den Staat jährlich 47 Milliarden Euro mehr, als er über Benzin- und Kfz-Steuern sowie Parkgebühren einbringe. Die Einnahmen der Maut könnten in den Bau und Erhalt von Straßen oder in die Modernisierung des Bahnnetzes fließen.