In Remember

03. November 1957:
Sputnik 2 bringt mit der Hündin Laika das erste Lebewesen in der Geschichte der Raumfahrt in eine Erdumlaufbahn.
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Sputnik 2 war der zweite künstliche Erdsatellit, den die Sowjetunion in den Orbit brachte, nur einen Monat nach dem ersten Sputnik. Die Mission war überstürzt, um den 40. Jahrestag der Oktoberrevolution zu feiern, und es gab keine Pläne für eine sichere Rückkehr von Laika zur Erde.

Schicksal von Laika: Entgegen den anfänglichen sowjetischen Berichten, wonach sie mehrere Tage überlebt hätte, starb Laika bereits Stunden nach dem Start an Überhitzung und Stress, da das thermische Kontrollsystem der Kapsel versagte. Die Kapsel mit Laikas Überresten verglühte im April 1958 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.
 
03. November 1926:
Annie Oakley, US-amerikanische Kunstschützin, stibt.
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Annie Oakley (eigentlich Phoebe Ann Mosey, 1860–1926) war eine weltberühmte US-amerikanische Kunstschützin und eine Ikone des Wilden Westens. Sie war der Star in der berühmten Buffalo Bill's Wild West Show und galt als eine der ersten weiblichen Superstars Amerikas.
Frühe Jahre: Oakley wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Ohio auf und begann schon als Kind zu jagen, um ihre Familie zu versorgen. Mit dem Verkauf des erlegten Wilds konnte sie sogar die Hypothek auf dem Familienhaus abbezahlen.
Aufstieg zum Star: Im Alter von 15 Jahren besiegte sie den erfahrenen Kunstschützen Frank Butler in einem Wettkampf, den sie später heiratete und der ihr Manager wurde. Zusammen traten sie in Varieté-Shows auf, bis sie 1885 von Buffalo Bill für seine Show engagiert wurden.
Weltruhm: Mit der Buffalo Bill's Wild West Show tourte sie 16 Jahre lang durch die USA und Europa. Sie trat vor Königen und Staatsoberhäuptern auf, darunter Queen Victoria und der deutsche Kronprinz Wilhelm (dem sie eine Zigarette aus der Hand schoss).
Ihr Können: Zu ihren spektakulärsten Kunststücken gehörte das Zerschießen von Spielkarten am Rand aus 30 Schritt Entfernung, das Treffen von in die Luft geworfenen Münzen oder das Ausschießen der Flamme einer Kerze mit einem Schuss.
Annie Oakley war eine frühe Verfechterin der Frauenrechte. Sie setzte sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein, forderte gleichen Lohn für gleiche Arbeit und ermutigte Frauen, das Schießen zur Selbstverteidigung zu erlernen. Sie bildete auch über 15.000 Frauen im Umgang mit Schusswaffen aus.
Ihr Leben wurde in zahlreichen Büchern, Filmen, Comics und dem erfolgreichen Broadway-Musical Annie Get Your Gun (Annie, schieß los!) verewigt.
 
04. November 1922:
Howard Carter entdeckt im Tal der Könige das Grab (KV62) des Pharaos Tutanchamun.
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Der britische Archäologe Howard Carter entdeckte das nahezu unberührte Grab des Pharaos Tutanchamun (KV62) im Tal der Könige nahe Luxor, Ägypten. Es ist das bislang einzige Pharaonengrab, das nicht restlos geplündert wurde.

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Die weltberühmte Totenmaske von Tutanchamun

Tutanchamun war ein altägyptischer Pharao (König) der 18. Dynastie, der vor allem durch die Entdeckung seines nahezu ungeplünderten Grabes im Tal der Könige im Jahr 1922 durch Howard Carter weltberühmt wurde.
Regierungszeit: Er regierte etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. im Neuen Reich.
Lebensalter: Er starb sehr jung, im Alter von nur etwa 19 Jahren, nach nur neun bis zehn Regierungsjahren. Die genaue Todesursache ist bis heute Gegenstand von Spekulationen (Unfall, Krankheit oder gar Mord).
Bedeutung: Historisch gesehen galt er eher als unbedeutender Pharao. Seine Berühmtheit verdankt er ausschließlich dem Umstand, dass sein Grab als einziges nahezu unberührt entdeckt wurde und somit einen einzigartigen Einblick in den Totenkult und die Schätze des alten Ägyptens bot.
Grabbeigaben: Das Grab (KV62) enthielt Tausende von kostbaren Objekten, darunter die weltberühmte, elf Kilogramm schwere goldene Totenmaske, Schmuck, Möbel und sogar einen Streitwagen.
Politik: Ursprünglich hieß er Tutanchaton ("lebendes Abbild des Aton"). Während seiner Herrschaft kehrte er von der monotheistischen Aton-Religion seines Vaters Echnaton ab und stellte den traditionellen Amun-Kult wieder her, weshalb er seinen Namen in Tutanchamun änderte ("lebendes Abbild des Amun").
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04. November 1791:
In der Schlacht am Wabash River erleidet die US-Armee ihre größte Niederlage im Kampf mit Indianern.
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Die Schlacht am Wabash River (auch bekannt als St. Clairs Niederlage, engl. St. Clair's Defeat oder Battle of the Wabash) fand am 4. November 1791 im heutigen US-Bundesstaat Ohio statt. Sie war die größte militärische Niederlage, die US-Streitkräfte jemals durch indigene Amerikaner erlitten haben, gemessen am prozentualen Anteil der Opfer. Eine schlecht vorbereitete und organisierte Armee von etwa 1.400 Soldaten, Milizionären und Unterstützungspersonal unter dem Kommando von General Arthur St. Clair. Die indigenen Krieger waren eine Koalition von über 1.000 Kriegern verschiedener Stämme, darunter Miami, Shawnee, Delaware (Lenni Lenape), Potawatomi, Ottawa, Chippewa und Wyandot. Die Hauptanführer waren die Häuptlinge Little Turtle (Miami) und Blue Jacket (Shawnee).

Die Schlacht war Teil des Nordwest-Indianerkrieges (Northwest Indian War). Die USA beanspruchten das Land im Nordwestterritorium (heutige US-Bundesstaaten wie Ohio und Indiana) nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg für sich, ohne die dort lebenden indigenen Völker, die sich in einer Konföderation zusammengeschlossen hatten, in die Verträge einzubeziehen. Ziel von St. Clairs Expedition war es, die indianische Gegenwehr zu brechen und das Gebiet für die Besiedlung durch Amerikaner zu sichern.

Die indianischen Krieger starteten bei Tagesanbruch einen Überraschungsangriff auf das ungesicherte Lager der Amerikaner am Wabash River. Die US-Truppen waren durch mangelnde Vorbereitung, schlechte Versorgung und Krankheiten geschwächt. Die indianischen Kämpfer umzingelten das Lager und griffen aus den umliegenden Wäldern an, wodurch die US-Formationen schnell zusammenbrachen. Nach etwa drei Stunden heftiger Kämpfe befahl General St. Clair einen Ausbruchsversuch, um die Überlebenden zu retten, wobei die Verwundeten und Vorräte zurückgelassen werden mussten.

Die Schlacht endete in einer Katastrophe für die US-Armee. Von etwa 1.400 US-Soldaten wurden 918 getötet und 276 verwundet; nur wenige entkamen unverletzt. Die indianischen Verluste waren vergleichsweise gering, mit etwa 60 Opfern.
 
05. November 1605:
Gunpowder Plot: Guy Fawkes, ein englischer Katholik, und seine Mitverschwörer werden beim Versuch verhaftet, das englische Parlament in die Luft zu sprengen, um den protestantischen König Jakob I., seine Familie, die Regierung und alle Parlamentarier zu töten.
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Der «Gunpowder Plot» war ein gescheiterter Versuch britischer Katholiken im Jahr 1605, den protestantischen König Jakob I. und das englische Parlament durch eine Explosion von Schießpulver im Keller des Parlamentsgebäudes zu töten. Dies ist als Pulververschwörung oder Schießpulververschwörung bekannt und wird heute in England am 5. November als Guy Fawkes Night mit Feuerwerken und Freudenfeuern gefeiert.
Die Verschwörung: Eine Gruppe katholischer Edelleute, angeführt von Personen wie Guy Fawkes und Robert Catesby, plante, das Parlament während der Eröffnung am 5. November 1605 in die Luft zu sprengen.
Das Ziel: Ihr Ziel war es, die protestantische Herrschaft zu beenden und eine katholische Monarchie wiederherzustellen.
Der Verrat: Ein anonymes Schreiben warnte den König, und bei der Durchsuchung des Parlamentskellers wurde Guy Fawkes mit 36 Fässern Schießpulver entdeckt.
Die Folgen: Die Verschwörer wurden verhaftet, verurteilt und hingerichtet. Die gescheiterte Verschwörung ist bis heute als «Guy Fawkes Night» oder «Bonfire Night» bekannt und wird jedes Jahr am 5. November gefeiert.
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Die „Guy Fawkes-Maske.

Die Guy-Fawkes-Maske ist ein weltweit bekanntes Symbol für Protest, Anonymität und Widerstand gegen Tyrannei. Ihre Popularität verdankt sie maßgeblich der Comic-Serie V wie Vendetta und ihrer späteren Verwendung durch das Hackerkollektiv Anonymous sowie verschiedene Protestbewegungen