News Mutter gibt Vergewaltiger ihrer Tochter eine Ohrfeige und muss dafür zahlen

Das kommt noch immer auf das geltende Recht an... [...]

Nein, moralische Grundwerte sind in allen Gesellschaften und Kulturkreisen ziemlich deckungsgleich. Einen Menschen zu verletzen, zu foltern oder zu töten ist Unrecht, unabhängig vom Gesetzbuch.
Ist es gerecht, dass Menschen wegen Diebstahls die Hände abgehackt werden... Widerfährt ihm Gerechtigkeit nur weil es in Teilen der Welt das Recht vorschreibt?

Gegenfrage: Verfährt dem Opfer Gerechtigkeit, wenn die Mutter Handgreiflich wird?

Buße muss es geben für Verbrechen, keine Frage, allerdings verfehlt sie ihr Ziel, wenn sie teil eines Vergeltungsgedankens ist. Deshalb halte ich die Strafen der Sharia für ebenso falsch und unmoralisch wie die Todesstrafe oder die Anwendung von Folter. Es mag in Teilen der Welt "rechtens" sein, gerecht ist es nicht, weil plumpe Vergeltung und rache und damit moralisch Verwerflich, weil sich die Gesellschaft seinen Wünschen und Bedürfnissen hingibt: Auge um Auge, Opfer um Opfer Menschheit für Menschheit. Das ergebniss ist Verrohung bis hin zum instinktiven nachgeben von gefühlen und trieben. Es entmenchlicht uns, weil die grenze zwischen Täter und Gesellschaft verwischt.
 
@darkkurt

--> Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht zu den Konsequenzen stehen muss oder würde, ich habe auch nicht von Gerechtigkeit gesprochen..
Aber ich kann diese arme Frau nur zu gut verstehen!!
Was dem Kind angetan wurde, wird es ein LEBEN lang nicht vergessen können und der Täter bekommt nur ein mildes Urteil!!
Und die Mutter wird für die Ohrfeige mit so einer hohen Geldstrafe verurteilt??
Wo ist da die Gerechtigkeit????????????????????????????????????????

Es ist doch immer so!!!
 
@darkkurt

--> Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht zu den Konsequenzen stehen muss oder würde, ich habe auch nicht von Gerechtigkeit gesprochen..
Aber ich kann diese arme Frau nur zu gut verstehen!!
Was dem Kind angetan wurde, wird es ein LEBEN lang nicht vergessen können
Ebensowenig wird die tochter vergessen können, dass sich ihre Mutter in Schwierigkeiten bringt, weil sie sich so gehen lässt. ES ÄNDERT NICHTS an der grausamen Situation der Tochter, wenn die Mutter sich selbst zum Täter macht, es ist nur ein Ventil für die gefühle der Mutter, aber weder Hilfe noch Wiedergutmachung für die Tochter.

Von daher kann ich die Mutter NICHT verstehen, bzw. den Richter verstehen, der sie zu der Strafe verurteilt hat.

und der Täter bekommt nur ein mildes Urteil!!

Das steht auf einem anderen Blatt, hat aber nichtsd mit der Schelle für den Täter zu tun. Die hätten sich wohl eher Staatsanwalt oder richter verdient. Was sie aber auch nicht legitimer machen würde... :evil:
Und die Mutter wird für die Ohrfeige mit so einer hohen Geldstrafe verurteilt??
Wo ist da die Gerechtigkeit????????????????????????????????????????

Es ist doch immer so!!!

:yawn: :yawn: :yawn: Ich hab es sconmal geschrieben. Mit der Strafe ist sie gut weggekommen. Bei einem Strafprozess hätte sie u.U. selber in den Knast gehen können, Bei einer Klage auf Schmerzensgeld hätte sie u.U. an den Täter bezahlt - wäre DAS besser?
 
Ebensowenig wird die tochter vergessen können, dass sich ihre Mutter in Schwierigkeiten bringt, weil sie sich so gehen lässt. ES ÄNDERT NICHTS an der grausamen Situation der Tochter, wenn die Mutter sich selbst zum Täter macht, es ist nur ein Ventil für die gefühle der Mutter, aber weder Hilfe noch Wiedergutmachung für die Tochter.

:yawn: :yawn: :yawn: Ich hab es sconmal geschrieben. Mit der Strafe ist sie gut weggekommen. Bei einem Strafprozess hätte sie u.U. selber in den Knast gehen können, Bei einer Klage auf Schmerzensgeld hätte sie u.U. an den Täter bezahlt - wäre DAS besser?

Nun ich glaube ganz fest das ich meiner Mutter eher Vorwürfe gemacht hätte, wenn sie ganz locker die Hände in den Schoß gelegt hätte.
Diese Ohrfeige ist sicher nicht richtig, und doch vermittelt sie dem Kind, dass Ihre Mutter hinter Ihr steht, sie selbst keine Schuld an der Situation trägt (denn Kinder neigen dazu den Täter in Schutz zu nehmen und selbst an sich zu zweifeln, was sie nie vergissen und Ihnen immer zu schaffen machen wird) und somit Rückenhalt in der Familie hat. Das wichtigste was Opfer benötigen.

Die Strafe war im Grunde so ganz ok. Strafe muß sein! So oder so.


Zitat von jenny2041504
Aber ihr würdet nicht so über die Frau reden (von wegen Selbstjustiz und so), wenn es eurem Kind passiert wäre..

Und du würdest nicht so reden, wenn du auch nur einen Funken Anstand hättest.

Deine Antwort auf Jennys Aussage ist schlicht und ergreifend total daneben. (ein anderes Wort hätte besser gepasst *grml*)
Das hat mit Anstand überhaupt nichts zu tun. :doh:
 
Ein Bekannter vön mir ist Wärter in einer JVA.
Wenn unter den anderen Gefangenen bekannt wird, daß ein sogenannter "Sittich" (Vergewaltiger) eingeliefert wird, dann hat dieser seeeeeehr lange 28 Monate vor sich. :ugly:

Greets
Stefan
 
Nun ich glaube ganz fest das ich meiner Mutter eher Vorwürfe gemacht hätte, wenn sie ganz locker die Hände in den Schoß gelegt hätte.
Diese Ohrfeige ist sicher nicht richtig, und doch vermittelt sie dem Kind, dass Ihre Mutter hinter Ihr steht, sie selbst keine Schuld an der Situation trägt
(denn Kinder neigen dazu den Täter in Schutz zu nehmen und selbst an sich zu zweifeln, was sie nie vergissen und Ihnen immer zu schaffen machen wird) und somit Rückenhalt in der Familie hat. Das wichtigste was Opfer benötigen.

Nur wird dies Opfern nicht mit Vergeltung gegeben. Sorry, aber wenn gewalt nötig ist, um einem Kind das zu zeigen, dann läuft irgend etwas falsch!
 
Gerade wegen Situation wie diese, wo zuschlagen sehr schnell geht, sollten Gerichte meiner Meinung drüber nachdenken, Gitterabsperrungen zwischen den Parteien aufzustellen.
 
Wie im Zoo? :-? :-? :-?

Na super, dann nehmen wir verrohung in der Gesellschaft als gegeben hin, anstatt etwas dagegen zu tun...
 
Das Opfer und Täter in einem Prozess emotional ziemlich geladen sind, ist doch normal, oder?

anstatt etwas dagegen zu tun...
Das wäre halt das Gitter.

Und wenn man Maßnahmen für die Gesellschaft erfolgreich durchführt, so das es zu viel weniger Vergewaltigungen kommt (= auch 'etwas dagegen tun'), dann wäre das super. Aber unter denen, die dann doch vergewaltigen, wäre meiner Meinung für die Parteien die Gittermethode unter Umständen dennoch sinnvoll.
 
Das Opfer und Täter in einem Prozess emotional ziemlich geladen sind, ist doch normal, oder?

Das wäre halt das Gitter.

Reife eine Gesellschaft zeigt sich vor allem in der Fähigkeit, sich selber einzuschränken, ohne Maßnahmen dafür zu benötigen. jedes Verbot bzw. jedes Gitter ist doch ein Zeichen für moralisches Versagen.

Und wenn man Maßnahmen für die Gesellschaft erfolgreich durchführt, so das es zu viel weniger Vergewaltigungen kommt (= auch 'etwas dagegen tun'), dann wäre das super.
OK, wir verabschieden ein gesetz, das explitiz sagt, das Verbrechen ungesetzlich sind... :ugly:
Oder wir lassen Frauen und Mädchen nciht mehr alleine vor die Tür...
[ironie off]

WAS sollte man den tun?

Aber unter denen, die dann doch vergewaltigen, wäre meiner Meinung für die Parteien die Gittermethode unter Umständen dennoch sinnvoll.

Siehe oben...
 
Über diesen Kommentar würde ich mich gerne äussern, allerdings fliege ich dann vermutlich aus dem Forum.
Darum enthalte ich mich!
Das geht auch per PN. :roll:

darkkurt schrieb:
Reife eine Gesellschaft zeigt sich vor allem in der Fähigkeit, sich selber einzuschränken, ohne Maßnahmen dafür zu benötigen.
Und diese Fähigkeit war doch in diesem Fall offensichtlich nicht gegeben. Und den Aussagen einiger hier im Thread zufolge ist da noch einiges mehr an (hoffentlich unkontrolliertem) Aggressionspotenzial. So schlecht ist die Idee nicht, manchmal muss sich auch der Anspruch auch der Wirklichkeit beugen.
 
Reife eine Gesellschaft zeigt sich vor allem in der Fähigkeit, sich selber einzuschränken, ohne Maßnahmen dafür zu benötigen. jedes Verbot bzw. jedes Gitter ist doch ein Zeichen für moralisches Versagen.
Ja, im Normalfall und wenn wir diese Gesellschaft 'reif' nennen dürfen.
Aber Menschen, die vor Gericht stehen, sind wohl nicht deshalb hier, weil alles sauber gelaufen sind, sondern weil etwas so gelaufen ist, wie es eigendlich nicht sein sollte.
Das Gericht ist halt ein Ort für Streitereien und da werden Fehltritte behandelt, es werden Zeugen vernommen und es wird verurteilt, so ist es einfach natürlich, das es zu Spannungen und daher zu Aktionen beiderseits kommt, die nicht dem Ideal der Gesellschaft entsprechen, aber halt passieren, so wie die Ohrfeige.

Das Gericht ist aber kein Platz zum Prügeln. Das Gitter wär auch im Sinne des Opfers, denn einem Straftäter würde ich lieber nicht die Fähigkeit abverlangen, sich selber einzuschränken. Vom Opfer? Vielleicht. Aber nicht in so einen emotionalen Moment.

Falls jemand kommt mit "draußen außerhalb des Gerichtes geht auch nicht immer alles glatt" => Ja das stimmt, aber Gerichte behandeln eben auch Extremfälle.

WAS sollte man den tun?
Gute Frage. Ein kleiner Fortschritt wäre zum Beispiel, wenn nicht mehr jeder an sich selber denken würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, im Normalfall und wenn wir diese Gesellschaft 'reif' nennen dürfen.
Aber Menschen, die vor Gericht stehen, sind wohl nicht deshalb hier, weil alles sauber gelaufen sind, sondern weil etwas so gelaufen ist, wie es eigendlich nicht sein sollte.
Das Gericht ist halt ein Ort für Streitereien und da werden Fehltritte behandelt, es werden Zeugen vernommen und es wird verurteilt, so ist es einfach natürlich, das es zu Spannungen und daher zu Aktionen beiderseits kommt, die nicht dem Ideal der Gesellschaft entsprechen, aber halt passieren, so wie die Ohrfeige.
Und das beweißt für mich, dass das Gericht eben nicht mehr als Ort für Lösungen angesehn wird - armselig. Die "Lösung" wird im wahrsten Sinne des Wortes "selber in die Hand genommen". Das lässt sich aber nicht durch Gitter verändern, sondern nur verhindern. Das ist keine Lösung, sondern nur kosmetische Änderung!
Das Gericht ist aber kein Platz zum Prügeln. Das Gitter wär auch im Sinne des Opfers, denn einem Straftäter würde ich lieber nicht die Fähigkeit abverlangen, sich selber einzuschränken. Vom Opfer? Vielleicht. Aber nicht in so einen emotionalen Moment.
Zurückhaltung ist der Punkt, der uns und auch die Opfer von den Tätern unterscheidet. Und das muß in die Köpfe hinein. Ein Gitter ist das, was hier im Forum und in den Newskommentaren gerne "Täterschutz" genannt wird. Schützt den Angeklagten vor dem "gesunden Volkszorn". Das es den aber in einem rechtssaat nicht geben darf, bedenkt keiner.
Gute Frage. Ein kleiner Fortschritt wäre zum Beispiel, wenn nicht mehr jeder an sich selber denken würde.

In dem falle wäre auch kein Gitter notwenidg, oder? :mrgreen:
 
Und das beweißt für mich, dass das Gericht eben nicht mehr als Ort für Lösungen angesehn wird - armselig.
Natürlich ist das Armselig, wie auch das es überhaupt so weit kommen muss. Im Idealfalle wär das Gericht gar nicht nötig.

Das ein Täter logischerweise auch versuchen wird, möglichst straffrei rauszukommen, wobei das Opfer im Gegensatz höchstmaß verlangt, wo dann die Interessen gegenüberstehen ist oftmals auch zu erwarten. Ebenfalls auch, das es nur ums gewinnen geht und alle Mittel genommen werden. Darauf sollte das Gericht vorbereitet sein. Das Gericht wird leider oftmals nur eine Waffe angesehen, obwohl es dazu da sein soll, für Gerechtigkeit zu sorgen.

Die "Lösung" wird im wahrsten Sinne des Wortes "selber in die Hand genommen". Das lässt sich aber nicht durch Gitter verändern, sondern nur verhindern. Das ist keine Lösung, sondern nur kosmetische Änderung!
Das Gitter soll auch nicht als die ultimative Lösung betrachtet werden, aber mit dem Gitter nimmt man die Parteien ein gern genommenes aber unpassendes Mittel weg, auf eigene Faust zu handeln. Diese Maßnahmen sind unter anderen auch kosmetisch, sie ersparen Narben, Bisse, blaue Flecken und weiteren Ärger.

Zurückhaltung ist der Punkt, der uns und auch die Opfer von den Tätern unterscheidet. Und das muß in die Köpfe hinein.
Und was ist, wenn das nicht so ist wie im Ohrfeigen Beispiel? So ein Opfer denkt drüber in so ein Moment nicht drüber nach.

Ein Gitter ist das, was hier im Forum und in den Newskommentaren gerne "Täterschutz" genannt wird. Schützt den Angeklagten vor dem "gesunden Volkszorn". Das es den aber in einem rechtssaat nicht geben darf, bedenkt keiner.
Im modernen Rechtsstaat hat aber jeder das Recht auf ein ordentlichen Prozess - Pranger gehören ins Mittelalter und Zorn sind Emotionen und Emotionen führen zum blind handeln ohne nachzudenken, wobei man dann gerne auch was "selbst in die Hand nimmt", was gegen das Prinzip des Rechtsstaates verstößt.

In dem falle wäre auch kein Gitter notwenidg, oder? :mrgreen:
In einer idealen Gesellschaft wär dann auch kein Gericht mehr nötig, weil jeder die Sachen ohne Richter und somit ohne Gitter regeln könnte. Das ist aber leider nicht so.
 
Nur wird dies Opfern nicht mit Vergeltung gegeben. Sorry, aber wenn gewalt nötig ist, um einem Kind das zu zeigen, dann läuft irgend etwas falsch!

Das siehst Du aus der falschen Perspektive, versuch es mal mit den Augen eines Kindes zu sehen.
Du wirst Dich erschrecken welchen Maßstab Kinder ansetzen.

@Gitter
Davon halte ich nichts.
Ich bin dafür das solche Prozesse fern der Öffentlichkeit geführt werden sollten.
Oper und Täter nie mehr als Sichtkontakt.
Emotionen spielen eben eine sehr bedeutende Rolle, völlig verständlich auch, somit auch Ausrater.
Natürlich für jemanden der nie in irgendeiner Art betroffen war, sicher nur schwer nachvollziehbar.
Man ist dem Wahnsinn in solchen Situationen ganz nah.....:-?
 
Das siehst Du aus der falschen Perspektive, versuch es mal mit den Augen eines Kindes zu sehen.
Du wirst Dich erschrecken welchen Maßstab Kinder ansetzen.

Ich erschrecke mich eher darüber, das man Kindern diesen Maßstab belassen will...

Ich für menen teil versuche von anfang an meiner Tochter Klar zu machen, dass gewalt keine Lösung ist - ich kann ihr doch nicht das Gegenteil vorleben!