News Merkel lehnt SPD-Pläne zur Kinderbetreuung ab

Eins nicht zu vergessen: Meine beiden Kinder werden auch die Rentenversorger der Zukunft sein. Dafür sollen wir im Endeffekt Kinder bekommen und nicht weil Kinder was tolles sind. Das ist der Gedanke der meisten Politiker und um anderes geht es nicht bei denen.
Ich habe meine Kinder gewollt und ich sorge dafür das sie einen Beruf erlernen und nie dem Staat (soweit ich das beeinflussen kann!) zur Last fallen.
Aber bekomme ich Kinder um danach alleine da zu stehen? Ja, meine Eltern waren auch beide berufstätig und wir sind gross geworden. Aber auch sie sind der Meinung wenn die Politiker was fordern sollen sie auch was dafür geben. Und das tun sie am wenigsten!!! Aber auch die Politiker beziehen Kindergeld ...haben die das nötig? Wir sind Doppelverdiener ...aber längst nicht so gut versorgt. Doppelverdiener heisst nicht gleich Wohlstand in der BRD. Haben manche noch nicht so ganz gerafft. Leider!
 
Ein "Parasit" dem Sozialstaat gegenüber ist auch nach deiner Definition wer mehr bezieht als er zahlt, nicht wer Kinder kriegt oder wer nicht.

Die Leistungen sind keine Belohnung für die Eltern, sie dienen nur dazu, den Kindern eine faire Chance im Leben zu garantieren, und nicht dazu, den Luxus der Eltern zu erhalten.
Unsere Kinder sind einzig und allein da um ihr Leben zu leben, nicht damit wir auch schön versorgt sind. Wenn unser Sozialsystem nicht überleben kann ohne dass unsere Kinder für uns zahlen (d.h. uns mehr Leistung erbringen als wir ihnen), dann liegt das Problem beim kaputten System und nicht bei den Leuten die keine Kinder wollen.

Die Generation, die jetzt in das Rentenalter kommt, hat in der Geschichte am meisten gehabt, die meisten Ressourcen verbraucht und am wenigsten zur Seite gelegt. Deswegen braucht es Kinder um das System weiter am Leben zu erhalten, aber die "Parasiten" sind jene, die es soweit kommen lassen haben und nicht jene die sich der auferlegten Bürde nicht beugen wollen.
 
Nicht sämtliche, aber viele, denn er bekommt eine Gegenleistung. Nehmen ohne Geben bezeichnet man im Volksmund auch als Parasitentum und der Sozialstaat soll kein Parasit werden.
Ich vermute, jedes Kind kostet denn Staat bis zur Volljährigkeit knapp 100.000 Euro mit allen Leistungen, die kostenfrei sind. Genau denselben Beitrag leisten die Eltern. Ich sehe da kein Problem.

Da Frag ich mich:
Muss ich, wiel ich ein Kind hab auf einen Fernseher verzichten, muss ich, wiel ich ein Kind habe die Bild lesen, wiel ich mir keine andere Tageszeitung leisten könnte? Darf ich nicht mehr ins Theater gehen und nur noch Fertiggerichte essen?
Dann fordere ich Dich hiermit auf, Statistiken oder zumindest Beispiele von Familien zu bringen, die keinen Fernseher haben, weil nur ein Elternteil arbeiten geht. Oder dasselbe für Deine anderen hahnebüchenen Beispiele.

Ich kenne Familien, da arbeitet der Vater als ganz normaler Angestellter oder Arbeiter, die haben zwei Kinder, die Mutter bleibt zuhause, und trotzdem können die sich mehrere Fernseher leisten. Nein, die fahren sogar in Urlaub. Jedes Jahr. Und das sind beileibe keine Grossverdiener. Aber nach Deiner Rechnung nagt man mit 2.000 Euro in Deutschland am Hungertuch und kann nur noch im Müll nach Essbarem wühlen.

Wenn meine Mutter ihre Halbtagesarbeit aufgeben würde, dann hätten wir hier weder ein Fernseher, noch ein Computer, noch nahrhaftes Essen und das obwohl meine Eltern beide Abitur gemacht haben und studiert haben ;)
Dein Vater arbeitet? Was verdient er brutto? So ca. würde reichen.

Warte. Nicht das ich das jetzt falsch verstehe.
Elternlose Paare dürfen beidseitig beschäftigt sein und ein doppeltes Gehalt absahnen, während bei Eltern, die sowieso Mehrausgaben durch ihre Kinder haben nur ein Teil arbeiten darf?
Natürlich, zumindest solange sie nicht verheiratet sind. Wobei das grundsätzlich jeder für sich entscheiden soll. Ich will das niemandem vorschreiben. Ich verwahre mich allerdings gegen die Forderung, der Staat solle die Kinderbetreuung übernehmen, damit beide Elternteile arbeiten können.

Eltern verarmen zunehmend während kindelrose reicher werden. Ja, das macht das Kinderbekommen richtig attraktiv...
Du darfst gerne demnächst mit mir nach China fliegen, dann zeige ich Dir mal ARMUT. Für Dich ist Armut, wenn man sein Premiere-Abo kündigen muss.

Kinder werden nicht verwahrt, sondern dort gepflegt und erzogen
Kinder gehören von ihren Eltern erzogen, nicht von Fremden. Ich habe da sehr konservative Ansichten. Im Kindergarten lernen die früh genug sozialen Umgang und fangen früh genug mit Bildung an.

Ich hasse diese Übertreibung, von wegen die Kinder hätten keine Eltern mehr, denn ich glaube kaum, dass sich die Eltern wirklich die 8h, die sie arbeiten auch um das Kind kümmern würden.
Darum geht es gar nicht, es geht darum, dass DU aus finanziellen Gründen eine Vollversorgung forderst.

Ich sehe einen direkten Zusammenhang in dem Egoismus der kinderlosen Paare und der steigenden Kassen-/Rentenbeiträge und damit verbunden auch in der Arbeitslosigkeit ;)
Du hast doch AHnung von der ENtwicklung der Weltbevölkerung. Wenn Dir Deutschland noch nicht voll genug ist, dann holen wir halt noch Leute nach hier. Der Planet ist überbevölkert. Die Bevölkerung schrumpft nicht, sie wächst exponentiell.

Nun, wenn du der Tatsache nicht ins Auge blicken willst, dass jedes Kind eine Bereicherung der Gesellschaft ist, da das Sozialsystem sonst nicht aufgeht.
Das ist nonsens. Du scheinst jetzt schon nur die Bild zu lesen zu bekommen.

Stimmt aber.
Wer kein Kind bekommt, obwohl er es biologisch und psychisch könnte, der schädigt die Gesellschaft
Diese Meinung bringt mich fast zum Kotzen.

Viel eher geht es um die Bildung und die erfolgt sowieso über die Schulen, wo wir bei einem weiterem Aspekt wären:
Wenn ein Kind in die Krippe gegeben wird lernt es dort erstens Deutsch und zweitens bekommt es Wissen vermittelt, d.h. sie haben bessere Bildungschancen als manch anderes Kind, das heutzutage zu Hause bleibt
Ist das die Erfahrung, die Du bei Deinen Eltern gemacht hast? Hast Du erst in der Schule zählen gelernt und Buchstaben? Konntest Du vorher kein Deutsch? Dann weisst Du ja jetzt, welche Nachteile Du erlitten hast, wenn Deine Mutter nicht immer da war.

Wenn Deutschland ausstirbt, dann bricht vorher alles zusammen und ich hoffe, dass ich vorher tot bin
Eine kleine Aufgabe: Poste mal die Bevölkerungszahlen Deutschlands der letzten paar Jahrhunderte. Fällt Dir was auf? Nimm dann mal die Weltbevölkerung, fällt Dir was auf? Und jetzt sag ich Dir mal, woran Deine Thesen scheitern: Die Sozialsysteme brechen zusammen, weil wir darüber viel zu viel Geld rausschleudern. Um das aufzufangen, müsste die Bevölkerung Deutschlands ständig wachsen. Möchtest Du das? Wenn Du die Sozialversicherungssysteme gefährdet siehst, dann müssen wir Leistungen kürzen, nicht Leistungen aufbauen und Finazierer dafür zeugen.

Ich finde nur, dass Kinderlose Paare, wie MartyMcFly es sagte auf Luxusbedürfnisse verzichten sollten, denn sie sind nicht diejenigen, die die Gesellschaft am Leben erhalten.
Was möchtest Du? EIne Strafe für Kinderlose? Die gibt es schon, das nennt sich Steuersystem. Schau es Dir mal an und vergleiche mal, was Dein Vater an Steuern zahlt und was ich zahle als Noch-Lediger und Noch-Kinderloser.

Aber warum soll eine person, die weniger für die Gesellschaft macht mehr bekommen?
Weil man in Deutschland Geld verdient durch Arbeit. Und Arbeitgeber bezahlen Leistung. Und diese Leistung wird nicht in sexueller Leistung und Zeugungsfähigkeit bemessen.

Dann plane mir mal einen Kindergarten und eine Krippe...
Wie soll das sonst gehen?
In dem man einen Raum mietet, eine Kindergärtnerin einstellt, andere Eltern sucht, die keinen Platz haben und zusammen die Finanzierung übernimmt.

Soll jede Kommune für sich selbst entscheiden, ob sie Krippen anbieten wollen, oder nicht? Nein, das muss jedem Bundesbürger gleich zugänglich sein, nicht zuletzt um eine egalitäre Bildung zu gewährleisten.
Bildung? In Kinderkrippen? Habe ich was verpasst?

Eins nicht zu vergessen: Meine beiden Kinder werden auch die Rentenversorger der Zukunft sein.
Kannst Du das garantieren?

Marty
 
Nicht sämtliche, aber viele, denn er bekommt eine Gegenleistung. Nehmen ohne Geben bezeichnet man im Volksmund auch als Parasitentum und der Sozialstaat soll kein Parasit werden.

Eigentlich habe ich keinen Bock auf diese Art Neid-Diskussion - zumal du eh das Totschalgargument gebracht hast: "Kinderlos lässt sich sowas leichter sagen, stimmts? ;)".
Warum ich es trotzdem mache - weil mich diese Einstellung dermaßen ankotzt, dass ich es nicht einhalten kann.

Nehmen ohne Geben? Gib mir bitte ein Beispiel wo ich irgendwelche Sachen in Anspruch nehme und wo ich im Gegenzug nichts bezahle. Bekommst ein Gummibärchen wenn du mir etwas nennen kannst. Nur etwas nachplappern ohne sich infromiert zu haben ist erbärmlich. Da kannst du das Wort "Schmarotzer" noch so oft in den Raum werfen - es wird dadurch nicht wahrer.

Da Frag ich mich:
Muss ich, wiel ich ein Kind hab auf einen Fernseher verzichten, muss ich, wiel ich ein Kind habe die Bild lesen, wiel ich mir keine andere Tageszeitung leisten könnte? Darf ich nicht mehr ins Theater gehen und nur noch Fertiggerichte essen?

Ich will alles haben und auf nichts verzichten, da soll die Gesellschaft lieber dann für mich mitbezahlen - das ist ein Schmarotzer. Man muss auch lernen Ansprüche zurückzustellen. Ich kann auch nicht immer ins Theater, esse auch oft Fertiggerichte wenn sie billiger sind usw.

Ja, das macht das Kinderbekommen richtig attraktiv...
Ich wiederhole mich, aber: Wenn ich ein Kind haben möchte, dann bekomme ich ein Kind. Egal welche Einschränkungen ich dann dafür auf mich persönlich nehmen muss. Es ist deine persönliche Entscheidung. Es ist durchaus ok Menschen die Kinder haben oder haben wollen zu unterstützen, aber das bedeutet nicht, dass man ihnen alles abnimmt.

Ich sehe einen direkten Zusammenhang in dem Egoismus der kinderlosen Paare und der steigenden Kassen-/Rentenbeiträge und damit verbunden auch in der Arbeitslosigkeit ;)
Hast du VWL/BWL studiert? Durch mehr Kinder werden wir also weniger Arbeitslosigkeit haben bedeutet dein Satz. Hmmm hervorragende Idee. Das bedeutet mehr Leute mehr Arbeit? Na, das nenne ich neuen Ansatz....8O

Nun, wenn du der Tatsache nicht ins Auge blicken willst, dass jedes Kind eine Bereicherung der Gesellschaft ist, da das Sozialsystem sonst nicht aufgeht.
Stimmt nicht - erst wenn diese Kind irgendwann in das Sozialsystem einzahlt ist es eine Bereicherung der Gesellschaft - wenn man es rein finanziell sieht wie du. Das Kinder ansich eine Bereicherung sind steht auf einem anderen Blatt, aber finanziell sind sie eher eine Belastung.

Ob sie wollen oder nicht, das steht außer Frage und ich kenne doch die ein oder andere person, bei der die Notwendigkeit der Gesellschaft, endlich Nachwuchs zu bekommen auch ein Faktor für ihre neuen Kinder war, auch wenn es nicht der Hauptgrund war.
Wem willst du so einen Unsinn eigentlich verkaufen? Ersten tun mir die Kinder dann wirklich leid - und irgendwie finde ich diese "Kinder fürs Vaterland"-Einstellung ziemlich ..ähem... veraltet und bescheuert.

Wer kein Kind bekommt, obwohl er es biologisch und psychisch könnte, der schädigt die ......ekommt ganz klar unseren Sozialstaat und ist durchaus als ein Schmarotzer zu bezeichnen.

Dem Unsinn habe ich oben schon widersprochen. Achja ich könnte dir mal zeigen wie ich den Sozialstaat schädige, aber lassen wir das. Abgesehen davon möchte ich dir nochmal erklären das es nicht funktioniert zu sagen: Mehr Kinder, mehr Arbeit, mehr Einzahlungen. Das ist Wunschdenken...


Wenn ein Kind in die Krippe gegeben wird lernt es dort erstens Deutsch und zweitens bekommt es Wissen vermittelt, d.h. sie haben bessere Bildungschancen als manch anderes Kind, das heutzutage zu Hause bleibt ;).
Hm, ich habe Deutsch zuhause gelernt. Genau wie die Grundrechenarten und einiges mehr.

Nun, ich finde es toll, dass du dich für die Gesellschaft einsetzt, aber deine Aussage ist schlichtweg Schwachsinn, denn:
Was bringt gespendetes Blut, wenn es keinen Abnehmer gibt, weil niemand mehr lebt, weil keine Kinder zur Welt gebracht wurden?
Gesellschaftlich wichtiger sind Eltern, da sie die Garantie der Erhaltung der Gesellschaft weitergeben.
Sachmal, gehts nich? Die Weltbevölkerung explodiert förmlich. Wenn wir aussterben, dann eher weil wir uns in die Luft sprengen oder die Welt komplett verpestet haben.

Wenn Deutschland ausstirbt, dann bricht vorher alles zusammen und ich hoffe, dass ich vorher tot bin, denn dann wird hier Armut pur existieren, da ...
Who cares? Deutschland wir nicht aussterben, unter Umständen wird sich die Zusammensetzung ändern. Wenn wir zuwenige Kinder haben, dann machen wir irgendwann die Grenze nach Afrika auf und in spätestens einem Jahr haben wir eine kinderreiche und gesunde Bevölkerung. Sind dann halt nicht gebürtige Deutsche, na und?

Die Frau wird keine Gebärmaschiene, denn es wird immer noch ein Mann zum Zeugen benutzt, der sie liebt. Von daher ist das Kind auf freiwilliger Basis entsanden, während Maschienen unfreiwillig und ohne Denkvermögen sind.
Ausweisung? Wohin? Wer redet hier davon?
Du! Wenn vielleicht auch ohne das du es merkst. Sobald man Kinder mehr für die Gesellschaft als für sich bekommt ist es so.

Ich finde nur, dass Kinderlose Paare, wie MartyMcFly es sagte auf Luxusbedürfnisse verzichten sollten, denn sie sind nicht diejenigen, die die Gesellschaft am Leben erhalten.
Nein. Ich gehe für mein Geld arbeiten, soll ich jetzt noch eine Strafsteuer bezahlen weil ich keine Kinder in die Welt setzte? Reichen 53,6% Abzug nicht um die Gesellschaft zu unterstpützen?

Aber warum soll eine person, die weniger für die Gesellschaft macht mehr bekommen? Das ist ein Paradoxon pur.
Mit Kindern soll man nicht verdienen, man soll aber auch wegen Kindern nicht verarmen und das ist das Problem.Als Arm wird man bezeichnet, wenn man 60% des mittleren Einkommens bekommt und als lächerlich seh ich das nicht an.
1. Meine Abzüge kannst du oben sehen - ich wage ernsthaft zu bezweifeln das irgendwelche Eltern solche Abzüge haben.
2. Armut - wie wäre es mit Ansprüchen etwas verringern? Echte Armut kennst du meiner Meinung nach nicht.

Dann plane mir mal einen Kindergarten und eine Krippe...
Wie soll das sonst gehen?
Warum nicht? Es gibt viele Möglichkeiten, aber ich habe es schon mal geschrieben. Jammern und Fordern ist viel einfacher.


Zum Abschluss noch eine Sache:

Vielleicht sollte mal eins wieder deutlich werden: Eltern zu sein bedeutet nicht ein Kinde zu zeugen und zu gebären, sondern auch die Verwantwortung in jeglicher Beziehung dafür zu übernehmen. Unterstützung von Familien ist gut und richtig und wichtig, aber da heisst nicht das die Gesellschaft sich um sämtliche finanziellen Belange und um die Erziehung zu kümmern hat.

Ich glaub das wars - alles was jetzt kommt wird eh ein dauerendes Kreisen sein, und wahrscheinlich zu nichts führen. Die Politik hat es wunderbar geschafft eine Neiddebatte anzuzetteln und Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen um von ihren eigenen Unfähigkeiten abzulenken. Und das schöne ist, dass Leute wie du angebissen haben.
 
Hast du VWL/BWL studiert? Durch mehr Kinder werden wir also weniger Arbeitslosigkeit haben bedeutet dein Satz. Hmmm hervorragende Idee. Das bedeutet mehr Leute mehr Arbeit? Na, das nenne ich neuen Ansatz....8O

Diese These vertreten viele Wirtschaftswissenschaftler. EIn Baby-Boom bringt vor allem in den ersten 10-20 Jahren ein PLUS an Arbeitsplätzen, weil Kinder erstmal nur KONSUMIEREN, und nicht als Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt auftreten...Für ein Nichtabsinken der Arbeitsplatzzahlen muss die Bevölkerung (nagel mich nicht drauf fest, es ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen hab) 0,5 bis 1,5% pro Jahr wachsen.
 
Diese These vertreten viele Wirtschaftswissenschaftler. EIn Baby-Boom bringt vor allem in den ersten 10-20 Jahren ein PLUS an Arbeitsplätzen, weil Kinder erstmal nur KONSUMIEREN, und nicht als Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt auftreten...Für ein Nichtabsinken der Arbeitsplatzzahlen muss die Bevölkerung (nagel mich nicht drauf fest, es ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen hab) 0,5 bis 1,5% pro Jahr wachsen.

Nagel mich bitte auch nicht fest, aber wenn ich das alles richtig in Erinnerung habe, sind diese Thesen etwas überholt (ich müste mich nochmal informieren), zumindest in dem Mikrokosmos Deutschland der hier immer angeführt wird. Es geht ja nicht um die Wirtschaft auf der Welt, sondern in Deutschland ;).
Und nur weil es mehr Kinder gibt (selbst wenn dies dann mehr Konsum heisst) wird es hier im Lande nicht mehr Arbeitsplätze geben.
Ist aber eigentlich auch egal - mir gehts ja nicht so sehr um die Wirtschaft, sondern das Gejammer verbunden mit Neid der im Moment von der Politik und gewissen Medien noch geschürt wird.
Und den Ansichten die im Moment kusieren, das man als Paar ohne Kind nicht nur Schmarotzer, sondern sogar Parasit ist. Das geht an der Realität tüchtig vorbei. Wenn die ganzen "Schmarotzer" mal ihre Zahlungen einstellen würden und tatsächlich auf Schmarotzer machen würden, dann würde es nämlich ziemlich schlecht aussehen in diesem Land.
Und die ewige "Hilfe, wir sterben aus"-Debatte langweilt mich auch zusehends - die Welt ist überbevölkert, das ist Fakt. Was macht es da aus wenn eine Kultur/Gesellschaft in eine andere aufgeht und dann verschwindet? Für die Welt macht das keinen Unterschied und - das soll jetzt nicht menschenverachtend klingen - ob es "die Deutschen" in 1000 Jahren noch gibt ist mir ziemlich schnuppe. Vor 2000 jahren gab es uns schließich auch noch nicht, sondern andere Gesellschaften, die heute auch verschwunden sind....
 
Zuletzt bearbeitet:
Nagel mich bitte auch nicht fest, aber wenn ich das alles richtig in Erinnerung habe, sind diese Thesen etwas überholt (ich müste mich nochmal informieren), zumindest in dem Mikrokosmos Deutschland der hier immer angeführt wird. Es geht ja nicht um die Wirtschaft auf der Welt, sondern in Deutschland ;).
Und nur weil es mehr Kinder gibt (selbst wenn dies dann mehr Konsum heisst) wird es hier im Lande nicht mehr Arbeitsplätze geben.
So überholt mag es nicht sein - es ist zwar eine Weile her, aber nicht Jahrzehnte - Imho hab ich diese These Anfang 2006 gehört. Und das der anspringende BINNENMARKT Arbeitsplätze schafft, sieht man aktuell... verstärkt durch den milden Winter.

Ist aber eigentlich auch egal - mir gehts ja nicht so sehr um die Wirtschaft, sondern das Gejammer verbunden mit Neid der im Moment von der Politik und gewissen Medien noch geschürt wird.
Und den Ansichten die im Moment kusieren, das man als Paar ohne Kind nicht nur Schmarotzer, sondern sogar Parasit ist. Das geht an der Realität tüchtig vorbei. Wenn die ganzen "Schmarotzer" mal ihre Zahlungen einstellen würden und tatsächlich auf Schmarotzer machen würden, dann würde es nämlich ziemlich schlecht aussehen in diesem Land.
In den meisten bereichen hast du sicherlich recht. Es sind kein "Schmarotzer" im eigentlichen Sinne. Allerdings gibt es einen Aspekt, in dem sie in absehbarer zeit parasität wirken werden: dem Rentensystem. zwar Zahlen die Gutverdiener (so noch im staatlichen Rentensystem) ihre Beiträge, das aber für die Elterngeneration. In 30 bis 40 Jahren, wenn sie (immer noch Kinderlos) selbst Rentenempfänger WERDEN, müssen die heutigen Kinder eine höhere Last tragen, von sinkenden renten nicht zu reden.

Gut, für den Kinderlosen mag das nicht so relevant sein . er hat imNormalfall Privat vorgesorgt und schließt die rentenlücke durch eigene Vorsorge. Opi hat das nachsehen, und sogar doppelt: seine Kinder erwirtschaften nicht genug, um ihn UND den Kinderlosen zu versorgen, und er konnte weniger/gar nichts in die Private Vorsorge stecken.
 
Für ein Nichtabsinken der Arbeitsplatzzahlen muss die Bevölkerung (nagel mich nicht drauf fest, es ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen hab) 0,5 bis 1,5% pro Jahr wachsen.
Nagel mich bitte auch nicht fest, aber wenn ich das alles richtig in Erinnerung habe, sind diese Thesen etwas überholt
Für mich sind die Thesen durchaus nachvollziehbar. Durch technischen Fortschritt und effektivere Auslastung steigt die Produktivität. Um eine gleiche Anzahl an Menschen zu beschäftigen, braucht es eben mehr Nachfrage und Produktion. Das geht nur durch Bevölkerungswachstum.

Aber dann muss dafür eine Lösung gefunden werden. Bevölkerungswachstum zu produzieren ist nicht die Lösung.

Allerdings gibt es einen Aspekt, in dem sie in absehbarer zeit parasität wirken werden: dem Rentensystem. zwar Zahlen die Gutverdiener (so noch im staatlichen Rentensystem) ihre Beiträge, das aber für die Elterngeneration.
Unter einem Schmarotzer oder Parasit verstehe ich aber etwas anderes als jemanden, der deutlich weniger erhält als er selber beigegtragen hat. Auch wenn das Rentensystem anders organisiert ist. Jemanden parasitär zu nennen, der 300.000 Euro einzahlt, aber nur 250.000 wieder rausbekommt, fände ich nicht korrekt.

Opi hat das nachsehen, und sogar doppelt: seine Kinder erwirtschaften nicht genug, um ihn UND den Kinderlosen zu versorgen, und er konnte weniger/gar nichts in die Private Vorsorge stecken.
Dafür sorgt heute schon der Staat. Opi kann im Gegensatz zu den Kinderlosen heute schon bei minimalen Eigenanteil (wo ist nur SIrAd, der könnte Zahlen nennen) privat vorsorgen. Wir reden da von wenigen Euro im Monat, der Staat zahlt den Rest. Nennt sich Riester-Rente und lohnt sich ganz besonder für Einzelverdiener-Haushalte mit Kindern.

Marty
 
Für mich sind die Thesen durchaus nachvollziehbar. Durch technischen Fortschritt und effektivere Auslastung steigt die Produktivität. Um eine gleiche Anzahl an Menschen zu beschäftigen, braucht es eben mehr Nachfrage und Produktion. Das geht nur durch Bevölkerungswachstum.

Schon richtig, auch was darkkurt vorher geschrieben hat. Allerdings wird es als allgemein gültig dargestellt das Kinder zu haben automatisch dazu führt das alles ganz toll wird in der Wirtschaft und die bösen Kinderlosen das verhindern. Das es noch viele andere Einflüsse gibt, darauf wird nicht hingewiesen. Ich wiederhole mich auch ungern, aber genug Kinder gibt es durchaus. Vielleicht nicht in Deutschland aber es ist ja nicht so, dass die Weltbevölkerung dramatisch sinkt, oder habe ich was verpasst?

Unter einem Schmarotzer oder Parasit verstehe ich aber etwas anderes als jemanden, der deutlich weniger erhält als er selber beigegtragen hat. Auch wenn das Rentensystem anders organisiert ist. Jemanden parasitär zu nennen, der 300.000 Euro einzahlt, aber nur 250.000 wieder rausbekommt, fände ich nicht korrekt.
Danke !

Dafür sorgt heute schon der Staat. Opi kann im Gegensatz zu den Kinderlosen heute schon bei minimalen Eigenanteil (wo ist nur SIrAd, der könnte Zahlen nennen) privat vorsorgen. Wir reden da von wenigen Euro im Monat, der Staat zahlt den Rest. Nennt sich Riester-Rente und lohnt sich ganz besonder für Einzelverdiener-Haushalte mit Kindern.
Marty

Ja, aber hier etwas zu machen resultiert daraus, dass man selbst auch mal aktiv wird. Im Moment ist es aber weitaus modischer neidvoll um sich zu schauen, eine Gruppe rauszupicken denen man vorwirft nichts für die Gesellschaft zu tun und dann zu fordern das diese Gruppe mehr unterstützen soll, besonders dort wo man selbst keinen Bock darauf hat.

PS: Eigentlich bräuchte ich mich da gar nicht so aufregen, allerdings habe ich solche Diskussionen auch schon mit 2 Kolleginen geführt die der Meinung waren, dass jeder Kinderlose erstmal 10% seines Einkommens in einen Fond für Kinder einzahlen soll.
Beide sind auch sehr bedüftig, schließlich mussten sie sich ja als 2-Auto so kleine Autochen namens AudiTT holen, für mehr hats nicht gereicht :mrgreen:
Aber das Gejammere könnt ihr euch mal anhören.....:ugly:
 
Unter einem Schmarotzer oder Parasit verstehe ich aber etwas anderes als jemanden, der deutlich weniger erhält als er selber beigegtragen hat. Auch wenn das Rentensystem anders organisiert ist. Jemanden parasitär zu nennen, der 300.000 Euro einzahlt, aber nur 250.000 wieder rausbekommt, fände ich nicht korrekt.
Ich schrieb, das er parasitär wirkt, nicht, das er einer ist. Der Generationenvertrag funzt ohne Nachwuchs eben nicht. Ich als Familienvater mag nur 100.000 € eingezahlt haben, bekomme aber auch nur 66.000 'raus... Wenn das ganze Rentensystem ein Minusgeschäft ist (FÜR ALLE), dann kannst du das dem Kinderlosen nicht als Aktiva buchen...

Ein Kinderloser Zahlt viel ein. Das ist gut und korrekt so, aber gleichzeitig Bürdet er seine (verdientermaßen Hohen) Rentenansprüche auf meine Kinder. Der Kinderlose profitiert von einem System, in dem er zwar früher Leistung erbracht hat (inklusive der Gegenleistung: Einzahlung - Rentenanspruch), OHNE später für den Fortbestand des Systems Sorge zu tragen

Dafür sorgt heute schon der Staat. Opi kann im Gegensatz zu den Kinderlosen heute schon bei minimalen Eigenanteil (wo ist nur SIrAd, der könnte Zahlen nennen) privat vorsorgen. Wir reden da von wenigen Euro im Monat, der Staat zahlt den Rest. Nennt sich Riester-Rente und lohnt sich ganz besonder für Einzelverdiener-Haushalte mit Kindern.

Ui, toll! Die Renditen bei Riester sind ja auch imens hoch. Da Kann man im Alter echt die Kuh fliegen lassen... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Gut, man bekommt einiges geschenkt, aber eine adequate Füllung für das wachsende Rentenloch ist es nicht,
 
Ich schrieb, das er parasitär wirkt, nicht, das er einer ist.
Er wirkt aber nur auf diejenigen so, die sich grundsätzlich irgendwo benachteiligt fühlen.

Der Generationenvertrag funzt ohne Nachwuchs eben nicht.
Das ist richtig, trotzdem kann ich auch die kinderlose Seite verstehen, die argumentiert, sie hat selber genug gezahlt (auch wenn nicht direkt für sich).

Ich als Familienvater mag nur 100.000 € eingezahlt haben, bekomme aber auch nur 66.000 'raus... Wenn das ganze Rentensystem ein Minusgeschäft ist (FÜR ALLE), dann kannst du das dem Kinderlosen nicht als Aktiva buchen...
Derjenige mit Kindern verbucht aber z.B. die Erziehungszeit als Arbeitszeit mit gezahlten Beiträgen, obwohl er überhaupt keine Beiträge gezahlt hat. Du kannst Dir also pro Kind 3 Jahre Beitragszeit anrechnen lassen, ohne auch nur einen Cent gezahlt zu haben. Ist doch ein Vorteil, oder? In den drei Jahren zahlt der Kinderlose munter weiter Beiträge, während Du oder Deine Frau ein Kind erzieht.

Ein Kinderloser Zahlt viel ein. Das ist gut und korrekt so, aber gleichzeitig Bürdet er seine (verdientermaßen Hohen) Rentenansprüche auf meine Kinder.
Das ist korrekt. Man muss nur betrachten, dass der Kinderlose zur Zeit das Rentensystem überhaupt am Leben erhält durch seine Finanzierung.

Das, was hier völlig untergeht ist der Bereich der Selbständigen. Die können, ob Kinder oder nicht, sich völlig aus dieser Solidargemeinschaft verabschieden. Nein, noch viel schlimmer. Sie müssen heute nichts zahlen, können aber später der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, wenn sie nicht privat vorgesorgt haben. Das wäre dann wirklich parasitär.

Ui, toll! Die Renditen bei Riester sind ja auch imens hoch. Da Kann man im Alter echt die Kuh fliegen lassen... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Gut, man bekommt einiges geschenkt, aber eine adequate Füllung für das wachsende Rentenloch ist es nicht,
Hast Du mal nachgerechnet? Machen wir das doch mal:

Gehalt: 30.000,-- Euro, verheiratet, zwei Kinder
3% davon = 900,-- Euro Mindestbeitrag pro Jahr
abzüglich 114,-- Grundzulage Mann
abzüglich 114,-- Grundzulage Frau
abzüglich 138,-- Kinderzulage
abzüglich 138,-- Kinderzulage
= 396,-- Eigenbeitrag (33,-- Euro pro Monat)

Du sparst also für 396 Euro Einsatz schon 900 Euro. Nette Rendite für den Start, oder?

Zusätzlich kannst Du die 396 Euro Eigenbeitrag noch von der Steuer absetzen als Sonderausgabe. Nett, oder?

Jetzt rechnen wir mal die 900 Euro eingezahlt auf ein Berufsleben von 45 Jahren mit 3,5% Verzinsung (also nicht hoch, nur ein Sparvertrag). Endsumme wären ca. 98.500 Euro.

Diese 98.500 als Rente über eine Laufzeit von 20 Jahren (bis Du 85 bist) ergäbe eine Zusatzrente von 568,48 Euro. <----- Und das ist für Dich "nichts"?

Jetzt rechnen wir nur interessehalber mit 7% Wertsteiegerung in einem Aktienfonds (ist zwar hoch, aber in der Vergangenheit erzielbar gewesen).

Dann reden wir über 275.000 Euro, die Du zum 65. Geburtstag hast. Oder eine Rente von 2.100 Euro zusätzlich.

Ich finde, für 33 Euro im Monat ist das schon beachtlich. Die Rendite auf Deine 396 Euro Eigenanteil im Jahr kannst Du ja mal selber rechnen...

Marty
 
Ohne auf die vorangegangenen Beiträge, welche viel Praxisbezug und Wahrheit enthalten expliziet einzugehen, möchte ich meine Intuition, warum ich diesen Thread ins Forum gestellt habe nochmals mit neuen Tatsachen hervorheben.

Die "große Koalition" streitet sich darum, ob sie das Kindergeld um 8.-€ anheben soll, oder damit lieber neue Betreuungsplätze schaffen soll.

In vielen Ballungsgebieten werden Betreuungsplätze gestrichen, weil die Kinder fehlen.

Die "große Koalition" streitet seit April 2006 um ein Unterhaltsrechtsänderungsgesetz. Welches vielleicht nach vielen Änderungen und zwei weiteren Streitpunkten zum 01.07.07 beschlossen werden wird.

Diese Änderungen im Unterhaltsrecht sind auch abhängig vom Kindergeld. Weil das nueue Unterhaltsrecht grundsätzlich eine häftige Anrechnung des Kindergeldes vorsieht. Informationen dazu siehe https://www.derBeistand.de

Während sich die große Koalition mit diesen Punkten beschäftigt, beschäftigt sich der Bundesfinazhof mit einer Anhebung des Kindergeldes auf 265.-€ siehe:

https://www.focus.de/finanzen/recht/kindergeld_aid_50529.html

Auch wenn ich nicht ganz an einen Erfolg dieser Klage glauben will, würde diese gleichzeitig bedeuten, dass die Kinderfreibeträge nach dem Einkommenssteuergesetz unter Anhebung des Kindergeldes gestrichen werden würden.

Aber das Unterhaltsrechtsändereungsgesetz orientiert sich nicht mehr an einer Regelbetragsverordnung, sondern an den Kinderfreibeträgen nach dem EKStG, welche im Umkehrschluss dieser Klage nicht mehr existieren würden.

Fazit: Ich habe immer mehr das Gefühl, dass die große Koalition das schlimmste ist, was uns passieren konnte und der Überblick über die Abstimmung der Gesetze mit der Rechtssprechng völlig verloren gegagen ist.