News Laut von der Leyen muss Staat Rechte der Eltern einschränken können

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25 April 2006
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[N] Laut von der Leyen muss Staat Rechte der Eltern einschränken können

Folgende News wurde am 24.12.2007 um 00:43:04 Uhr veröffentlicht:
Laut von der Leyen muss Staat Rechte der Eltern einschränken können
DPA-News

Berlin (dpa) - Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich vor dem Hintergrund zahlreicher Fälle von Kindesmisshandlung dafür ausgesprochen, die Rechte von Eltern einzuschränken. Der «Bild»-Zeitung sagte von der Leyen: «Das Recht der Eltern kann nicht so weit gehen, dass die Kinder bitter leiden oder sogar sterben. » Wenn Eltern ihre Kinder misshandeln oder vernachlässigten, dann müsse der Staat einschreiten. Sie fügte hinzu: «Wir werden dafür sorgen, dass die Familiengerichte künftig schneller eingreifen können.
 
So schleichend kommt es, und alle merken es erst, wenn es zu spät ist! Es kommt noch soweit, das der Staat entscheiden kann ob die Frau aus dem Kreisaal, ihr Kind mit nach Hause nehmen darf oder nicht! In wievielen Heimen, wo die Kinder sicher sein sollten !! kommt es zu sexuellen übergriffen der "Erzieher" ? Die Eltern sind in der minderheit, was das vernachlässigen oder missbrauchen angeht - Lasst euch eure Kinder nicht wegnehmen!
Lieber sollten sich unsere Politiker darum kümmern, dass die Gefangenen nicht mehr so einfach "entlassen" werden, weil sie für "geheilt" erklärt worden sind!

Es ist so, das wir sowieso schon die totale Überwachung haben (Handy, Telefon, Computer, Kartenzahlung etc.) -ABER wenn man denen jetzt schon die entscheidung überlässt (und es wird so kommen) wer gut oder schlecht für das eigene Kind ist, dann ist alles zu Spät!
Und alles unter dem Deckmantel - SICHERHEIT -

Es werden sicherlich Antworten kommen wie - Du leidest an Verfolgungswahn, oder - Du und deine Verschwörungstheorie - aber ich bitte euch einfach nur mal, die Augen und Ohren auf zu machen und wirklich mal versuchen hinter die Kulissen zu schauen.

Wenn wir jetzt nichts unternehmen sind wir denen da oben total ausgeliefert!!!

[edit by darkkurt : kein Reno-geheule in den Threads!]
 
Zuletzt bearbeitet:
[...] Wenn wir jetzt nichts unternehmen sind wir denen da oben total ausgeliefert!!!
Sag mal, hast Du Dich eigentlich auch zu Wort gemeldet, als es um die anderen Themen ging, dass der Staat in die Privatsphäre der Menschen eingreift? Oder jetzt erst, seit es Dir ans Leder gehen könnte? Ist übrigends nicht provokativ zu verstehen, ist eine ernst gemeinte Frage. Denn die meisten werden erst wach, wenn es ihre persönlichen Dinge betrifft.

Was das Thema selbst angeht: Das ist doch in Deutschland schon seit Jahren Gang und Gäbe. Ich habe sehr viele junge Mütter in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Von Bilderbucheltern bis hin zu zu Frauen, die ich am liebsten persönlich zwangssterilisieren würde. Aber in allen Fällen haben sie schon mindestens ein Mal Bekanntschaft mit der Institution "Jugendamt" gemacht.

Eine der Frauen hat ihre beiden Kinder (1 und 2 Jahre) fast verhungern lassen, weil sie sich in der Disco von Freitag bis Sonntag vergnügen wollte. Sie hat in das Laufgitter eine Tüte Chips und ein Sixpack Bier gestellt (ohne Flaschenöffner) und ist los gezogen. Sonntag morgen hat die Polizei die Tür aufgebrochen, weil die Nachbarn das Schreien der Kinder nicht mehr ertragen konnten. Beide Kinder wurden ihr weg genommen, jetzt hat sie 3 neue bekommen und das Jugendamt kommt alle 3 bis 6 Monate vorbei, um "nach dem Rechten zu schauen".

Eine langjährige Freundin von mir hat in der Straße einige Neider. Alleinerziehende Mutter von 3 Kindern und kann sich trotzdem so einiges leisten. Deshalb hat sie wohl jemand (oder mehrere) öfters beim Jugendamt angeschwärzt, weswegen sie regelmäßig Besuch von denen bekam. Zuletzt haben sie bei ihr kritisiert, dass sie zu streng mit ihren Kindern umgehen würde und sie wurde einige Wochen von Mitarbeitern des Jugendamtes begleitet, um "richtige Erziehung" zu lernen. Ihre Kinder sind wie aus dem Bilderbuch, weder eingeschüchtert, noch sonst was. Die 3 würde ich selbst am liebsten adoptieren.

So viel dazu. Bevor der Staat auf solche dämlichen Ideen kommt, sollte man die Struktur des Jugendamtes überdenken. Aber die Politiker nutzen natürlich den aktuellen Medienhype (hier und da mal ein Kind tot oder verwahrlost aufgefunden etc.) um derart wahnwitzigen Ideen realisieren zu wollen. Schuld ist doch wie immer der Bürger selbst, der treu wie ein Schaf der Herde folgt und sich von den Medien führen lässt. Politik macht heute doch nicht der Politiker, sondern der Redakteur.

Aber wenn es eine Unterschriftensammlung zu diesem Thema gibt, die Du kennst, mache ich gern mit. Allerdings ist diese Idee längst nicht die erste, über die ich den Kopf schüttle und mit Sicherheit auch nicht die letzte ;)

Gruß,
Photon
 
Sag mal, hast Du Dich eigentlich auch zu Wort gemeldet, als es um die anderen Themen ging, dass der Staat in die Privatsphäre der Menschen eingreift? Oder jetzt erst, seit es Dir ans Leder gehen könnte?

Oh ja, ich "kämpfe" schon lange (Jahre) dagegen an, nicht erst seit "gestern" :)

Was das Thema selbst angeht: Das ist doch in Deutschland schon seit Jahren Gang und Gäbe. Ich habe sehr viele junge Mütter in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Von Bilderbucheltern bis hin zu zu Frauen, die ich am liebsten persönlich zwangssterilisieren würde. Aber in allen Fällen haben sie schon mindestens ein Mal Bekanntschaft mit der Institution "Jugendamt" gemacht.

Ich habe auch sehr viele Bekannte, worüber ich gedacht habe, das deren Kinder sicherlich nicht gut bei denen aufgehoben sind!
Aber ich würde es ebenso dem Jugendamt ankreiden, das diese Frauen "allein" gelassen wurden!


So viel dazu. Bevor der Staat auf solche dämlichen Ideen kommt, sollte man die Struktur des Jugendamtes überdenken. Aber die Politiker nutzen natürlich den aktuellen Medienhype (hier und da mal ein Kind tot oder verwahrlost aufgefunden etc.) um derart wahnwitzigen Ideen realisieren zu wollen. Schuld ist doch wie immer der Bürger selbst, der treu wie ein Schaf der Herde folgt und sich von den Medien führen lässt. Politik macht heute doch nicht der Politiker, sondern der Redakteur.

Den Medien wird "vorgesagt" - was sie zu Berichten haben!!
Der "Staat" hat auch da seine Finger im Spiel und passt ganz genau auf, was berichtet wird!

Aber wenn es eine Unterschriftensammlung zu diesem Thema gibt, die Du kennst, mache ich gern mit. Allerdings ist diese Idee längst nicht die erste, über die ich den Kopf schüttle und mit Sicherheit auch nicht die letzte ;)

Gruß,
Photon

Leider noch nicht, aber ich arbeite daran!
Und den Kopfschütteln tu ich schon lange, leider wird man oft als "spinner" hingestellt, wenn man versucht mit jemandem zu Reden, der NUR den Medien glaubt - die jeden "vergiften" mit ihren Aussagen - und es merkt keiner - oder sehr wenige :(

lg vevi
 
Ich finde die Beschwerde von Vevi etwas bigott, aber sie zeigt die ambivalenz des Problems: Jedes mal, wenn mißhandelte oder Tote Kinder und Babies auftauchen, sitzt der Schock tief.

Sowas darf nicht passieren, sowas muss verhindert werden, darin sind sich alle einig! Aber wie soll das vonstatten gehen? Seid ihr nciht der Meinung, dass ein Kind wie Kevin früher seinen Eltern hätte weggenommen werden sollen? HÄTTE DAS SEINEN TOD NICHT VERHINDERT?

Natürlich Darf daraus keine Willkür folgen, aber ich frage dich, vevi: wie soll man Mißhandlungen oder Tötungen von Kindern sonst verhindern?
 
[...]
Den Medien wird "vorgesagt" - was sie zu Berichten haben!!
Der "Staat" hat auch da seine Finger im Spiel und passt ganz genau auf, was berichtet wird!
Das war in der DDR so. Heute bei weitem nicht mehr. Heute würde der deutsche Politiker nur zu gern das eine oder andere unter den Tisch fallen lassen, was die Medien publik machen.

Leider kann man den Medien andererseits auch nicht abgewöhnen, Panik zu verbreiten. Das heißt, man kann es schon: Einfach nicht mehr die Zeitungen kaufen, die einen reißerischen Titel führen. Aber da kommt die Sensationsgier der Menschen wieder durch: "Was, wo, wieviele Tote?" - "Verwahrlostes Kind aufgefunden, ganz in meiner Nähe? Mal lesen, ob ich die Eltern kenne. Und wenn, dann wusste ich schon immer, dass da was nicht stimmt!"

Das Problem ist aus meiner Sicht, dass heute schon massenhaft Fehlentscheidungen getroffen werden, wenn es um die Vormundschaft geht. Und das soll nun auch noch forciert werden, in dem man es beschleunigt und vereinfacht. Da sind Katastrophen vorprogrammiert. Deshalb glaube ich auch nicht, dass es sich so leicht realisieren lässt. Aber vorbeugen ist besser als nachsehen und deshalb würde ich mich auch einer Unterschriftensammlung beteiligen. Man muss das Übel halt an der Wurzel packen ;)

Gruß,
Photon
 
Ich finde die Beschwerde von Vevi etwas bigott, aber sie zeigt die ambivalenz des Problems: Jedes mal, wenn mißhandelte oder Tote Kinder und Babies auftauchen, sitzt der Schock tief.

Sowas darf nicht passieren, sowas muss verhindert werden, darin sind sich alle einig! Aber wie soll das vonstatten gehen? Seid ihr nciht der Meinung, dass ein Kind wie Kevin früher seinen Eltern hätte weggenommen werden sollen? HÄTTE DAS SEINEN TOD NICHT VERHINDERT?

Natürlich Darf daraus keine Willkür folgen, aber ich frage dich, vevi: wie soll man Mißhandlungen oder Tötungen von Kindern sonst verhindern?


1) Ich bin sicher nicht scheinheilig, oder heuchel etwas daher! Ich setze mich schon lange mit dem Thema auseinander und mache mir meine Gedanken!

2)
Es gibt sicherlich kein Grundrezept, das die Eltern nicht mehr zu Tätern werden!
Aber man darf auch nicht zulassen, dass der Staat die Kontrolle übernimmt!
Gefrei dem Motto: Wenn ich nicht weiter weiß, soll der Staat die verantwortung übernehmen.
Es hätte schon viel eher etwas passieren müssen, es darf nicht sein, das man mit seinen Problemen allein gelassen wird.
Hilfe in anspruch nehmen, ja - dem Staat die Kontrolle überlassen - NEIN !
Diese Diskussion kommt viel zu spät - jetzt sitzt man in einer Gasse, aus der man sehr schwer wieder rauskommt.
Weil man sich schon viel zu viel gefallen lassen hat.
Das war ein schleichender Prozess und viele haben die Augen verschlossen - weil alles unter dem "Deckmantel" Sicherheit - verkauft - wird"
Wenige haben sich Gedanken gemacht und "geglaubt" was die Medien einem vorgaukeln.
Aber wenn wir jetzt nicht anfangen darüber nachzudenken- und uns überlegen wir wir vorgehen können, wann dann??
Und das sollte öffentlich passieren, nicht zu Hause im stillen Kömmerlein grübeln, schimpfen - und am nächsten Tag so weitermachen als wäre nichts passiert!
So ändert man nichts -
Viele Diskussionen bringen viele Ideen!
Nicht darüber Reden heisst auch, sich zu verschliessen und alles so hinzunehmen!
Immer wird gesagt: "Man kann ja eh nichts machen - die da oben machen eh, was sie wollen.
Und das ist Stillstand!
 
Naja konzeptlos maulen ist hier auch sicher nicht der richtige Weg :ugly:
Ich denke, wir Deutschen werden immer mehr in unserer Freiheit eingeschränkt unter dem Deckmantel der Sicherheit. Da hast Du Recht, Vevi. Und diese Aussage unserer Ministerin ist auch nur rein populistische Politik, um zu zeigen, dass man handeln kann. Aber, es stimmt tatsächlich, dass etwas unternommen werden muss. Nachbarn, die es nicht bemerken, wie Kinder verderben? Das gibt es kaum. Die meisten Nachbarn schweigen einfach! Hierzu habe ich selbst schon Erfahrungen gesammelt.
Ich habe viele ideen, wie man diesen Misstand beheben könnte, eine teurer als die Andere ;)
Aber ich denke, es ist zumindest einmal wichtig, dass regelmäßig nachgeschaut wird, ob das Kind gesund ist. Das ist keine generelle Verdächtigung aller Eltern, sondern es ist eine Vorbeugemaßnahme! Viele Eltern erkennen es nicht, wenn die Kinder irgendeinen Mangel haben und deshalb ist dies unerlässlich, da es genug Eltern gibt, die keinen Grund darin sehen, ihr Kind untersuchen zu lassen.
Durch eine regelmäßige Untersuchung kann man also zumindest einen Großteil der vorgekommenen Fälle verhindern und hier finde ich eine Einschränkung der Rechte auch sinnvoll, Abhörungsmaßnahmen und Vorratsdatenspeicherung sind ein anderes Thema ;)
 
[...]Durch eine regelmäßige Untersuchung kann man also zumindest einen Großteil der vorgekommenen Fälle verhindern und hier finde ich eine Einschränkung der Rechte auch sinnvoll [...]
Was mich zu der Frage als kinderloser Single führt und ich heute niemanden deswegen telefonisch belästigen will: Gibt es denn diese Reihenuntersuchungen an Schulen nicht, wie es sie einst in der DDR gab? (Zwangs)impfungen? Zahnärztliche Kontrollen? Vielleicht auch an KiTas?

Dann würde man zumindest Mangelerscheinungen früh erkennen und welche Kinder regelmäßig "die Treppe runter fallen". Auch auffälliges Verhalten wäre frühzeitig erkennbar. Zum einen die Kinder, die sehr eingeschüchtert wirken und zum anderen die aggressiven Kinder, die alles und jeden verprügeln (wollen).

Gruß,
Photon
 
Es ist doch so: Es hat immer diese verschuldeten Todesfälle bei Kleinkindern gegeben und es wird sie auch weiter geben. Der Staat möchte sich jetzt mehr in die Familien einmischen, weil er meint, dadurch etwas ändern zu können. Aber auch damit werden solche Fälle nicht verhindert.

Verhindert werden kann es nur durch lückenlose Überwachung. Und die will erstens niemand und zweitens will sie niemand bezahlen. Drittens wäre das Geld für die Überwachung viel sinnvoller in einer vernünftigen Kinderbetreuung aufgehoben denn in einer Elternüberwachung.

Es gibt doch schon Lösungsansätze, die man nur mal konsequent verfolgen sollte. Dazu gehören Pflichtuntersuchungen bei Kinderärzten. Die sind medizinisch sinnvoll und bei diesen Terminen kann sich direkt ein Fachmann (nämlich ein Kinderarzt) ein Bild von dem Kind machen und Auffälligkeiten melden.

Weiter muss es viel mehr Betreuungsangebote geben. Bei uns in Wuppertal gibt es speziell für Alleinerziehende, die meist unter deutlich höherem Stress stehen bei der Kindererziehung und allgemeinen Alltagsbewältigung nach einer Geburt, ein Begleitangebot von der Diakonie, aber auch von den Geburtshäusern (damit man nicht direkt an Kirche denkt). Dort kann man die Kinder mal stundenweise betreuuen lassen. Ich weiß jetzt aus eigener Erfahrung, wieviel nach einer Geburt alleine an Behördenkram zu erledigen ist, was für ein Aufwand die Haushaltsführung ist, wenn man ein Nuegeborenes hat und wie anstrengend und stressig Nächte sind, wo man selber nur 2 Stunden schläft.

Viele dieser Todesfälle beruhen auf simpler Überforderung der Eltern, einige auch auf ganz einfacher Fehlpolung eines Elternteils. Dem Ersten kann man durch Hilfe und Unterstützung entgegenwirken, dem Zweiten wird man nie beikommen.

Der Staat sollte anfangen, seinen Pflichten als Staat nachzukommen, bevor er wieder den grossen Überwacher raushängen lässt. Wenn jedes Kind seinen gesetzlich zugesicherten Kindergartenplatz auch bekommt, wenn genügend Krippenplätze zur Verfügung stehen, wenn das Angebot für Eltern endlich der Nachfrage entsprechend ausgebaut ist, dann kann man daran gehen, die letzten, lernresistenten oder schlicht abgestumpften Eltern zu zwingen, sich um ihre Kinder zu kümmern.

Was nützt es, wenn einmal die Woche ein Mitarbeiter vom Jugendamt vorbeikommt? Ein Baby verdurstet innerhalb von 48 Stunden, wenn man es nicht füttert. Da nützt keine Überwachung etwas.

Marty
 
Es hätte schon viel eher etwas passieren müssen, es darf nicht sein, das man mit seinen Problemen allein gelassen wird.

Weißt Du eigentlich, was Du willst?

"Es hätte schon viel früher was geschehen müssen." vs. "Lasst euch eure Kinder nicht wegnehmen!"

Einerseits die Persönlichkeit des Kindes über alles stellen, andererseits rumkrakehlen wenn es tote Kinder gibt.

Als ob der Staat Schuld wäre, dass manche zu blöd sind, nen Gummi zu nutzen, oder rechtzeitig mitzubekommen, wann sie das Kind überfordert.

Es gibt mehr als genug soziale Dienste, an die sich Eltern wenden können.

gruss kelle, der nen bock-schein einführen würde!
 
Als ob der Staat Schuld wäre, dass manche zu blöd sind, nen Gummi zu nutzen, oder rechtzeitig mitzubekommen, wann sie das Kind überfordert.

Es gibt mehr als genug soziale Dienste, an die sich Eltern wenden können.

Es gibt aber auch genug Fälle, wo man sich sicher war, ein Kind bekommen zu wollen, aber dann nicht mehr klarkommt, weil sich das Leben total ändert. Und rechtzeitig mitbekommen, das man überfordert ist? Wann ist ein Alkoholiker bereit einzugestehen, das er einer ist?
Soziale Dienste? Das hab ich selbst schon durch, wenn auch aus anderem Grund, ich habe Hilfe gesucht und es war dringend, einen Termin habe ich in 3 Monaten bekommen, weil auch andere Hilfe brauchten und vorher auf der Liste standen. Das kann nicht sein!!
Einerseits werden die Gelder gekürzt, andererseits sollen die sozialen Dienste sofort handeln.
Ich will jetzt nicht schon wieder die DDR hervorloben, sicher, da ist auch vieles falsch gelaufen, aber musste eine Mutter die ersten Jahre zur Untersuchung ob dem Kind was fehlt. Wenn es das erste Kind ist kann man eine Entwicklung sowieso nicht genau selber einschätzen , ob sie normal verläuft. Ich persönlich bin für einen Vorsorgeuntersuchungszwang, der schadet keinem und man ist selber beruhigter. Wie gesagt, ich rede jetzt nur von der Vorsorgeuntersuchung.
Fact ist aber eins, diese Vorfälle werden nur dazu genutzt um sich ins bessere Rampenlicht zustellen, weil man mitbekommen hat, das es ein gutes Thema ist um nochmehr ins Rampenlicht zukommen oder weshalb hat sogar der Papst in seiner Weihnachtsansprache davon gesprochen?!
 
Wann ist ein Alkoholiker bereit einzugestehen, das er einer ist?

Du willst doch nicht wirklich nen Alki mit ein/zwei überforderten Personen gleichsetzen.

Sicher, klar, sich nen Kind zu wünschen und sich darauf einszustellen ist wichtig, nur ist doch klar, dass man nicht jeden Faktor vorausplanen kann.

Nur zählt doch dann als erste Hilfe Instanz die Familie.
Als zweite Instanz sehe ich den Freundeskreis der Eltern.
Und dann kan man mal so langsam mit dem Staat anfangen.

Zweifelsohne ist ne jährliche Vorsorgeuntersuchung zielführend.
Aber auch nur bedingt, da man dort nur (kontinuierliche) Vernachlässigung und Misshandlung feststellen kann.

Nur nehmen wir doch mal den ganz konkreten Fall hier um die Ecke.
Da setzt sich die Mutter den goldenen Schuss und das Kind verhungert neben Ihr.
Da hilft Vorsorge gar nix.
Oder die drei toten Kinder von Weihnachten.

Einerseits werden die Gelder gekürzt, andererseits sollen die sozialen Dienste sofort handeln.

Also für mich wäre der nächste Priester in so einer Situation Ansprechpartner Nummer 1.
Da geht es nämlich auch ohne Terminabsprache.

gruss kelle!
 
nein, ich will nicht nen Alkoholiker mit überforderten Eltern gleichsetzen, ich will nur die menschlichen Züge aufzeigen, bis man es sich eingesteht, das man überfordert ist kann es auch für das Kind zu spät sein.
Ich gebe dir recht, in erster Linie sollte Familie und Freundes/Bekanntenkreis da sein. Nur bleiben wir mal bei deinem geschilderten Fall: Was wenn Familie und andere da nicht mehr helfen können, weil die Mutter nicht zu ihrer Sucht steht, wegnehmen dürfen sie ihr das Kind nicht, sie können kämpfen, aber letztendlich darf nur der Staat ihr das Kind nehmen, ansonsten kann sie in einem klaren Moment auf Kindesentführung klagen und würde leider sogar recht bekommen.
Was wenn auch Familie und Freunde mit der Situation überfordert sind, weil die durch außerhalb entstanden ist und man selbst schon alles versucht hat um es zu bessern, aber ohne Erfolg und man dann versucht Hilfe zu bekommen, aber keiner Zeit hat weil es soviele missstände und zuwenig Ansprechpartner gibt.


Gruß setto
 
Zitat von Photon:
Gibt es denn diese Reihenuntersuchungen an Schulen nicht, wie es sie einst in der DDR gab? (Zwangs)impfungen? Zahnärztliche Kontrollen? Vielleicht auch an KiTas?

Um deine Frage mal zu beantworten: Nein, gibt es nicht. Zumindest sind sämtliche Vorsorgeuntersuchungen U1-U9 (noch) nicht zwingend.

Bei den Vorsorgeuntersuchungen würde ich schon mal anfangen. Die sind für jedes Kind kostenlos, warum wird nicht kontrolliert, ob Eltern dies wahrnehmen? Absolut unverständlich. Dazu kommt das es lediglich 9 Untersuchungen sind, davon 6 im ersten Lebensjahr eines Kindes. Die nächsten 3 sind verteilt bis das Kind 5 ist, und danach ist Schluß. Auch ein Kindergarten kann erst eingreifen, wenn das Kind diesen auch besucht, viele der Kinder die vernachlässigt werden, gehen ja erst gar nicht in eine Kita. Ist ja auch keine Pflicht, geschweige denn dass es zu wenig Plätze gibt.
Im Grunde leben Kinder vor ihrem 6. Geburtstag in einem staatlich überhaupt nicht kontrollierten Raum, soviel mal zu Vevi und ihrer staatlichen Kontrolle.

Ich bin sicher nicht dafür die Rechte der Eltern einzuschränken, eher sollte man den Eltern mal ihre Pflicht klarmachen und wenn nötig auch kontrollieren. Ich persönlich habe kein Problem damit, dass die Vorsorgeuntersuchungen meines Sohnes kontrolliert werden, wenn dadurch auf eklatante Missstände in anderen Familien aufmerksam gemacht werden kann.

Auch impfen lassen muss keine Mutter ihr Kind, wenn sie es nicht möchte und denkt, dass Windpocken-Partys was ganz tolles sind.

Ich denke Marty hat es da schon auf den Punkt gebracht, Betreuungsangebote aufstocken, außerstaatliche Hilfen wie Karitas oder Diakonie sind ebenfalls super Angebote. Am besten jeder Mutter schon im Krankenhaus n Infozettel der Karitas oder Diakonie in die Hand drücken.

Ich weiß noch wie es mir ging, als ich meinen Sohn bekam.
21 Jahre alt, jung, schön...erfolglos...und ohne Mann. Die Karitas gab mir damals 1000 DM für die Kinderzimmerausstattung (die sie irgendwann mal doppelt und dreifach zurückbekommt, habe ich mir geschworen).
Einen Kindergartenplatz für meinen 2-jährigen Sohn zu bekommen, war wie Ostereiersuchen an Weihnachten, das Arbeitsamt fand ja sowieso ich solle mal schön zu Hause bleiben bis mein Sohn 6 ist, Ausbildung, Abitur und Studium schafft man ja eh nicht mit Kind, warum denn dann rechtschaffenen Arzt- und Anwaltsgattinen den Kita-Platz wegnehmen?

Ob alleinerziehend oder nicht, Eltern haben Rechte und Pflichten, und in der Ausübung beider sollte der Staat als Netzwerk (Kita, Ärzte, Schulen) die Eltern unterstützen, und nicht erst anfangen zu jammern, wenn mal was passiert.

Errinert sich hier einer noch an die "Unterschicht"-Diskussion? Schon damals war abzusehen, dass es doch im Endeffekt die Kinder trifft, wenn sich eine solche "Unterschicht" in einer Gesellschaft entwickelt und erweitert. Damals schon hätte man mit der Diskussion über Sicherheit der Kinder anfangen sollen, aber weitsichtig denken ist ja auch nicht jedermanns Sache.
 
Und das heißt genau!? :roll:

Ganz einfach:

Man hat mit dem Staat einen Pauschalschuldigen definiert.

Da eine staatliche Behörde nur in den seltensten Fällen eingreifen darf/muss, kann man den Behörden immer unterstellen, es gab zu wenig Angebote, so dass die armen armen Eltern sich an niemanden wenden konnten.

Egal was die Behörde anbietet.

Sieht man ja z.B. auch an den Babyklappen.
Nicht dass ich ein Fan von sowas bin, abertrotz dieser Existenz wird dem Staat immer noch Untätigkeit vorgeworfen.

gruss kelle!