Glaubst du an Gott?

  • Ja.

    Stimmen: 100 30,0%
  • Ja, aber wie ihn keine Religion kennt.

    Stimmen: 30 9,0%
  • Nein.

    Stimmen: 164 49,2%
  • Ich bin Agnostiker.

    Stimmen: 26 7,8%
  • Anderes - siehe Thread!

    Stimmen: 13 3,9%

  • Umfrageteilnehmer
    333
ich habe eine frage an die gläubigen hier...

ich meine angenommen Adam und Eva hätten ihre Nacktheit nicht erkannt ... wie hat sich Gott die Fortpflanzung vorgestellt?

...
MFG
TL

Also die Frage halte ich jetzt nicht für problematisch. Ich meine, wissen Hasen etc. dass sie "nackt" (bzw. befellt?!?) sind ? Und die können sich ja auch problemfrei fortpflanzen ohne Erkenntnis der Nacktheit.
 
Ich frage deshalb, weil smailies Aussage natürlich richtig ist. Ein wesentlicher Teil des sozialen Engagements wird sicher durch die Pfarrer und anderen Angestellten der Kirche (z.B Sozialarbeiter) geleistet.

Ein wesentlicher Teil? Die zwei größten (Privat)spender sind 2 Atheisten: Bill Gates und Warren Buffett. ;)

Kannst du ein paar Beispiele nenne? Dieses Thema interessiert mich sehr, wenn es nicht hier rein passt dann auch gerne PN.

Ich verweise dich einfach mal hierhin. ;) Da wird alles sehr objektiv beschrieben.

Sind es nicht wir Menschen die es soweit gebracht haben. Sind die Nahrungsmittel auf Erden nicht ausreichend für die gesamte Menscheit, so das niemand an Hunger sterben müsste. Kapitalismus, Imperialismus.(alles was mit -mus endet;):mrgreen:)...
Katholizismus? xD

Und noch sehr viele andere Gründe die dazu führten. Statt die Schuld immer auf Gott zu schieben, sollten wir uns doch erst einmal Gedanken darüber machen wieso weshalb und warum das so ist...
Gott ist doch allmächtig und unendlich. Somit könnte er das Hungerproblem - wenn er es wirklich wollen würde - auch lösen oder es gar nicht so weit kommen lassen. Oder?

Also die Frage halte ich jetzt nicht für problematisch.
Dann vielleicht die hier: Warum sollte ein allmächtiges, unsterbliches, ewiges Wesen/Ding/Sein (= Gott) ein Universum erschaffen, das so groß ist, dass wir auf der Erde dagegen weniger als ein Sandkorn auf einem Strand bedeuten? Warum? Die Menschheit ist vergänglich, die Erde ist vergänglich. Was, wenn in Mio. Jahren alles Leben auf der Welt gestorben sein wird? War das das Ziel Gottes? Was macht er dann? Eine neue Welt, ein neues Universum? Aus Spass?
 
Gott ist doch allmächtig und unendlich. Somit könnte er das Hungerproblem - wenn er es wirklich wollen würde - auch lösen oder es gar nicht so weit kommen lassen. Oder?

Warum sollte er das wollen? Wenn wir Menschen keine Probleme zu lösen hätten, wäre unsere Existenz dann nicht auch verdammt sinnlos? Wenn nie jemand Hunger haben wird, wozu dann noch arbeiten oder überhaupt irgendetwas tun? Sollte es solche Versuche einer Zivilisation tatsächlich mal gegeben haben, dürften die von selbst ausgestorben sein. ;)

Meine Sichtweise ist, dass jeder sich im Leben bewähren muss, gemessen an den an ihn gestellten Herausforderungen. Je geringer die Herausforderung umso größer die Verantwortung damit sinnvoll umzugehen... aber das ist nur meine ganz eigene Philosophie.


Dann vielleicht die hier: Warum sollte ein allmächtiges, unsterbliches, ewiges Wesen/Ding/Sein (= Gott) ein Universum erschaffen, das so groß ist, dass wir auf der Erde dagegen weniger als ein Sandkorn auf einem Strand bedeuten? Warum? Die Menschheit ist vergänglich, die Erde ist vergänglich. Was, wenn in Mio. Jahren alles Leben auf der Welt gestorben sein wird? War das das Ziel Gottes? Was macht er dann? Eine neue Welt, ein neues Universum? Aus Spass?

Typisch menschliche Überlegenheit :p

Warum sollten wir irgendwas besonderes sein? Wir sind grad mal eine Zivilisation im All, eine von vielleicht Tausenden vielleicht Millionen, wer weiß? Einige davon sind vielleicht schon viel weiter und bereiten Gott einen angenehmen Zeitvertreib... ;)

Ich hatte dazu schonmal was gepostet hier, da ging es um ein fiktives Gespräch mit Gott. Ich fand den Gedanken ganz nett, dass das ganze Ziel des Schauspiels ist, Zivilisationen bei ihrer Evolution zu beobachten und sich, sollten sie es weit genug schaffen, mit ihnen zu unterhalten...

The first intelligent species are now 4.3 billion years ahead of you. Really quite advanced. I can have deeply meaningful conversations with them. And usually do. In fact I am as we speak.
 
Warum sollte er das wollen? Wenn wir Menschen keine Probleme zu lösen hätten, wäre unsere Existenz dann nicht auch verdammt sinnlos?
Ist sie das nicht? Jetzt mal über ein Individuum hinaus gedacht und auf die ganze Menschheit blickend? Nein, ich bin kein Pessimist oder depressiv oder so, aber denk mal genau nach...

Typisch menschliche Überlegenheit :p
Wieso Überlegenheit? Du schreibst doch selber, wie unbedeutend wir in Hinblick auf das gesamte Universum sind. ;)

Warum sollten wir irgendwas besonderes sein? Wir sind grad mal eine Zivilisation im All, eine von vielleicht Tausenden vielleicht Millionen, wer weiß? Einige davon sind vielleicht schon viel weiter und bereiten Gott einen angenehmen Zeitvertreib... ;)
Gott ist unendlich, für ihn gibt es gar keine Zeit. ;)
 
Ist sie das nicht? Jetzt mal über ein Individuum hinaus gedacht und auf die ganze Menschheit blickend? Nein, ich bin kein Pessimist oder depressiv oder so, aber denk mal genau nach...

Naja, sinnlos ist vielleicht das falsche Wort. Ziellos eher. So haben wir Ziele auf die wir hin arbeiten. Auch wenn diese vielleicht ebenso sinnlos sind, im Großen betrachtet. Ziellos ist aber schlimmer imho.

Wieso Überlegenheit? Du schreibst doch selber, wie unbedeutend wir in Hinblick auf das gesamte Universum sind. ;)

Meinte damit nur, dass wir nicht davon ausgehen sollten, dass Gott nur uns geschaffen hat. ;)

Gott ist unendlich, für ihn gibt es gar keine Zeit. ;)

Okay, wieder das falsche Wort. Zeitvertreib war nicht wörtlich gemeint. Von mir aus eben Zerstreuung.
 
Naja, sinnlos ist vielleicht das falsche Wort. Ziellos eher.
Gut, wo du recht hast...

Meinte damit nur, dass wir nicht davon ausgehen sollten, dass Gott nur uns geschaffen hat. ;)

...hast du recht.

Okay, wieder das falsche Wort. Zeitvertreib war nicht wörtlich gemeint. Von mir aus eben Zerstreuung.

Ich hab dich schon verstanden, war auch nur spaßeshalber gesagt! ;)
 
baffi schrieb:
Ich frage deshalb, weil smailies Aussage natürlich richtig ist. Ein wesentlicher Teil des sozialen Engagements wird sicher durch die Pfarrer und anderen Angestellten der Kirche (z.B Sozialarbeiter) geleistet.
Ein wesentlicher Teil? Die zwei größten (Privat)spender sind 2 Atheisten: Bill Gates und Warren Buffett. ;)

Die Arbeit wird von den genannten sicher (mit)finanziert, aber konkret geleistet wird sie von den Mitarbeitern der Kirche und Ihrer Organisationen. ;)
 
Die Arbeit wird von den genannten sicher (mit)finanziert, aber konkret geleistet wird sie von den Mitarbeitern der Kirche und Ihrer Organisationen. ;)

Nein, von der Bill & Melinda Gates Foundation. ;)

William Gates sr. leitet die Bill & Melinda Gates Foundation mit über 830 Mitarbeitern und einem Kapitalgrundstock von rund 35,2 Mrd. US$ (Stand: März 2010).
Am 25. Juni 2006 kündigte Warren Buffett eine Zustiftung von Berkshire Hathaway B Aktien an, die zu diesem Zeitpunkt 32,5 Milliarden Dollar Wert waren. [...] Die erste Zahlung im Wert von 1,6 Mrd. US $ erfolgte im Juni 2006, die zweite im Wert von 1,76 Mrd. US $ im Juli 2007, die dritte im Wert von 1,8 Mrd. US $ im Juli 2008 und die vierte im Wert von 1,25 Mrd. US $ im Juli 2009.
 
Also nochmal.

Ich sprach davon, dass die wesentliche soziale Arbeit der katholischen Kirche durch die Pfarrer und anderer Mitarbeiter geleistet wird.

Insofern dürfte eben ein wesentlicher Anteil der "Personalkosten" in der Auflistung von Dogdo auch dem Bereich "soziales Engagement" (der kath. Kirche) zuzuordnen sein.

Schließlich ist es nach Deinen Nachweisen offensichtlich, dass Gates und Buffet die größten Privatspender sind und es wahrscheinlich auch lange bleiben werden.

An die Leistungen der weltweiten Ausgaben der kath. Kirche, geschweige denn aller Religionsgemeinschaften, für soziale Belange werden aber auch die beiden zusammen nicht herankommen *denk*. Müssen sie aber auch gar nicht.

Die Kirche ist ja auch kein Privater. ;)
 
Ich kann doch auch an Gott glauben ohne dafür jeden Monat ordentlich was an Kirchensteuer zu bezahlen oder? So mag es für jeden vllt. relativ wenig aussehen was man da monatlich zahlt aber über die Jahre bzw. über das Leben gerechnet ist das ein ordentlicher Betrag der da zusammenkommt.

Bei Steuerklasse 1 sind das bei mir mal locker 35-40€ monatlich somit ca. 500euro jährlich ohne weinachtsgeld urlaubsgeld ect. dazugerechnet zu haben
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbstverständlich. Ich wollte damit auch nicht Deine Entscheidung hinterfragen, sondern die Behauptung, es werde zuwenig von der Kirchensteuer für Soziales ausgegeben.
 
Ich kann doch auch an Gott glauben ohne dafür jeden Monat ordentlich was an Kirchensteuer zu bezahlen oder? ...

Ohne Kirchensteuer sicher. Ob es für einen Gläubigen gut ist, sich gar nicht sozial zu engagieren sieht zumindest Jesus anders. Er sagt, wir sollen mit den Armen teilen. Und im Vergleich zur Welt sind wir in Deutschland doch alle eher reich. Aber du hast ja auch gesagt, dass du regelmäßig spenden wirst.
 
Ob es für einen Gläubigen gut ist, sich gar nicht sozial zu engagieren sieht zumindest Jesus anders. Er sagt, wir sollen mit den Armen teilen.
Behauptet die Bibel denn nicht auch, dass mit dem Tod Jesu alle Sünden abgegolten seien? Insofern ist es in der christlichen Lehre doch eigentlich egal, was man zeitlebens auf der Erde treibt - vergeben wird einem sowieso, Nachteile bei unchristlicher Lebensweise sind nicht zu erwarten. Wobei mir bisher noch kein Gläubiger erklären konnte, was denn am "ewigen Leben" so toll sein soll.

Friedrich Nietzsche hat das sehr schön dargestellt:
In der ganzen Psychologie des „Evangeliums“ fehlt der Begriff Schuld und Strafe; insgleichen der Begriff Lohn. Die „Sünde“, jedwedes Distanz-Verhältniss zwischen Gott und Mensch ist abgeschafft, — eben das ist die „frohe Botschaft“. Die Seligkeit wird nicht verheissen, sie wird nicht an Bedingungen geknüpft: sie ist die einzige Realität — der Rest ist Zeichen, um von ihr zu reden…
(Nietzsche, AC, 33.)
 
Behauptet die Bibel denn nicht auch, dass mit dem Tod Jesu alle Sünden abgegolten seien? Insofern ist es in der christlichen Lehre doch eigentlich egal, was man zeitlebens auf der Erde treibt - vergeben wird einem sowieso, Nachteile bei unchristlicher Lebensweise sind nicht zu erwarten. ...

Ich finde das Verständnis des "Kindes Gottes" eigentlich sehr schön. Natürlich verliere ich meine Kindschaft nicht, wenn ich mich nicht an Gottes Gebote halte, aber oft ist es tatsächlich auch im praktischen Leben nicht gut und es fördert auch nicht meine Beziehung zu Gott. Und ob es NAchteile in der Ewigkeit gibt kann ich dir nicht mit letzter Sicherheit sagen. Es gibt aber wohl auch im "biblischen Himmel" Unterschiede, zumindest sagt Jesus an einer Stelle etwas von "dem geringsten im Himmel"