News NRW: Siebenjähriger kann Fußball-Trainer nicht leiden, Vater reicht Klage ein

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 20.11.2009 um 16:51:00 Uhr veröffentlicht:
NRW: Siebenjähriger kann Fußball-Trainer nicht leiden, Vater reicht Klage ein
Shortnews

Ein sieben Jahre alter Junge aus Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) steht beim FC Kapellen in der Fußball-F-Jugend im Tor. Der Siebenjährige kann allerdings den derzeitigen Trainer nicht leiden. Daher ist der Vater des Jungen vor Gericht gegangen und verlangt ein Torwartsondertraining für seinen Sprössling. "Wir können uns doch nicht von den Eltern vorschreiben lassen, was für ein Training wir machen", so der Verein. Das Gericht wird am kommenden Dienstag das Urteil verkünden.
 
Na stellt euch mal den Spaß vor wenn der Vater recht bekommt. Die Gerichte sind heute schon hoffnungslos überlastet^^
 
Wo bleibt der Teamgeist? Einfach alle schlecht spielen und schon wird der Trainer gefeuert. Ach ne, so läuft es ja nur bei den Profis. :LOL:
 
Ist ja auch geil...

[IRONIE]Mir gefällt die Nase der Verkäuferin nicht... Ich bezahl deshalb heute mal nicht mit Geld, sondern mit Kieselsteinen....[/IRONIE]
 
Hat jemand irgendwas von einem Urteil gelesen? Finde leider im Netz nichts. Würde mich aber interessieren.

Der siebenjährige Leon O. hat keinen Anspruch auf ein spezielles Torwarttraining beim SC 1911 Kapellen Erft. Das entschied das Amtsgericht Grevenbroich am Dienstag (24.11.09). Durch die Entscheidung des Vereins, das Training des Siebenjährigen einzustellen, sei der Junge weder unsachlich noch willkürlich benachteiligt worden. Die Eltern hatten gegen den Verein geklagt, der den Jungen zwischenzeitlich vom Training ausgeschlossen hatte. Als Streitwert waren 2.000 Euro festgesetzt worden, die Gerichtskosten beliefen sich nach Angaben der klagenden Familie auf 400 Euro.

Der Streit begann im Sommer 2009 nach dem Saisonabschluss der Bambini, einer Nachwuchsmannschaft des SC Kapellen Erft. "Wir haben mit dem Trainer gesprochen und ihn auf seine Methoden angesprochen", sagte die Mutter des Jungen, Sabine O., zu WDR.de. "Wir fanden und finden immer noch, dass dieser Mann viel zu viel Leistungsdruck bei den Kleinen erzeugt. Da geht doch der ganze Spaß verloren." So habe der Trainer Torschützenlisten und Spielstatistiken im Internet veröffentlichen wollen - für die Familie, die solche Vergleiche bei Siebenjährigen ablehnt, ein "Unding". Deshalb habe Leon beschlossen, am normalen Mannschaftstraining nicht mehr teilzunehmen und stattdessen nur noch das Torwarttraining mitzumachen, das von einem anderen Trainer geleitet wird. Doch wenig später bekam Familie O. ein Einschreiben vom Verein. In diesem wurde Leon untersagt, weiterhin am Spiel- und Trainingsbetrieb des SC Kapellen teilzunehmen.
Streit um Homepage als wahrer Auslöser?

Familie O. vermutet neben einem dünnhäutigen Trainer einen weiteren Hintergrund für den Streit: die Homepage der Bambini. Die wurde bis vor zwei Jahren von Leons Vater gestaltet. Nachdem Leons großer Bruder aber zum Nachbarverein gewechselt war, wechselte der Vater gleich mit und betreute fortan den Online-Auftritt des Konkurrenten BV Wevelinghoven. "Das hat uns der Vereinsvorsitzende des SC Kapellen übel genommen", so Sabine O. Für sie ist Leons Rauswurf eine "Retourkutsche, die wir nicht auf uns sitzen lassen wollen". Deshalb erwirkte die Familie eine einstweilige Verfügung, woraufhin der Verein den Ausschluss zurückzog. Leon könne wieder am normalen Training teilnehmen. Das Torwarttraining werde man aber nicht mehr anbieten, teilte der Verein mit und berief sich auf den Deutschen Fußballbund (DFB), der dieses erst ab der D-Jugend empfehle.
Familie will Sohn im Verein lassen

Eine Erklärung, die Leons Eltern auf die Palme brachte: "Drei Jahre lang gab es das Torwarttraining, und nun wird es plötzlich abgeschafft? Das ist doch ganz klar gegen Leon gerichtet." Doch der Verein blieb hart und beharrte darauf, sich von den Eltern den Trainingsbetrieb nicht vorschreiben zu lassen.

Nun trafen sich die Parteien vor Gericht. Der Versuch einer gütlichen Einigung war am Freitag (20.11.09) noch gescheitert. Die Familie nahm die gerichtliche Niederlage mit Fassung: "Wir fühlen uns als moralischen Sieger", so Leons Vater Claus. Er könne es nicht verstehen, dass wegen der Probleme zwischen ihm und dem Verein sein Sohn und dessen Sportkameraden leiden müssten: "Dass es jetzt kein Torwarttraining mehr gibt, darunter leiden ja viele Kinder, nicht nur Leon." Abmelden aus dem Verein wolle er seinen Sohn aber nicht. Im Gegenteil: "Ich habe noch einen Zweijährigen zuhause, der kickt auch gerne. Wer weiß, vielleicht melde ich den auch noch an."
Leon hat Spaß am Kicken nicht verloren

Von dem Vorschlag, dem Ärger durch einen Vereinswechsel Leons aus dem Weg zu gehen, hält Familie O. nichts: "Alle seine Freunde spielen beim SC Kapellen. Bei einem anderen Verein kennt er doch gar keinen. Wir wollen ihn nicht aus seinem sozialen Umfeld herausreißen." Den Spaß am Flankenpflücken und Bällehalten habe der Junge wegen des Rechtsstreits übrigens nicht verloren: "Leon ist weiter total fußballverrückt und würde nichts lieber tun, als wieder auf dem Platz im Tor zu stehen."

Quelle:https://www.wdr.de/themen/panorama/27/grevenbroich_prozess_torwarttraining/index.jhtml

Edit: Grml, dein Edit war beim Zitieren noch nicht da :/ - zu langsam :(
 
Könnte man nicht mal jemanden, dessen verfahren am zuständigen Amtsgericht läuft, zu einer Zivilklage auf Schadenersatz gegen den Vater überreden?

Begründung: durch die Sinnlose Klage werden wichtigere Verfahren behindert, was bei den beteiligten Kosten verursacht.

wäre so schön, wenn das Klappen könnte...:boohoo:

jede Menge von "Onkel, der böse Mann hat mich schlecht behandelt"-Klagen würden vielleicht nicht mehr zustande kommen... *träum*
 
Könnte man nicht mal jemanden, dessen verfahren am zuständigen Amtsgericht läuft, zu einer Zivilklage auf Schadenersatz gegen den Vater überreden?

Begründung: durch die Sinnlose Klage werden wichtigere Verfahren behindert, was bei den beteiligten Kosten verursacht.

Versuchs doch mal ;) - findet sich bestimmt wer *g*. Dummerweise hat jeder Bürger das Recht jeden noch so geringen Mist vor ein Gericht tragen zu dürfen. Aber sowas geht auch nur mit einem Anwalt, welcher zuwenig Arbeit hat. Ein vernünftiger Anwalt würde bei soetwas nämlich nicht die Klage einreichen.
 
Versuchs doch mal ;) - findet sich bestimmt wer *g*. Dummerweise hat jeder Bürger das Recht jeden noch so geringen Mist vor ein Gericht tragen zu dürfen. Aber sowas geht auch nur mit einem Anwalt, welcher zuwenig Arbeit hat. Ein vernünftiger Anwalt würde bei soetwas nämlich nicht die Klage einreichen.


Erinnere mich mal an eine News in der Stand das ein Amerikaner Gott verklagt hat für das Leid auf der ganzen Erde. War aber eher als Botschaft gedacht, dass in den USA Jeder Jeden für jeden Müll verklagen darf.