Nachhaltiger leben im Alltag und Beruf?

soloudz

Well-known member
ID: 469353
L
30 Juni 2015
110
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Hi!
Ich habe mal eine Frage - Nachhaltigkeit ist ja ein Zauberwort im Munde aller kommt mir gerade vor - aber lebt ihr das auch in eurem Alltag und gar in euren Firmen, was gibt es da für neuere Ansätze die man auch selbst verfolgen kann?
Oder geht das thema an Euch total vorbei?
 
Die Sache ist doch ganz einfach:

arbeite wenig, kauf möglichst nix, vermeide Abfall und statt Flugreisen fährst Du halt mit dem Radl oder den Öffis an den See ;)
 
Naja im privaten Bereich ist das am ehesten noch umsetzbar das ist mir klar - aber wie sieht es denn im Berufsleben aus, was gibt es denn an neuen innovativen Idden aus verschiedenen Bereichen wie Bauwesen und co?
 
Das seh ich auch so.
Wir können täglich was dafür tun!
weniger einkaufen. Also das was man braucht und keine unnötige sachen.
Sich bemühen Abfall zu vermeiden. Mit dem fahrrad oder den öffis fahren. Auf der website des schweighofer preises werden innovative technologien vorgestellt u.a. im Bereich Bauen und Wohnen. Vl findest du nachhaltige ideen darunter.

Weniger arbeiten hat mit Nachhaltigkeit zu tun? :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@ baffi: Aehm ja - das sehe ich dann ja wohl sehr ähnlich! Haha aber ob das wirklich nachhaltig ist? :LOL:
@ watcha: Ok, was ist denn das für ein Preis, kenne das gar nicht oder stehe ich da auf der Leitung weil mans kennen müsste?
 
Weniger arbeiten hat mit Nachhaltigkeit zu tun? :D

das hat viel mit Nachhaltigkeit zu tun, Du nimmst selber weniger an Produktionsprozessen teil die die Umwelt verschmutzen, hast selber weniger Geld um Produkte zu kaufen die die Umwelt verschmutzen und musst auch Deine nicht gelebte Arbeitszeit nicht mit dem Kauf von Produkten kompensieren ;)
 
Haha kann man jetzt so oder so sehen - das macht ja wohl jeder anders, aber nee, bin mal ganz froh trotzdem arbeiten zu gehen! :D Und ja auch ich bin ab und zu dem Massenkauftum huldig! Geständnis!
 
Wenn du weniger arbeitest, dann hast du weniger Geld zum einkaufen :biggrin:
Das könnte tatsächlich positive Umweltauswirkungen haben. Wenn du weniger Sachen kaufst, dann wird auch weniger produziert und es entsteht weniger Abfall.

Außerdem wird während der Arbeit auch Energie verbraucht haha

Ich versuche keine unnötigen Dinge zu kaufen.Trotzdem muss ich Lebensmittel einkaufen und dafür brauch ich eben Geld.
@soloudz
Das ist ein Preis der Forst- und Holzwirtschaft. Was für Forscher und Entwickler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem muss ich Lebensmittel einkaufen und dafür brauch ich eben Geld.

von müssen kann nun keine Rede sein, es gibt 1000 Möglichkeiten von den Überschüssen der Konsum- und Wegwerfgesellschaft zu leben, eine der Leichtesten:
https://foodsharing.de/essenskoerbe/find/

ich nutz das aber auch nicht wirklich, essen ist so ziemlich das einzige wofür ich wirklich gern Geld ausgebe, aber dann verschwende ich auch nichts
 
Foodsharing aha. Wie läuft das denn ab?

Ich versuche kein essen zu verschwenden. Ab und zu wird das eine oder andere lebensmittel faul aber das kommt nicht so oft vor, weil ich darauf achte kleinere Mengen zu kaufen, damit man sie essen kann, solange sie noch frisch sind.

Es ist gescheiter, man überlegt sich vorher, welche Menge man essen wird und dann das nötige kauft. Das sollte man natürlich "rechtzeitig" essen und nicht zu lange im kühlschrank stehen lassen :)
 
Foodsharing aha. Wie läuft das denn ab?
Menschen die Essen über haben stellen es als kostenloses Angebot ins Internet, Du kannst mit denen Kontakt aufnehmen und es Dir abholen

Es ist gescheiter, man überlegt sich vorher, welche Menge man essen wird und dann das nötige kauft. Das sollte man natürlich "rechtzeitig" essen und nicht zu lange im kühlschrank stehen lassen :)

so funktioniert das aber nicht immer, in Schulen etc werden schon mal 100 Portionen zuviel gekocht, der Obst und Gemüsehändler hat Samstag Abend auch gern mal einige zig Kilo über, Oma kocht 100 Gläser Marmelade weil sie kein Obst im Garten vergammeln sehen kann, oder Menschen haben einen Garten und geben den einfach zum selber pflücken frei weil sie weder soviel Obst brauchen noch die Zeit zum ernten aufwenden möchten ;)

sie alle sind froh wenn das Essen nicht weggeworfen wird sondern jemand es seiner Bestimmung zuführt
 
Also ich lebe nicht nachhaltig aber wenn ich etwas kaufe, dann muss es auch Zweckmäßig sein. So Dekokram wird man bei mir kaum finden.:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Also danke nochmals für die ganzen Sachen, zum einen das foodsharing kenne ich, oft gibts ja auc in Städten dann so offene Kühlstellen wo man sich das baholen kann, finde ich insgesamt sehr ne gute Sache.
Und hab mir auch den Schweighofer Prize mal näher angesehen, auch da sehr interessante Projekte!
Wenn wer neue Ideen hat - immer her damit!
 
Danke für die Erklärung.
Foodsharing scheint eine coole sache zu sein. Wer zu viel eingekauft hat, kann das einfach weiter verschenken. So freut sich dann jemand darüber.
 
Wenn man gelernt hat jeden cent zweimal umzudrehen, dann weiss man was Nachhaltigkeit ist.
Sich aber auch Wünsche erfüllen, neues Auto, Reisen ect. erweitert nachhaltig das Leben. Um weniger Müll zu produzieren muss man die Produktions- und Verpackungsfirmen in die Pflicht rufen. Und das nicht nur in D. Solange nicht alle an einem Strang ziehen, bleibt "Nachhaltigkeit" nur ein persönlicher Aspekt.
Meine Meinung ;)
 
ich betreibe ein kleine Foodsharing netzwerk. Einmal die Woche fahre ich ausgewählte Supermärkte mit meinem Fahrrad an und sammel dort alle verwertbaren Lebensmittel aus den Müllcontainern weg. Manchmal muss man dort besonders starke nerven haben wenn man mit dem Auskundschaften beginnt. ich habe festgestellt das besonders die Ketten die "Lebensmittel lieben" oder damit werben das sie gemeinützige Organisationen unterstützen würden oft die besten Adresse sind um an Lebensmittel zu kommen. Weihnachten 2014 habe ich zum Beispiel 250kg Weihnachtsmänner eingesammelt und weil ich die Vorort kaum losgeworden bin sind viele weihnachtsmänner über eine russisch orthodoxe Freikirche dann in Kinderheime in Russland gegangen.
Es gibt bei mir Foodsharinggruppen aber die Nachfrage ist oft höher als das Angebot und auf der anderen Seite ist es immer wieder erschütternd das auf Feldwegen in der Nähe Tonnenweise Äpfel wachsen und verfaulen und die Tafeln und andere Organisationen sich beklagen das sie nicht genug Essen für alle finden und immer mehr Kunden kommen.
Zurzeit überlege ich mir Leute zu suchen die das nötige KnowHow und über die Technick verfügen Lebensmittel einzumachen oder so zu verarbeiten das man Sie lange Lagern könnte. Zum Beispiel als Kompot oder Marmelade,aber ich treffe selten auf viel Gegenliebe.
Leider bin ich in einem haushalt als Schlüsselkind mit arbeitenden Eltern aufgewachsen die mir sehr schnell beigebracht haben wie man mit fertiggerichten kocht.
Handelsketten werfen 5-20% aller Lebensmittel in den Müll,Privatleute in Deutschland werfen bis zu 50% aller Lebensmittel weg und Erzeuger also Bauer pflügen rund 50% aller pflanzlichen Produkte einfach unter da diese den Anforderungen des Handels nicht entsprechen.
Der Wert aller Lebensmittel die Pro Jahr in Europa und den Usa in den Müll geworfen werden summieren sich laut Schätzungen auf einen Wert von 2 Bio Euro pro Jahr. Dazu kommen noch Umweltschäden im 3 stelligen Millionenbereich.
Wenn es uns gelingen würde nur 10% von diesem Wert umzuverteilen könnte man damit schon ein goldenes Zeitalter für alle einleiten.
 
Haben dir die Firmen denn gestattet, die Lebensmittel dort wegzuholen?
Viele machen das nämlich nicht. Es gab glaube ich mal einen Fall, bei dem eine Firma übrige Lebensmittel gespendet hat. Dort war dann irgendwas(jemand wurde davon krank oder so) und die wollten der Firma an die Wäsche. Seitdem machen viele Firmen sowas gar nicht mehr und werfen es aus "Sicherheit" weg.
 

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