News Hannover: 80-Jähriger kämpft nach Stromabschaltung durch Stadtwerke um sein ...

Erstmal sind das satte Mehrkosten, am Ende vermutlich für den Steuerzahler, denn es gibt in Deutschland zahlreiche solche Fälle, wo Leute den Strom nicht zahlen können oder wollen.

die kosten entstehen doch auch ohne dass die behörden eingeschaltet werden. zum einen hat man nach der dritten mahnung ein team losgeschickt welches den strom abstellen sollte. das kostet schon geld, obwohl es wohl billiger gewesen wäre, jemanden loszuschicken, der sich erkundigt, warum nicht gezahlt wird. und dann hat man seine rechtsabteilung beauftragt, den säumigen verklagt, was wieder viel geld kostet, um ihn anschliessend endgütig den stecker rauszuziehen. das kostet dann auch wieder geld. in der summe kommt man dann auf mehr als 1000 euro, was den eigentlichen warenwert wohl deutlich übersteigen dürfte.

Und dann wird das ewig langwierig, wenn das erst noch einen Gang durch die Behörden macht. Bis dahin haben die jeweiligen Stadtwerke einen satten Verlust eingefahren. Denn mal angenommen jemand kann einfach nicht zahlen, bezieht aber ein paar weitere Monate Strom: Von wem willst du dann am Ende noch was einklagen?

man sollte in diesem fall deutlich unterscheiden, um welche art dienstleistung es sich handelt. wenn jemand zb. seine telefonrechnung nicht bezahlt, wird man ihm den anschluss sperren, ohne dass es nennenswerte konsequenzen geben wird. das ist mit der strom-und gasversorgung schon etwas anders. vor allem bei leuten in diesem alter. das meine ich auch mit sozialer verantwortung. ich glaube nicht, dass die behörden nicht schnell reagieren könnten, wenn einem rentner die lebensgrundlage entzogen werden soll, sofern sie nur davon in kenntnis gesetzt werden.

versteh mich nicht falsch. ich plädiere hier nicht für einen generellen freibrief für leute, die ihre rechnungen nicht bezahlen wollen. aber ich bin der meinung, dass man genau prüfen sollte, ob es vertretbar ist, alte leute in einer dunklen, kalten wohnung zurückzulassen. ein anruf beim kunden, so wie paulrene ja schon angemerkt hat, könnte da vielleicht schon mißverständnisse aus dem weg räumen und der kostet so gut wie nix.
 
die kosten entstehen doch auch ohne dass die behörden eingeschaltet werden.
Gut, du möchtest also lieber nach der dritten Mahnung den Fall an eine Behörde geben. Dort hat die Sache mindestens zwei Wochen Bearbeitungszeit. Danach schickt die Behörde auch jemanden vorbei, denn wie soll das sonst gehen? Jemand muss sich die Sache vor Ort angucken um sich ein unabhängiges Urteil über den Fall zu bilden.

Dann geht die Sache zurück an das Energieunternehmen und die schalten dann entweder doch einen Anwalt an, oder... ja, was oder? Was ist denn wenn es unzumutbar ist jemandem den Strom abzustellen? Bekommt der seine Leistung dann umsonst?

aber ich bin der meinung, dass man genau prüfen sollte, ob es vertretbar ist, alte leute in einer dunklen, kalten wohnung zurückzulassen. ein anruf beim kunden, so wie paulrene ja schon angemerkt hat, könnte da vielleicht schon mißverständnisse aus dem weg räumen und der kostet so gut wie nix.
Wie willst du das durch einen Anruf feststellen?

Und in diesem Fall wundert mich sowieso, warum die Tochter sich nicht eingeschaltet hat, bei der das Ehepaar jetzt plötzlich eingezogen ist? Die wird ja wohl jünger und handlungsfähiger sein.
 
Gut, du möchtest also lieber nach der dritten Mahnung den Fall an eine Behörde geben. Dort hat die Sache mindestens zwei Wochen Bearbeitungszeit. Danach schickt die Behörde auch jemanden vorbei, denn wie soll das sonst gehen? Jemand muss sich die Sache vor Ort angucken um sich ein unabhängiges Urteil über den Fall zu bilden.

ja. was ist daran schlimm?

Dann geht die Sache zurück an das Energieunternehmen und die schalten dann entweder doch einen Anwalt an, oder... ja, was oder?

dann hat der schuldner entweder das geld um die schuld zu begleichen, oder eben nicht. ein anwalt treibt in diesem fall nur die kosten in die höhe. sonst nichts.

Was ist denn wenn es unzumutbar ist jemandem den Strom abzustellen? Bekommt der seine Leistung dann umsonst?

auch dann ist es davon abhängig, ob der schuldner nicht bezahlen kann, oder nicht bezahlen will. und was passiert in diesem land mit jemandem der mittellos ist?

Und in diesem Fall wundert mich sowieso, warum die Tochter sich nicht eingeschaltet hat, bei der das Ehepaar jetzt plötzlich eingezogen ist? Die wird ja wohl jünger und handlungsfähiger sein.

davon ist auszugehen. aber die frage ist ja, ob die mahnungen auch wirklich beim empfänger angekommen sind. wenn sie davon nichts wusste, wie sollte sie da helfen? ich darf an dieser stelle mal zitieren:

AlexK schrieb:
Als Kunde des genannten Versorgers kann ich die "Nichtzustellung" von Rechnungen/Mahnungen bestätigen. Dieses liegt zum Teil sicherlich an der Qualität des Billigdienstes, der mit der Verteilung beauftragt ist. Ebenfalls kamen bei mir in der letzten Zeit Rechnungen mit falschen Postleitzahlen oder völlig falschen Ortsbezeichnungen an, die als Irrläufer doch bis zu 3 Wochen unterwegs waren....
 
Man sollte sich ja auch nicht wundern, wenn man auf einmal seinen Strom nicht mehr bezahlen muss, weil keine Rechnung ankommt. :yes:

Als Unternehmer ist mir doch piep egal, wieso jemand nicht zahlt. Ich will mein Geld. Wer da mit "Och da gucken wir mal hier und machen mal da und vielleicht so" reagiert, der hat den falschen Job.
Die haben ein halbes Jahr nicht oder nur unregelmäíg gezahlt, sie haben den Strom einmal versucht abzuschalten und es auch einmal gemacht, nachdem das Gericht ihnen das erlaubt hat.
Wo ist also das Problem?
Das der Energieversorger und das Gericht nicht gesagt haben "Ui, die Leute sind alt, lassen wir sie mal össeln, irgendwann zahlen die schon wieder. Kann ja sein das die einfach nichts bemerkt haben, von den Leuten, den Briefen und dem Gerichtsverfahren"?
 
ja. was ist daran schlimm?
Dass dann wieder eine Verzögerung entsteht, die erneut Kosten mit sich bringt. Einmal durch die Bearbeitung und auch für das Energieunternehmen, weil in der Zwischenzeit unbezahlter Strom fließt.

dann hat der schuldner entweder das geld um die schuld zu begleichen, oder eben nicht. ein anwalt treibt in diesem fall nur die kosten in die höhe. sonst nichts.
Ja toll. Und wenn nicht? Dann wird der Strom abgestellt? Und was ist wenn das dann alte Leute sind, die man trotz Geldmangel unmöglich im Dunkeln sitzen lassen kann?

und was passiert in diesem land mit jemandem der mittellos ist?
Dieses Sozialsystem hier lässt so schnell keinen erfrieren. Es gibt genug Leistungen die man in solch einem Fall vom Staat beziehen kann.

davon ist auszugehen. aber die frage ist ja, ob die mahnungen auch wirklich beim empfänger angekommen sind.
Also soll ein Unternehmen erstmal davon ausgehen, dass eine Mahnung nicht beim Empfänger angekommen ist?
 
Dass dann wieder eine Verzögerung entsteht, die erneut Kosten mit sich bringt. Einmal durch die Bearbeitung und auch für das Energieunternehmen, weil in der Zwischenzeit unbezahlter Strom fließt.

ich bin mir sicher, dass dieses vorgehen trotzdem noch billiger ist, als ein gerichtsverfahren einzuleiten. ;)

wie gesagt sollte man in diesem speziellen fall immer auch das alter der kunden berücksichtigen und vor allem auch den warenwert als solchen im blick behalten. es kann sich bei der schuld doch höchstens um ein paar hundert euro gehandelt haben.

auch ein anderer punkt kommt mir in den sinn. es gibt durchaus auch menschen, die dringend auf finanzielle hilfe angewiesen sind, aber zu stolz sind, diese auch in anspruch zu nehmen. wenn sich in einem solchen fall die behörden einschalten, wäre das nur ein weiter schritt gegen die altersarmut.

Ja toll. Und wenn nicht? Dann wird der Strom abgestellt? Und was ist wenn das dann alte Leute sind, die man trotz Geldmangel unmöglich im Dunkeln sitzen lassen kann?

Dieses Sozialsystem hier lässt so schnell keinen erfrieren. Es gibt genug Leistungen die man in solch einem Fall vom Staat beziehen kann.

eben. ;) und somit hast du dir die beiden oben gestellten fragen auch gleich selbst beantwortet.

Also soll ein Unternehmen erstmal davon ausgehen, dass eine Mahnung nicht beim Empfänger angekommen ist?

grundsätzlich natürlich nicht. aber ich kenne das unternehmen auch nicht und habe somit keinerlei erfahrungen mit diesem. somit bleibt nur die meinung von jemandem, der kunde dieses unternehmens ist. auf nichts anderes bezog sich mein kommentar.
 
es kann sich bei der schuld doch höchstens um ein paar hundert euro gehandelt haben.
Keine Summe, die man irgendwie vernachlässigen könnte.

es gibt durchaus auch menschen, die dringend auf finanzielle hilfe angewiesen sind, aber zu stolz sind, diese auch in anspruch zu nehmen. wenn sich in einem solchen fall die behörden einschalten, wäre das nur ein weiter schritt gegen die altersarmut.
So viel Selbstständigkeit dann auch Hilfe anzunehmen kann man ja wohl erwarten. Bevor jemandem der Strom abgedreht wird, muss er sich dann schon dazu durchringen, Hilfe vom Staat anzunehmen.

und somit hast du dir die beiden oben gestellten fragen auch gleich selbst beantwortet.
Das war so nicht gemeint.

Meine Fragen bezogen sich auf die Mehrkosten, die bei deinem Vorschlag entstehen würden. Ich wollte nur klarstellen, dass am Ende das gleiche Ergebnis rauskäme, nur halt mit größerem finanziellen Aufwand.
 
Keine Summe, die man irgendwie vernachlässigen könnte.
natürlich nicht. wenn man aber gegen rechnet, wieviel strom man verbrauchen muss, um auf über tausend euro zu kommen, ist davon auszugehen, dass gerade ein gerichtverfahren die kosten überproportional ansteigen lässt. die dann von jemandem getragen werden sollen, der ohnehin kein geld hat.

So viel Selbstständigkeit dann auch Hilfe anzunehmen kann man ja wohl erwarten. Bevor jemandem der Strom abgedreht wird, muss er sich dann schon dazu durchringen, Hilfe vom Staat anzunehmen.

nicht von selbständigkeit, sondern von stolz war die rede. es wird in letzter konsequenz dann wohl sein, dass die hilfe nicht abgelehnt werden wird. manchem ist es aber einfach zu peinlich, hilfe zu beantragen. und viele leute, gerade in diesem alter, wissen vielleicht auch garnicht, dass es behörden gibt, die sich ihrer finanziellen probleme annehmen.

Das war so nicht gemeint.

Meine Fragen bezogen sich auf die Mehrkosten, die bei deinem Vorschlag entstehen würden. Ich wollte nur klarstellen, dass am Ende das gleiche Ergebnis rauskäme, nur halt mit größerem finanziellen Aufwand.

ich glaube, wenn man alleine schon das gerichtverfahren vermeiden kann, halbieren sich die kosten, die in diesem fall angefallen sind. wenn das mal reicht. ;)
 
[...] dass gerade ein gerichtverfahren die kosten überproportional ansteigen lässt. die dann von jemandem getragen werden sollen, der ohnehin kein geld hat.
Sondern von wem? Genau, vom Steuerzahler, weil es ja über ein Amt läuft. Das kann es ja auch nicht sein.

Kosten entstehen so oder so und die müssen dann schon von demjenigen getragen werden, der sie auch verursacht hat.

manchem ist es aber einfach zu peinlich, hilfe zu beantragen. und viele leute, gerade in diesem alter, wissen vielleicht auch garnicht, dass es behörden gibt, die sich ihrer finanziellen probleme annehmen.
Und dafür soll dann auch noch das Energieunternehmen aufkommen, oder wie hattest du das jetzt gedacht? Wenn es jemandem unangenehm ist zum Amt zu gehen, dann kann ich das verstehen, aber dafür kann kein Unternehmen der Welt irgendetwas.

Und wer nicht weiß, dass es Hilfe vom Staat gibt, der wird in den allermeisten Fällen von jemandem darüber aufgeklärt. Seien es Verwandte, der Vermieter, oder auch Nachbarn.
 
hier läuft einiges schief, selbst wenn die Mahnungen nicht angekommen sind, wird es sehr schwer den Stadtwerken was nachzuweisen, da die MAhnungen ja das Haus dort verlassen haben können und die "gelben Engel" sind schuld.

Desweiteren sollte ein jeder Mensch wissen, das man Strom monatlich (ab und an 3 monatlich) zahlen muss.

Auch wenn keine Mahnungen kommen, sollte man wissen das man in Zahlungsrückstand ist.

Das Ehepaar ist mit ihren 80-jahren sicher nikcht mehr das fitteste, ABER soll man da ausnahmen machen?

Viele Stadtwerke nehmen Ratenzahlungen an, das ist heutzutage kein problem (zum glück).

Man kann dem Ehepaar nur viel Glück wünschen, damit das geklärt wird.
Das Ehepaar brauch dringend hilfe.

Das Thema ist wirklich schwer, weil wie oben jemand schon geschrieben hat, ab wann gilt man alt?

Und nebenbei muss man dann auch noch nachweisen können, ob der Schlaganfall WIRKLICH von der aufregung kam.

Es tut mir Leid, aber das Ehepaar wird nicht viel Erfolg haben, einzige Möglichkeit :

1. Schulden begleichen oder erstmal nur Ratenzahlung.

Aber keine Mahnung bekommen ist für mich kein Grund, da man ja wissen sollte ob man im Zahlungsverzug ist, da spielt das Alter keine große Rolle.

Wie bei anderen, beziehen Sie monatlich Leistungen und sowas muss nunmal bezahlt werden .

lg sarah ;)
 
Sondern von wem? Genau, vom Steuerzahler, weil es ja über ein Amt läuft. Das kann es ja auch nicht sein.

so läuft das in einem sozialstaat. wenn man kein geld hat, um seinen lebensunterhalt alleine zu bestreiten, springt der staat ein. findest du das schlecht?

Kosten entstehen so oder so und die müssen dann schon von demjenigen getragen werden, der sie auch verursacht hat.

und wenn derjenige das nun nicht kann? stecker raus und erst wieder rein, wenn die schuld beglichen ist?

Und dafür soll dann auch noch das Energieunternehmen aufkommen, oder wie hattest du das jetzt gedacht? Wenn es jemandem unangenehm ist zum Amt zu gehen, dann kann ich das verstehen, aber dafür kann kein Unternehmen der Welt irgendetwas.

du musst schon auf das eingehen, was ich schreibe. ;) ich suche nur nach einer erklärung, warum das paar den strom nicht bezahlt hat. wie das vorgehen der stadtwerke in einem solchen fall sein SOLLTE, habe ich ja schon geschrieben.

hier läuft einiges schief, selbst wenn die Mahnungen nicht angekommen sind, wird es sehr schwer den Stadtwerken was nachzuweisen, da die MAhnungen ja das Haus dort verlassen haben können und die "gelben Engel" sind schuld.

der ADAC hat schuld? :p

Auch wenn keine Mahnungen kommen, sollte man wissen das man in Zahlungsrückstand ist.

:think: ist das so?

Das Ehepaar ist mit ihren 80-jahren sicher nikcht mehr das fitteste, ABER soll man da ausnahmen machen?

soll man sie einfach in der kalten, dunklen wohnung sitzen lassen?

Und nebenbei muss man dann auch noch nachweisen können, ob der Schlaganfall WIRKLICH von der aufregung kam.

wieso? was spielt das für eine rolle

Aber keine Mahnung bekommen ist für mich kein Grund, da man ja wissen sollte ob man im Zahlungsverzug ist, da spielt das Alter keine große Rolle.

schon mal in betracht gezogen, dass eine abbuchung vom konto des kunden durch die bank zurückgebucht werden kann, wenn das konto nicht gedeckt ist und man keinen dispo hat?
 
Wenn ich alt und vergesslich bin, dann lasse ich Rechnungen automatisch abbuchen. Mach ich auch jetzt schon so, weils einfach praktischer ist.

Wenn ich kein Geld habe, dann muß ich zum Amt gehen und um Hilfe bitten.

Das gilt für alte wie für junge Leute. Wer sich schämt Hilfe in Anspruch zu nehmen, der ist selber Schuld. Das Sozialamt ist ja nun keine neue Erfindung, so daß es 80jährige nicht kennen.
 
so läuft das in einem sozialstaat. wenn man kein geld hat, um seinen lebensunterhalt alleine zu bestreiten, springt der staat ein. findest du das schlecht?
Nee, aber wenn ein Energieunternehmen so einen Fall auch selber regeln kann, dann muss man nicht noch einen Umweg über ein Amt gehen. So wie es jetzt ist zahlt der Steuerzahler an dem eigentlichen Vorgang ja erstmal nichts.

ich suche nur nach einer erklärung, warum das paar den strom nicht bezahlt hat.
Das ging aus deinem Post aber nun wirklich nicht hervor.
 
Vielleicht nicht ganz passend, aber hier mal ein neuerer Artikel zu dem Versorger:

Stadtwerke: Rentnerin soll 12.560 Euro nachzahlen

Die Stadtwerke haben eine Rentnerin nach dem Auszug aus ihrer Wohnung aufgefordert, ihr Kundenkonto „auszugleichen“: Die ausstehenden 12.560,41 Euro sollte sie innerhalb weniger Tage überweisen.....

Zum Artikel in der HAZ v. 8.11.08

..ich frage mich, wie sich sowas über 25 Jahre aufbauen kann, wenn doch turnusmäßig die Gaszähler aus "eichtechnischen" Gründen alle 10 Jahre ausgetauscht werden müssen... :ugly:
 
Nee, aber wenn ein Energieunternehmen so einen Fall auch selber regeln kann, dann muss man nicht noch einen Umweg über ein Amt gehen. So wie es jetzt ist zahlt der Steuerzahler an dem eigentlichen Vorgang ja erstmal nichts.

was aber, wenn der schuldner kein geld hat um diese schuld zu begleichen? darauf hast du noch nicht geantwortet. ;)

nochmal: ich will hier nicht für einen freibrief für ältere leute plädieren, die ihre rechnungen nicht zu bezahlen brauchen. ich finde aber, dass die strom-und gasversorgung, neben einer trockenen behausung existenziell ist. deshalb sollte meiner ansicht nach, bevor ein gerichtsverfahren eingeleitet wird bzw. bevor die strom-und gasversorgung eingestellt wird, die behörden über die drohende sperrung informiert werden. kann der schuldner nicht bezahlen, wird wohl der steuerzahler dafür aufkommen. die frage ist dann bloß, zu welcher höhe.

wenn der schuldner nicht bezahlen WILL, dann soll er auch definitiv für die gerichtskosten und die mahnkosten aufkommen. keine frage.
 
was aber, wenn der schuldner kein geld hat um diese schuld zu begleichen?
Wie geschrieben: Wenn jemand kein Geld hat, dann gibt das deutsche Sozialsystem garantiert etwas her.

Das hat aber nichts mit den Kosten zu tun, die durch die Prüfung auf Zahlungsfähigkeit des Kunden entstehen.

ich finde aber, dass die strom-und gasversorgung, neben einer trockenen behausung existenziell ist. deshalb sollte meiner ansicht nach, bevor ein gerichtsverfahren eingeleitet wird bzw. bevor die strom-und gasversorgung eingestellt wird, die behörden über die drohende sperrung informiert werden.
Richtig, ein Dach über dem Kopf ist ein existenzielles Bedürfnis eines jeden Menschen.

Bevor dieses nicht mehr erfüllt wird, muss der Betroffene halt selber den Gang zum Amt antreten und dementsprechende Hilfe beantragen. Das kommt am Ende auf dasselbe raus, als wenn das Energieunternehmen dem Amt Bescheid gibt.
 
Und nebenbei muss man dann auch noch nachweisen können, ob der Schlaganfall WIRKLICH von der aufregung kam.
Zitat aus der HAZ vom 08.11.08
Das Unternehmen will prüfen, wie es künftig mit säumigen Kunden umgeht. Zuletzt hatte ein Rentner einen Schlaganfall erlitten, nachdem ihm der Strom abgeschaltet worden war. In diesem Zusammenhang müsse man auch sehen, wie sich die Fehlerquote bei der Ablesung der Zähler vermindern lasse, sagt eine Firmensprecherin.
Wenn ich alt und vergesslich bin, dann lasse ich Rechnungen automatisch abbuchen. Mach ich auch jetzt schon so, weils einfach praktischer ist.

Wenn ich kein Geld habe, dann muß ich zum Amt gehen und um Hilfe bitten.

Das gilt für alte wie für junge Leute. Wer sich schämt Hilfe in Anspruch zu nehmen, der ist selber Schuld. Das Sozialamt ist ja nun keine neue Erfindung, so daß es 80jährige nicht kennen.
Woher willst du wissen, was 80jährige kennen oder nicht? Mein Onkel lebt in Baden Württemberg auf dem Lande, ist inzwischen 86. Der kennt kein Sozialamt. Meine Eltern sind in die 70, auch sie kennen das Sozialamt nur von Hörensagen.

Meine Eltern sind - wie ich - Gegner des automatischen Abbuchens, weil wir allesamt damit schon negative Erfahrungen gesammelt haben. Lieber richten wir Daueraufträge ein.

Zum Thema: Interessant finde ich nur, dass es zuerst dieses alte Ehepaar trifft. Und jetzt am Wochenende erfuhr man, dass die Stadtwerke anscheinend 25 Jahre lang nichts davon mitbekommen haben will, dass eine Frau immer zu wenig gezahlt hat, so dass jetzt insgesamt Schulden von über 12.000 Euro zusammen kamen.

Irgend etwas kann doch dann bei den Stadtwerken tatsächlich nicht ganz rund laufen.
 
Interessant finde ich nur, dass es zuerst dieses alte Ehepaar trifft. Und jetzt am Wochenende erfuhr man, dass die Stadtwerke anscheinend 25 Jahre lang nichts davon mitbekommen haben will, dass eine Frau immer zu wenig gezahlt hat, so dass jetzt insgesamt Schulden von über 12.000 Euro zusammen kamen.

Irgend etwas kann doch dann bei den Stadtwerken tatsächlich nicht ganz rund laufen.
Dass der Schlaganfall durch die Stromabschaltung hervorgerufen wurde wird sich erstmal nur sehr schwer nachweisen lassen. Wer will das beurteilen?
Und zudem können die Stadtwerke wirklich nicht ahnen, dass sowas passiert. Was meinst du wie vielen Leuten dort schon der Strom abgedreht wurde, ohne dass jemand kurze Zeit später umgekippt ist!?

Bei der riesigen Nachzahlung dieser Frau liegt dagegen natürlich ein Fehler seitens der Stadtwerke vor. Sollte besser nicht passieren sowas.