News Hannover: 80-Jähriger kämpft nach Stromabschaltung durch Stadtwerke um sein ...

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25 April 2006
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[N] Hannover: 80-Jähriger kämpft nach Stromabschaltung durch Stadtwerke um sein ...

Folgende News wurde am 01.11.2008 um 17:01:00 Uhr veröffentlicht:
Hannover: 80-Jähriger kämpft nach Stromabschaltung durch Stadtwerke um sein Leben
Shortnews

Aus nicht näher benannten Gründen kam ein älteres Ehepaar aus Hannover mit seinen Zahlungen für Strom und Gas in den Rückstand. Nach Angaben der Stadtwerke erhielt das Ehepaar entsprechende Mahnungen. Das Ehepaar jedoch gibt an, keine Mahnungen erhalten zu haben. Letztendlich schalteten die Stadtwerke dem Ehepaar am Freitag dieser Woche den Strom und das Gas ab. Darüber hatte sich der 80-jährige Mann dermaßen Aufgeregt, dass er am Abend einen Schlaganfall erlitt und um sein Leben kämpft. Besondere Maßnahmen zum Schutz von älteren Menschen im Fall einer drohenden Abschaltung wollen die Stadtwerke Hannover für die Zukunft nicht erlassen. Auch wenn es immer mehr alte Menschen gebe, so werden diese im "Schnitt ja auch immer fitter", meint ein Sprecher der Stadtwerke.
 
Als Kunde des genannten Versorgers kann ich die "Nichtzustellung" von Rechnungen/Mahnungen bestätigen. Dieses liegt zum Teil sicherlich an der Qualität des Billigdienstes, der mit der Verteilung beauftragt ist. Ebenfalls kamen bei mir in der letzten Zeit Rechnungen mit falschen Postleitzahlen oder völlig falschen Ortsbezeichnungen an, die als Irrläufer doch bis zu 3 Wochen unterwegs waren....
 
der begriff "fingerspitzengefühl" ist in dieser unseren gesellschaft wohl leider nicht mehr existent. das zeigt nicht nur die tatsache, dass man einem über 80-jährigem rentnerpaar den strom abdreht, sondern auch der kommentar eines sprechers der stadtwerke.

Auch wenn es immer mehr alte Menschen gebe, so werden diese im "Schnitt ja auch immer fitter", meint ein Sprecher der Stadtwerke.

was soll man in diesem zusammenhang dazu noch sagen. 8O dieser mensch gehört entlassen! :ugly:

offensichtlich war den stadtwerken der aufwand zu hoch, mal einen vertreter vorbeizuschicken, um mit dem paar zu reden, warum es die offenen rechnungen nicht begleicht. oder auch den sozialdienst zu informieren. das alter der rentner muss den stadtwerken ja bekannt sein. statt dessen leiten sie das "in diesen fällen übliche mahnverfahren" ein und schicken mitarbeiter, die den strom abstellen sollen. ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ältere menschen nicht jedem die tür öffnen oder auch ein mahnschreiben nicht unbedingt als ein solches erkennen und einfach wegwerfen.

aber was soll man auch von einer gesellschaft halten deren einziger gott, GELD heißt. amen.
 
ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ältere menschen nicht jedem die tür öffnen oder auch ein mahnschreiben nicht unbedingt als ein solches erkennen und einfach wegwerfen.
Wenn da dick "Mahnung" steht, was willst du dann machen? Kannst ja nicht jeden Einzelfall prüfen ob die Post auch zugestellt und gelesen wurde.

Davon abgesehen hast du aber mit dem Grundproblem recht. Die Gesellschaft wird einfach immer unpersönlicher. Man spricht kaum noch miteinander, es gibt weniger gemeinsames Zusammenleben. Sehr schade, aber im Moment wohl kaum aufzuhalten.
 
Wenn da dick "Mahnung" steht, was willst du dann machen? Kannst ja nicht jeden Einzelfall prüfen ob die Post auch zugestellt und gelesen wurde.

ja richtig. das weißt du, das weiß ich. aber wir beide sind auch einige jahre jünger. ;) wenn man alt wird, ist es ja oftmals so, dass man schusselig wird. bei einem über 80-jährigen würde ich es zb. nicht ausschließen, dass er die mahnung erhalten - diese vielleicht sogar verstanden und zur kenntnis genommen hat - sie aber schlichtweg vergessen hat. das ist nichts ungewöhnliches. genau so gut kann ich mir vorstellen, dass die leute dachten, dass man sie betrügen wollte, wo man doch immer soviel im fernsehen sieht, wie gerade alte leute gerne betrogen werden.

deshalb denke ich, und da sind wir uns ja einig, dass man vielleicht besser daran getan hätte den persönlichen kontakt zu suchen, anstatt die "standartprozedur" ins rollen zu bringen.
 
deshalb denke ich, und da sind wir uns ja einig, dass man vielleicht besser daran getan hätte den persönlichen kontakt zu suchen, anstatt die "standartprozedur" ins rollen zu bringen.

Und ab welchem Alter möchtest du da Anfang? Wer brauch denn keine Rechnung mehr zahlen, weil er dazu ja geistig nicht mehr in der Lage ist? Das Antwortschreiben ist mies formuliert aber seien wir doch mal ehrlich. Ein Rentner der nicht mehr fit genug ist Alltagsdinge wie Mahungen zu erkennen und sich darum zu kümmern sollte Pflege beantragen.
 
Und ab welchem Alter möchtest du da Anfang? Wer brauch denn keine Rechnung mehr zahlen, weil er dazu ja geistig nicht mehr in der Lage ist? Das Antwortschreiben ist mies formuliert aber seien wir doch mal ehrlich.
Da gebe ich dir Recht und die Äußerung "im Schnitt ja auch immer fitter" ist absolut unwürdig.

Ein Rentner der nicht mehr fit genug ist Alltagsdinge wie Mahungen zu erkennen und sich darum zu kümmern sollte Pflege beantragen.
Sicher, aber würde jeder sich das selbst eingestehen?

Mahnungen gehören nich unbedingt zu den Alttagsdingen von Menschen, Rechnungen aber wohl und wenn diese nicht das Ziel erreichen, wie soll eine Person dann überhaupt reagieren können, vor allem wenn die Zustellung nicht gewährleistet ist?
 
Mahnungen gehören nich unbedingt zu den Alttagsdingen von Menschen, Rechnungen aber wohl und wenn diese nicht das Ziel erreichen, wie soll eine Person dann überhaupt reagieren können, vor allem wenn die Zustellung nicht gewährleistet ist?

Sind Mahnung denn soviel anders als Rechnungen. Bei Rechnungen sollte man ggf. in der Lage sein zahlungen zu vereinbaren, da man diese nicht mehr leisten kann und bei Mahnung verhält es sich ja ähnlich. Bis der Strom abgestellt wird, muss man ja schon mehrere Rechnungen/Mahnungen nicht bekommen haben.

Sicher, aber würde jeder sich das selbst eingestehen??

Nein sicher nicht. Und da sind dann Verwandte und Angehörige gefragt. Denn leider ist der Staat nicht in der Lage da ein Auge drauf zu haben ohne die Freiheit eines Menschen einzuschränken. Wenn natürlich keine Familie da ist, ist dies schade, aber auch hier sehe ich kaum Möglichkeiten da etwas zu ändern um Menschen stärker zu schützen. Weil dies würde wohl eher dazu führen das Menschen zu früh gegen ihren willen abgeschoben werden etc. Ist halt immer so eine schwere Gradwanderung zwischen Selbtschutz und diebstahl der Freiheit.
 
Sind Mahnung denn soviel anders als Rechnungen. Bei Rechnungen sollte man ggf. in der Lage sein zahlungen zu vereinbaren, da man diese nicht mehr leisten kann und bei Mahnung verhält es sich ja ähnlich. Bis der Strom abgestellt wird, muss man ja schon mehrere Rechnungen/Mahnungen nicht bekommen haben.
Für uns jüngere Generation besteht nicht so viel Unterschied, das ist klar. Bleibt aber immer noch der der Punkt wegen der Zustellung

Nein sicher nicht. Und da sind dann Verwandte und Angehörige gefragt. Denn leider ist der Staat nicht in der Lage da ein Auge drauf zu haben ohne die Freiheit eines Menschen einzuschränken. Wenn natürlich keine Familie da ist, ist dies schade, aber auch hier sehe ich kaum Möglichkeiten da etwas zu ändern um Menschen stärker zu schützen. Weil dies würde wohl eher dazu führen das Menschen zu früh gegen ihren willen abgeschoben werden etc. Ist halt immer so eine schwere Gradwanderung zwischen Selbtschutz und diebstahl der Freiheit.
Auch eine gewisse Nachbarschaftshilfe kommt bei alten Menschen in Frage, nur mangelt es auch da an Bereitschaft und nicht zuletzt die unabsichliche Ignoranz es einfach zu übersehen, dass da Menschen in unmittelbarer Nähe wohnen, die evtl. auf bisschen Hilfe angewiesen sind.

Eine Pflege zu bekommen ist nicht gerade einfach ... muß beantragt und genehmigt werden. Solange sich allerdings eine ältere Person noch selbst versorgen kann, bekommt man keine Stufe.

Oft mangelt es auch an Plätzen in Betreuten Wohnen, da nicht genügend Plätze vorhanden sind. Sehe es doch selbst an meinem Vater. Er will und kann nicht, da keine Wohnung vorhanden ist und die Anwärterliste ist riesengroß.

Du schreibst auch von wegen gegen den Willen abgeschoben werden. Ja und nein. Gerade ältere Menschen können eben ihre Vitalität nicht immer richtig einschätzen und durch Verwandte gepflegt werden, gestaltet sich teilweise auch nicht immer einfach. Es kann an Räumlichkeiten fehlen, zu wenig Kenntnisse, oder auch finanzielle Mittel durch Zwangsaufgabe eines Jobs.
 
Und ab welchem Alter möchtest du da Anfang? Wer brauch denn keine Rechnung mehr zahlen, weil er dazu ja geistig nicht mehr in der Lage ist?

es war nicht die rede davon, dass jemand ab einem bestimmten alter keine rechnungen mehr zu begleichen braucht, wenn er denn nur schusslig genug ist, sondern um das fehlende fingerspitzengefühl der stadtwerke, der sache auf den grund zu gehen, weshalb ein über 80 jahre altes rentnerpaar seine rechnung nicht bezahlt.

das problem ist doch, dass jeder der eine rechnung nicht begleicht, gleich in den verdacht gerät, diese nicht bezahlen zu WOLLEN. ob man das bei leuten in diesem alter immer gleich voraus setzen kann stelle ich in frage. deshalb habe ich mich vorhin auch für einen hausbesuch ausgesprochen, anstatt das übliche mahnverfahren einzuleiten und letzten endes den stecker zu ziehen. dabei geht es vor allem auch um die soziale verantwortung, die auch die stadtwerke irgendwo haben.

Das Antwortschreiben ist mies formuliert aber seien wir doch mal ehrlich. Ein Rentner der nicht mehr fit genug ist Alltagsdinge wie Mahungen zu erkennen und sich darum zu kümmern sollte Pflege beantragen.

jemand der nicht in der lage ist, eine mahnung auch als solche zu erkennen, wird höcht wahrscheinlich auch nicht selbstständig in der lage sein, pflege zu beantragen. das müssen dann schon andere in die wege leiten. der soziale dienst, informiert durch die stadtwerke, wären da zb. eine anlaufstation.
 
das problem ist doch, dass jeder der eine rechnung nicht begleicht, gleich in den verdacht gerät, diese nicht bezahlen zu WOLLEN. ob man das bei leuten in diesem alter immer gleich voraus setzen kann stelle ich in frage. deshalb habe ich mich vorhin auch für einen hausbesuch ausgesprochen, anstatt das übliche mahnverfahren einzuleiten und letzten endes den stecker zu ziehen. dabei geht es vor allem auch um die soziale verantwortung, die auch die stadtwerke irgendwo haben.

Ja aber auch hier stellt sich die Frage danach, ab welchem Alter du denn dafür plädierst? Setzt du es zu früh an, sorgst du für mehr Aufwand(= mehr kosten) die dann ja auch irgendwo wieder dem Kunden aufgeschlagen werden. Die Renter, die die Rechnung eh nicht so gut zahlen können, dürfen sich dann über mehrkosten durch Gebührenerhöhung freuen, die sich aus den gestiegenden Personalkosten ergeben.


jemand der nicht in der lage ist, eine mahnung auch als solche zu erkennen, wird höcht wahrscheinlich auch nicht selbstständig in der lage sein, pflege zu beantragen. das müssen dann schon andere in die wege leiten. der soziale dienst, informiert durch die stadtwerke, wären da zb. eine anlaufstation.

Ich denke, dass man eher die Ärtze sensibiliseren sollte als die Stromanbieter. Denn diese haben ja auch Kontakt zu älteren Menschen (besonders wenn diese nicht mehr ganz so fit sind). Wenn diese feststellen, dass der Patient nicht mehr so in der Lage ist alles zu bewerkstelligen, sollte dieser das Gespräch suchen (mit dem Patienten) und auch den sozialen Dienst mit dem Patient hinzuziehen. Aber wenn man den Stadtwerken diesen Auftrag zukommen lassen will ergeben sich ja fragen, welche Institutionen noch Hausbesuche machen müssten. Dann ergebe sich eine never ending story.
 
Ja aber auch hier stellt sich die Frage danach, ab welchem Alter du denn dafür plädierst? Setzt du es zu früh an, sorgst du für mehr Aufwand(= mehr kosten) die dann ja auch irgendwo wieder dem Kunden aufgeschlagen werden. Die Renter, die die Rechnung eh nicht so gut zahlen können, dürfen sich dann über mehrkosten durch Gebührenerhöhung freuen, die sich aus den gestiegenden Personalkosten ergeben.

ich denke nicht, dass man das zwingend an eine bestimmte altersgruppe festmachen kann. und der aufwand und die damit verbundenen kosten sind nicht viel höher, als jemanden damit zu beauftragen, in erfahrung zu bringen, warum das paar die rechnungen nicht bezahlt. immerhin hat man ja schon versucht, den leuten den strom abzustellen und war sogar bereit ein gerichtliches verfahren gegen sie anzustrengen. ich glaube das hat die kosten, welche ein vertreter verursachen würde, weit überstiegen.

Ich denke, dass man eher die Ärtze sensibiliseren sollte als die Stromanbieter. Denn diese haben ja auch Kontakt zu älteren Menschen (besonders wenn diese nicht mehr ganz so fit sind). Wenn diese feststellen, dass der Patient nicht mehr so in der Lage ist alles zu bewerkstelligen, sollte dieser das Gespräch suchen (mit dem Patienten) und auch den sozialen Dienst mit dem Patient hinzuziehen.

grundsätzlich ja. du hast vollkommen recht.

Aber wenn man den Stadtwerken diesen Auftrag zukommen lassen will ergeben sich ja fragen, welche Institutionen noch Hausbesuche machen müssten. Dann ergebe sich eine never ending story.

ja richtig. aber in diesem speziellen fall ist die sachlage eben doch etwas anders. denn die strom-und gasversorgung ist ja existenziell, gerade für leute in diesem alter. deshalb habe ich mich auch für mehr fingerspitzengefühl im eingangsposting ausgesprochen.
 
deshalb habe ich mich auch für mehr fingerspitzengefühl im eingangsposting ausgesprochen.
Ja gut, aber du kannst ja nicht davon ausgehen, dass Leute ab einem gewissen Alter ihre Mahnung nicht mehr beachten können. Wie soll der Mitarbeiter im Büro das erkennen, sofern er überhaupt auf das Geburtsdatum achtet?

Irgendwo musst du ja eine Grenze ziehen und sagen, dass nach x Mahnungen der Strom abgestellt wird. Wenn du das nicht machst kommen zig Kunden und geben irgendwelche fadenscheinigen Gründe an, warum sie die Rechnung nicht bezahlt haben.
 
Hm, schwierig. Wenn ich auch nicht oft mit Wannabe übereinstimme, hier schon. Die Antwort der Stadtwerke mag zynisch klingen, ist sie vielleicht auch.

Aber bei denen läuft da ein voller Automatismus, bei manchen gibt es nur eine Mahnung, bei Nichtzahlung innerhalb der Frist Abschaltung.

Denke auch, dass ist nicht der Job der Stadtwerke, die müssen eh sparen, wo es nur geht.

Da fehlt es vielleicht noch an gewisser Unterstützung. Es gibt bestimmt sicher viele alte Menschen, die sich durchaus selbst versorgen können, bei dem "Schreibkram" aber nicht mehr so durchblicken.

Die Frage wäre, wer soll das bezahlen? Ein Job für Zivis? Die fehlen aber schon an anderen Stellen.
 
Ja gut, aber du kannst ja nicht davon ausgehen, dass Leute ab einem gewissen Alter ihre Mahnung nicht mehr beachten können. Wie soll der Mitarbeiter im Büro das erkennen, sofern er überhaupt auf das Geburtsdatum achtet?

Irgendwo musst du ja eine Grenze ziehen und sagen, dass nach x Mahnungen der Strom abgestellt wird. Wenn du das nicht machst kommen zig Kunden und geben irgendwelche fadenscheinigen Gründe an, warum sie die Rechnung nicht bezahlt haben.

das war ja so auch nicht gemeint und wird in den meisten fällen wohl auch nicht so sein. aber es ist ja davon auszugehen, dass die sachbearbeiter zugriff auf die daten ihrer kunden haben und somit auch ersichtlich ist, dass es sich dabei um alte menschen handelt. gegen das mahnverfahren als solches ist ja auch nichts einzuwenden. so ist nunmal normalerweise die vorgehensweise um die säumigen kunden doch noch zur zahlung zu bewegen. aber bevor jemandem die strom-und gasversorgung entzogen wird, sollten die zuständigen behörden (sozialer dienst, sozialamt etc) im vorfeld informiert werden und sich der sache annehmen. ob das nun die aufgabe der stadtwerke ist, sei jetzt mal dahingestellt. aber vielleicht sollte der gesetzgeber mal darüber nachdenken, ob so ein schutzmechanismus doch sinnvoll wäre, um solche fälle in zukunft zu vermeiden. von der negativpresse für den anbieter mal ganz abgesehen.
 
Aber bei denen läuft da ein voller Automatismus, bei manchen gibt es nur eine Mahnung, bei Nichtzahlung innerhalb der Frist Abschaltung.

Denke auch, dass ist nicht der Job der Stadtwerke, die müssen eh sparen, wo es nur geht.

Nur weil da ein Automatismus herrscht, muss das noch lange nicht gut sein.

Wieso kann man als Dienstleister, der mit Sicherheit jahrelang einen Kunden mit Strom beliefert und dabei auch sehr gut verdient hat, nicht einfach mal anrufen und fragen, was los ist?

Ich hatte vor langer Zeit mal einen blöden Fall mit einer Versicherung; Ich war eine Zeit viel unterwegs und hab da Mahnungen von meiner Versicherung auch so recht nicht war genommen (sahen aus wie die übliche Werbepost von denen ... naja war schon klar meine Schuld).
Wieso konnte da aber mein Kundenbetreuer nicht bei mir anrufen? Ich hatte dort 4 Versicherungen abgeschlossen - bei 3 von denen wurde die Bankdatenänderung durchgeführt, bei einer nicht.
Irgendwann kam dann ein anderer Brief der nicht wie Werbepost aussah (Inkasso :roll:) und dann habe ich auch überwiesen.
Schluss endlich habe ich dort aber alle meine Versicherungen abgezogen. Wieso sollte ich bei einer teureren Versicherung bleiben, die mir zwar einen persönlichen Ansprechpartner bietet, der aber nur da ist, um mir neue Versicherungen aufzuschwatzen?


Sicher gibt’s Automatismen und sicher will jeder Geld sparen aber es ist doch traurig, dass persönlicher Kontakt nur dann gesucht wird, wenn man den Kunden etwas verkaufen will.

Die Stadtwerke stellen sich als besonders toll hin und das sie für Hannover da sind - schließlich zahlt man auch etwas mehr als wo anders. Wo bleibt denn der Mehrwert das man den Stadtwerken treu bleibt?
Zudem haben Stromanbieter wie die Stadtwerke in meinen Augen noch eine besondere Verantwortung, diese scheinen sie aber nicht zu sehen. Ich denke, primär das wird bemängelt.


Auch wenn eine Abschaltung natürlich berechtigt ist, finde ich es schade, dass hier vorher nicht noch auf anderem Wege Kontakt aufgenommen wurde.
 
Ich habe ja nicht gesagt, das dies "toll" ist, es ist aber leider so.

Man muss sich aber mal den verwaltungstechnischen Aufwand vorstellen.
Wie sollen die denn arbeiten? Manuell, bei Mahnungen an über XXjährige
bekommt ein Mitarbeiter eine Liste, die er abtelefonieren soll?

Theoretisch möglich. Wäre was für 1EuroJobs, das meine ich jetzt sogar ernst.
 
"Ich habe die Rechnungen nicht erhalten."
"Ich habe die Mahnungen nicht erhalten."
"Ich habe keine Techniker hier gesehen, die mir im Sommer schon den Strom abgeschalten wollten."


Spätestens ab dem Zeitpunkt im Juni wo (keine) Mitarbeiter der Stadtwerke vor meiner Tür standen, frühestens da wo ich meine Rechnungen nicht mehr erhalten/gezahlt habe, hätte mir doch auffallen müssen, dass da irgendetwas nicht stimmt - oder?

Die Stadtwerke haben sogar gerichtlich einen Titel erwirkt, um den Strom abzustellen. Kommt der Protest da nicht etwas zu spät?
Und nur weil ich alt bin, soll man hier eine Sonderbehandlung erhalten? Wieso dann nicht auch für Jugendliche, die ihre erste Wohnung haben und einfach nicht zahlen?

Wenn ich in der Firma eine 3. Mahnung an Kunden X, seines Alters 85, und es kommt keine Reaktion - dann leite ich das externe Mahnverfahren ein. Da interessiert mich als Kaufmann null, wie alt der gute Herr ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung hab wie alt unsere Kunden sind. ;)

Da mache ich doch keinen Hausbesuch, da steigt mir der Kunde sowieso aufs Dach weil ich ihm die Kosten für den Besuch natürlich in Rechnung stelle. :roll:
 
BTW: Ich finde diese shortnews inzwischen nur noch zum kotzen. Wer macht die? Immer mal die Quelle ansehen: https://www.haz.de/newsroom/regional/art185,721606

Wobei die auch reißerich ist, aber doch ein wenig mehr aussagt.

Ich muss sagen, woanders geht das ohne Besuch vonstatten.

Man könnte auch sagen: Inzwischen wohnen sie bei der Tochter, aber wo war die vorher?
 
Zuletzt bearbeitet:
aber bevor jemandem die strom-und gasversorgung entzogen wird, sollten die zuständigen behörden (sozialer dienst, sozialamt etc) im vorfeld informiert werden und sich der sache annehmen.
Erstmal sind das satte Mehrkosten, am Ende vermutlich für den Steuerzahler, denn es gibt in Deutschland zahlreiche solche Fälle, wo Leute den Strom nicht zahlen können oder wollen.

Und dann wird das ewig langwierig, wenn das erst noch einen Gang durch die Behörden macht. Bis dahin haben die jeweiligen Stadtwerke einen satten Verlust eingefahren. Denn mal angenommen jemand kann einfach nicht zahlen, bezieht aber ein paar weitere Monate Strom: Von wem willst du dann am Ende noch was einklagen?