Soziales Integration - Bremsen und Hindernisse für den Ausländer

Kelle schrieb:
Komm mal von dem Trip runter, dass 90% der Ausländer illegal sind bzw. illegale Sachen machen.

So, aber jetzt erklär mir mal folgendes:
Wie soll eine illegale Ausländerin ein Kind in Deutschland im Krankenhaus gebären können?
Wie soll eine illegale Familie ein Kind zum Kindergarten oder zur Schule anmelden können?
Wo kommt das Geld für eine illegale Familie her? Vom Staat kriegen sie ja nichts.

Aber ist ja alles egal, da Du den eigentlich Sinn des textes NICHT verstanden hast.

gruss kelle!

Das ist mir ja immer das liebste... Etwas zitieren und dann auf das falsche beziehen...:roll:
Ich habe in diesem Post auf eine andere Sache geantwortet... Aber Sachen aus dem Zusammenhang reißen, sich dann auch noch darüber echauffieren zeugt von besten Anstand und offenbart die Art zu diskutieren... (Linkspartei grüßt von linksaußen)...


Über Jahrhunderte hinweg haben Frauen Kinder nicht im Krankenhaus bekommen und trotzdem gibts die Menschheit noch...

Außerdem ging es ja bei meiner Ausführung gegen die Forderung, dass in Deutschland geborende Kinder automatisch Deutsche werden...

Dann erübrigen sich auch deine obigen Fragen , da sie ja dann nicht mehr illegal wären... Womit der Staat zahlungspflichtig wäre (nur ein Beispiel)...

So schließt sich der Kreis... Mit diesen Fragen beweist du nur mehr, dass es schlecht wäre, in Deutschland geborene Kinder automatisch die Staatsbürgerschaft zu geben...

Man sollte sich auch mal andere Länder betrachten... Warum wurde wohl in Irland genau ein solches Gesetz abgeschafft?? Bestimmt nicht, weil es damit zu viele positive Erfahrungen gegeben hat...
 
phip schrieb:
Naja, es stimmt schon dass die meisten nicht illegal sind...
Ist ja schon mal ein Fortschritt, dass Du wenigstens das einsiehst.
phip schrieb:
Aber es stimmt auch, dass sehr viele nur geduldet sind bzw. ihre Aufenthaltsgenehmigung ständig erneuern müssen und nur auf Grund der Familienbindung nicht abgeschoben werden dürfen...
Tja, soll man deiner Meinung nach die Eltern abschieben und die Kinder hier behalten? Dazu kommt, das man nur Menschen abschiebt, wenn die Situatonen in ihren Heimatländern bereinigt sind.
phip schrieb:
Ich will mal ein Beispiel bringen:
Irgendeine Familie, zum Beispiel aus Serbien, ist aus politischen Gründen nach Deutschland gewandert... Die Kinder leben hier, gehen hier zur Schule und sind integriert...
Aber trotzdem sind sie keine Deutschen und hätten, sobald die Lage in der Heimat wieder stabiler ist, heimkehren müssen... Unverantwortlich handelt nicht der Staat, der diese Gesetze schon hatte, als die Familie nach Deutschland kam... Unverantwortlich handelt die Familie, die so lange in Deutschland geblieben ist, dass es ihren Kindern sehr schwer fallen wird in ihrer eigentlichen Heimat zu Recht zu finden...
Eine Abschiebung ist sowieso nur die allerletzte Möglichkeit für diejenigen, die sich weigern freiwillig wieder zu gehen...
Unverantlich von der Familie, das sie hier auch noch Kinder bekommen hat. Besonders weil die schon im Voraus wussten, wie lange es dauert, bis der Krieg endlich vorbei ist.
Irgendwelche Bindungen menschlicher Art, wird die Familie in ihrer Heimat, wenn sie lange genug hier waren, sicher nicht mehr haben. Die Kinder hatten nicht mal eine. Hier haben sie diese Bindungen aber, vorausgesetzt sie haben sich nicht abgekapselt.
Das Kriegsflüchtlinge aber kaum eine Chance haben, hier sesshaft zu werden, weil sie keine Arbeitserlaubnis bekommen, anderseits aber deren Kinder hier in die Schule gehen müssen, ist Schuld der Politik.
phip schrieb:
Man kann nunmal keine Einzelfallpolitik betreiben... Für jeden soll das gleiche gelten... Die Spielregeln sind für alle schon immer klar gewesen...
Wieso kann man das nicht? Bei einer etwaigen Einbürgerung wird doch auch individuell entschieden. Wieso bekommt dein Nachbar eine Baugenehmigung und Du 100 Meter weiter keine?
Immer und überall gibt es Einzelentscheidungen, weil die Menschen eben unterschiedlich sind.
phip schrieb:
Und: Die USA diskutiert doch gerade sehr hitzig, ob es nicht andere Gesetze geben sollte... Gerade die USA stellen doch ein Negativbeispiel in diesem Fall dar... Jedes Jahr wandern Hunderttausende Wirtschaftsflüchtlinge ein... Und dass so etwas zu sozialen Spannungen führt, die eigene kulturelle Identität verändert, ist wohl jedem klar...
Ob die USA eines der ältesten Gesetze abschaffen, oder ändern, welches jedem auf dem Boden der USA geborenen Menschen automatisch zum uneingeschränkten Bürger der USA macht, möchte ich doch sehr bezweifeln.
Das ist es aber worum es in diesem Thread geht.
Das man in den USA, genau wie hier auch, den weiteren Zuzug eindämmen will, ist ein ganz anderes Blatt.
phip schrieb:
Dass die Idee vom Melting Pot mit gewissen Volksgruppen nicht funktioniert, kann man ja auch derzeit in den Niederlanden sehen...
Da gilt es mal die echten Ursachen zu erforschen und nicht einfach stumpfsinnige Parolen nachzuplappern, oder ganze Volksgruppen zu verunglimpfen.
phip schrieb:
Außerdem: Versucht mal ein Visum für die USA zu bekommen, wenn ihr arbeitslos seid... Wird nicht allzu einfach sein... Ich glaube nicht, dass es erstrebenswert ist, Millionen Illegaler (wie in den USA) im Lande zu haben...
Kein Problem, Du brauchst nur jemanden der für dich bürgt. Das war aber schon immer so.
 
Was heißt hier Volksgruppen zu verunglimpfen? Wenn man nach Paris schaut, sieht man, dass fast jedes dritte Geschäft einem Chinesen gehört... Ich glaube Chinesen haben nicht völlig zu Unrecht den Ruf fleißig zu sein... die Sprache schnell zu lernen und insgesamt wirtschaftlichen Nutzen zu bringen...

Meiner Meinung nach fußen Vorurteile schon häufig auf wahren Kernen... Manche Kulturen passen meiner Meinung nach einfach nicht so gut zusammen... Ich glaube in Deutschland wird oft der Fehler begangen, dass man hofft, dass bei Respektierung der anderen Kultur auch die eigene Kultur respektiert wird...

Man sollte sich dann aber fragen, warum Organisationen wie die "Grauen Wölfe" in Deutschland Zulauf haben... Warum steht die Verneinung des Genozids an den Armeniern nicht unter Strafe...?

@Seelenquell:
Unter den Aborigines gibt es durchaus Häuptlinge (oder wie auch immer), die es als eine Tradition sehen, Kinder zu vergewaltigen... Ist das dann erlaubt, wenn es Teil einer Kultur ist? Den Kinder scheint es ja nichts auszumachen... (siehe deine Argumentation oben)
So verhält es sich meiner Meinung nach auch mit vielen Frauen in einigen islamischen Ländern... Sie haben einfach nicht die Macht aus eigener Kraft gegen patriachale Strukturen anzukämpfen und Veränderung herbeizuführen... Aber trotzdem sollte man nicht die eigenen christlichen bzw. westlichen Ideale über Bord werfen, nur um ja genug Verständnis für andere Kulturen aufzubringen!
 
phip schrieb:
Mit diesen Fragen beweist du nur mehr, dass es schlecht wäre, in Deutschland geborene Kinder automatisch die Staatsbürgerschaft zu geben...

Sag mal, willst Du es nicht kapieren?

Es geht nicht darum, hier in Deutschland geborenen Kindern fremder Abstammung die deutsche Staatsbürgerschaft zu verpassen.

Es geht darum, dass Kinder ausländischer Herkunft, die hier ordentliche Schulabschlüsse gemacht haben, beim Wunsch nach Einbürgerung keine extra Einbürgerungstests mehr machen müssen, da diese Ihre Kenntnisse über Land, Sprache und Kultur durch eben jenen Schulabschluss mehr als nur nachgewiesen haben.

Was ist daran so schwer zu verstehen?

gruss kelle!
 
Und ist es so schwer zu verstehen, dass ich der Meinung bin, dass wenn jemand nicht einmal bereit ist diesen bürokratischen Akt auf sich zu nehmen, anscheinend gar nicht so versessen auf die Staatsbürgerschaft ist? :roll:
 
phip schrieb:
Und ist es so schwer zu verstehen, dass ich der Meinung bin, dass wenn jemand nicht einmal bereit ist diesen bürokratischen Akt auf sich zu nehmen, anscheinend gar nicht so versessen auf die Staatsbürgerschaft ist? :roll:

Welcher bürokratische Akt?
Den Antrag stellen? Polizeiliches Führungszeugnis nachweisen? Geld bezahlen?
Müsste alles weiterhin passieren.

Was also reicht nicht?

Aber achso, ich habe vergessen:
Herzlich willkommen im Land der überbordenden Bürokratie!
Man sollte ja immer gleich den besten Eindruck bei den Gästen/Neuankömmlingen hinterlassen *g*

gruss kelle!
 
phip schrieb:
Was heißt hier Volksgruppen zu verunglimpfen? Wenn man nach Paris schaut, sieht man, dass fast jedes dritte Geschäft einem Chinesen gehört... Ich glaube Chinesen haben nicht völlig zu Unrecht den Ruf fleißig zu sein... die Sprache schnell zu lernen und insgesamt wirtschaftlichen Nutzen zu bringen...

Meiner Meinung nach fußen Vorurteile schon häufig auf wahren Kernen... Manche Kulturen passen meiner Meinung nach einfach nicht so gut zusammen... Ich glaube in Deutschland wird oft der Fehler begangen, dass man hofft, dass bei Respektierung der anderen Kultur auch die eigene Kultur respektiert wird...

Man sollte sich dann aber fragen, warum Organisationen wie die "Grauen Wölfe" in Deutschland Zulauf haben... Warum steht die Verneinung des Genozids an den Armeniern nicht unter Strafe...?

@Seelenquell:
Unter den Aborigines gibt es durchaus Häuptlinge (oder wie auch immer), die es als eine Tradition sehen, Kinder zu vergewaltigen... Ist das dann erlaubt, wenn es Teil einer Kultur ist? Den Kinder scheint es ja nichts auszumachen... (siehe deine Argumentation oben)
So verhält es sich meiner Meinung nach auch mit vielen Frauen in einigen islamischen Ländern... Sie haben einfach nicht die Macht aus eigener Kraft gegen patriachale Strukturen anzukämpfen und Veränderung herbeizuführen... Aber trotzdem sollte man nicht die eigenen christlichen bzw. westlichen Ideale über Bord werfen, nur um ja genug Verständnis für andere Kulturen aufzubringen!

Du hast ja Vieles auf dem Herzen... aber wenn du mal den ersten Beitrag liest, wirst du schnell merken, dass du das Thema verfehlt hast...

BTW. verschleiert sein wegen religiösen Hintergründen und vergewaltigt werden sind zwei ganz verschiedene Sachen, die man nicht gleichsetzen kann. Ein wenig Respekt vor Religion solltest du schon in eine Diskussion bringen...

In diesem Thread und in dem Artikel versucht man nur zu sagen, dass man Integration zwar möchte, jedoch dann voll integrierte Menschen durch dumme Tests und Bürokratie Scheiss sowie vielen Gebühren erniedrigt und bestraft, Barikaden in den Weg stellt. Das ist einfach ambivaltent.

P.S. Ich habe mal in deinem Profil rumgestöbert und deine Fotos gesehen. So richtig deutsch siehst du eigentlich nicht aus. Deine Vorfahren müssen von irgendwo gekommen sein. Italien vielleicht? Oder Österreich? (ernste Frage)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ist schon klar, dass einiges, was ich geschrieben habe am Thema weit vorbei geht... Aber vieles von dem, was ich geschrieben habe, sollte meine Meinung zu den Posts von anderen ausdrücken... Also, gar nicht so einfach stringent beim Thema zu bleiben, wenn andere auch dem Off-Topic-Vergnügen fröhnen... :mrgreen:
 
phip schrieb:
Was heißt hier Volksgruppen zu verunglimpfen? Wenn man nach Paris schaut, sieht man, dass fast jedes dritte Geschäft einem Chinesen gehört... Ich glaube Chinesen haben nicht völlig zu Unrecht den Ruf fleißig zu sein... die Sprache schnell zu lernen und insgesamt wirtschaftlichen Nutzen zu bringen...

Meiner Meinung nach fußen Vorurteile schon häufig auf wahren Kernen... Manche Kulturen passen meiner Meinung nach einfach nicht so gut zusammen... Ich glaube in Deutschland wird oft der Fehler begangen, dass man hofft, dass bei Respektierung der anderen Kultur auch die eigene Kultur respektiert wird...
Warum soll jemand jemanden oder dessen Kultur respektieren, der selber nicht respektiert wird?
Die Menschen sind irgendwann hergekommen und haben nichts als Ablehnung erfahren. Ablehnung erzeugt aber keineswegs Respekt, sondern im besten Falle Gleichgültigkeit im ungünstigsten Fall Hass.
phip schrieb:
Man sollte sich dann aber fragen, warum Organisationen wie die "Grauen Wölfe" in Deutschland Zulauf haben... Warum steht die Verneinung des Genozids an den Armeniern nicht unter Strafe...?
Vielleicht weil es zuviele Menschen wie dich gibt, die Ihre Vorurteile ala heilige Fahne hochhalten?
phip schrieb:
@Seelenquell:
Unter den Aborigines gibt es durchaus Häuptlinge (oder wie auch immer), die es als eine Tradition sehen, Kinder zu vergewaltigen... Ist das dann erlaubt, wenn es Teil einer Kultur ist? Den Kinder scheint es ja nichts auszumachen... (siehe deine Argumentation oben)
So verhält es sich meiner Meinung nach auch mit vielen Frauen in einigen islamischen Ländern... Sie haben einfach nicht die Macht aus eigener Kraft gegen patriachale Strukturen anzukämpfen und Veränderung herbeizuführen... Aber trotzdem sollte man nicht die eigenen christlichen bzw. westlichen Ideale über Bord werfen, nur um ja genug Verständnis für andere Kulturen aufzubringen!
Tut mir Leid, mit den gebräuchen der Aborigines kenne ich mich nicht aus.
Es ist aber ein prinzipieller Unterschied, ob ein Kind, oder ein anderer Mensch durch irgendwelche Traditionen, die man nur als barbarisch bezeichen kann, zu Schaden kommt. Oder ob es einfach gesellschaftliche Pflichten sind, die da praktiziert werden.
Eine christliche Nonne läuft bis auf den Gesichtsschleier auch nicht viel anders herum, als eine traditinell angezogene Muslime. Ich habe aber noch nie gehört, dass sich darüber jemand aufgeregt hätte, geschweige denn, das jemand eine andere Kleiderordnung haben wollte.
Warum nicht? Weil es Christen sind und keine Muslime?
Ob eine Nonne das angenehm findet im Sommer bei 35° in den schwarzen Klamotten herumzulaufen, bezweifle ich doch sehr stark. Sie nehmen es aber auf sich, weil sie etwas damit ausdrücken, oder zeigen wollen.
Warum soll man dieses Recht den muslimischen Frauen nehmen?
Nur weil Du und deinesgleichen etwas gegen Ausländer hast?
Ach ja. Wie ist das eigentlich bei einem Franzosen, oder Holländer?
Sollen die im Falle eines Einbürgerungswunsches auch diesen ominösen Test machen? Oder soll der nur für Menschen gelten, die schon rein optisch als Ausländer zu erkennen sind?
Ab der wievielten Generation ist man denn ein Deutscher?
Reicht da ein Stammbaum bis zum 30jährigen Krieg, oder muss es zurückgehen bis Alerich?
Was ist mit den Deutschen, die zwar einen makelosen Stammbaum bis zum Heiligen Römischen Reich haben, aber vor 100 Jahren nach Amerika oder Australien ausgewandert sind? Sind das auch noch Deutsche, oder meinst Du nichts das die sich inzwischen als Amerikaner, oder Australier fühlen.
Was ist mit den Deutschen, die auch heute noch in Namibia oder Südafrika leben? Alles noch Deutsche?
In den USA gibt es ganze Städte, oder das was die als Städte bezeichnen, die sind von ehemaligen Deutschen bevölkert. Mit deutscher Schule und allem drum und dran. Die feiern teilweise sogar noch Kaiser Wilhelms Geburtstag. Sind die integriert? Allerdings käme es keinem in den Sinn, diese Leute nicht als Amerikaner anzusehen. Komisch nicht? Oder sollte das daran liegen, das die Arisch sind?
Es gibt Menschen, die laufen mit ihrem patentierten Brett vorm Kopf herum und wollen nur das sehen, was ihnen gefällt. Das es auch Menschen ohne so ein Brett gibt, wird schlichtweg ignoriert.
 
SeelenQuell, volle Zustimmung zu Deinem Posting bis hier hin:

SeelenQuell schrieb:
[...]
Man fragt sich unweigerlich wie sich denn Intgrationwille darstellt?
Ist man erst dann intergrationswillig, wenn man seine ganze Kultur über den Haufen geworfen hat? Wenn sie ihren Glauben abgelegt haben und gute Christen geworden sind?
Bin selbst kein Christ, fühle mich eher zu den Asatruar hingezogen. Bin trotzdem voll integriert und so weiter. Aber vielleicht spielt da auch eine latente Angst vor "Schläfern" und der aus dem "heiligen Land" geschürte Stimmung gegen Christen eine Rolle?


SeelenQuell schrieb:
[...]
Integrieren heisst ja nicht assimilieren. Integration ist keine Einbahnstraße, Dazu gehören immer 2 Seiten. Warum ziehen denn Deutsche gleich scharenweise weg, wenn auch nur eine Ausländerfamilie in ihrer Nähe einzieht?
Die einfachste Möglichkeit: Nachfragen! Hab' ich gemacht, kenne nämlich einige, die deswegen weggezogen sind. Also um mal exakter zu werden: 5 Fälle, davon 3 Familie mit Kindern. Aber die Argumente waren stets zu 100% gleich: Erstens stieg die Kriminailtät spürbar an. Angefangen von Diebstählen (Fahrräder, Autos, ...) bis hin zu Einbrüchen, Überfällen, Drogen, Erpressungen und so weiter. Dann sanken die schulischen Leistungen der Kinder (jedenfalls bei 2 der 3 Familien mit aufgeführt) ins Bodenlose. Insgesamt sank die Wohnqualität erheblich, während die Miete stieg. Deckungsgleich war auch das Argument, dass man vor der ersten eingezogenen Ausländerfamilie eigentlich nie was gesehen oder gehört hat, aber je mehr es wurden, desto häufiger ist man mit deren Blagen aneinander geraten. Achso, nur der Vollständigkeit halber: 2 aus Neukölln, 1 aus Kreuzberg und 2 aus Schöneberg an der Grenze zu Charlottenburg (ehemalige Wohnbezirke).

SeelenQuell schrieb:
[...]
Sicherlich gibt es auch viele Versäumnisse in der Politik, die zu diesen Zuständen geführt haben.Genau so Schuld haben auch die vielen Menschen, die alles dazu getan haben, das diese Zustände erst entstanden sind. Die Menschen, die Heute vieleicht Nachbarn von einer türkischen Familie sein könnten und ihre Grillabende nicht nur mit Rind- oder Schweinefleisch, sondern auch mal mit Hammelfleisch machen würden.
[...]
Ja, na der Zug ist ja wohl schon seit Jahren und Jahrzehnten weg. Wie ich im alten Forum schon geschrieben habe: Tatsache ist und bleibt für micht, dass ich schon den einen oder anderen Türken meinen "Freund" nennen kann. Trotzdem habe ich persönlich mindestens 10 mal häufiger asoziales türkisches Gesocks erleben dürfen. Ich bin zwar weit davon entfernt, mich als Rassisten zu sehen, aber ich trete Türken und Arabern schon aufgrund meiner Erfahrungen wesentlich misstrauischer entgegen, als anderen.

Und so geht es auch den allermeisten aus meinem Freundeskreis. Sollte mich also auch nicht wundern, wenn es den meisten Deutschen so geht. Da hilft es auch nicht zu wissen, dass sich meine türkischen Freunde ihres landsmännischen Pöbels wegen schämen. Das zeigt mir nur, dass es auch viele andere gibt, bringt mich aber nicht von meinen Vorbehalten ab. Gebranntes Kind scheut nunmal das Feuer. Ob es zu einer "geselligen Zusammenkunft" im Rahmen einer "multikulturellen Grillveranstaltung" käme (so dann in meinem Haus irgendwann nochmal Türken sesshaft werden sollten), hinge in meinem Fall einzig und allein davon ab, welchen Eindruck ich von den Leute gewänne, wenn ich ihnen im Hausflur begegnete (ich liebe den Konjunktiv!). Aber wenn ich von den Leuten nix sähe und fortan nur mein Autoradio, Fahrrad oder sonstwas häufiger den Besitzer wechselte, dann stellte ich mir eine solche "Grillparty" sehr "problematisch" vor...

Gruß,
Photon
 
Meine Mutter erzählt mir, wie schön es damals gewesen ist, wenn sie aus der Türkei nach Deutschland kam. Sie war ganz jung, ein Kind und erinnert sich, wie nett die Deutschen waren und wie interessiert sie in meine Mutter waren. Meine Mutter erzählt mir von 99 %Deutschen Nachbarn, man fast jeden sah und auch auf der Straße hallo sagte, öfters zum Essen eingeladen wurde etc.

Nun sind meine Eltern nie umgezogen seit über 20 Jahren im selben Haus. Heute ist es ein Wunder, wenn man eine Deutsche Fmailie sieht, auf der Straße schauen die meisten Deutschen einen nicht ins Gesicht, weil sie zu viele Vorurteile haben etc.. Da muss also etwas falsch gewesen sein mit der Generation danach und als die Menschen hierherkamen, um den Ort wie Zuhause einzurichten...
 
HAM schrieb:
[...]
Nun sind meine Eltern nie umgezogen seit über 20 Jahren im selben Haus. Heute ist es ein Wunder, wenn man eine Deutsche Fmailie sieht, auf der Straße schauen die meisten Deutschen einen nicht ins Gesicht, weil sie zu viele Vorurteile haben etc.. Da muss also etwas falsch gewesen sein mit der Generation danach und als die Menschen hierherkamen, um den Ort wie Zuhause einzurichten...
Ich weiß ja nicht, wie Du Dich im Leben gibst. Wenn Du aber genauso auftrittst, wie hier im Forum, dann wäre ich für meinen Teil froh, wenn alle so wären.

Aber Du wirst zugestehen müssen, dass nicht alle so sind. Und bei weitem nicht alle. Leute wie Du müssen nun unter den Vorurteilen leben, die aufgrund des Benehmens anderer entstanden sind. Das tut mir weh, ärgert mich auch - ist aber auch nur menschlich. Vielleicht sollten sich die Türken selbst aktiver gegen die steigende Kriminalität ihrer Landsleute einsetzen (gibt ja die türkische Gemeinde). Ebenso die Araber, Russen etc. "Aufstand der Anständigen" gewissermaßen...

Gruß,
Photon
 
darkkurt schrieb:
Das kriegen ja noch nicht mal wir Deutschen hin - warum sollten es die anderen hinbekommen?
Nicht? Na ich weiß ja nicht...

Wie schon von mir geschrieben, ist Rechtsradikalismus in Deutschland immer und überall ein Thema. In der Politik, den Medien, der Musik, der Literatur - ach, einfach überall. Wann hast Du zuletzt gehört, dass sich beispielsweise die türkische Gemeinde gegen die von ihren Landsleuten zunehmende Gewalt ausgesprochen hat?

Wenn ich was von denen gehört habe, dann nur das, dass sie sich als Moslems vom Terrorismus anderer Muslime distanzieren. Na das wäre ja noch schöner, wenn sie diese Taten gutheißen würden! Aber sonst scheint man entweder dort das Thema Kriminalität nicht zu kennen oder zu ignorieren bzw. fehleinzuschätzen.

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Nicht? Na ich weiß ja nicht...

Wie schon von mir geschrieben, ist Rechtsradikalismus in Deutschland immer und überall ein Thema. In der Politik, den Medien, der Musik, der Literatur - ach, einfach überall. Wann hast Du zuletzt gehört, dass sich beispielsweise die türkische Gemeinde gegen die von ihren Landsleuten zunehmende Gewalt ausgesprochen hat?

Wenn ich was von denen gehört habe, dann nur das, dass sie sich als Moslems vom Terrorismus anderer Muslime distanzieren. Na das wäre ja noch schöner, wenn sie diese Taten gutheißen würden! Aber sonst scheint man entweder dort das Thema Kriminalität nicht zu kennen oder zu ignorieren bzw. fehleinzuschätzen.

Gruß,
Photon

Das ist aber jetzt nicht so ganz wahr. Sagen wir mal so, es gibt viele Aktivitäten, jedoch ist das Interesse der Medien nicht groß für solche Veranstaltungen. Im türkischen Theater (ein Platz in Berlin wo du fast nur anständige" Menschen triffst) haben wir viele Theaterstücke aufgeführt die solche Themen behandeln. Der Leiter des Theaters (Yekta Arman) hat jährlich drei Jugendgruppen voll mit "hoffnungslosen" und zum Teil "kriminellen" Türken. Mit diesen Menschen entwickelt er Theaterstücke (etwas was diese Kinder noch nie zuvor gesehen haben).

Er zeigt Ihnen die Welt von einer anderen Perspektive, diese Kinder sehen, wie Schauspieler, Dramaturgen, Theaterpädaogen so stark arbeiten. (Im Elternhaus gibt es ja nie jemanden der eine richtige Qualifikation außer Mechaniker etcn hat) Man könnte es fast schon als eine rhetorische Erfahrung bezeichnen die diese Kinder machen.

Dieser Leiter (Yekta Arman) tritt zur selben Zeit als ein zweiter Vater auf und gewinnt somit das volle Vertrauen der jungen Türken. Mit diesem Vertrauen kann er in Angelegenheiten eingreifen, wo Deutsche Sozialpädagogen garnicht erst reinkommen.

Nun haben wir auch fast monatlich eine Konferenz, die auch im RBB Multkulti ausgestrahlt wird. In dieser Konferenz lädt man besondere und erfolgreiche türkische Menschen ein. Diese halten Vorträge über ihr Leben, dann wird mit dem Publikum über besondere Themen debattiert. Sei es Probleme Ddutscher Menschen mit Türken, Defizite in der türkischen Kultur. etc.

Nun beobachte ich immer das Publikum und sehe nur eine Sicht von Türken im Publikum. Integrierte und erfolgreiche Menschen. Viele Intellektuelle und politisch aktive Menschen. Man findet keine Menschen aus der sozial unteren Schicht, es herrscht kein Interesse.

Man sieht leider auch nie Deutsche im Publikum und keine deutsche Zeitung berichtet über diese Veranstaltungen.

BTW: Nun kommen wir wieder vom Thema ab :)
 
Zuletzt bearbeitet:
HAM schrieb:
[...]
Man sieht leider auch nie Deutsche im Publikum und keine deutsche Zeitung berichtet über diese Veranstaltungen.
Naja, was ich von Medien halte, dürfte ja bekannt sein. Vielleicht müsste mal jemand auf der Bühne ins Koma fallen, dann berichten auch die Medien *gg*

Ansonsten kenne ich keine einzige von diesen Veranstaltungen. Und dass kein Deutscher dabei ist, liegt vielleicht auch zum größten Teil daran, dass niemand weiß, dass es diese Veranstaltungen gibt?!

Allgemein ist es sowieso schwer, für kulturelle Veranstaltungen Interesse zu wecken, kennen ja die meisten Deutschen ihre eigene Kultur schon nicht mal. Wie soll man denen erst eine fremde näher bringen, wenn der Begriff einer Kultur überhaupt erst erläutert werden muss *kopfschüttel*

Aber ich denke, bei einem bestimmten Bekanntheitsgrad wird auch die Anzahl deutscher Zuschauer zunehmen. Mich würde es jedenfalls interessieren.

HAM schrieb:
BTW: Nun kommen wir wieder vom Thema ab :)
Passiert mir öfter :)

Gruß,
Photon
 
Kelle schrieb:
Ähm, ein Türke mit deutschem Abi passt doch nicht in das Bild des gemeinen Türken hier in Deutschland, warum sollte es da auch Ausnahmeregelungen geben? :ugly:

gruss kelle!


Sowas kennst du wohl nicht ,hä:D
Früher als die ersten Gastarbeiter da waren hatten Sie nur ein Ziel gehabt:
Möglichst viel verdienen und zurück nach Türkei.Deswegen hatte man auf Bildung nicht großen Wert gesetzt
Aber die Leute haben gemerkt, dass sie nicht mehr zurückkehren werden.
Deswegen investiert man jetzt für die Zukunft und Kinder. Wie z.B Bildung.
Türke mit ABitur wird in den nächsten Jahren kein Sondefall mehr sein.

Das größte Hinderniss sehe ich an der Sprache.es gibt nun mal Leute die nicht deutsch lernen wollen.Man muss halt bei denen anfangen.

Integration durch Kommunikation.
Durchs Kommunizieren fallen viele Vorurteile weg.

Wie z.b dass es in der Türkei keine Kirchen gibt. Reise mal erst nach Türkei damit du alles selber siehst.es gibt nun mal viele Vorurteile gegen die Türken.Dies kann nur durchs Kommunizieren gebrochen werden.

Gruß

konseyko
 
Na die Medien. Denn der Mörder ist der Türke:

Mörder ist immer der Türke

Früher, im Fernsehen, war der Mörder immer der Gärtner. In der „Bild“-Zeitung ist der Mörder jetzt offensichtlich der Türke. Unter der Überschrift „Mörder des Friedhofsgärtners gefaßt“ präsentierte diese Zeitung gestern einen „Murat G.“ und einen „Nasir L.“. Doch, ach: Die Täter sind Deutsche, gänzlich ohne den so genannten Migrationshintergrund und „mit treudeutschen Namen“, wie die Staatsanwaltschaft am Montag beteuert hatte und dies gestern auf Nachfrage wiederholte. Selbstverständlich fehlte in der „Bild“ der kleine Hinweis „Namen geändert“, den Zeitungen zum Schutz von Jugendlichen sonst verwenden.

Quelle: Der Tagesspiegel.
 
Vorurteile kommen nicht von ungefähr... Oder sind Chinesen faul??

Wenn es hier auch Gegenbeispiele gibt... Die Regel ist es nunmal nicht, dass sich türkische Ausländer besonders gut in der Gesellschaft assimilieren... Und da kann mir jemand auch was anderes erzählen: Hauptgrund dafür ist die unterschiedliche Religion...

Als damals eine Großzahl von Gastarbeitern angefordert wurden, waren auch sehr viele Italiener dabei... Diese sind auf Grund des gleichen Glaubens und daher der ähnlicheren Werthaltungen viel schneller und besser in der deutschen Gesellschaft angekommen als zum Beispiel türkische Gastarbeiter, deren Kinder in der zweiten oder dritten Generation noch schlechter integriert sind...

Das gleiche ist doch auch in anderen Ländern zu sehen... In den Vorstädten Paris wurde der Aufstand doch überwiegend von moslemischen Jugendlichen geprobt...
 
phip schrieb:
Als damals eine Großzahl von Gastarbeitern angefordert wurden, waren auch sehr viele Italiener dabei... Diese sind auf Grund des gleichen Glaubens und daher der ähnlicheren Werthaltungen viel schneller und besser in der deutschen Gesellschaft angekommen als zum Beispiel türkische Gastarbeiter, deren Kinder in der zweiten oder dritten Generation noch schlechter integriert sind...
Die haben sich so gut inegriert, daß viele von ihnen wieder nach Italien gegangen sind. :mrgreen: