Kampfwurst
Fleischersatz
- 21 April 2006
- 911
- 146
Tag,
ich komme aus Essen und studiere und wohne seit kurzem in Nijmegen (Holland). An sich gibts ne ganz anständige Zugverbindung, wenn ich mal am Wochenende nach Essen möchte. Jetzt gabs auf der Rückfahrt folgendes Problem:
Mein ICE fährt Sonntags planmäßig um 21:35 in Oberhausen ab, ist um 22:44 in Arnhem, wo ich dann in einen IC umsteige und um 23:05 in Nijmegen ankomme. Da kann man sich ja echt nicht beklagen.
Letzten Sonntag geschah aber folgendes: Der ICE kommt schon 35 - 40 Minuten zu spät in Oberhausen an.
In Emmerich wird ein zwischenstopp gemacht, das Licht geht aus, es wird durchgesagt, dass kurz ein Batteriereset durchgeführt werden muss. Nach kurzer Zeit geht das Licht im Innenraum wieder an, der Zug fährt aber nicht weiter... etwa 30 bis 45 Minuten lang werden wir (die Fahrgäste) jetzt damit getröstet, dass der ICE nicht zur Weiterfahrt bereit ist, der Zugführer aber nach dem Rechten schaut und sich darum bemüht, den Zug wieder ans Laufen (bzw. Fahren) zu kriegen. nach den 45 Minuten erfahren wir, dass der ICE für den Abend endgültig kaputt ist, Busse gerufen werden, die uns nach Arnhem bringen und wir von dort aus an unsere Zielbestimmung bringen. Lt. Durchsage würden die Busse in 30 bis 45 Minuten da sein.
Den Fahrgästen wird eine bestimmte Anzahl Betten in einem Hotel in Emmerich angeboten, um am Folgetag die Reise fortzusetzen. Kommt für mich natürlich nicht in Frage, weil ich nicht mehr sooo weit muss (der ICE wäre bis Amsterdam durchgefahren, das wäre ja noch ein gutes Stück Strecke gewesen) und die Busse bald kommen würden.
Nach 30 bis 45 Minuten wieder eine Durchsage: vor 1 bis 2 Stunden werden die Busse nicht in Emmerich ankommen. Wir können aber noch im ICE warten, weils draussen schon recht kalt ist und zumindest ich echt nicht auf so n langen draussen-Aufenthalt eingestellt war.
Nach ca. einer Stunde sind scheinbar 10 Großraumtaxen da, die uns nach Arnhem bringen, von wo aus wir mit Taxen an unsere Zielbestimmung gebracht werden.
Alle Fahrgäste pilgern durch den Bahnhof zum Bahnhofsvorplatz, wo 2 (!) Großraumtaxen stehen.... die ersten Fahrgäste steigen ein, fahren nach Arnhem.... keine weiteren taxen in sicht. Wie sich nachher herausstellte, gab es tatsächlich nur diese 2 Großraumtaxen (für je 8 Fahrgäste), die zwischen Emmerich und Arnhem pendelten, was jeweils so 40 Minuten dauerte.
Die Folge davon war, dass alle Reisenden nachts auf dem Vorplatz des Bahnhofs Emmerich standen und auf das Wiederkommen der Taxen warteten. Beim dritten oder vierten Durchlauf war ich endlich auch dabei.
Als wir in Arnhem ankamen, stand dort wieder eine Traube Menschen - nämlich die, die in den ersten Taxen waren. Ausserdem waren noch 3 Angestellte der Niederländischen Bahngesellschaft anwesend, die irgendwas koordinierten. Da Nijmegen nur 20 km von Arnhem entfernt ist, hatte ich das Glück mit 2 anderen Reisenden, deren Endbestimmung Nijmegen war, von einem Angestellten der Niederländischen Bahngesellschaft per PKW kurzerhand nach Nijmegen gefahren zu werden, sodass ich um halb vier da am Bahnhof stand und nach Hause gehen konnte.
ich will garnicht wissen, wie es den anderen Reisenden ging, die noch nach Amsterdam oder Den Haag mussten... ob sie jemals angekommen sind...?
Naja, ich hab euch die Geschichte nicht umsonst erzählt, ich würd gern wissen, ob jemand von euch schonmal Erfahrung mit sowas gemacht hat, oder mir auch so sagen kann, was ich jetz für Ersatzansprüche an die DB stellen kann. Also bei einer Verspätung ab einer Stunde im Fernverkehr, krieg ich ein paar Prozente des Fahrpreises wieder, aber bei dem eben beschriebenen Desaster mit erheblicher Einschränkung in meine Lebensqualität (auch noch am folgenden Tag, sowie der Erkältung in der folgenden Woche), müsste doch eigentlich der Ersatz des gesamten Fahrpreises drin sein. Oder irre ich mich da und die Bahn ist juristisch locker abgesichert und nicht ansatzweise kulant...?
Ich hoffe, irgendwer kann mir da einigermaßen zuverlässige Informationen geben ;-)
Liebe Grüße und noch einen schönen Samstagabend
Marius
ich komme aus Essen und studiere und wohne seit kurzem in Nijmegen (Holland). An sich gibts ne ganz anständige Zugverbindung, wenn ich mal am Wochenende nach Essen möchte. Jetzt gabs auf der Rückfahrt folgendes Problem:
Mein ICE fährt Sonntags planmäßig um 21:35 in Oberhausen ab, ist um 22:44 in Arnhem, wo ich dann in einen IC umsteige und um 23:05 in Nijmegen ankomme. Da kann man sich ja echt nicht beklagen.
Letzten Sonntag geschah aber folgendes: Der ICE kommt schon 35 - 40 Minuten zu spät in Oberhausen an.
In Emmerich wird ein zwischenstopp gemacht, das Licht geht aus, es wird durchgesagt, dass kurz ein Batteriereset durchgeführt werden muss. Nach kurzer Zeit geht das Licht im Innenraum wieder an, der Zug fährt aber nicht weiter... etwa 30 bis 45 Minuten lang werden wir (die Fahrgäste) jetzt damit getröstet, dass der ICE nicht zur Weiterfahrt bereit ist, der Zugführer aber nach dem Rechten schaut und sich darum bemüht, den Zug wieder ans Laufen (bzw. Fahren) zu kriegen. nach den 45 Minuten erfahren wir, dass der ICE für den Abend endgültig kaputt ist, Busse gerufen werden, die uns nach Arnhem bringen und wir von dort aus an unsere Zielbestimmung bringen. Lt. Durchsage würden die Busse in 30 bis 45 Minuten da sein.
Den Fahrgästen wird eine bestimmte Anzahl Betten in einem Hotel in Emmerich angeboten, um am Folgetag die Reise fortzusetzen. Kommt für mich natürlich nicht in Frage, weil ich nicht mehr sooo weit muss (der ICE wäre bis Amsterdam durchgefahren, das wäre ja noch ein gutes Stück Strecke gewesen) und die Busse bald kommen würden.
Nach 30 bis 45 Minuten wieder eine Durchsage: vor 1 bis 2 Stunden werden die Busse nicht in Emmerich ankommen. Wir können aber noch im ICE warten, weils draussen schon recht kalt ist und zumindest ich echt nicht auf so n langen draussen-Aufenthalt eingestellt war.
Nach ca. einer Stunde sind scheinbar 10 Großraumtaxen da, die uns nach Arnhem bringen, von wo aus wir mit Taxen an unsere Zielbestimmung gebracht werden.
Alle Fahrgäste pilgern durch den Bahnhof zum Bahnhofsvorplatz, wo 2 (!) Großraumtaxen stehen.... die ersten Fahrgäste steigen ein, fahren nach Arnhem.... keine weiteren taxen in sicht. Wie sich nachher herausstellte, gab es tatsächlich nur diese 2 Großraumtaxen (für je 8 Fahrgäste), die zwischen Emmerich und Arnhem pendelten, was jeweils so 40 Minuten dauerte.
Die Folge davon war, dass alle Reisenden nachts auf dem Vorplatz des Bahnhofs Emmerich standen und auf das Wiederkommen der Taxen warteten. Beim dritten oder vierten Durchlauf war ich endlich auch dabei.
Als wir in Arnhem ankamen, stand dort wieder eine Traube Menschen - nämlich die, die in den ersten Taxen waren. Ausserdem waren noch 3 Angestellte der Niederländischen Bahngesellschaft anwesend, die irgendwas koordinierten. Da Nijmegen nur 20 km von Arnhem entfernt ist, hatte ich das Glück mit 2 anderen Reisenden, deren Endbestimmung Nijmegen war, von einem Angestellten der Niederländischen Bahngesellschaft per PKW kurzerhand nach Nijmegen gefahren zu werden, sodass ich um halb vier da am Bahnhof stand und nach Hause gehen konnte.
ich will garnicht wissen, wie es den anderen Reisenden ging, die noch nach Amsterdam oder Den Haag mussten... ob sie jemals angekommen sind...?
Naja, ich hab euch die Geschichte nicht umsonst erzählt, ich würd gern wissen, ob jemand von euch schonmal Erfahrung mit sowas gemacht hat, oder mir auch so sagen kann, was ich jetz für Ersatzansprüche an die DB stellen kann. Also bei einer Verspätung ab einer Stunde im Fernverkehr, krieg ich ein paar Prozente des Fahrpreises wieder, aber bei dem eben beschriebenen Desaster mit erheblicher Einschränkung in meine Lebensqualität (auch noch am folgenden Tag, sowie der Erkältung in der folgenden Woche), müsste doch eigentlich der Ersatz des gesamten Fahrpreises drin sein. Oder irre ich mich da und die Bahn ist juristisch locker abgesichert und nicht ansatzweise kulant...?
Ich hoffe, irgendwer kann mir da einigermaßen zuverlässige Informationen geben ;-)
Liebe Grüße und noch einen schönen Samstagabend
Marius
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