Militärprozess "gerechte Strafe"?

Reddogg

Well-known member
4 Mai 2006
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https://www.n24.de/politik/article.php?articleId=116806
Wegen inhumaner Behandlung irakischer Gefangener ist ein britischer Soldat am Montag von einem Militärgericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und aus der Armee entlassen worden.
Sechs weitere Mitangeklagte wurden in dem Verfahren freigesprochen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand der Tod eines 26-jährigen irakischen Hotelangestellten im September 2003 auf dem britischen Stützpunkt in Basra.
Dieser erstickte der Anklage zufolge kurz nach seiner Festnahme in Basra, weil er nach einem Fluchtversuch in einer Zwangsposition gehalten wurde.
Laut Anklage wurden die Gefangenen wiederholt geschlagen, getreten und gestoßen. Außerdem seien ihnen Kapuzen übergezogen worden. Die Gefangenen seien am Schlaf gehindert worden. Außerdem seien sie in einen Raum mit einer Temperatur von nahezu 60 Grad Celsius gebracht worden.
Einem Gefangenen seien die Brustwarzen gequetscht worden, ein anderer sei gezwungen worden, seinen eigenen Urin zu trinken. Die gerichtsmedizinische Untersuchung des Todesopfers habe 93 verschiedene Verletzungen ergeben. Die Regierung zahlte der Familie des getöteten Irakers im Mai 2004 eine Entschädigung von 1.600 Pfund (2300 Euro)
Ist das noch eine gerechte Strafe? 93!!! verschiedene Verletzungen.
Der Tod war 2300
 
Zuletzt bearbeitet:
wert. Dürfte da noch fehlen.

Militärgerichte sind immer so eine Sache. Die Strafe ist zu tief angesetzt.
 
Hatte ich eigentlich geschrieben aber wohl beim 1.edit weggeedit.

Wegen der angesetzten Strafe, wäre noch interessant gewesen was die Kläger gefordert haben.
 
Hmmm, hier liegt das Augenmerk auf der Strafe "Ein Jahr Gefängnis."

Was aber auch mit der Strafe verbunden ist, ist der Rausschmiss aus der Armee.

Je nachdem wie der Rausschmiss erfolgt, bzw. was in England an dem Status Soldat mit dranhängt, kann das richtig heftig werden.

Verdienstwegfall ist das eine, Sachen wie Verlust von Ansprüchen für die Altersvorsorge, zusätzliche Versicherungsleistungen etc, sind auch nicht ganz ohne.

gruss kelle!

Nachtrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Unehrenhafte_Entlassung
 
Wenn der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Tat Militärangehöriger war dann wird er auch von einem Militärgericht verurteilt.
Das Strafmaß mag ich nicht beurteilen denn daran scheiden sich seit jeher Geister ob das "gerecht" bzw. "angemessen" ist.

Die Frage bleibt ob in solchen Fällen, auf Basis des Militärgerichtsurteils, durch die Angehörigen des Opfers zivilrechtliche Klagen in GB angestrebt werden können.