Studium Handwerks-Meister und Bachelor sind gleichwertig

Eher geht es darum Konzepte aufzustellen, Abläufe zu planen, Deine Projekte dann auch realisieren zu können, auch mal um die Ecke zu denken und ausgelaschte Wege zu verlassen, Kosten- und Zeitoptimal zu handeln und mit vorgebenden Budgets maximalen Erfolg zu erzielen.

Auch hier hätten Studenten, die vorher als Geselle oder gar Meister Praxiserfahrung erworben haben, Vorteile, vor allem wenns ums "Realisieren" geht.
Was mich stört ist, dass bei einigen Postings, vor allem von lui89, der Verdacht aufkommt, das der nichtstudierte Meister dümmer ist als der Bachelorstudent und man diesem kein Masterstudiengang zutrauen kann.
 
der Verdacht aufkommt, das der nichtstudierte Meister dümmer ist als der Bachelorstudent

Um dümmer kann es doch gar nicht gehen, überhaupt die Idee zu haben ist grober Unsinn. Wenn dann geht es nur darum ob man durch seinen Lebenslauf an die Form der angebotenen Bildung/abgefragten Leistung genug gewöhnt wurde um gut damit zurecht zu kommen.


Zwischen Bildung und Intelligenz muss man klar differenzieren ;)
 
Und trotzdem ist Praxiserfahrung Grundvorraussetzung. Die meisten Fachhochschulen haben als Zugangsvorraussetzung zu solchen und ähnlichen Studiengängen immer, dass der Student entweder eine abgeschlossene Ausbildung in dem Bereich hat oder Praktika in diesem Bereich absolviert hat und während des Studiums absolvieren muss.

Das ein Praktikant der noch nie auf der Baustelle war und dort mauern darf wäre mir neu. Sehr realitätsfern! Dafür gibt es eine 3 jährige Berufsausbildung!! Man darf eher Steine und Zementsäcke schleppen und beim Bauablauf zuschauen!

Eher geht es darum Konzepte aufzustellen, Abläufe zu planen, Deine Projekte dann auch realisieren zu können, auch mal um die Ecke zu denken und ausgelaschte Wege zu verlassen, Kosten- und Zeitoptimal zu handeln und mit vorgebenden Budgets maximalen Erfolg zu erzielen.
Auch hier hätten Studenten, die vorher als Geselle oder gar Meister Praxiserfahrung erworben haben, Vorteile, vor allem wenns ums "Realisieren" geht.

Diese Arbeitsschritte macht kein Geselle und ein Meister nur zum Teil.

Soll nun jeder angehende Student eine Ausbildung machen? Am besten Maurerlehre mit Vollabi :ugly:

Was mich stört ist, dass bei einigen Postings, vor allem von lui89, der Verdacht aufkommt, das der nichtstudierte Meister dümmer ist als der Bachelorstudent und man diesem kein Masterstudiengang zutrauen kann.

Der Meister kann von mir aus auch Vollabi und Medizinstudium haben aber er kann keine Arbeit eines Ingenieurs ausführen.Ich weiß das es welche gibt aber diese sind 30 Jahre aufm Bau= Viel Erfahrung. Aber Erfahrung ist individuell und wird auch meistens gut bezahlt. Ein Meister der gerade seinen Meisterbrief in der Hand hat ist ganz bestimmt auch nicht besser wie ein fertiger Bachelor der eine Maurer Ausbildung hat!

Diese Entscheidung wurde politisch getroffen. Den einen freuts den anderen nicht ;) Ich bin gespannt wie es in der Wirtschaft ankommt und ob nun der Meister die Uni stürmt um seinen Master zu machen bleibt abzuwarten.
 
Hi.
Es gibt auch den Deutschen Qualifikationsrahmen, mit welchem sämtliche Abschlüsse verglichen werden können, auch auf europäischer Ebene.

https://www.deutscherqualifikationsrahmen.de/

Was ist der DQR?


Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ist ein Übersetzungsinstrument, mit dessen Hilfe alle in Deutschland erwerbbaren und angebotenen Qualifikationen den acht Niveaustufen des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zugeordnet werden können. Dadurch wird die Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen in Europa verbessert und die Mobilität von Lernenden und Arbeitnehmern erhöht. Der DQR soll alle schulischen, akademischen, beruflichen und anderweitig erworbenen Qualifikationen abbilden und so einen Rahmen für das lebenslange Lernen bieten. Dabei wird den Besonderheiten des deutschen Bildungssystems Rechnung getragen. Bei der Entwicklung des DQR sollen u.a. der Europäische Qualifikationsrahmen für den Hochschulbereich (Bologna-Prozess) und der Deutsche Qualifikationsrahmen für Hochschulabschlüsse Berücksichtigung finden.
 
Der Meister kann von mir aus auch Vollabi und Medizinstudium haben aber er kann keine Arbeit eines Ingenieurs ausführen.

Also "können" ist was anderes als "dürfen". In erster Linie darf er das nicht, aber dafür darf er an die Uni gehen, studieren (ohne vorher Abi gemacht zu haben und ohne vorheriges 3 jähriges Bachelorstudium), seinen Master machen und dann darf er alle Arbeiten ausführen, die er vorher nicht ausführen durfte, da er jetzt entsprechend qualifiziert ist.
Ob er nun Nachteile hat gegenüber Komilitonen die aus einem Bachelorstudiengang in den Master kommen, ist ein individuelles Problem, welches jeder selbst durch Lernen lösen kann.
Aber der gedankliche Ansatz, dass jemandem mit einem Meistertitel, sollte er sich weiter qualifizieren wollen, ermöglicht wird, statt 5 Jahren (Bachelor + Master), in 2 Jahren (Master) bis zum höchstmöglichen Abschluss zu gelangen, einen Schritt in die richtige Richtung.
Ob sich das in großer Zahl durchsetzen wird, ist die Frage, aber allein dass die Möglichkeit besteht, erspart denjenigen die gewillt sind eine Menge Zeit.
 
Der Meister kann von mir aus auch Vollabi und Medizinstudium haben aber er kann keine Arbeit eines Ingenieurs ausführen.
Das ist ohnehin nicht ganz korrekt. Es gibt auch viele Meister, die solche Tätigkeiten ausführen. Wenn diese lange genug dabei sind und Erfahrung haben, unterscheidet sich das kaum noch. In der Theorie wird der Ingenieur wohl mehr wissen.
Mein Vater war von Beruf Zimmermann und Polier bei Phillip Holzmann, hatte aber auf seinen Baustellen selbst die Ingenieure unter sich.