MATHE - Studium?! Und dann?

tiffiklotz

Extrem-Klicker
ID: 258993
L
11 Januar 2007
364
10
Hallo,

Ich spiele mit dem Gedanken, Mathe zu studieren. Jedoch weiß ich nicht, was ich als Zweitfach nehmen soll, und ich welche Branche ich dann gehen soll.
Eine vielversprechende Variante wäre Mathe & BWL, jedoch habe ich nicht nur Gutes darüber gehört. Hat vllt. jmd. von euch Erfahrungen mit dieser Kombination?
Kann mir jemand etwas Anderes empfehlen?
Ich will definitiv etwas mit Mathe machen (sonst wäre es ein verschenktes Talent), und kein Leher werden ;)

Lieben Gruß
 
Naja mit Mathe hast du hinterher entweder einen tollen Arbeitsplatz, oder du bist arbeitslos bzw. machst irgendwelche Billigjobs ohne benötigtes Mathestudium. Ein näherer Bekannter hat vor ca. 10 Jahren sein (etwas längeres) Mathestudium abgeschlossen und hat danach auch erstmal nichts gefunden. Ohne etwas Glück hätte er es dann auch nie zu einer besser bezahlten Stelle in der Versicherungswirtschaft geschafft, aber nun läuft eigentlich super.

Ein früherer Klassenkamerad von mir hat nach dem Abi auch mit Mathe angefangen und hat nun nach rund 3 Semestern aufgehört, weil es einfach zu langweilig und theoretisch war - und man muss dazu sagen, dass das immer ein 14-15 Punkte Kandidat war bzw. immer noch wäre.

Ich würde also von Mathe als Hauptfach eher abraten. Wenn du gerne Mathe machst, dann reicht das bestimmt als Nebenfach und es gibt auch noch andere Studienformen (FH, BA,..), in denen es Studiengänge mit einem sehr hohen Matheanteil gibt, die hinterher aber für die Wirtschaft interessanter sind.
 
Also erstmal eines: Wie viele Punkte man im Abi in Mathe hatte, ist vollkommen irrelevant. Man muss vielmehr großes Potential im Bereich Logik mitbringen (aus der einen Sache eine andere schließen, etc.) und natürlich Interesse an den Hintergründen der Mathematik haben.

Wie wärs mit Wirtschaftsmathematik? Da hast du die volle Breitseite Mathe-Theorie, gewürzt mit Informatik und BWL. Das mach ich und ich muss sagen, das ist ne recht interessante Mischung, weil die Fächer ja auch teilweise aufeinander aufbauen :)
 
Du kannst Informatik machen, da brauchst du auch eine Menge Logik und Mathematik. Außerdem bekommst du später auf jeden Fall einen Job.
 
Ich habe aber gehört, dass man für Informatik eine Menge Vorkentnisse braucht. Und davon besitze ich nicht viele.
Vielen Dank erstmal, für die schnellen Rückmeldungen. =)
 
So wie sich das anhört, wärst du bei unseren Wirtschaftsmathematikern gut aufgehoben

Studiere selber an der FH Remagen (liegt zwischen Bonn und Koblenz ;) ) Mathematik (mittlerweile auf Master, das Diplom in Biomathematik habsch schon... Hab nicht das gefunden, was ich wollte). Da gibt's halt Biomathematik und Wirtschaftsmathematik (ist auch z.B. viel Versicherungsmathe bei)... Der Master-Studiengang führt die beiden getrennten Studiengänge dann wieder zusammen

Also, als Wirtschaftsmathematiker kommt man eigentlich sehr gut unter (hab ich von den anderen gehört)
 
Ich habe aber gehört, dass man für Informatik eine Menge Vorkentnisse braucht. Und davon besitze ich nicht viele.
Vielen Dank erstmal, für die schnellen Rückmeldungen. =)

Vorkenntnisse können ganz nützlich sein, sind aber nicht erforderlich. Der Stoff, der in einem Informatikleistungskurs in 2 Jahren durchgenommen wird, wird an der Uni in 6 Wochen durchgeheizt. Egal, mit welchen Vorkenntnissen du ankommst, nach 1-2 Semestern sind alle auf dem gleichen Level.
 
also ich studiere gerade 1.semester wirtschaftsmathematik....

berufschancen sind echt verdammt gut aber leider kann ich noch ned viel an erfharung sagen. in 4 wochen sind die ersten scheine die errungen werden müssen.

Das mathe find ich etwas sehr nervig zur Zeit, hats mir in der Schule doch viel besser gefallen. in der Vorlesung ist es echt was total anderes. Aber wenn mathe würde ich auch sagen, für dich Richtung Wirtschaftsmathe.

Am Besten gehst eh zum Studienberater :)
 
also bei nen Mathestudium ist das Abi total egal! Die Leistungen in der Schulmathematik sollten für jemanden, der Mathematik studiert, langweilig sein :)
Wichtig ist beim Mathestudium, dass es einen wirklich interessiert und man sich dahinter setzen kann! Es ist recht trocken und theoretisch, ja... aber wer da durch kommt, und das auch noch gut, bekommt einen Job.
Die Leute werden dann auch gesucht!
Wer allerdings das Studium halbherzig machen will, also "nur" um zu studieren, ist da total fehl am Platze!
Was das Nebenfach betrifft: Also ich studiere Technomathematik, und muss da sagen, dass das Nebenfach zwar existiert, es ist auch nicht total egal, aber wesentlich ist die Mathematik als solches, das mathematisch-abstrakte Denken. Im Beruf musst dich später eh in die Materie deines Arbeitgebers neu einarbeiten, so ähnlich kann man das Nebenfach betrachten: man arbeitet sich in nicht-mathematische Bereiche ein...
Genauso noch ein kleiner Tip was Wirtschaftsmathematik betrifft:
Hier ist es so, dass Wirtschaftsmathematiker BWL und VWL fast vollständig mit machen müssen, was extrem aufwendig ist. Wenn du dir jetzt aber sagst, eines davon interessiert dich weniger, dann mach lieber reine Mathematik und als NF BWL bzw. VWL. im Beruf wird es dann nur noch halb interessieren ob du Wirtschaftsmathe oder reine Mathematik studiert hast.
 
Wie wärs mit Wirtschaftsmathematik? Da hast du die volle Breitseite Mathe-Theorie, gewürzt mit Informatik und BWL. Das mach ich und ich muss sagen, das ist ne recht interessante Mischung, weil die Fächer ja auch teilweise aufeinander aufbauen :)
Wo studierst du ? unsere WiMA's haben eher die volle Breite der VWL und BWL.. Informatik eher nebenbei...
 
Wo studierst du ? unsere WiMA's haben eher die volle Breite der VWL und BWL.. Informatik eher nebenbei...


Im schönen Ulm (der Geburtsstadt von Wima, wenn man der Uni glaubt ;-) ). Bin im ersten Semester (auf Diplom, und ich bin heilfroh da noch ins letzte Diplom-Semester reingekommen zu sein). Info läuft so nebenher, ist eben nur ne Einführung, aber wenn ich mir allein die Wochenstunden anguck, ist BWL klar von Mathe geschlagen ;) 4 SWS Analysis, 4 SWS Lienare Algebra, und halt Übungen und Tutorien nochmal so lange, dagegen BWL nur 1 1/2 SWS (vom letzteren ungefähr die Hälfte von mir besucht ;D ). Wir haben hier die selben Mathevorlesungen wie die "reinen" Mathematiker (wobei die ja auch noch ihr Nebenfach haben). Im Grundstudium ist das von den Vorraussetzungen fürs Vordiplom glaub auch alles das gleiche, von den Mathe-Scheinen her. Also grundsätzlich sollte man schon vollkommen an Mathe interessiert sein, es ist und bleibt ein Mathestudium, nur dass einem Info und BWL doch so ein bisschen den Realitätsbezug von manchen Sachen aufzeigen ;)

Sind aber erstaunlich viele Wimas hier :)