Mensch Kelle, alter Blitzmerker & Schlaumeier-Dhimmi :biggrin:

Immer diese schlagenden Argumente...

Wer hat schon einen demokratischen Staat und wer möchte einen Staat, den es nur über Verhandlungen [oder Krieg] gibt? Na - kommste von alleine drauf? :ugly:

Wer hat denn, wahrscheinlich ganz demokratisch, Gebiete anderer Staaten besetzt?

Wer verstößt denn gegen diverse UN Resolutionen und ist nie dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten?

Wer sagt denn bei den Friedensverhandlungen mit den Palästinensern heute hüh, morgen hott?

gruss kelle!
 
Welche Verhandlungen, wenn man mit dem Wohnungsbau in Ost-Jerusalem bestehende Abmachungen bricht und einen Dreck auf das gibt, was der große Bruder dazu sagt?

Den Gegner vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist keine besonders sinnvolle Verhandlungsstrategie...
 
Immer diese schlagenden Argumente...

... immer wieder gern :D

Wer hat denn, wahrscheinlich ganz demokratisch, Gebiete anderer Staaten besetzt?

Welche Gebiete welcher Staaten meinst Du?

Wer verstößt denn gegen diverse UN Resolutionen und ist nie dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten?

Worauf zum Henker möchtest Du mit dem Verweis auf den Atomwaffensperrvertrag hinaus?

Was die Einhaltung von UN-Resolutionen angeht kann ich Dir zum Teil zustimmen.

Jedoch was hat das alles mit der von Dir angesprochenen Einigkeit der Israelis und der von mir angesprochenen Uneinigkeit der PalAraber und einem PalAraber-Staat zu tun?

Wer sagt denn bei den Friedensverhandlungen mit den Palästinensern heute hüh, morgen hott?

Du sprichst von welchen Friedensverhandlungen?? :ugly:

Bisher wurde nur durch eine Seite der erste Schritt der Roadmap vollzogen - komplette Räumung [mit Gewalt !] des Gazastreifens von israelischen Siedlern.

Welche Verhandlungen, wenn man mit dem Wohnungsbau in Ost-Jerusalem bestehende Abmachungen bricht und einen Dreck auf das gibt, was der große Bruder dazu sagt?

Warum soll man demütig die PalAraber einseitig Abmachungen brechen lassen? Wer will denn angeblich so dringend [seit 62 Jahren wohlgemerkt !!!] einen eigenen Staat? ;)

Den Gegner vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist keine besonders sinnvolle Verhandlungsstrategie...

Warum denn überhaupt verhandeln solange kein Verhandlungspartner vorhanden ist? Oder kannst Du ernsthaft einen legitimen Verhandlungspartner erkennen und benennen, mit dem die Israelis Punkte zu Papier bringen können? Es gibt 2 "Regierungen" - schon vergessen?
 
Warum soll man demütig die PalAraber einseitig Abmachungen brechen lassen?
Demokratie? Rechtsstaat? :think:

Ich für meinen Teil glaube nicht, dass der Wohnungsbau in Ost-Jerusalem das Thema "Recht auf Selbstverteidigung" tangiert...

Allerdings habe ich das Gefühl, das Nethanjahu momentan mehr Angst vor den Orthodoxen in Israel Angst hat. Dazu würde diese Politik ja passen...
Warum denn überhaupt verhandeln solange kein Verhandlungspartner vorhanden ist? Oder kannst Du ernsthaft einen legitimen Verhandlungspartner erkennen und benennen, mit dem die Israelis Punkte zu Papier bringen können? Es gibt 2 "Regierungen" - schon vergessen?

Das ändert nichts an der Tatsache, das sich Israel einseitig an Abmachungen und Selbstverpflichtungen halten sollte, wenn man seinen moralischen Status nicht aufgeben will. Das hat nichts mit Hamas und/oder Fatah zu tun.(Um das nochmal klarzustellen - ich beziehe mich hier ausdrücklich auf die Siedlungspolitik für Ost-Jerusalem und das Westjordanland.)
 
Vielleicht solltest Du "Siedlungen" nicht mit "Annexion" verwechseln. ;)

In Gaza wurde ebenfalls gesiedelt, dass es Bluebyte eine reine Freude gewesen wäre. 2005 war Schluss mit lustig und die Reaktionen der PalAraber sprachen Bände. Warum also wieder auf einen Kuhhandel hereinfallen und sinnlos in Vorleistung gehen?
Wer sagt ausserdem, dass diese Wohnungen und Siedlungen INKLUSIVE der Einwohner nicht zukünftig auf dem Hoheitsgebiet PalArabiens liegen können?

Oder bist Du, wie Herr Abbas und seine Spiessgesellen, der Meinung, dass Juden *äh* Israelis nichts in einem zukünftigen PalAraber-Staat verloren haben?
 
Vielleicht solltest Du "Siedlungen" nicht mit "Annexion" verwechseln. ;)
De facto sind die Gebiete annektiert. Praktisch leben in den neu gebauten Häsuern in Ost-Jerusalem nur (jüdische) Israelis. Und im Gegenzug ist es für Palästinenser extrem schwer (bis unmöglich) selber in Ost-jerusalem zu Bauen. Vom Bezug einer Wohnung in einem Jüdischen Viertel wollen wir erst gar nicht anfangen.
In Gaza wurde ebenfalls gesiedelt, dass es Bluebyte eine reine Freude gewesen wäre. 2005 war Schluss mit lustig und die Reaktionen der PalAraber sprachen Bände.
Du vergisst die Reaktionen der Israelischen Siedler - Für Die war der Siedlungsbau gleichbedeutend mit Landnahme.
Warum also wieder auf einen Kuhhandel hereinfallen und sinnlos in Vorleistung gehen?
Nochmal: Aus Gründen der Glaubwürdigkeit? Wegen der moralischen Überlegenheit?
Wer sagt ausserdem, dass diese Wohnungen und Siedlungen INKLUSIVE der Einwohner nicht zukünftig auf dem Hoheitsgebiet PalArabiens liegen können?
Das Vorgehen im Gazastreifen? Nach der Räumung wurden die Siedlungen dort von der Armee geschleift...
Oder bist Du, wie Herr Abbas und seine Spiessgesellen, der Meinung, dass Juden *äh* Israelis nichts in einem zukünftigen PalAraber-Staat verloren haben?
Was soll diese Unterstellung? Glaubst du, sie würden dort wohnen bleiben wollen?
 
De facto sind die Gebiete annektiert.

Annektiert von wem?
Laut der Haager Landkriegsordnung braucht es einen Staat [!] um etwas von diesem zu annektieren.
Wo isser denn hin, dieser Staat?

Praktisch leben in den neu gebauten Häsuern in Ost-Jerusalem nur (jüdische) Israelis.

Und? Wo siehst Du das Problem?

Und im Gegenzug ist es für Palästinenser extrem schwer (bis unmöglich) selber in Ost-jerusalem zu Bauen.

Du meinst PalAraber ohne Staatsangehörigkeit denn Israelis arabischer Herkunft mit israelischem Pass dürfen in Israel überall bauen.
Ich schick Dir gern mal ein paar Bilder von Prachtvillen von arabischen Nachbarn einiger Kollegen.

Dürfen Staatenlose eigentlich in Deutschland einfach so bauen?

Vom Bezug einer Wohnung in einem Jüdischen Viertel wollen wir erst gar nicht anfangen.

Hier antworte ich mal mit nem Zitat aus Deiner Feder ;)

"Was soll diese Unterstellung? Glaubst du, sie würden dort wohnen bleiben wollen?"

Du vergisst die Reaktionen der Israelischen Siedler - Für Die war der Siedlungsbau gleichbedeutend mit Landnahme.

Womit wir wieder bei der Handlungsfähigkeit eines Rechtsstaates sind.
Dieser Rechtsstaat hat dafür gesorgt, dass diese Siedler mit Gewalt aus Gaza gebracht UND finanziell entschädigt wurden.
Hieraus wieder ein Argument zu stilisieren ist vollkommen überflüssig.

Nochmal: Aus Gründen der Glaubwürdigkeit? Wegen der moralischen Überlegenheit?

Moralische Überlegenheit? Der Klügere gibt nach? :biggrin::biggrin::biggrin::ugly::ugly::ugly:
Hier gehts nicht um Moral und Anstand oder Glaubwürdigkeit.
Hier geht es um das Überleben des Staates Israel, dessen Bestand durch 3 Kriege, angezettelt von den moralisch so abgrundtief unterlegenen Araber-Nachbarn, gesichert werden musste.

Islamistische Judenhasser wischen sich mit der von Dir beschworenen moralischen Überlegenheit gern ihren Ar*** ab.

Das Vorgehen im Gazastreifen? Nach der Räumung wurden die Siedlungen dort von der Armee geschleift...

Falsch. Es käme auf ein Ergebnis von Verhandlungen an.
Da weder ich, und sicherlich Du auch nicht, solch einem Verhandlungsergebnis vorgreifen möchte, ist das reine Spekulation.

Was soll diese Unterstellung? Glaubst du, sie würden dort wohnen bleiben wollen?

Nun ja - wie man es nimmt. Sprach ich von Juden? Nein, von Israelis. ;)
Und zu Israelis gehören u.a. auch Araber.
Herr Abbas will weder die eine noch die andere Klientel im zukünftigen PalAraber-Staat.

[President Abbas] He said 100 percent. He would take from this side, and I would take from that side. He presented maps to me. The maps included that he would take the settlements blocs (in the West Bank) in exchange for territories in the north, west, and south of the West Bank, in addition to territories to the east of Gaza.


[Asharq Al-Awsat] To the north and west of the West Bank?


[President Abbas] Yes.


[Asharq Al-Awsat] In which region in the west?


[President Abbas] In a distant region (from the triangle region), because I explained from the beginning that I would not accept anyone (from the Palestinians of Israel). We were doing well. God is my witness, he was all right; he said to me: You will not find anyone other than me; and I said to him: But you will find someone other than me.

Hast Du dazu noch irgendwelche Fragen?

Aber vielleicht nochmal zum eigentlich Auslöser dieser Thread-Wiederbelebung ...
Findet irgend jemand in den Statements der Arabischen Liga Aussagen zur Schaffung eines PalAraber-Staates bzw. einer 2-Staaten-Lösung?
Ich hab schon etliche Artikel verschiedenster Quellen [arabische, englische] durchforstet und finde lediglich die Aussagen zur stärkeren Isolierung Israels als auch der Drohungen, dass "man etwas unternehmen müsse [zum Theme Jerusalem]". Danke im Voraus für aufschlussreiche Quellen.
 
[...] Wer will denn angeblich so dringend [seit 62 Jahren wohlgemerkt !!!] einen eigenen Staat? ;)
Wer will denn seit 5000 Jahren einen Staat?

Bis jetzt kam nicht viel "Schalom" aus dem gelobten Land, so viel steht mal fest. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Jedes andere Land mit einer ähnlichen "Außenpolitik" hätte man längst in seine Grenzen gewiesen (was im Falle von Israel direkt ein netter Wortzwitz sein könnte).

Vielleicht solltest Du "Siedlungen" nicht mit "Annexion" verwechseln. ;)
Wo ist in diesem speziellen Fall der Unterschied? Eine staatlich genehmigte Besiedlung der Gebiete, die dann unter den Schutz des Militärs gestellt werden, ist eine Annexion. Das Gebiet ist ja schließlich nicht unentdeckt oder unbewohnt. Menschen werden von dort vertrieben, damit andere Menschen dort siedeln können; Scheiß was auf die Landkriegsordnung. Als ob sich Israel einen Scheiß darum kümmern würde, wie etwas wo definiert ist ;)

Hätten die Palästinenser einen (anerkannten) Staat, würde es Israel nicht mehr so leicht fallen, das ist allerdings richtig. Denn dann müssten sie erstmal einen Krieg erklären (obwohl ich mir seit H****r und Bush da auch nicht mehr so sicher bin). Vielleicht auch Grund, weswegen bestimmte Kreise in Israel es auch gar nicht soooo eilig haben mit der 2-Staaten-Lösung?

[...] Dürfen Staatenlose [...]
...leben? Wo dürfen sie leben?

Und wie gesagt: Einflussreiche Kreise in Israel, die auch bis in die Regierung reichen, sind doch gar nicht an einer 2-Staaten-Lösung interessiert. Wenn es nach Arafat gegangen wäre, hätte es doch schon längst 2 Staaten geben können.

Und ich sage auch nochmal: Man kann, sollte und darf auch gar nicht das Treiben von palästinensischen Gruppierungen mit dem Handeln eines (demokratischen) Staates vergleichen! Wenn Du sagst, dass Israel mit seinem Handeln im Recht ist, weil sich ein paar Palis auch an keine Vereinbarungen halten, dann müssten wir auch beide in Augenhöhe vergleichen. Also müssten wir uns einigen: Ist Palästina ein Staat oder ist Israel eine Terrororganisation?


[...] Hier geht es um das Überleben des Staates Israel, dessen Bestand durch 3 Kriege, angezettelt von den moralisch so abgrundtief unterlegenen Araber-Nachbarn, gesichert werden musste.
Hier geht es also um die Zukunft des Staates Israel. Wie soll denn diese Zukunft aussehen? Ist man zufrieden, wenn man ganz Palästina erobert und jene Menschen handverlesen hat, die bleiben dürfen?

Du und kein anderer kann mir erzählen, dass Israel nicht ganz genau wusste, was es an Empörung und Spannungen auslösen würde, wenn man den arabischen Osten Jerusalems besiedelt. Wenn doch nicht, dann wäre Israel nicht nur "dusselig", sondern unmündig dämlich.

[...] Findet irgend jemand in den Statements der Arabischen Liga Aussagen zur Schaffung eines PalAraber-Staates bzw. einer 2-Staaten-Lösung?
Dazu habe ich leider auch nichts finden können. Abgesehen davon ist die Meinung der Arabischen Liga zwar nicht irrelevant, aber sekundär. Wenn es eine 2-Staaten-Lösung geben soll, dann muss sich erstmal Israel dazu bekennen und auch danach handeln. Auch und gerade wenn das einigen radikalen Fantikern aus Palästina nicht gefallen sollte. In dem Fall kann man wohl auch auf internationale Hilfe (vor allem aus den USA) hoffen.
 
Annektiert von wem?
Laut der Haager Landkriegsordnung braucht es einen Staat [!] um etwas von diesem zu annektieren.
Wo isser denn hin, dieser Staat?
Zum damaligen Zeitpunkt standen die besetzen Gebiete unter dem Protektorat von Jordanien und Ägypten, gelle?`:p

Hier gehts nicht um Moral und Anstand oder Glaubwürdigkeit.
Hier geht es um das Überleben des Staates Israel, dessen Bestand durch 3 Kriege, angezettelt von den moralisch so abgrundtief unterlegenen Araber-Nachbarn, gesichert werden musste.
Warum dann nicht Nägel mit Köpfen, wenn Israel so nahe am Abgrund steht? 2 bis 3 gezielte Luftschäge, und Israel wäre alle Probleme für längere Zeit los...
Die momentane Politik Israels ist weder Fisch noch Fleisch. Zum einen führt sie deffinitiv nicht zu einer 2-Staaten-Lösung, zum anderen vermindert sie aber nicht die Bedrohung.
Und Natürlich geht es um Glaubwürdigkeit. Es werden sich wohl kaum gemäßigte Kräfte unter den Palästinensern oder Arabern finden lassen, wenn Israel nicht als ein Staat dasteht, der zu seinem gegebenen Wort steht...

Islamistische Judenhasser wischen sich mit der von Dir beschworenen moralischen Überlegenheit gern ihren Ar*** ab.
Das bezweifele ich nicht. Ich frage mich nur, warum Israel diesem absoluten Nullpunkt selber entgegenstrebt...

Nun ja - wie man es nimmt. Sprach ich von Juden? Nein, von Israelis. ;)
Und zu Israelis gehören u.a. auch Araber.
Auch Araber mit Israelischem Pass würden dort nicht wohnen bleiben, weil sie in den Augen ihrer "staatenlosen" Kollegen als "Verräter" gelten und noch weniger wert sind als der Dreck unter den Nägeln.
 
[...]
Warum dann nicht Nägel mit Köpfen, wenn Israel so nahe am Abgrund steht?[...]
Ist eben das Pech von Israel, dass es nach der Gründung nicht stark genug war alle Palästinenser zu vertreiben... Auch wenn die Vertreibungen nach dem zweiten Weltkrieg ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten, haben sie dennoch klare Grenzen herbeigeführt. Aber man kann doch jetzt nicht tatsächlich fordern, dass Israel das heute machen sollte... Aber wer weiß... In 50 Jahren wäre das verziehen und wenn man jetzt nichts macht vermehrt sich das Problem in wahrsten Sinne des Wortes... :LOL:
 
Wer will denn seit 5000 Jahren einen Staat?

Worauf möchtest Du hinaus?

Wo ist in diesem speziellen Fall der Unterschied? Eine staatlich genehmigte Besiedlung der Gebiete, die dann unter den Schutz des Militärs gestellt werden, ist eine Annexion. Das Gebiet ist ja schließlich nicht unentdeckt oder unbewohnt. Menschen werden von dort vertrieben, damit andere Menschen dort siedeln können; Scheiß was auf die Landkriegsordnung. Als ob sich Israel einen Scheiß darum kümmern würde, wie etwas wo definiert ist

Wenn solch unwichtige Organisationen wie die UN von einer "Annexion" sprechen, nehme ich es ziemlich genau mit der Definition, in der nun einmal von einem "Staat" die Rede ist.
Wenn Dir diese Differenzierung wurscht ist, spare ich mir weitere Diskussionen.

Hätten die Palästinenser einen (anerkannten) Staat, würde es Israel nicht mehr so leicht fallen, das ist allerdings richtig.

Sie haben seit 1948 weder das eine noch das andere. 62 Jahre hatten die Araber Zeit und mussten statt dessen Kriege gegen Israel führen.

Denn dann müssten sie erstmal einen Krieg erklären (obwohl ich mir seit H****r und Bush da auch nicht mehr so sicher bin). Vielleicht auch Grund, weswegen bestimmte Kreise in Israel es auch gar nicht soooo eilig haben mit der 2-Staaten-Lösung?

Auch hier verwundert mich Deine Ignoranz.
Für die "offiziell" regierende Kraft der PalAraber kommt eine 2-Staaten-Lösung grundsätzlich nicht in Betracht und Du verschwendest Zeit für Kritik an den Israelis?
Dem "de facto government" reicht noch nicht mal das Gebiet Israels aus sondern, ich zitiere Herrn Haniya: "Das ganze Palästina soll es sein, vom Jordan bis zum Meer." Was die Jordanier, Syrer, Libanesen und Ägypter wohl dazu sagen?

Und wie gesagt: Einflussreiche Kreise in Israel, die auch bis in die Regierung reichen, sind doch gar nicht an einer 2-Staaten-Lösung interessiert. Wenn es nach Arafat gegangen wäre, hätte es doch schon längst 2 Staaten geben können.

Der Arafat etwa, der durch folgende Aussagen nach Oslo [!] aufgefallen ist?

"Die Wiedergewinnung unserer besetzten Territorien ist nur die erste Stufe auf dem Weg zur völligen Befreiung Palästinas."

"Dieses Abkommen - für mich hat es nicht mehr Bedeutung als das Abkommen, das zwischen unserem Propheten Mohammed und dem Stamm der Kuraisch unterzeichnet wurde - ... ein verachtenswerter Waffenstillstand. In der gleichen Weise, wie Mohammed es damals akzeptiert hat, akzeptieren wir heute dieses Streben nach Frieden."

Nimm mal die rosa Brille ab bevor Du solchen Schwachfug schreibst und Dich zum Holz machst. :ugly:

Wenn Du sagst, dass Israel mit seinem Handeln im Recht ist, weil sich ein paar Palis auch an keine Vereinbarungen halten, dann müssten wir auch beide in Augenhöhe vergleichen.

Ein paar? Deine Ignoranz ist erschreckend. Weder Fatah noch Hamas halten sich an Abmachungen. Beide "Parteien" beschuldigen sich sogar regelmässig gegenseitig, nicht genug "Widerstand" [und den wahren Begriff dahinter kennen wir ja] auszuüben.
Wenn Plätze in der Westbank nach Kindermördern, die sich in Bussen in die Luft gesprengt haben, benannt werden und ******* wie Arafat und Abbas dies ausdrücklich unterstützen, brauch ich keine Vergleiche auf Augenhöhe.
So tief kann sich ein zivilisierter Mensch nämlich nicht beugen um auf dieses ekelhafte Niveau zu kommen.

Hier geht es also um die Zukunft des Staates Israel. Wie soll denn diese Zukunft aussehen? Ist man zufrieden, wenn man ganz Palästina erobert und jene Menschen handverlesen hat, die bleiben dürfen?

Ganz Palästina erobern? Mensch Photon, dafür haste Dir nen Titel verdient!
62 Jahre hatte Israel Zeit, ganz Palästina zu erobern. 3 Kriege durch die Araber wären genug Grund gewesen genau das durchzuziehen.
Aber nee. Man verhandelt in Oslo, zieht sich aus Gaza zurück und was bekommt man ... nix als Terror, Hass und Zeitverschwendung.

Du und kein anderer kann mir erzählen, dass Israel nicht ganz genau wusste, was es an Empörung und Spannungen auslösen würde, wenn man den arabischen Osten Jerusalems besiedelt.

Reine Taktik um Druck zu erzeugen. ;)

Dazu habe ich leider auch nichts finden können. Abgesehen davon ist die Meinung der Arabischen Liga zwar nicht irrelevant, aber sekundär.

Ach sieh an. Sekundär sind also Aussagen, dass die Araber "etwas unternehmen wollen bevor es zu spät ist"? Wie niedlich. :ugly:

Wenn es eine 2-Staaten-Lösung geben soll, dann muss sich erstmal Israel dazu bekennen und auch danach handeln.

Moment mal. Zuerst muss sich Israel zu einer 2-Staaten-Lösung bekennen?
Warum sollten sie das [wenn sie es nicht längst schon getan hätten]?
Warum verlangst Du nicht eine klares Statement der Araber und PalAraber, die angeblich so dringend einen eigenen Staat wollen?

Ich habe explizit gefragt, ob sich die Arabische Liga zur 2-Staaten-Lösung geäussert hat. Nix. Schweigen im Walde. Von Unterstützung der PalAraber ist die Rede. Nicht mehr und nicht weniger. Siehe dazu die Aussage von Ismail Haniya.

Zum damaligen Zeitpunkt standen die besetzen Gebiete unter dem Protektorat von Jordanien und Ägypten, gelle?

Protektorat nennst Du das?
Wie geil. Es waren Besatzer, die sich diese Gebiete durch Angriffskriege einverleibt haben. Ich hab bisher aber keinerlei Gebietsansprüche dieser Staaten vernommen. Du vielleicht?

Warum dann nicht Nägel mit Köpfen, wenn Israel so nahe am Abgrund steht? 2 bis 3 gezielte Luftschäge, und Israel wäre alle Probleme für längere Zeit los...

Nanu? Ich dachte als Rechtsstaat macht man sowas nicht?
Zum anderen schrieb ich "musste". Wie auch Dir nicht entgangen ist, sind die Jordanier und Ägypter mittlerweile "friedliche Nachbarn" Israels. ;)

Die momentane Politik Israels ist weder Fisch noch Fleisch. Zum einen führt sie deffinitiv nicht zu einer 2-Staaten-Lösung, zum anderen vermindert sie aber nicht die Bedrohung.
Und Natürlich geht es um Glaubwürdigkeit. Es werden sich wohl kaum gemäßigte Kräfte unter den Palästinensern oder Arabern finden lassen, wenn Israel nicht als ein Staat dasteht, der zu seinem gegebenen Wort steht...

Das ist, mit Verlaub, B*llshit.
Israel stand zu seinem Wort - "quid pro quo" lautet die Devise, an die sich die PalAraber nicht halten wollten.
Wer hätte ausgerechnet dem "Teufel" Ariel Scharon zugetraut, die Räumung Gazas durchzusetzen?
Die Antwort waren Raketen und Selbstmordbomber. Soviel zum Thema.

Zum anderen wundert es mich permanent, dass die Maßstäbe so ungleich angelegt werden. Da möchte man "gemässigte Kräfte" bei den PalArabern erst finden, ohne es als Voraussetzung für Verhandlungen festzumeisseln.

Das bezweifele ich nicht. Ich frage mich nur, warum Israel diesem absoluten Nullpunkt selber entgegenstrebt...

Durch ein paar Siedlungen? :biggrin: Du bist vielleicht empfindlich geworden.


Auch Araber mit Israelischem Pass würden dort nicht wohnen bleiben, weil sie in den Augen ihrer "staatenlosen" Kollegen als "Verräter" gelten und noch weniger wert sind als der Dreck unter den Nägeln.

Ach sieh mal einer an. :ugly:
Und ausgerechnet über Lieberman wird gewettert, wenn er mal wieder seine rassistischen Sprüche klopft und alle PalAraber deportieren will?

Aber mal im Ernst - Araber mit israelischen Pässen wollen dort auch nicht wohnen und Du weisst genau so gut wie ich, warum das so ist.
Kleiner Tipp - das "Verräter"-Argument ist vollkommen unerheblich.
 
Protektorat nennst Du das?
Ich nicht, die UNO (bzw. der Völkerbund...) :roll:

Wie geil. Es waren Besatzer, die sich diese Gebiete durch Angriffskriege einverleibt haben. Ich hab bisher aber keinerlei Gebietsansprüche dieser Staaten vernommen. Du vielleicht?
https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_für_Palästina
Weder Ägypten noch Jordanien wären ja dazu berechtigt. Der Palästinakrieg kam der endgültigen Durchsetzung des UN-Plans ja zuvor.

Nanu? Ich dachte als Rechtsstaat macht man sowas nicht?
Als Rechtsstaat macht man so einiges nicht, das hatten wir schon durch. *sarkasmus an* Wenn man schon auf diesen Status keinen Wert legen will, dann doch wohl richtig...
Zum anderen schrieb ich "musste". Wie auch Dir nicht entgangen ist, sind die Jordanier und Ägypter mittlerweile "friedliche Nachbarn" Israels. ;)
... was sich natürlich ändern könnte, wenn man Syrien und den Iran angreifen würde - stimmt natürlich auch wieder - vielleicht lieber noch ein paar Präventivschläge mehr.*sarkasmus aus*

Das ist, mit Verlaub, B*llshit.
Israel stand zu seinem Wort - "quid pro quo" lautet die Devise, an die sich die PalAraber nicht halten wollten.
Nur gewinnt Israel nichts durch den Siedlungsbau - im gegenteil. Außenpolitisch verliert man nur. Selbst wenn man die Palästinenser und ihre Arabischen Kollegen mal außen vor lässt: USA sauer, UNO sauer, Europa zumindest verwirrt, Arabische Freunde zumindest geschwächt.
Einziger Bonuspunkt: Orthodoxe im Innland jubeln.

Wer hätte ausgerechnet dem "Teufel" Ariel Scharon zugetraut, die Räumung Gazas durchzusetzen?
Die Antwort waren Raketen und Selbstmordbomber. Soviel zum Thema
Gegen die ja auch vorgegangen wurde. nur nicht mit der Wiederbesiedlung des Gazastreifens....

Zum anderen wundert es mich permanent, dass die Maßstäbe so ungleich angelegt werden. Da möchte man "gemässigte Kräfte" bei den PalArabern erst finden, ohne es als Voraussetzung für Verhandlungen festzumeisseln.
Das liegt in der Form des Konflikts. Israel ist der Staat, der Rechtsstaatlichkeit und demokratische Grundsätze für sich reklamiert. Diese Schranken hat man sich selber gegeben. Das heißt nicht, dass man den Radikalen auf der anderen Seite alles durchgehen lässt, nur dass man in der Wahl der Mittel sich eben selber beschränkt hat.

Durch ein paar Siedlungen? :biggrin: Du bist vielleicht empfindlich geworden.
Der Siedlungsbau ist der einzige Aspekt des Konflikts, in dem Israel ohne Aufgabe des Sicherheitsaspekts einen Rückzieher machen kann. Einziges Problem stellen die Orthodoxen dar.

Aber mal im Ernst - Araber mit israelischen Pässen wollen dort auch nicht wohnen und Du weisst genau so gut wie ich, warum das so ist.
Kleiner Tipp - das "Verräter"-Argument ist vollkommen unerheblich.
Es gab demletzt mal einen Bericht, das ein Hauseigentümer wegen Schulden einen Laden in Ost-jerusalem verkaufen musste, und nun um sein Leben fürchten muss, weil nur ein jüdischer Israeli in der Lage war, den Marktwert zu bezahlen.
 
Ich nicht, die UNO (bzw. der Völkerbund...)

Womit wir wieder beid er Frage wären, welchem Staat dieses angeblich "besetzte Gebiet" denn nun gehört. ;)

https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina
Weder Ägypten noch Jordanien wären ja dazu berechtigt. Der Palästinakrieg kam der endgültigen Durchsetzung des UN-Plans ja zuvor.

Nochmal die Frage ... wer wäre denn berechtigt?

... was sich natürlich ändern könnte, wenn man Syrien und den Iran angreifen würde - stimmt natürlich auch wieder - vielleicht lieber noch ein paar Präventivschläge mehr.

Was Israel im Falle Syriens im Oktober 2007 ja auch eindrucksvoll bewiesen hat. :D
2 Kampfjets und 6 Bunkerbuster haben gereicht um das geheime Atomwaffenprogramm Syriens zu vernichten.

Nur gewinnt Israel nichts durch den Siedlungsbau - im gegenteil. Außenpolitisch verliert man nur. Selbst wenn man die Palästinenser und ihre Arabischen Kollegen mal außen vor lässt: USA sauer, UNO sauer, Europa zumindest verwirrt, Arabische Freunde zumindest geschwächt.
Einziger Bonuspunkt: Orthodoxe im Innland jubeln.

Was mich zur Sinnfrage und zur Erwartungshaltung der von Dir genannten Parteien führt ...
USA, UNO, EU und Araber erwarten einen Siedlungsstopp und erhöhen den Druck auf die Israelis.

Gleichzeitig erhält die PA 3,9 Milliarden US-Dollar für 2010 [für die Vorjahre suche ich gern die Zahlen raus - viel weniger wars nicht] durch die Internationale Gemeinschaft, wovon 1,5 Milliarden direkt in den Gazastreifen gehen und die dortige Hamas und ihre Macht stützen.

Auflagen bzw. Forderungen nach Gewaltverzicht etc. - Fehlanzeige.
Aufbau von Sicherheitskräften, eines eigenen Währungs- und Verwaltungssystems etc. etc. - Fehlanzeige.
Seit Jahren ein Fass ohne Boden an dessen Ritzen der Terrorpilz wächst und sich von den Milliarden ernährt.

Nun kommt natürlich der Schlaumeier vom Dienst und argumentiert, dass die Israelis ja ebenfalls Unterstützung von den USA erhalten. :biggrin:
Bei dieser Argumentation wird aber vergessen, wer hier nach einem eigenen Staat brüllt.

Gegen die ja auch vorgegangen wurde. nur nicht mit der Wiederbesiedlung des Gazastreifens....

Vorgegangen wurde? Durch wen? Durch die Israelis, ja klar.
Von wem hätte man es denn eigentlich erwartet bzw. wie lautet denn die Absprache lt. Roadmap? :ugly:

Das liegt in der Form des Konflikts.

Da haben wir es doch. :D
PalAraber ohne Staat verlangen eine Behandlung als hätten sie einen.
Den Willen nach einem eigenen Staat im Rahmen einer 2-Staaten-Lösung spreche ich diesen Leuten nämlich aufgrund ihrer Aussagen ab - egal ob Arafat, Abbas oder Haniya.

Israel tut das einzig Richtige in der momentanen Situation.
Besonnene Reaktionen auf Angriffe, ein hohes Mass an Ruhe aber wachsam bis zum Letzten.
Man sitzt am längeren Hebel - das wissen auch die PalAraber.
Nicht zuletzt, da sich die Weltgemeinschaft mit der Definition "Palästinensischer Flüchtling" und der praktischen Auswirkung zu beschäftigen beginnt.

Der Siedlungsbau ist der einzige Aspekt des Konflikts, in dem Israel ohne Aufgabe des Sicherheitsaspekts einen Rückzieher machen kann. Einziges Problem stellen die Orthodoxen dar.

Das Problem sitzt tiefer.
Zumindest erzählen mir das Kollegen, die sich nicht als orthodoxe Juden bezeichnen.
Ein Staat kann nicht Zugeständnisse machen nur um des lieben Friedens Willen um sich im nächsten Moment auf der Nase herumtanzen zu lassen - siehe Dimona-Anschläge und das Gaza-Problem seit 2007.
Die Demütigung durch den schlecht organisierten Feldzug gegen die Hisbollah 2006 wirkt immer noch. Daran hat auch eine erfolgreiche Operation "Cast Lead" nix geändert sondern auch "normale" Israelis im Glauben bestärkt, dass mit den PalArabern kein dauerhafter Frieden machbar ist.

Die Siedlungen in Ost-Jerusalem sind weniger ein Schritt der Provokation sondern ein Problem des Bevölkerungswachstums und mangelndem Wohnraum.

Es gab demletzt mal einen Bericht, das ein Hauseigentümer wegen Schulden einen Laden in Ost-jerusalem verkaufen musste, und nun um sein Leben fürchten muss, weil nur ein jüdischer Israeli in der Lage war, den Marktwert zu bezahlen.

Das war aber nicht das Thema - mal davon abgesehen, dass Landverkauf an Israelis bei den PalArabern seit Jahren mit dem Tod bestraft wird (wegen Kollaboration).
Israelischen Arabern geht es bestens in Israel. Sie haben eigene Abgeordnete, sind integriert und haben die selben Bürgerrechte.
Wer würde freiwillig zurück nach Gaza oder in die Westbank gehen und sein schmuckes Haus gegen einen Platz in den sogenannten "Flüchtlingslagern" tauschen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Womit wir wieder beid er Frage wären, welchem Staat dieses angeblich "besetzte Gebiet" denn nun gehört. ;)
Tja, die Antwort lautet nun mal nicht Israel. Das "besetze Gebiet" ist nunmal genau das bisschen Land, was für einen Palästinenserstaat vorgesehen ist. Das Israel es nciht 'rausrückt ohne Sicherheiten - vollkommen verständlich. Das Israel keine Staatengründung zulässt ohne die Anerkennung des eigenen Existenzrechts - vollkommen Plausibel. Häppchenweise das Gebiet, das einen noch zu gründenden Staat Palästina darstellen soll, durch Besiedelung zu seinem Eigentum zu machen - nicht in Ordnung.

Was mich zur Sinnfrage und zur Erwartungshaltung der von Dir genannten Parteien führt ...
USA, UNO, EU und Araber erwarten einen Siedlungsstopp und erhöhen den Druck auf die Israelis.

Gleichzeitig erhält die PA 3,9 Milliarden US-Dollar für 2010 [für die Vorjahre suche ich gern die Zahlen raus - viel weniger wars nicht] durch die Internationale Gemeinschaft, wovon 1,5 Milliarden direkt in den Gazastreifen gehen und die dortige Hamas und ihre Macht stützen.

Auflagen bzw. Forderungen nach Gewaltverzicht etc. - Fehlanzeige.
Aufbau von Sicherheitskräften, eines eigenen Währungs- und Verwaltungssystems etc. etc. - Fehlanzeige.
Seit Jahren ein Fass ohne Boden an dessen Ritzen der Terrorpilz wächst und sich von den Milliarden ernährt.

Nun kommt natürlich der Schlaumeier vom Dienst und argumentiert, dass die Israelis ja ebenfalls Unterstützung von den USA erhalten. :biggrin:
Bei dieser Argumentation wird aber vergessen, wer hier nach einem eigenen Staat brüllt.

Ist ja alles Richtig, nur welchen Sinn hat dann Besiedelung von Gebieten, die nicht zum Staate Israel gehören werden (wann auch immer). Prinzipiell hat Israel die 2-Staaten-Lösung ja akzeptiert, ihre Bedingungen sind, wie schon oben gesagt, Plausibel und verständlich.

Vorgegangen wurde? Durch wen? Durch die Israelis, ja klar.
Von wem hätte man es denn eigentlich erwartet bzw. wie lautet denn die Absprache lt. Roadmap? :ugly:

Da haben wir es doch. :D
PalAraber ohne Staat verlangen eine Behandlung als hätten sie einen.
Den Willen nach einem eigenen Staat im Rahmen einer 2-Staaten-Lösung spreche ich diesen Leuten nämlich aufgrund ihrer Aussagen ab - egal ob Arafat, Abbas oder Haniya.

Israel tut das einzig Richtige in der momentanen Situation.
Besonnene Reaktionen auf Angriffe, ein hohes Mass an Ruhe aber wachsam bis zum Letzten.
Man sitzt am längeren Hebel - das wissen auch die PalAraber.
Nicht zuletzt, da sich die Weltgemeinschaft mit der Definition "Palästinensischer Flüchtling" und der praktischen Auswirkung zu beschäftigen beginnt.

Nochmal: Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten ist Israels gutes Recht - nur passt die Siedlungspolitik nicht in dieses Konzept.

Das Problem sitzt tiefer.
Zumindest erzählen mir das Kollegen, die sich nicht als orthodoxe Juden bezeichnen.
Ein Staat kann nicht Zugeständnisse machen nur um des lieben Friedens Willen um sich im nächsten Moment auf der Nase herumtanzen zu lassen - siehe Dimona-Anschläge und das Gaza-Problem seit 2007.
Die Demütigung durch den schlecht organisierten Feldzug gegen die Hisbollah 2006 wirkt immer noch. Daran hat auch eine erfolgreiche Operation "Cast Lead" nix geändert sondern auch "normale" Israelis im Glauben bestärkt, dass mit den PalArabern kein dauerhafter Frieden machbar ist.

Die Siedlungen in Ost-Jerusalem sind weniger ein Schritt der Provokation sondern ein Problem des Bevölkerungswachstums und mangelndem Wohnraum.
Zusammengefasst: Israel löst ein innenpolitisches Problem mit außenpolitischen Mitteln. Die internationale Lesart ist doch, das Israel das Westjordanland verwaltet - BIS zur Gründung eines Staates Palästina. Es ist also nicht israelisches Staatsgebiet.

Israelischen Arabern geht es bestens in Israel. Sie haben eigene Abgeordnete, sind integriert und haben die selben Bürgerrechte.
Wer würde freiwillig zurück nach Gaza oder in die Westbank gehen und sein schmuckes Haus gegen einen Platz in den sogenannten "Flüchtlingslagern" tauschen?
Gut - kommen wir von der Ebene Araber/Jude weg und reden nur noch von "Israelis". Die Wohnungen, die jetzt in Ost-Jerusalem gebaut werden, müssten nach einer Staatengründung entweder aufgegeben werden, zu israelischen Staatsgebiet erklärt (annektiert) werden oder die Bewohner müssten einen palästinensische Staatsbürger werden. 2 der Lösungen wären staatsrechtlich in Ordnung, aber nur mit der 3. Lösung würde man wohl den inneren Frieden in Israel sichern. Wenn man sich überlegt, was damals bei der Räumung Gazas bei den Israelischen Siedlern los war...
 
Worauf möchtest Du hinaus?
Seit über 5000 Jahren verlangen, wünschen, hoffen die Juden dieser Welt auf das heilige Land. Nach eigener Aussage, damit die Juden der Welt in Frieden leben können, frei von Verfolgung, Krieg, Vertreibung. Nun haben sie es vor Kurzem zu Besitz erhalten. Wie schon tausend Mal erläutert: Durch einen selten dämlichen Schachzug der Briten, der erst viele latente Spannungen zum endgültigen Ausbruch brachte. Statt nun so diplomatisch wie nur irgend möglich vorzugehen, agiert und reagiert man ultrabrutal - Auge um Auge, Zahn um Zahn. Mehr noch: Jeder getötete Israeli ist inzwischen zehn tote Palästinenser wert. Ein toter Terroristenführer etwa 20 tote Zivilisten.

Ist das schlau? Na etwa genauso schlau wie die Palästinenser, die es halt mit Kleinstraketen versuchen. Wenn den Israelis mal wieder die Hafer sticht und sie die Grenze nach Gutdünken verschieben, Palis vertreiben und/oder fröhlich drauf los siedeln, dann geht man dagegen mit den Mitteln vor, die man zur Verfügung hat.

Sag mal: Unabhängig von welcher Seite man es jetzt auch immer betrachten mag - Handelt so jemand, der sich Frieden wünscht?

Und weiter: Wenn man schon weiß, dass der Gegner eben keinen Staat hat, sondern im Grunde ein mehr oder weniger lockerer Zusammenschluß von ebenfalls mehr oder weniger organisierten Personengruppen ist, was verlangt man denn da? Würde man einen Staat Palästina mit aller nötigen Entschlossenheit auf den Weg bringen, dann könnte man sich in Augenhöhe unterhalten. So ist das doch überhaupt gar nicht möglich. Aber das will Israel gar nicht.

Wenn solch unwichtige Organisationen wie die UN von einer "Annexion" sprechen, nehme ich es ziemlich genau mit der Definition, in der nun einmal von einem "Staat" die Rede ist.
Du, von mir aus können wir uns an der Stelle auch gern zu Tode definieren, zumal die einstmals definierten Grenzen Israels schon längst nicht mehr gelten. Aber es gibt ja Licht am Horizont. Wenn sich nämlich Israel über das gesamte Palästina ausgebreitet hat und keine 2-Staaten-Lösung mehr nötig und möglich ist, dann brauchen wir keine Definitionen mehr. Aber dann tue ich mich wirklich unmöglich, von einer "demokratischen Rechtsstaatlichkeit im Nahen Osten" zu sprechen. Dann wäre es für mich ein Terrorregime, welches bekämpft werden muss bevor es das "einzige Land im Nahen Osten" ist.

[...] Auch hier verwundert mich Deine Ignoranz.
Für die "offiziell" regierende Kraft der PalAraber kommt eine 2-Staaten-Lösung grundsätzlich nicht in Betracht und Du verschwendest Zeit für Kritik an den Israelis?
Naja, die Palis fühlen sich nunmal des Landes beraubt. Zu Recht oder zu Unrecht, das lassen wir jetzt mal dahin gestellt sein. Nach 60 Jahren beinahe pausenlosem Krieg wird wohl eine nicht unbeträchtlich große Zahl inzwischen für eine 2-Staaten-Lösung sein. Dass sich einige (oder einige mehr) nicht mit dem Landraub abfinden können, ist ja nicht soooo schwer zu verstehen. Gibt ja auch in Deutschland noch genug Leute, die gern Schlesien und dieserlei Gebiete wieder bekämen, die uns von fremden Staaten geraubt wurden.

Gut, wie besänftigt man denn nun solche Leute? Habe mal einen Artikel vom Spiegel aus dem Jahr 2007 raus gekramt. Demnach kann man doch getrost sagen: Verpflichtet sich die Hamas/Fatah zu etwas, bekämen sie massiven Widerstand aus den eigenen Reihen von ihren Fanatikern. Und weicht Israel einen Schritt zurück, zündeln sofort die orthodoxen Juden im Lande. Aber wer von beiden wäre wenn überhaupt in der Lage, Frieden zu schaffen? Wie viel ist Frieden wert? Ein Flachbildfernseher, wie im Artikel geschrieben? Wird wohl nicht reichen. Die Leute fühlen sich betrogen, beraubt und gedemütigt. Da muss man mit viel Feingefühl ran ohne Schwäche zu zeigen, will man was bewirken. Panzer, Raketen, geächtete Waffen, Grenzverletzungen sind dagegen keine feinfühligen diplomatischen Mittel. Stattdessen zieht man es vor, sich stets als unverstanden und ständig bedroht darzustellen um eine Sauerei nach der nächsten zu rechtfertigen. Der falsche Weg, denke ich.

Dem "de facto government" reicht noch nicht mal das Gebiet Israels aus sondern, ich zitiere Herrn Haniya: "Das ganze Palästina soll es sein, vom Jordan bis zum Meer." Was die Jordanier, Syrer, Libanesen und Ägypter wohl dazu sagen?
Säbelrasseln. Bloß keine Schwäche zeigen. Im Übrigen ein wesentlich leiseres Rasseln, als mit nuklearen Präventivschlägen nach eigenem Ermessen zu drohen.

Wenn Plätze in der Westbank nach Kindermördern, die sich in Bussen in die Luft gesprengt haben, benannt werden und ******* wie Arafat und Abbas dies ausdrücklich unterstützen, brauch ich keine Vergleiche auf Augenhöhe.
So tief kann sich ein zivilisierter Mensch nämlich nicht beugen um auf dieses ekelhafte Niveau zu kommen.
Schlimm sind die Gesichter des Krieges, ja. Und noch schlimmer, wenn Mörder als "Helden" gefeiert werden. Aber ein ziviliserter Mensch, der sich nicht beugt um ein tieferes Niveau zu erreichen, bombardiert auch keine Schulen, Krankenhäuser und Wohngeiete. Er benutzt keine geächteten Waffen, sondern ist um Frieden ernsthaft bemüht.

Gleichgültig wie Du die Aktionen Israels bezeichnest, für mich befindet sich Israel in puncto Perversion inzwischen sehr wohl auf Augenhöhe.

[...] Reine Taktik um Druck zu erzeugen. ;)
Ja, den hat Israel ja nun auch auch gleich bekommen.

Ach sieh an. Sekundär sind also Aussagen, dass die Araber "etwas unternehmen wollen bevor es zu spät ist"? Wie niedlich. :ugly:
Ja, sekundär. Ich schrieb ja bewusst nicht "unwichtig". Ob die Arabs nun weiter drohen, ist doch wumpe. Und Deiner Aussage folgend bekommen sie sich doch sowieso nicht geeint. Demnach hat doch Israel von der Seite nix zu fürchten. Zwar ein doofer Zeitpunkt, da der Obama etwas nörgelig wird, aber hey - im Notfall wird die USA schon eingreifen, ganz sicher. Um untätig zu bleiben ist die strategisch wichtige Lage Israels viel zu kostbar.

Aber einem Frieden oder einer Einigung hat das ganz sicher nicht gedient.

Moment mal. Zuerst muss sich Israel zu einer 2-Staaten-Lösung bekennen? [...] Warum verlangst Du nicht eine klares Statement der Araber und PalAraber, die angeblich so dringend einen eigenen Staat wollen?
Du gibst doch auf die Worte der Palis sowieso nix, also könnte Dir das doch egal sein. Ich selbst sehe es ja schon als kritisch an, wenn ein Pali, der nicht mal ein Staatsoberhaupt ist (Du betonst es ja so gern), Versprechungen macht. Ich hätte meine Zweifel, dass er sie bei allem vorausgesetztem guten Willen überhaupt halten könnte. Israel könnte es, macht es aber auch nur, wenn es medienwirksam ist. Wie eben die Räumung von Gaza. Aber Nachhaltigkeit ist auch aus israelischen Kreisen gar nicht gewünscht.

Nur ist innerhalb der arabischen Liga die Situation viel schärfer. Würde man sich zur 2-Staaten-Lösung bekennen, so würde das den Eindruck erwecken, als ließe man die "arabischen Brüder in Palästina" mit ihrem Problem allein. Dass es in Deutschland so gut funktioniert hat mit dem Landraub, hat schlicht mit der Abfolge einiger günstiger Ereignisse zu tun gehabt. Nach dem Krieg wurde das deutsche Volk handverlesen ("Entnazifizierung" nannte man das wohl). Das Land war völlig zerstört, es musste erstmal wieder passierbar gemacht werden (von bewohnbar ganz zu schweigen). Als man das geschafft hatte, legte man unter der Mithilfe der Besatzer ein Wirtschaftswunder hin. Der Wohlstand innerhalb Deutschlands breitete sich zusehens aus. Heute leben wir trotz geraubtem Boden und Scheindemokratie auf sehr hohem Niveau in allen Bereichen. Niemand leidet in Deutschland wirklich Not, auch kein Hartz IV-Empfänger.

Je besser es einem Volk geht, desto weniger "möpft es auf". Im Gegenteil - aus Angst, den hohen Lebensstandard wieder zu verlieren, wehrt es sich sogar selbst der Feinde, die ihn bedrohen. Meinst Du, das wäre im Staate Palästina anders? Wenn Palästina ein reiches Land würde neben Israel und es dem Volk durchschnittlich besser ginge als dem Volke des arabischen Nachbarn und Glaubensbruders?

Du stellst die Palis immer als einen Haufen unzivilisierter Barabaren dar, die außer ihrem Fundamentalismus nichts hörig sind. Ich sehe da Menschen, die im Grunde sind wie Du und ich. Wie viel Erfolg hätte wohl in dem Deutschland von heute ein H****r? Wer zieht denn heute noch in den Krieg für Schlesien? Sind wir zu feige, zu ungläubig oder zu unentschlossen dafür? Oder geht es uns ohne Schlesien viel zu gut, als dass wir dafür Leib und Leben hergeben würden?
 
Häppchenweise das Gebiet, das einen noch zu gründenden Staat Palästina darstellen soll, durch Besiedelung zu seinem Eigentum zu machen - nicht in Ordnung.

"Zum Eigentum zu machen" ist Spekulation denn annektiert sind diese Siedlungen offiziell nicht. Ich nenne es taktische Züge.

Nehmen wir das Beispiel Gaza.
Die Israelis dort haben Häuser und Strassen gebaut, Produktionsstättenm und Infrastruktur erschaffen usw. usw. Mit der Räumung Gazas gingen all diese Werte an die PalAraber über [die in Gaza nix besseres zu tun hatten als alles nieder zu brennen und zu zerstören].
Genau so würde es sich verhalten wenn Israelis diese Siedlungen räumen.
Sicherlich nicht ganz uneigennützig denn ein Tausch von strategisch unwichtigem Grund mit Infrastruktur drauf gegen strategisch wichtige Wüste ist ein gutes Geschäft.

Ist ja alles Richtig, nur welchen Sinn hat dann Besiedelung von Gebieten, die nicht zum Staate Israel gehören werden

Wie gerade geschrieben. Für mich reine [und nachzuvollziehende] Taktik.

Nochmal: Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten ist Israels gutes Recht - nur passt die Siedlungspolitik nicht in dieses Konzept.

Man sollte staatlich sanktionierten Wohnungsbau nicht mit radikalen & orthodoxen Juden verwechseln, die einen historischen Anspruch auf Gebiete erheben. Das hier die israelische Regierung härter als bisher gegen diese Siedler vorgehen muss, steht ausser Frage.
Der Bau von Wohnungen in bestehenden Stadtvierteln ist einzig und allein ein Problem mangelndem Wohnraums.

Die internationale Lesart ist doch, das Israel das Westjordanland verwaltet - BIS zur Gründung eines Staates Palästina. Es ist also nicht israelisches Staatsgebiet.

Und genau da liegt doch das Problem.
Würden sich die PalAraber an die Absprachen halten und von den immensen Summen seit Jahren Sicherheitskräfte, Währungssystem und die entsprechende Infrastruktur aufzubauen um endlich den Schritt zur Staatsgründung zu vollziehen, bräuchte es keinen "Verwalter", der diese Rolle nur zum Schutz seiner Bürger übernimmt.

Gut - kommen wir von der Ebene Araber/Jude weg und reden nur noch von "Israelis". Die Wohnungen, die jetzt in Ost-Jerusalem gebaut werden, müssten nach einer Staatengründung entweder aufgegeben werden, zu israelischen Staatsgebiet erklärt (annektiert) werden oder die Bewohner müssten einen palästinensische Staatsbürger werden. 2 der Lösungen wären staatsrechtlich in Ordnung, aber nur mit der 3. Lösung würde man wohl den inneren Frieden in Israel sichern. Wenn man sich überlegt, was damals bei der Räumung Gazas bei den Israelischen Siedlern los war...

Ich mag diese hypothetischen Sachen nicht denn sie setzen Verhandlungsergebnisse voraus. Die PalAraber verlangen GANZ Jerusalem als ihre Hauptstadt [auch wenn Abbas vor der West-Presse etwas anderes behauptet - siehe meinen Zitats-Link von gestern] und das schon seit mehr als 60 Jahren.
Die Israelis sehen Jerusalem als ihre Hauptstadt, spätestens legitimiert durch die Eroberung nach den 3 arabischen Angriffskriegen.

Was also tun? Ohne Vorbedingungen verhandeln.
Grenzen von 1967 als Bedingung?
B*llshit! Dafür sollten die Araber die PalAraber entschädigen. [siehe Photons merkwürdigen Schlesien-Vergleich]

Statt nun so diplomatisch wie nur irgend möglich vorzugehen, agiert und reagiert man ultrabrutal - Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Verstehe ich Dich richtig? Man soll also dem Wink des Schicksals und der glücklichen Fügung der Geschichte dankbar sein, einen eigenen Judenstaat zu haben? Ach komm - so ignorant kannst Du nicht sein, dass Du 3 Kriege der Araber einfach so unter den Tisch kehren willst.
Wer Krieg will kriegt Krieg. Und genau das haben die Araber schmerzlich lernen müssen.

Würde man einen Staat Palästina mit aller nötigen Entschlossenheit auf den Weg bringen, dann könnte man sich in Augenhöhe unterhalten. So ist das doch überhaupt gar nicht möglich. Aber das will Israel gar nicht.

*rofl* Du verlangst ernshaft von den Israelis, mit aller Kraft einen PalAraber-Staat "auf den Weg zu bringen" und den Gruppierungen Unterstützung angedeihen zu lassen, die Israel als ihren Todfeind bezeichnen??? :ugly:

Du, von mir aus können wir uns an der Stelle auch gern zu Tode definieren, zumal die einstmals definierten Grenzen Israels schon längst nicht mehr gelten.

Und warum gelten diese Grenzen nicht mehr? Recherchiere bitte selbst den Verlauf des Unabhängigkeitskrieges, des 6-Tage-Krieges und des Yom-Kippur-Krieges. Danke!

Aber es gibt ja Licht am Horizont. Wenn sich nämlich Israel über das gesamte Palästina ausgebreitet hat und keine 2-Staaten-Lösung mehr nötig und möglich ist, dann brauchen wir keine Definitionen mehr.

Hör doch mal auf mit Deinem erbärmlichen Mitleidsgejammer :ugly:
Ist ja nicht zum aushalten.
Ich schrieb, dass Israel 3 Kriege als Begründung ausgereicht hätten, das von Dir beschriebene Szenario zu vollenden - wohlgemerkt vor fast 30 Jahren schon. Aber nee ... wollten sie nicht. Zu allem Überfluss mussten sie auch noch Gaza 2005 räumen.
Deine "Vision" ist dämlich und das weisst Du genau.

Dass sich einige (oder einige mehr) nicht mit dem Landraub abfinden können, ist ja nicht soooo schwer zu verstehen. Gibt ja auch in Deutschland noch genug Leute, die gern Schlesien und dieserlei Gebiete wieder bekämen, die uns von fremden Staaten geraubt wurden.

Nochmal! Wem wurde denn bitte "Land geraubt"? Von Arabern oder den PalArabern?
Dein Beispiel "Schlesien" spricht Bände. Deutschland beginnt den Krieg [wie die Ägypter, Jordanier und Syrer] - Deutschland verliert den Krieg [wie die Araber] und Deutschland muss einige Teile seines Territoriums an diese Staaten abtreten [wie die Araber an die Israelis].

Verpflichtet sich die Hamas/Fatah zu etwas, bekämen sie massiven Widerstand aus den eigenen Reihen von ihren Fanatikern.

Wer ist denn bitte Hamas/Fatah wenn nicht deren Führungsriege???
Hast Du Dir die Zitate und wiederholten Aussagen von Abbas und Haniya mal angeschaut? Scheinbar nicht denn sonst würdest Du nicht solchen Naiv-Brei schreiben.

Säbelrasseln. Bloß keine Schwäche zeigen.

Falsch [wieder mal attestiert man Dir historisches Unwissen].
Haniya gibt nichts anderes wieder als die Charta der Hamas.

:edit: Aus aktuellem Anlass. Noch Fragen?

Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, warum ausgerechnet Ägypten seine Grenzbefestigungen zu Gaza in den letzten Monaten so massiv ausgebaut hat? Die haben schlicht und ergreifend Angst vor Hamas und Co. - nicht zuletzt wegen der zitierten Aussagen.

Aber ein ziviliserter Mensch, der sich nicht beugt um ein tieferes Niveau zu erreichen, bombardiert auch keine Schulen, Krankenhäuser und Wohngeiete.

Ein zivilisierte Mensch tut sowas in Ausnahmefällen schon. Und zwar genau dann wenn diese Institutionen von unzivilisierten Menschen zum Kriegsschauplatz gemacht werden. Du solltest Dir die Zeit nehmen und u.a. die detaillierte Antwort der Israelis auf den Goldstone-Report zu Gemüte führen.

Israel könnte es, macht es aber auch nur, wenn es medienwirksam ist. Wie eben die Räumung von Gaza. Aber Nachhaltigkeit ist auch aus israelischen Kreisen gar nicht gewünscht.

Du führst als Grund für die Räumung Gazas "Medienwirksamkeit" an und sprichst die Nachhaltigkeit ab? :biggrin:
Wenn man die Erfüllung des 1. Punktes der Roadmap als "medienwirksam" bezeichnet, stimme ich Dir zu.
Seit fast 5 Jahren haben die PalAraber nun den Gazastreifen - das nennst Du "nicht nachhaltig"? In welchen Dimensionen erstreckt sich denn "Nachhaltigkeit" bei Dir?

Nur ist innerhalb der arabischen Liga die Situation viel schärfer. Würde man sich zur 2-Staaten-Lösung bekennen, so würde das den Eindruck erwecken, als ließe man die "arabischen Brüder in Palästina" mit ihrem Problem allein.

Diese Logik verstehst wohl nur Du selbst und man erkennt, dass Du wirklich keinen Dunst hast, was in den Ländern vorgeht, die "palarabische Flüchtlinge" beherbergen.

Eine Schaffung eines eigenen PalAraber-Staates würde für Ägypten, Jordanien, Syrien und den Libanon bedeuten, dass hunderttausende, sogenannte "Flüchtlinge" direkt in den neuen Staat abgeschoben werden könnten und man ein grosses Problem los ist [Du erinnerst Dich an die blutigen Kämpfe in PalAraber-Lagern im Libanon vor 2 Jahren?].

Du sprachst von "Medienwirksamkeit". Meinst Du nicht, die arabische Liga hätte auf einmal eine Aufmerksamkeit in der Weltöffentlichtkeit wenn sie mit breiten Schultern ihre Unterstützung für die PalAraber UND die 2-Staaten-Lösung verkünden würden?

Heute leben wir trotz geraubtem Boden und Scheindemokratie auf sehr hohem Niveau in allen Bereichen. Niemand leidet in Deutschland wirklich Not, auch kein Hartz IV-Empfänger.

Nur damit ich Dich nicht missverstehe. Du betrachtest Ostpreussen und Schlesien als "geraubten Boden"?

Du stellst die Palis immer als einen Haufen unzivilisierter Barabaren dar, die außer ihrem Fundamentalismus nichts hörig sind.

Ein bisschen Respekt hätte ich schon erwartet denn Du weisst selbst, dass das nicht stimmt. Ich spreche hier von den Regierenden und politischen Gruppierungen und verallgemeinere das nicht.

In gewisser Weise tun mir die Otto-Normal-PalAraber auch leid, unter solchen Idioten-Führern leiden zu müssen und auch mit den Israelis habe ich Mitleid, dass Lieberman ausgerechnet das Ansehen dieses wunderbaren Landes beschmutzen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
*rofl* Du verlangst ernshaft von den Israelis, mit aller Kraft einen PalAraber-Staat "auf den Weg zu bringen" und den Gruppierungen Unterstützung angedeihen zu lassen, die Israel als ihren Todfeind bezeichnen??? :ugly:
Jo.

Denn die Alternative ist die vollständige Besetzung des gesamten Landes, das ja nach Deiner Definition niemandem gehört.

Ach nee, gibt noch eine dritte Möglichkeit, die man ja mit Wonne praktiziert: Der ewige Krieg.

Und warum gelten diese Grenzen nicht mehr? Recherchiere bitte selbst den Verlauf des Unabhängigkeitskrieges, des 6-Tage-Krieges und des Yom-Kippur-Krieges. Danke!
Wie heißen die Kriege, die keine waren und in deren Verlauf sich Israel ausdehnte?

Hör doch mal auf mit Deinem erbärmlichen Mitleidsgejammer :ugly: [...]
Ja, ich klinge ja schon fast wie ein stets Verfolgter, wa? Ok, ich höre auf :)

[...] Dein Beispiel "Schlesien" spricht Bände. [...]
Der Punkt war, dass es heute (wir reden hier von inzwischen beinahe 100 Jahren später!) noch immer reichlich Deutsche gibt, die es nicht akzeptieren können, wollen und vermutlich auch nicht werden, dass wir diese Gebiete verloren haben. Und das trotz unseres hohen Wohlstandes. Was wird wohl erst da unten los sein? Na Du wirst es mir sicher gleich sagen.

Wer ist denn bitte Hamas/Fatah wenn nicht deren Führungsriege???
Hast Du Dir die Zitate und wiederholten Aussagen von Abbas und Haniya mal angeschaut? Scheinbar nicht denn sonst würdest Du nicht solchen Naiv-Brei schreiben.
Natürlich kenne ich die Aussagen. Ich kenne auch die Haltung der arabischen Liga. Ich sage auch, dass das Land als geraubtes Land betrachtet, der Jude als natürlicher Todfeind des Moslems stilisiert wird und man Israel aus eben diesen Gründen seit Anbeginn auslöschen will. Ich sage aber auch, dass Israel mit seinem Verhalten ständig neues Öl ins Feuer gießt, an einer 2-Staaten-Lösung nicht interessiert ist und sich selbst auf dem Niveau seiner Feinde bewegt.

Da weder Israel, noch die arabische Liga oder die Führungsriege der Hamas/Fatah ernsthaft an Frieden interessiert zu sein scheiden, ist es mir eigentlich auch zu albern, mir weiter darüber Gedanken zu machen, wie man Frieden in die Region von außen bringen könnte. Ich kann Dir aber sagen, was ich tun würde: Geldhahn zu für beide Seiten. Hast Du ja gelesen im Artikel: Die Palis sind bestens mit Waffen ausgerüstet und ballern auf Videos in Kampfeslaune wie wild in die Luft, obwohl eine Patrone mehr kostet als eine Kiste Tomaten. Bestens bewaffnet stehen sie ständig am Rande einer humanitären Katastrophe. Israel bestellt auch nur laufende Meter neue Panzer, Hubschrauber, Jets, Schiffe und Uboote. Und baut die Landesgrenzen je nach Tagesform. Wenn sie sich die Köpfe einschlagen wollen, dann sollen sie es zumindest nicht mit dem Geld tun, dass als Hilfslieferungen in die Region kommen. Vielleicht begehren unter Hunger die Palis eher gegen ihre Herren auf und erzwingen so einen Widerstand. Und Israel steht dann unter dem Druck, entweder andere Wege finden zu müssen oder die internationale Gemeinschaft um Hilfe bitten zu müssen im Falle, dass sie angegriffen werden. Was ich mir allerdings nicht vorstellen kann.

[...] Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, warum ausgerechnet Ägypten seine Grenzbefestigungen zu Gaza in den letzten Monaten so massiv ausgebaut hat? Die haben schlicht und ergreifend Angst vor Hamas und Co. - nicht zuletzt wegen der zitierten Aussagen.
Na das sind wohl eher wirtschaftliche Interessen, die dahinter stehen. Ägypten hat wohl in den vergangenen 30 Jahren die entscheidene Rolle in der Region gespielt. Angst vor der Hamas? Nein, eher nicht. Eher Angst um den Verlust von Geschäftspartnern und Dollars.

Ein zivilisierte Mensch tut sowas in Ausnahmefällen schon.
Aha. So ist das also.

Ungeachtet meiner Meinung dazu: Wie häufig tritt so ein "Ausnahmefall" ein, bevor es die gängige Praxis wird?

[...] Du solltest Dir die Zeit nehmen und u.a. die detaillierte Antwort der Israelis auf den Goldstone-Report zu Gemüte führen.
Leider reicht meine Zeit nicht aus, um den ganzen 10MB-Gegenbericht zu lesen, zumal ich auch den Goldstone-Report selbst nicht gelesen habe. Musste mich also auf die "main findings" beschränken und feststellen, dass dort hauptsächlich das wiedergegeben wird, was Du auch schon immer gesagt hast. Im Grunde kenne ich ja auch die israelische und Deine Grundhaltung zu dem Thema, dass man Zivilisten ruhig abballern darf, wenn sich (genügend) Terroristen dahinter befinden.

Und glaub mal nicht, dass der kleine Photon ein Fan von Terrorismus wäre. Nur wie schon so oft geschrieben: Man kann nicht einfach alle Menschen töten, weil darunter ganz sicher auch Mörder, Terroristen, Kinderschänder und Tierquäler sind. Ich würde mich sogar für die Errichtung von Arbeitslagern innerhalb Israels aussprechen, in denen von einem ordentlichen Gericht verurteilte Terroristen ihren Strafdienst zum Wohle Israels verrichten müssen. Aber nicht erstmal alle abballern und danach die Terroristen aussortieren...

Eine Schaffung eines eigenen PalAraber-Staates würde für Ägypten, Jordanien, Syrien und den Libanon bedeuten, dass hunderttausende, sogenannte "Flüchtlinge" direkt in den neuen Staat abgeschoben werden könnten und man ein grosses Problem los ist [...].

Du sprachst von "Medienwirksamkeit". Meinst Du nicht, die arabische Liga hätte auf einmal eine Aufmerksamkeit in der Weltöffentlichtkeit wenn sie mit breiten Schultern ihre Unterstützung für die PalAraber UND die 2-Staaten-Lösung verkünden würden?
Dazu müssten sie ja Israel anerkennen und damit gleichzeitig aus ihrer Sicht eine Niederlage (wenn nicht gar DIE Niederlage schlechthin) eingestehen. Darüber hinaus eben auch das Land verloren geben, für das eine wohl nicht unbeträchtlich große Zahl von Palis ja offensichtlich bereit ist zu sterben, und somit die "Brüder im Stich lassen".

Aber ja - medienwirksam wäre es bestimmt. Und vielleicht würden sie auch eine (kleine) Sorge weniger haben.

Nur damit ich Dich nicht missverstehe. Du betrachtest Ostpreussen und Schlesien als "geraubten Boden"?
[...] Der 13. Punkt der „offiziellen Friedensziele der Alliierten“ (formuliert von US-Präsident Woodrow Wilson) sah die Wiederherstellung eines unabhängigen polnischen Staates vor, und zwar ausdrücklich nicht in den historischen Grenzen vor den Teilungen Polens, sondern mit allen „von einer unbestreitbar polnischen Bevölkerung bewohnten Gebieten”. (Wikipedia, Schlesien)
Ja.

In gewisser Weise tun mir die Otto-Normal-PalAraber auch leid, unter solchen Idioten-Führern leiden zu müssen und auch mit den Israelis habe ich Mitleid, dass Lieberman ausgerechnet das Ansehen dieses wunderbaren Landes beschmutzen muss.
Die Tatsache, dass ein Lieberman in Amt und Würden ist, spricht hingegen für mich Bände.