Idiotensichere Roulettetaktik?

Ich versuchs mal kurz zu erklären.

6 Spieler am Tisch. Bank legt ne 10 (oder Bube, Dame, König).
Aufgrund der Häufigkeit der 10er-Werte + As in einem Spiel kann es nun sein, dass die 5 Spieler bei ihren Karten viele niedrige Karten bekommen und somit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Bank mit 20 oder 21 gewinnt und alle Einsätze aller Spieler einsackt.

Daher "opfert" sich der Spieler an der letzten Box im Zweifelsfall [nehm ich noch ne Karte oder nicht] und versucht die 10 zu ziehen, die sonst die Bank als nächstes bekommen würde.

Ungefähr verstanden?
 
Aber soweit ich weiss, sind da doch heute keine Schlitten mehr!
Jede Karte, die man zum Mischen oben reinsteckt, kann ein paar Sekunden danach bereits wieder erscheinen.
Dieselbe Karte! 8O

Was hat da zählen für einen Sinn?
 
Aber soweit ich weiss, sind da doch heute keine Schlitten mehr!
Jede Karte, die man zum Mischen oben reinsteckt, kann ein paar Sekunden danach bereits wieder erscheinen.
Dieselbe Karte! 8O

Was hat da zählen für einen Sinn?

Wo gibt es denn sowas? Ich kenne nur die festen Sets. Set wird eingelegt bei Bedienungswechsel und dann wird brav der Reihe nach gezogen. Bei dauerhaftem Mischen wäre sämtliche Strategie unmöglich und jede Statistik.
 
Na, ich weiss ja nicht, wo du spielst.
Aber hier bei mir in der Gegend haben sie nur noch diese Mischmaschinen.
Da wird an einem Tisch ohne Pause von der Eröffnung des Spiels bis zum bitteren Ende Non Stopp durchgespielt.

Der reinste Marathon!

Daher "opfert" sich der Spieler an der letzten Box im Zweifelsfall [nehm ich noch ne Karte oder nicht] und versucht die 10 zu ziehen, die sonst die Bank als nächstes bekommen würde.

Halte ich irgendwie für Blödsinn.
Weils ja auch genau umgekehrt kommen kann.
Der Schlussspieler zieht die Lusche und die Bank zieht die Zehn, die sie sonst nicht gekriegt hätte.

Wo liegt da bitte die Logik?

Jeton

Der Schlussspieler zieht die Lusche und die Bank zieht die Zehn, die sie sonst nicht gekriegt hätte.

Fairerweise müsste man noch einbringen, dass so zweimal die Chance da ist:
Einmal hat der Spieler die Chance, die Zehn zu ziehen,
und einmal hat die bank die Chance sie nicht zu ziehen.

Aber irgendwie greift das nicht.
Die Zehn ist auf dem Haufen (vielmehr im Schlitten). Und es ist nur die Frage, wann sie kommt. Da das nicht voraussehbar ist, ist es somit egal, ob der letzte Spieler noch eine Karte zieht oder nicht.
Rein mathematisch gesehen.

Alles andere ist Spielerintuition.
 
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Richtig ist, dass ein Blackjack-Spiel nicht mit unabhängigen Wahrscheinlichkeiten pro Zug arbeitet, wie Roulette. Denn wird eine 10 gezogen, sinkt die W-Keit, nochmal eine zu ziehen, da weniger 10er im Stapel verbleiben.

Genau das kann man sich mathematisch zum Vorteil machen, denn man kann durch Kartenzählen berechnen, wie hoch die exakte Wahrscheinlichkeit ist, eine 10 zu ziehen. Ist sie >x% tut man es eben - oder auch nicht. Man versucht übrigens meistens nicht, 21 zu erreichen, sondern provoziert, dass der Dealer drüber kommt und kaputt geht. ;)

Je öfter die Decks gemischt werden und je mehr Decks im Spiel sind, desto unzuverlässiger und schwerer wird natürlich jede Berechnung, da Schätzungen durch Beobachten hinzukommen ("Nach wieviel % des Stapels wurde gemischt?"). Deshalb eignen sich kleine Casinos "auf dem Land" besser zum Kartenzählen, als große Paläste. Da wird meist noch gespielt wie früher. 1-2 Decks ohne Zwischenmischereien usw.

Aber es ist zumindest möglich, sich einen Vorteil zu verschaffen. Beim Roulette ist das nicht möglich, da die 0 den Vorteil unwiederbringlich zugunsten der Bank verschiebt - jeder Zug ist unabhängig. 100x Schwarz hintereinander ist genauso wahrscheinlich wie jede andere Kombination. Wenn "Profis" da viel Geld machen, haben sie eine Glückssträhne oder einen guten Riecher beim Setzen. Es bleibt aber Zufall. Wenn die gezwungen werden würden, unendlich viele Spiele hintereinander zu machen, kämen sie am Ende zu 100% nur mit Verlust raus.

Ich persönlich verlasse ein Casino aber auch mit einem "alles auf Rot". ^^
 
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Da ich eigentlich nur im Casino spiele wenn ich in Tschechien bin kann ich nur sagen, dass ein komplettes Kartenset gemischt wird, danach ein Spieler den "Endepunkt" mit einer schwarzen oder roten Karte markiert und dann gespielt wird.
Zwischendrin wird nicht gemischt.
Daher kommt hier die von Klamm beschriebene Logik zum tragen.

Was die Taktik des letzten Spielers angeht. Natürlich ist es nur sich selbst verpflichtet aber was nützt es keine Karte mehr zu ziehen wenn man bspw. eine 12 oder 13 liegen hat, während die Bank eine 10 hat und noch ein Zug offen ist.

Vielleicht nochmal zum Verständnis - die Bank muss immer eine Karte ziehen wenn sie weniger als 16 hat. Hat sie mehr als 16 darf sie keine mehr ziehen.