Gibt es die Hölle?

Himmel oder Hölle

auch die Menschen die nicht an Gott glauben sind Gottes Kinder und können sich auf Gott zubewegen oder nicht. Gott ist das unendliche und allumfassende Gute. Wenn wir das Gute widerspiegeln, spiegeln wir Gott wider.

Gruß
audiotapefan45




An sich ist nichts weder gut noch böse: das Denken macht es erst dazu.
SHAKESPEARE
 
...
Das sind die Stellen, in denen die Hölle in der Bibel erwähnt werden;)
Klugscheiß off.
Das kommt aber auf die Bibel und die Übersetzung an... In manchen steht statt "Hölle" auch "Tod" oder "Unterwelt" (Hades).

Das künstlerisch geprägte Bild der Hölle, was wir meist meinen wenn wir von der Hölle sprechen, entstammt hauptsächlich der Offenbarung des Johannes, welche ja noch nicht eingetreten ist. Von daher gibt es lt. christlichem Glauben also streng genommen (noch) keine Hölle, soweit richtig... aber
Ergo, selbst die Christen glauben nicht daran.

Frage beantwortet? :D
Die Christen sind also der Maßstab von allem? :hö:

In den meisten Relligionen gibt es ein Gegenstück zum Himmel / Paradies / Djanna / göttlichem Reich. Ob man es jetzt Hölle, Jenseits, Unterwelt, Sheol, Dschahannam oder Gehenna nennt ist letztendlich egal.
Vor irgendwas muss man ja auch Angst haben ;)

Gruß Aru
 
Nö, mein Maßstab ist die Bibel :)
Eigentich war die Frage nicht auf dich bezogen, sondern die o.g. Aussage, daß wenn die Christen nicht (direkt) an die Hölle glauben, diese auch nicht existiert...

Interessanterweise ist "die Hölle" aber ein mehr oder weniger wichtiger Bestandteil vieler, z.T. sehr unterschiedlicher Relligionen. Von daher finde ich es etwas vermessen bei Glaubensfragen generell das Christentum als absoluten Maßstab anzulegen.

Analog könnte man das aber auch auf die Bibel beziehen... Wobei hier noch hinzukommt, daß die Bibel recht alt ist, zum großem Teil nur mündlich überliefert und mehrmals übersetzt wurde. Es ist also imho fraglich, in wie weit die Bibel überhaupt noch ihrer ursprünglichen Aussage entspricht und wo die Kirche etwas nachgbessert hat ;)

Gruß Aru
 
... die Bibel beziehen... ..., zum großem Teil nur mündlich überliefert und mehrmals übersetzt wurde. Es ist also imho fraglich, in wie weit die Bibel überhaupt noch ihrer ursprünglichen Aussage entspricht und wo die Kirche etwas nachgbessert hat ;)

Also "die Kirche" kann da kaum "nachgebessert" haben, weil die ältesten Manuskripte so alt sind, da hat noch keine Kirche im heutigen Sinn existiert. Darüber hinaus ist sie auch nicht allzulange nur mündlich weitergegeben worden, die ersten Evangelien werden z.B. auf weniger als 70 n.Chr. datiert - doch das ist etwas oT.
 
doch das ist etwas oT.
Das Risiko geh' ich mal ein, aus der ursprünglichen Diskussion ist imho eh nicht viel rauszuholen ;)

Also "die Kirche" kann da kaum "nachgebessert" haben, weil die ältesten Manuskripte so alt sind, da hat noch keine Kirche im heutigen Sinn existiert.
Ohne das grundsätzlich bestreiten zu wollen... Aber du hast so eine alte Fassung der Bibel mal gelesen und mit den heutigen Übersetzungen vergleichen können?

Dazu kommt noch, daß es "Die Bibel" eigentlich gar nicht gibt... Die Bibel der römisch-katholischen Kirche, wobei es sogar hier mehrere Versionen/Übersetzungen gibt, unterscheidet sich im Umfang, Wortlaut und Deutung doch deutlich von z.B. der othodoxen Bibel. Auch gibt es mehr oder weniger deutliche Unterschiede zwischen AT und Tanach.

Ich finde z.B. auch die Tatsache recht interessant, daß die Kirche noch im Mittelalter sehr viel dran gelegen war, daß "Normalgläubige" die Bibel gar nicht lesen konnten.

Und persönlich kann ich mir beim besten Willen nicht Vorstellen, daß eine Schriftensammlung, deren Wurzel angeblich bis zur Schöpfung, bewiesen bis etwa 200 v. Chr. zurückreichen in der ganzen Zeit, trotz teilweise mündlicher Überlieferung, Handabschriften und Übersetzungen der exakte Wortlaut und Sinn sich nicht im geringsten geändert hat.
Das ist im Prinzip wie ein 2.000 Jahre langes Stille-Post-Spiel... ;)

Der Thread hier, um wieder in Richtung btt zu kommen, ist ja sogar ein gutes Beispiel dafür... Oft wird in der Bibel Gehenna mit Hölle übersetzt.
Das Wort für Hölle, das in den Evangelien verwendet wird (gehenna), bezeichnet eigentlich den "Müllplatz" von Jerusalem, das Tal Hinnom südöstlich vor der Stadtmauer, wo die Kadaver von Tieren und sogar Leichen von Kriminellen verbrannt wurden.
Erst die Kirche macht daraus den feurigen Ort an dem wir für unsere Sünden büsen müssen. Das steht so, streng genommen gar nicht in der Bibel ;)

Gruß Aru
 
Ohne das grundsätzlich bestreiten zu wollen... Aber du hast so eine alte Fassung der Bibel mal gelesen und mit den heutigen Übersetzungen vergleichen können?

Nö. Aber ich habe darüber gelesen. Und wenn man die Vergleiche liest,d ann sind die Abweichungen minimal.

Dazu kommt noch, daß es "Die Bibel" eigentlich gar nicht gibt... Die Bibel der römisch-katholischen Kirche, wobei es sogar hier mehrere Versionen/Übersetzungen gibt, unterscheidet sich im Umfang, Wortlaut und Deutung doch deutlich von z.B. der othodoxen Bibel. Auch gibt es mehr oder weniger deutliche Unterschiede zwischen AT und Tanach.
Und trotzdem gibt es die Bibel als Buch. Es gibt den Kanon des NT, der in seiner frühesten Fassung von 367 n.Chr. datiert. Die Kanonisierung des AT ist noch älter. Und auf diese Sammlung bezieht sich der Begriff Bibel. Alle weiteren Veränderungen im Schriftgut werden z.B. als Apokryphen bezeichnet. Aber sonst blieb die Sammlung die Gleiche.

Ich finde z.B. auch die Tatsache recht interessant, daß die Kirche noch im Mittelalter sehr viel dran gelegen war, daß "Normalgläubige" die Bibel gar nicht lesen konnten.

Da hast du recht. Der KATHOLISCHEN KIRCHE war daran gelegen. Aber das ist das Problem, Kirche und Christentum müssen hier getrennt betrachtet werden. Martin Luther hatte da eine radikal andere Ansicht :)


Und persönlich kann ich mir beim besten Willen nicht Vorstellen, daß eine Schriftensammlung, deren Wurzel angeblich bis zur Schöpfung, bewiesen bis etwa 200 v. Chr. zurückreichen in der ganzen Zeit, trotz teilweise mündlicher Überlieferung, Handabschriften und Übersetzungen der exakte Wortlaut und Sinn sich nicht im geringsten geändert hat.
Das ist im Prinzip wie ein 2.000 Jahre langes Stille-Post-Spiel... ;)

Nun, es gibt bei diesem "Spiel" ein paar sehr alte Fragmente. Und wenn diese mit den ältesten Abschriften verglichen werden, und sich nahezu keine Unterschiede ergeben, dann ist das doch eher ein Zeichen von Vertrauenswürdigkeit, oder?

Der Thread hier, um wieder in Richtung btt zu kommen, ist ja sogar ein gutes Beispiel dafür... Oft wird in der Bibel Gehenna mit Hölle übersetzt.

In meiner Bibel (Luther 84) gibt es drei Urbegriffe, die mit Hölle übersetzt werden, das griechische Gehenna, das hebräische Scheol und das griechische Tartarus. Die ersten beiden bezeichnen das Totenreich bis zum jüngsten Gericht.

Erst die Kirche macht daraus den feurigen Ort an dem wir für unsere Sünden büsen müssen. Das steht so, streng genommen gar nicht in der Bibel ;)

Das war aber auch eher im Mittelalter und da vorwiegend die katholische Kirche. Deswegen halte ich mich ja auch an die Bibel!

smailies
 
ZDF-Sendung zur Hölle am 20.12. um 23.45 h einschalten

Habe zufällig gerade im Fernsehprogramm die Sendung ZDF-History gefunden.
"Pforten der Hölle - Geschichten eines Myhtos" beginnt um 23.45 Uhr
Bitte um viele Kommentare zur Sendung. Danke.