Nachhaltig leben

Nun, du siehst das anders, aber ich stoße immer wieder auf Stellenanzeigen wo ein Führerschein und seltener auch ein eigenes KFZ gefordert werden.
Ursache und Ergebniss sollte man nicht zwangsweise vermischen ;)
Beinahe jeder erwachsene hat den Führerschein, und viele haben ein Auto - warum sollte man als Arbeitgeber dies nicht nutzen?

Natürlich könnte man den Individualverkehr reduzieren, aber auch die ÖPNV oder Fahrgemeinschaften nutzen den "inneffizienten" Verbrennungsmotor, das Problem ist also nicht aus der Welt geschafft.
Nein, aber wenn 2 Personen in einem Auto sitzen statt in zweien, verringert sich ihr Transportbedingter CO2-Ausstoß um 50% ;)

Um sich der modernen, industrialisierten Welt anzupassen und in der Gesellschaft zu leben und zu arbeiten, muss man mittlerweile einen Führerschein und nach Möglichkeit ein eigenes KFZ haben.
Das wird suggeriert, "muss" aber nicht. Und wenn die Rahmenbedingungen andere wären, würde dieser Gesellschaftliche Zwang auch wegfallen, individual motorisiert zu sein.

Im Prinzip kann man doch derzeit nur wenig ändern, im Gegenteil, um den Anschluss an die Gesellschaft nicht zu verlieren steht man eher unter Zwang, Konsumzwang, Zwang ein Auto zu fahren etc.

Ist das so? Wann wurde Dir zuletzt körperlicher Zwang angedroht, wenn du dein Auto stehen gelassen hast? Ich konnte straffrei 2 Jahre ohne Auto leben. ich hab meinen Job nicht verloren und verhungert bin ich auch nicht.

Man sieht es ja an Menschen, die sich von all diesen Zwängen loslösen und wirklich nachhaltig leben, diese Menschen sind meist vom Rest der Gesellschaft in ihren eigenen Kommunen isoliert. Ob das eine dauerhafte Lösung ist, ist für mich zumindest fraglich.
Äh - ich weiß nicht, Wo du wohnst oder wie sich das Sozialleben dort gestaltet, aber es scheint erschreckend zu sein... :think:

Die Firma, in der meine Schwiegermutter arbeitet, honoriert z.B. wenn ihre Mitarbeiter Fahrgemeinschaften bilden. Dann dürfen sie nämlich kostenlos in die Tiefgarage unter der Zentrale, während Einzelfahrer außerhalb parken müssen oder wie in jedem Parkhaus gebühren zahlen müssen. Alternativ kann man auch sich auch ein Jahresticket des Nahverkehrsverbunds sponsern lassen (2 Tarifzonen).

Ich hab viele Bekannte, die kein Auto besitzen oder es um Normalfall stehen lassen und nur ihre Wocheneinkäufe damit erledigen. Und die sind weiß Gott nicht ausgegrenzt, eben so wenig wie andere, die Ihr Auto täglich nutzen.
 
Ursache und Ergebniss sollte man nicht zwangsweise vermischen ;)
Beinahe jeder erwachsene hat den Führerschein, und viele haben ein Auto - warum sollte man als Arbeitgeber dies nicht nutzen?


Nein, aber wenn 2 Personen in einem Auto sitzen statt in zweien, verringert sich ihr Transportbedingter CO2-Ausstoß um 50% ;)


Das wird suggeriert, "muss" aber nicht. Und wenn die Rahmenbedingungen andere wären, würde dieser Gesellschaftliche Zwang auch wegfallen, individual motorisiert zu sein.



Ist das so? Wann wurde Dir zuletzt körperlicher Zwang angedroht, wenn du dein Auto stehen gelassen hast? Ich konnte straffrei 2 Jahre ohne Auto leben. ich hab meinen Job nicht verloren und verhungert bin ich auch nicht.


Äh - ich weiß nicht, Wo du wohnst oder wie sich das Sozialleben dort gestaltet, aber es scheint erschreckend zu sein... :think:

Die Firma, in der meine Schwiegermutter arbeitet, honoriert z.B. wenn ihre Mitarbeiter Fahrgemeinschaften bilden. Dann dürfen sie nämlich kostenlos in die Tiefgarage unter der Zentrale, während Einzelfahrer außerhalb parken müssen oder wie in jedem Parkhaus gebühren zahlen müssen. Alternativ kann man auch sich auch ein Jahresticket des Nahverkehrsverbunds sponsern lassen (2 Tarifzonen).

Ich hab viele Bekannte, die kein Auto besitzen oder es um Normalfall stehen lassen und nur ihre Wocheneinkäufe damit erledigen. Und die sind weiß Gott nicht ausgegrenzt, eben so wenig wie andere, die Ihr Auto täglich nutzen.

Das Beispiel mit dem kostenlosen Platz in der Firmen-Tiefgarage find ich gut! So sind wir Menschen nun mal: Gebt uns einen Anreiz und wir sind dazu bereit, auf etwas zu – wie war das böse Wort noch mal – verzichten. Dabei können die Anreize von staatlicher Seite kommen, von Seiten der Wirtschaft oder von sonst wo.
 
Ich bemühe mich schon wo es nur geht umsichtig mit Ressourcen umzugehen, auf der anderen Seite kann man auf viele Dinge aber auch nicht verzichten, die aus der Kap Gesellschaft kommen.
 
Ich bemühe mich schon wo es nur geht umsichtig mit Ressourcen umzugehen, auf der anderen Seite kann man auf viele Dinge aber auch nicht verzichten, die aus der Kap Gesellschaft kommen.

Wenn zumindest mehr Menschen auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen setzen würden, wär schon viel geholfen! Das bedeutet ja noch nicht unbedingt einen Verzicht, sondern einfach mal, sich das bewusst zu machen und etwas mehr auf den eigenen Energieverbrauch etc. zu achten.
 
der umgang mit ressourcen ist wichtig. einfach sparsamer mit den ressourcen umgehen.
bei sich selbst kann man anfangen. ich persönlich versuche weniger strom zu verbrauchen bzw. energiesparender zu leben.
es stimmt schon dass das nicht unbedingt verzicht bedeuten muss. wie partytiger geschrieben hat eben bewußt mit energie und ressourcen umgehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Manchmal lässt man gedankenlos Geräte eingeschaltet, obwohl man sie gar nicht braucht. Oder schon wieder hat jemand das Licht brennen lassen... Übertreiben braucht man natürlich auch nicht und jedes Mal das Licht ausknipsen, weil man für eine Minute den Raum verlässt. :-?
 
Unabhängig von euren ganzen Posts, möchte ich meinen Senf dazu beitragen, wie man nachhaltig und glücklich leben kann.

Also ich glaube, man sollte sich in erster Linie viel mehr mit dem Leben beschäftigen und das geht oftmals in die Schiene der Esoterik. Danach stellt sich die Frage, was man von dem eigenen Leben überhaupt erwartet. Möchte ich Geld, Reichtum im Sinne von Glück, Liebe und Familie oder einfach nur ein scheiß Leben?
Gut, letzte Frage würden viele Leute entkräften und sagen: "Ja, aber manche Menschen können nichts dafür". Gut, um hier keinen Vortrag darüber zu halten, warum etwas so ist, wie es ist, belassen wir es bei der konservativen Variante: Jeder Mensch ist für sich selber verantwortlich und jeder Mensch ist ebenso dafür verantwortlich, was er denkt, tut und glaubt. Und wer den ganzen Tag schlecht gelaunt durch die Gegend latscht und den Mitmenschen penetrant auf den Sack geht, der braucht nicht zu erwarten, dass man ihm Glück schenkt.

Ich glaube, das Konzept zu einem guten Leben ist schlichtweg, dass man anderen Menschen hilft, spendet und sich bewusst ist, was man getan hat. Das wäre Step One, da das Gehirn nun Hormone aussendet, die sagen: "Das hast du gut gemacht". Step Two ist, dass man selber überlebt, spricht man arbeitet. Aber stop: Ihr lebt nicht um zu arbeiten, sondern genau umgekehrt: Ihr arbeitet um zu leben und so sollte es auch bleiben.
Wenn man 1-2 Jahre voll in seiner Arbeit vertieft ist, ist das natürlich was anderes. Wer sich jedoch mit 6 Euro pro Stunde bei Schlecker einen abknechtet, der macht wirklich was falsch.
Alleine im Internet könnte es jeder Hans und Franz schaffen einen Stundenlohn von 10 Euro zu erzielen, ist man halbwegs fit in dem Umgang.

Step Three ist, was aus seinem Leben zu machen. Gemeint ist, nicht nur in der Bude hocken, sondern seinen Arsch zu bewegen und die Welt zu bewegen. Wer an diese ganzen Untergangsszenarien geschweige den Klimawandel denkt, der ist der Industrie ins offene Messer gelaufen. Der Klimawandel ist ein ganz normaler Prozess, der die Menschheit zum Umdenken bewegen soll - also indirekt stimmt es dann doch.

Fazit: Helfen, überleben und leben.