Klammlose / Euro und das Glücksspiel

Teilzeitelf

Ein Teilzeitelf
ID: 90232
L
29 April 2006
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Hallo,

eine Sache die mich schon länger beschäftigt:

Beim Rückeinfordern von Losen aus nicht gezahlten Loseschulden gibts ja immer mehr Verfahren bei denen Loseschulden in Euro gezahlt werden müssen. Aus denen geht mehr oder weniger klar hervor das Lose einen Gegenwert in Euro haben.
Wenn ich jetzt schaue wieviel Millionen täglich auf Zocker Seiten durchgebracht werden und mir dann vor Augen halte das man das ja anscheinend in Euro umlegen kann frage ich mich wie legal diese Seiten sind.
Und noch dazu können auch problemlos Kinder mitzocken, im echten Leben ist das ja schließlich nicht ohne Grund verboten und mach braucht dort auch eine Erlaubnis um eine Slothalle aufzubauen.
Das Selbe gilt natürlich auch für Sportwetten auf Losebasis.

Von daher gehen mir zwei Fragen durch den Kopf:

1. Bewegen sich die Zock Seiten auf Losebasis im Bereich des illegalen Glückspiels ?
2. Gibt es irgendweine Change Kinder und Jugendliche von diesen Seiten vernzuhalten ?` (In meinen Augen gibts kaum eine bessere Möglichkeit den Grundstein für eine spätere Spielsucht zu legen)

Nunja mich würde mal interessieren was ihr darüber denkt.

Grüße,

TZE
 
Wenn jemand mir meine Lose nicht zurück zahlt muß ich sie mir wieder beschaffen.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten
-> ich stelle die ZEIT in Rechnung welch ich für das "erklicken" brauche
-> ich lege von vornherein einen "Wiederbeschaffungspreis" fest
 
Moin,

mal kurz zur Erklärung, ein Glücksspiel im Sinne wie du es beschreibst liegt nur vor wenn,

- ich den Usern Lose verkaufe und sie nachher wieder zurückkaufe, wie im richtigen Casino mit Jetons

- User gegen den Computer (Script) mit Euro spielen

um nur mal 2 Möglichkeiten zu nennen.
Wenn User auf Loseseiten sich Lose leihen gehen sie eine normale Kreditvereinbarung ein, die sie mit Auszahlung der Kreditsumme akzeptieren.
Sollten sie dann nicht zurückzahlen, wird nur die Kreditvereinbarung eingefordert.

Also Glücksspiel liegt hier nach deutschem Gesetz nicht vor.
 
Moin,

mal kurz zur Erklärung, ein Glücksspiel im Sinne wie du es beschreibst liegt nur vor wenn,

- ich den Usern Lose verkaufe und sie nachher wieder zurückkaufe, wie im richtigen Casino mit Jetons

Dann mal zu einem Diskussionspunkt :

Darf man als Zockseitenbesitzer die Einnahmen durch den Spielbetrieb verkaufen ?

Oder zählt das dann als Glücksspiel ?

Oder darf dann prinzipiell ein Zockseitenbesitzer keine Lose kaufen ?

Oder ist das nur so auf der Zockseite. Also dass man dort keine Lose anbieten / kaufen darf. Extern aber schon ?
 
Mir wurde es wie folgt erklärt:

Man darf als Webbie keinem User User Lose verkaufen damit er zocken kann und einen eventuellen Gewinn oder den Rest nach dem zocken nicht wieder zurückkaufen.
Also man darf es nicht so machen wie in jedem Casino gehandhabt wird. Reingehen, Jetons kaufen, zocken, Jetons wieder verkaufen, rausgehen.

Ein Webbie darf die Lose verkaufen und kann natürlich auch Lose kaufen. Nur darf dies nicht im Zusammenhang mit seiner Seite bzw. dem User stehen, wenn er bei ihm kauft und zockt.

Loseseiten mit Lose An- und Verkauf sind aber immer generell in einer gewissen Grauzone anzusiedeln. Hier sind die deutschen Gesetze teilweise auch etwas undurchsichtig.
 
Hm ok, das leuchtet soweit ein.

Aber wie schaut es aus mit Jugendschutz ? Ist das ok das man Kinder an die Slot Maschinen ran läßt ? (Unabhängig von der Frage ob es nun Kasino ähnlich ist oder nicht, wir wissen ja alle irgendwo das Lose einen gewissen Gegenwert haben und das Ziel ist ja auch klar beim Zocken Gewinn zu machen)
 
Mit dem Jugendschutz werden wir spätestens dann wissen, wenn besorgte Eltern einfach mal ihren Rechtsanwalt einschalten, weil ihre lieben Kleinen
über dröfundzweiundfuffzich Monate ihr Taschengeld in die Schuldentilgung
stecken:ugly:

Ich finde diese Frage jedenfalls sehr interessant.