Soziales "Merkelheuer" macht alles Teuer - Wahlbetrug

Ministerium sieht «Unwucht» bei Lohnentwicklung in Deutschland

Berlin (dpa) - Die Arbeitnehmer in Deutschland haben von der Wirtschaftsentwicklung der vergangenen 20 Jahre kaum profitiert. Ihre Nettoeinkommen lagen unter Berücksichtigung der Preissteigerung im vergangenen Jahr nur knapp über dem Niveau von 1986. das geht aus einer heute bekannt gewordenen Statistik hervor. Dagegen stiegen die Einkommen aus Vermögen und Unternehmensgewinnen erheblich. Das Bundesarbeitsministerium sprach daher von einer «deutlichen Unwucht», wies Darstellungen von einem «Nettolohnskandal» aber zurück.

..ich denke, diese Meldung passt zum Thema..
 
..ich denke, diese Meldung passt zum Thema..
Ja, und was heißt wohl "unter Berücksichtigung der Preissteigerung"?
Wenn ich nur Netto-Einkommen vergleiche, hat das mit der Preissteigerung erstmal nichts zu tun, was dafür spricht, dass das, was hier als Einkommens-Vergleich deklariert wird, tatsächlich ein Kaufkraft-Vergleich ist.

Wer hat sich noch gleich beklagt, dass die Kaufkraft sinkt?!? :sing:
 
..naja, - man muß in dieser Meldung sicher noch zw. höheren und niedrigen Einkommensgruppen differenzieren, wobei sich die allg. Preissteigerung sicher überproportional bei den unteren Einkommen bemerkbar machen wird, und dadurch eher ein dementsprechend größeres Defizit entsteht..

Witzig finde ich es, in einem solchen Zusammenhang von einer "deutlichen Unwucht" zu sprechen...., vllt sollte man denen mal 'ne gute "Wuchtbank" zur Verfügung stellen... :mrgreen:

... aber es ist halt so: gegen eine Unwucht hilft eigentlich nur der Ausgleich auf der Gegenseite..., um in der "blumigen" Sprache zu bleiben..;)

Edit: ..auf dem Gewicht könnte dann z.B. stehen: " gesetzl. Mindestlohn". Wäre doch schonmal ein Anfang...
 
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Ist ja eine nette Meldung des Ministeriums. Der Unternehmer, also der, der das Risiko trägt (Ja, der Arbeitnehmer trägt ein wesentlich geringeres Risiko), der darf doch auch wohl noch den Gewinn behalten, oder? Jetzt wird wieder auf denen rumgehauen, die den Arbeitnehmern das Brot in der Tasche durch ihren Mut (der Selbständigkeit) bringen. Es ist nunmal so, das der Unternehmer in einem guten Unternehmen am meisten bekommt. Das ist nur ein gerechter Lohn in meinen Augen.
Was es das Thema Mindestlohn betrifft, so frage ich mich, warum ich einer Putzkraft, die z.b. nur den Boden macht mehr bezahlen soll als ne vollautmatisierte Bodenreinigungsmaschine kostet. Sorry, aber das wäre absolut unwirtschaftlich.
 
Ähh sorry, - diese Verlautbarung kam gestern von "offizieller" Stelle... ;)
das Zitat untermauert meine pers. Ansichten zu diesem Thema, das hat weniger
mit einer "schlüßigen Argumentationslinie" zu tun, sondern eher mit der Beschreibung der Ist-Situation. In den Plan würde jetzt noch eine Meldung über "sinkende Konjunktur" passen ....
 
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... Jau, das würde passen. Nach deiner Meinung kann man auf offizielle Zahlen aber nichts geben, sagst du mehrfach in diesem Thread. Warum sollten die Zahlen, die in dein Argumentationskonzept passen, zutreffender sein als z.B. die Inflationszahlen des Stat. Bundesamtes? :ugly::ugly::ugly:
 
Das Problem ist halt, dass immer mal wieder Zahlen in Meldungen auftauchen, wo keine offizielle Statistik hintersteht, die tagelang bereinigt und schöngerechnet wurde. Eher so spontane "Ausrutscher" der Öffentlichkeitsbetreuer/Presseabt. der Behörden.... als Beispiel führe ich hier mal die "Argumentationslinie" in der Diskussion um die Parteienfinanzierung aus Steuermitteln an, in der eine Teuerungsrate von ca. 6.5% in die Diskussion einfloss... dieses widersprach natürlich den offiz. Zahlen, dementsprechend wurde auch sehr schnell relativiert... ;)

Ebenfalls zu dieser Meldung passend ist z.B. eine Berechnung des DGB: In dieser Rechnung wird für das Jahr 2007 eine Verringerung der Realeinkommen von ca. 10% erwartet.

Wo liegen die Konsequenzen, sollten diese Prognosen wirklich eintreffen ???

Natürlich in höheren staatl. Transferleistungen an die Arbeitnehmerschaft, die, trotz Vollzeitbeschäftigung, schon heute zu einem nicht unerheblichen Teil auf Unterstützung zum Erreichen des Existenzminimums angewiesen ist...in der Folge dreht sich die Spirale weiter nach oben, schlußendlich müssen diese Transfers auch finanziert werden.
 
@phip: ...hier fängt schon wieder das "Relativieren und Beschönigen" an... ich kann mir auch 'ne Decke über'n Kopf ziehen, und daran glauben dass mich keiner sieht.... :mrgreen:

Was ist die nächste Abschwächung ?? Das Nord-Süd Gefälle ?? :evil:
 
Hast du den verlinkten Artikel wirklich gelesen?
Wo ist denn dann dein Problem?
Wo siehst du denn hier eine Relativierung, Beschönigung oder Abschwächung?
Es wird doch genau das getan, was du wolltest, nämlich die Beobachtung der Kaufkraft-Entwicklung einer begrenzten Gruppe über einen längeren Zeitraum. Natürlich kann man nicht die Gehälter in der BRD von 1986 mit denen in Gesamtdeutschland im Jahr 2006 vergleichen. Du willst doch auch nicht die Gehälter in einer Großstadt vor 20 Jahren mit denen auf dem Land heute vergleichen, oder? Genau wie die Lebenshaltungskosten regional unterschiedlich sind, sind es auch die Gehälter, also ist das einzig seriöse, Ost mit Ost, West mit West, Süd mit Süd und Nord mit Nord zu vergleichen. Oder meinetwegen auch Gesamt mit Gesamt. Der Spiegel-Artikel beklagt doch nur, dass das, was die Schlagzeilen beherrscht eben ein Vergleich West mit Gesamt ist, und dass dieser Vergleich hinkt, leuchtet doch ein, oder nicht?
 
Natürlich ist der Bericht von der bild unfug.. aber es spiegelt im wahren kern darüber was wirklich abgeht..
denn damals stand der Dollar immer so bei 2DM=1$
im jahr 2001 war das immernoch bei ca 1€ = 1$
heute kostet 1€ = 1.4 $

dementsprechend beträgt der preisverfall von Ausländischen Produkten, die an den dollar gebunden sind 40%
Ganz klar kann man dies bei Computern beobachten.. die sind nämlich wirklich ca.40% billiger als wie früher..

Und sehr viele länder immer noch an den Dollar gebunden sind ist das eigentlich ein preisverfall von 40%

würde man dies nun mit der preissteigerung seit 1991 verrechnen wenn es diesen verfall nicht gegeben hätte, würd man auf eine Inflationsrate von ca 75% kommen... und das trifft ja leider auf die meist gekauften heimischen artikel zu.. und somit ist das was die bild veröffentlicht hat in einen etwas anderen sinn Wahr... und das spiegelt auch das bewusstsein der bevölkerung..

hinzu kommt noch die gier der Großen Konzerne nach dem geld..
so kommt es z.B auch zustande das Ausnahmsloh alle Artikel in meiner stadt doppelt so viel kosten als wenn ich 20Km weiter nach Hamm ins Ruhrgebiet komme... :evil: die leute haben entweder geld oder kein auto um dahinzukommen.. noch sind die schlecht informiert was die sachen sonst kosten...
Beispiel: in unseren Billigsten Computergeschäft wollte man mir einen Wlan Stick für knapp 80€ andrehen der sonst knapp 15€ kostet und bei Ebay für 10€ erhältlich ist...
An Vielen anderen Orten ist das bestimmt genauso der fall.. doch in die statistiken kommen immer nur die niedrigsten preise aus den Großstädten...:yawn:

Welche artikel kaufen wir denn schon alltäglich aus dem Nicht Euro gebundenen Raum ? wie z.B. China ... es sind meist Luxusartikel die sich ein Normalverdiener Schon heutzutage kaum noch leisten kann.. bzw in einen kleinen umfang..

das Erklärt auch wieso meine Currywurst mit Pommes (Mantaplatte) auch 3,30€ kostet und nicht wie Früher 3,30DM :evil:
 
... schöne Rechnung ... jedoch ist die Datengrundlage (wie der Spiegel so schön analysiert) voll für die Füsse.

Allein durch die Wiedervereinigung 1990 gab es auf rund 16 Millionen "Neu-Bundesbürger" mit niedriger Kaufkraft aufgrund mangelnder Infrastruktur und Jobs.

Folgerichtig müsste man die Zahlen von 2006 mit denen von 1991 vergleichen und nicht mit denen von 1986.
 
das Erklärt auch wieso meine Currywurst mit Pommes (Mantaplatte) auch 3,30€ kostet und nicht wie Früher 3,30DM :evil:

Ich kann diese DM <-> €-Vergleiche nicht mehr hören... Hast du früher aktuelle Preise auch mit denen von vor 5, 6 oder noch mehr Jahren verglichen? Direkt nach der Umstellung konnte man solche Vergleiche ziehen, aber jetzt doch nicht mehr...
Sicher, eine Preissteigerung von nahezu 100% innerhalb dieser Zeit ist heftig, aber du vergisst die Gesetze der Marktwirtschaft: Du bist der Kunde, du hast die Macht! Wenn du Waren auch dann kaufst, wenn sie überteuert sind (insbesondere, wenn es Waren sind, die du nicht kaufen musst), brauchst du dich nicht wundern, wenn die Preise auch so hoch bleiben - die Leute kaufen die Wurst ja auch zu dem Preis, also wieso sollte ich sie billiger machen...
 
Ich kann diese DM <-> €-Vergleiche nicht mehr hören...

Genau so ist es ... zumal diese Preisunterschiede zum einen sogar regional extremst unterschiedlich ausfallen.

Bspw.

Döner in Berlin ... Vor der Umstellung 3 DM - heute 1,50 Euro.
Döner in FFM ... Vor der Umstellung 5 DM - heute 3,50 Euro.
 
das war kein DM --> Euro vergleich von mir...

Früher gabs hald DM heute gibts den euro... .. aber vielleicht hätt ich ja sagen sollen früher hat mein dönner hier 3€ gekostet und heute kostet er immernoch 3€ :ugly:
und mit Gammelfleisch von früher kostet er nur 2€ :mrgreen:

ok mein vergleich ist falsch.. denn 1991 hat die Mantaplatte ca 2DM = 1 € gekostet und heute 3,30 :D
 
1986 gab es auch noch keine Pflegeversicherung, von der heute 2 Millionen Menschen profitieren... Wird im Spiegel-Artikel gar nicht erwähnt, habe ich aber heute in der SZ gelesen...

Achja... Der Euro ist zwar so stark wie noch nie, aber 1995 bekam man für den Dollar auch nur 1,36 DM... Wenn man es aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist der Euro weit weg von einer Überbewertung... Außerdem kann man meckern, wenn der Euro billig wird (oh mann, der Ölpreis wird ja in blöden Dollars bezahlt) oder wenn er wertiger wird (wie soll man jetzt nen BMW in Amerika verkaufen?)...

Und mal so provokant in die Runde geworfen: Wo steht es, dass man netto immer mehr Geld bekommen soll (wenn man die Preisentwicklung ua. miteinbezieht)... Wie ist das zu rechtfertigen? (ok, ich kann mir die Antwort schon denken... Aber ich will damit nur zu denken geben, dass es den Menschen vor 15 oder 20 Jahren auch nicht schlecht ging )...

[...]

Was ist die nächste Abschwächung ?? Das Nord-Süd Gefälle ?? :evil:

Lesen, verstehen und dann erst meckern... :mrgreen:
 
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