Gesellschaft ohne Perspektive?

Lissy

Weichgespült
ID: 85178
L
28 April 2006
737
66
"Ach, was waren das noch Zeiten" sagten schon
viele Generationen und ich gebe zu, als Jugendliche
habe ich diesen Satz gehasst.
Aber mit zunehmenden Alter und mehr Durchblick in
die heutige Gesellschaft, muss ich sagen, das ich mir
oft wünsche die Zeit zurück drehen zu können.
Allerdings mit einem Unterschied, ich möchte nicht in
meine Kindheit zurück oder ähnliches. Aber es wäre
besser für uns Menschen gewesen, wenn die Playstation
nie erfunden worden wäre, das Handy nie auf den Markt
gekommen wäre. Und auch der Computer, samt dem Internet
haben nicht nur Vorteile gebracht.
Dieses Zeitalter nennt sich seltsamerweise "das
Zeitalter der Kommunikation". Doch wie sieht es
denn in der Realität aus?
Beziehungen werden per SMS beendet, die Kids sitzen nur
noch in der Wohnung vor ihren Spielkonsolen oder dem PC
und bei den Erwachsenen sieht es nicht besser aus, zum
größten Teil.
Und wenn die Kinder mal rausgehen, hängen sie meistens
nur noch ab auf den Straßen und wissen nichts mit sich
anzufangen.
Spielen mit ihren Handys oder mit der Playstation
Portable und haben verlernt ihr Gehirn zu benutzen,
geschweige denn mal ein Buch zu lesen.
Die Menschheit hat einfach verlernt miteinander zu
kommunizieren, so blöd sich das im sogenannten
"Zeitalter der Kommunikation" auch anhören
mag.
Denn zur Kommunikation gehören auch Emotionen,
Gestiken, Körpersprache und wie will man diese Dinge
z.B. in einer SMS rüber bringen?
Achja, ich vergaß. Es gibt ja diese netten kleinen
Smileys, auch Emoticons genannt, die diese Emotionen
vermitteln sollen.
Aber mal ehrlich, wenn mich im Internet jemand fragt
"Wie geht es Dir?" und ich sage darauf
"Danke sehr gut " wer garantiert dann dem
Gegenüber, das ich nicht tatsächlich hinter meinem PC
sitze und mir die Augen ausheule?
Ein persönliches Gespräch von Angesicht zu Angesicht
ist doch viel besser, meiner Ansicht nach.
Sogar per Telefon ist es noch besser, als per Instant
Messenger, SMS oder sonstige
Kommunikationsmöglichkeiten der heutigen Zeit, da kann
man zumindest den wahren, emotionalen Zustand eines
Menschen erahnen. Obwohl ich da doch immer wieder
lieber zum persönlichen Gespräch hin tendiere.
Zu dem Problem der mangelnden Kommunikation, gesellt
sich auch gerne der allgemeine Frust unserer
Gesellschaft.
Hohe Arbeitslosenquoten, besonders in den Großstädten,
Existenzängste, finanzielle Probleme oder sogar hohe
Schulden.
All diese Dinge frustet den größten Teil der aktuellen
Elterngeneration und dadurch resultiert z.B. die
Gewaltbereitschaft und die Aggressionen der heutigen
Jugend.
Und durch diese Gewaltbereitschaft und
"Egal-Einstellung" haben viele Lehrer auch
die Motivation verloren und die meisten Jugendlichen
werden fallen gelassen. Es leiden sogar die darunter,
die eigentlich was lernen wollen.
Viele der Jugendlichen können nichtmal mehr die
einfachsten Fragen beantworten, haben kaum noch
Allgemeinbildung, wissen nichtmal den Namen unseres
Bundeskanzlers(in), geschweige denn, das es diesmal
sogar eine Frau ist.
Oder bei Fragen zur menschlichen Anatomie wird
plötzlich die Lunge zur Bauchspeicheldrüse deklariert,
die Nieren an die Stelle der Leber gesetzt usw.
Aber das Problem besteht nicht nur bei den
Jugendlichen. In letzter Zeit fällt mir immer häufiger
auf, das sehr sehr viele Menschen große
Rechtschreibschwierigkeiten haben.
Ganz besonders die, die regelmässig im Internet die
Instant Messenger benutzen. Da wird auf Satzzeichen
meist komplett verzichtet, auch die Groß -und
Kleinschreibung wird missachtet.
Das alles sind große Defizite die in unserer
Gesellschaft erst in den letzten 15-20 Jahren vermehrt
aufgetaucht sind. Eben seit die Technologie in immer
größeren und schnelleren Schritten voranschreitet.
Ist Euch schonmal aufgefallen, das wir Menschen im
allgemeinen immer aggressiver und egoistischer geworden
sind?
Nunja, um mal zum Ende zu kommen. Es bleibt mir nur zu
hoffen, das wir Menschen vielleicht doch mal irgendwann
wieder zu einem Teil der alten Werte zurück finden.
Die Kinder und Erwachsenen wieder Bücher lesen, Eltern
sich um ihre Kinder kümmern, Spiele wie Gummitwist,
Diablo, Federball und ähnliches wieder neu entdeckt
werden. So das die ganze Technologie mal hinten
angestellt wird und auch mal wieder ohne Handy und PC
etc. auskommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welch Ironie, dass du sowas in ein Internetforum schreibst... :roll::roll::roll:

Mal im Ernst: Das Internet überbrückt Schranken und lässt die Welt näher zusammenrücken. Jeder kann mit jedem über alles diskutieren, man hat Zugriff auf Neuigkeiten aus aller Welt, statt Briefen kann man viel schnellere Emails schreiben, etc. Das sind super Entwicklungen. Und es hindert einen ja keiner, trotzdem draußen spazieren zu gehen. Noch besser, du kannst beim spazieren gehen sogar noch jemanden anrufen, Emails schreiben, TV gucken, alles was du willst. Ich liebe die moderne Informationstechnik und ohne würde ich echt was vermissen.

Wenn ich allein an mein Studium denke... wollte ich alle Vorlesungsskripte ausdrucken, hätt ich hier mehrere Bücher stehen. Wenn ich was im Buch suchen wollte, müsste ich es dann ewig durchblättern. Am Notebook öffne ich ne Datei und geb den gesuchten Begriff in ein fenster ein - und Hallelujah, da ist die gewünschte Seite. Wer mir an sowas den Nachteil erklären will, soll das mal machen...

Ich bekenne es: ICH LIEBE DAS INTERNET :)
 
Das Internet ist ja eine feine Sache,aber wenn ich mir bestimmte Personen in meinem alten Bekanntenkreis anschaue,dann pack ich mir an die Füsse.

Da wird Second Life einem richtigen Treffen mit Freunden vorgezogen.

Da wird lieber im Chatroom oder auf irgendwelchen anderen Seiten Karten gespielt,als dass man sowas mit Freunden macht.

Ich kann mich erinnern,wie es war als ich noch klein war.

Da gabs nach der Schule nichts anderes als den ganzen Tag auf dem Fussballplatz zu stehen mit seinen Freunden .

Wir waren kaum in der Wohnung ,klar ab und an wurde auch mal vor einem Super Nintendo gehockt,aber dann war das Wetter dementsprechend.

Ich kann es heutzutage immer noch nicht verstehen, wie man sich lieber vor dem Rechner, Nintendo , Playstation setzen kann, wo man die Möglichkeit hat , mal rauszugehen,was zu unternehmen usw.
 
Welch Ironie, dass du sowas in ein Internetforum schreibst... :roll::roll::roll:

Du scheinst ein schlaues Kerlchen zu sein,
demnach solltest Du den Sinn meines Beitrages
eigentlich auch verstanden haben. ;)
Ich sage etwas gegen das Internet,
ergo versuche ich auch genau diese Gruppe
unserer Gesellschaft damit etwas aufzurütteln.
Hast Du da schonmal drüber nachgedacht? :p

Ausserdem bin ich auch nicht generell gegen
die oben von mir genannten Dinge.
Solange man, ich nenne sie jetzt mal "die guten
alten Dinge", nicht vergisst, kann man sich ruhig
auch mal an den PC setzen oder auch mal SMS schreiben
oder ähnliches.
Es kommt halt immer darauf an, in welchem Ausmaß man
gewisse Dinge tut. Ein Mann der täglich 6-8 Stunden im
Fitnesscenter verbringt, legt mit Sicherheit ein
genauso schädliches Verhalten an den Tag, wie ein
Mensch der täglich 10-15 Stunden vor dem Pc sitzt. ;)
 
Mag ja sein, dass der ein oder andre zu lang am PC hockt, oder vorm Fernseher. Dafür die Technik verantwortlich zu machen, ist aber nicht richtig. Man muss nur die Menschen über den richtigen Umgang mit den Medien aufklären, insbesondere Kinder und Jugendliche. Genauso wie man richtig mit allem anderen umgehen können muss, sei es Alkohol, Glücksspiel, Beziehungen, Fitnesscenter, Solarium,... Ich finde es nicht richtig, dafür die Technik verantwortlich zu machen, gemischt mit ner Brise "Früher war alles besser" und nem Päckchen "Würd es das alles nicht geben, wär alles besser". Solches Denken ist rückschrittlich und bringt auch nichts, denn es gibt nunmal Handys, TV und Internet und das kann man nicht mehr zurücknehmen.
 
Lissy, ich wäre dir überaus dankbar, wenn du den Text deiner Postings nicht so komisch ausrichten würdest, die werden dadurch unnötig lang :-?

Du verkennst meiner Meinung nach den Nutzen des Internets. So hätte ich viele Leute gar nicht erst persönlich kennen lernen können, wenn es das Internet nicht gäbe.
Ich für meinen Teil bin froh, dass es das Internet gibt. Ich sitze viel vor'm PC, bin aber trotzdem nicht sozial verarmt oder strohdoof.
Mich wundert übrigens, dass du die "Musik von heute" nicht angesprochen hast, das könnte ich evtl. noch eher nachvollziehen...aber auch da gilt, pauschalisieren ist der falsche Weg!
So 'ne Jammerei "Ach, wenn es das doch nicht gäbe" etc. bringt recht wenig, man sollte besser über Mittel und Wege diskutieren, damit umzugehen.

Ich schreibe übrigens sogar noch handgeschriebene Briefe, den letzten erst vor wenigen Tagen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@ losomat

Klar müssen die Menschen aufgeklärt werden über den richtigen Umgang mit manchen Dingen. Aber das müssen sie auch z.B. über S*x wenn sie alt genug sind. Trotzdem werden die Eltern immer jünger und die Mädels stehen meistens alleine da. Möchtest Du vielleicht leugnen, das die Zahl derer nicht extrem angestiegen ist, die mit 12 oder 13 schon Mutter werden?
Als ich noch in Duisburg lebte, habe ich am laufenden Meter Junge Mädchen mit Kinderwagen gesehen, wo man sich fragen musste "Ist das jetzt die Mutter oder die Schwester des Kindes?".
Im Prinzip versuchte ich in meinem obigen Beitrag nichts anderes zu vermitteln. Der richtige Umgang ist wichtig und den kennen die meisten Leute leider nicht.
Ich rede auch nicht davon, das es früher solche Fälle nicht gab,
aber es ist meiner Meinung nach ziemlich extrem geworden,
vorallem die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft.
Erst Gestern wurde in den Nachrichten gesagt, das Experten rausgefunden haben, das die Gewalt drastisch zugenommen hat.
Es gilt dies hier mal als Beispiel durchzulesen https://www.polizei-bw.de/Presse/pm2008/Seiten/ForumderDeutschenPolizeigewerkschaftzumThema.aspx

Hier nur mal ein kleiner Auszug aus dem Text:

Die Gewaltkriminalität sei im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent, von 19.213 (2006) auf 20.229 Fälle (2007) angestiegen, wobei die Tatverdächtigen unter 21 Jahren mit einem Zuwachs von 10,5 Prozent (2006: 9.121; 2007: 10.076) für diese Entwicklung verantwortlich seien. Auch im Langzeitvergleich würde sich diese Tendenz widerspiegeln: die Gewaltkriminalität allgemein hätte in den vergangenen zehn Jahren um 28,3 Prozent (von 15.770 auf 20.229) zugenommen, bei jungen Menschen gar um 56,7 Prozent (von 6.432 auf 10.076 Fälle).

„Das sind keine Bagatelldelikte, und die Statistik gibt Anlass zur Sorge. Das gilt noch viel mehr vor dem Hintergrund, dass sich auch hier die Zahl der jungen Tatverdächtigen seit 1998 (349) um 74,2 Prozent auf 609 (2007) erhöht hat“, betonte Rech. Um mit der wachsenden Gewaltbereitschaft umgehen zu können, setze die Polizei unter anderem auf qualifizierte Aus- und Weiterbildung. Außerdem würden die Kollegen nach polizeilichen Extremereignissen intensiv betreut, beispielsweise von Ärzten, Psychologen, Seelsorgern oder Konfliktberatern. Die Tatverdächtigen seien vor allem in der Gruppe gegenüber der Polizei zunehmend aggressiver, gewaltbereiter und unkooperativer. Oftmals würden sich gewalttätige Kontrahenten sogar gegen die Polizei solidarisieren.

Vielleicht kannst Du mir ja beantworten, warum die Gesellschaft so aggressiv geworden ist?


@Hotwave

Nur weil Du es bist, werde ich versuchen in Zukunft darauf zu achten, meinen Text nicht mehr auf Weight Watchers Formatierung umzustellen. ;)

Ich habe auch nicht gesagt, das das Internet oder das Handy etc. unbedingt komplett schlecht ist, nur muss wie ich losomat schon bestätigte, der Umgang mit diesen Dingen noch gelernt werden.
Insbesondere sind hier natürlich die Eltern gefragt, die ihre Kinder bequemerweise schon Morgens vor den Fernseher setzen, um Ruhe zu haben.
Oder wo die Jugendlichen den ganzen Tag vor dem PC oder der Playstation hocken, nur damit man ja nichts mit ihnen unternehmen muss oder genervt wird.
Wir Eltern müssen eben wieder dazu übergehen, unsere Kinder wieder näher an die "alten" Methoden der Kindererziehung heran zu führen.
Indem man den Kleinen z.B. Abends mal wieder eine Geschichte vorliest, anstatt eine Hörspielcassette laufen zu lassen.
Oder mit den Kindern mal einen Spiele -oder Bastelnachmittag machen, anstatt sie vorm Nintendo sitzen zu lassen und viereckige Augen bekommen zu lassen.

Klar, es ist der einfachste Weg um Kinder zu beschäftigen, aber wehe sie haben mal keine Lust auf Konsole, PC etc. dann sitzen sie da und starren die Wand an, weil sie absolut nichts mehr mit sich anzufangen wissen.
 
Es ist alles eine Frage der Dosierung. Wenig Gift ist ja meist auch weniger schädlich. ;)
Es gibt natürlich viele, die wirklich nichts anderes wie PC, Handy und Internet im Kopf haben. Aber heutzutage ist es leider schon so, daß man ohne PC und Internet tatsächlich nicht mehr weit kommt. Wer nur eine Ausbildung oder auch ein Studium ohne PC und Internet machen will, hat schon fast verloren. Das hat damals bei meiner Ausbildung schon angefangen, daß es Lehrer gab, die nur eine Eins gegeben haben, wenn man eine Statistik oder ein Protokoll über den PC gemacht hat. Dummerweise hatte ich damals noch keinen PC. :ugly:

Was die Kinder angeht. Früher hat es keinen gejuckt, wenn Kinder auf den Gehwegen, in Toreinfahrten, Hinterhöfen oder auf Wiesen gespielt haben. Da gab es sogar noch saubere Spielplätze.
Wo kann man heutzutage denn Kinder noch unbeschwert spielen lassen? Wo gibt es denn noch Wiesen, wo Kinder toben und Ball spielen können? Ohne, daß irgendwer rummeckert, daß die Kinder zu laut sind, wenn sie Lachen oder mal "Tooor" schreien? Auf welchen Spielplatz kann man denn die Kinder noch lassen, ohne Angst haben zu müssen, daß da Kinderschänder lauern? Davon mal abgesehen, daß viele Kinderspielplätze verdreckt sind. :evil:
Das fing in meiner Kindheit ja schon an. Es gab immer weniger Wiesen, wo wir spielen durften. Weil ja die Wiesen vom Spielen kaputt gehen konnten und wir sowieso viel zu laut waren. Manche wollten uns sogar von Spielplätzen vertreiben, weil wir zu laut geredet haben. :evil:
Vielleicht rührt auch daher die Gewaltbereitschafft der Kinder. Weil den Kindern und auch Jugendlichen immer mehr Frei- und Spielraum genommen wird. Jugendzentren werden ja auch laufenden Meter geschlossen.
 
@Sonnflora

Da stimmt natürlich, man kann Deutschland nicht wirklich als Kinderfreundlich bezeichnen.
Und es gibt auch nicht mehr viele Bolzplätze für die Kinder oder vernünftige Spielplätze. Es ist auch verständlich, das Eltern um ihre Kinder Angst haben,
weil heutzutage immer mehr Pädophile rumrennen (übrigens auch noch eine Extreme die in den letzten Jahren zugenommen hat).
Aber sollen wir unsere Kinder Zuhause einsperren?
Wenn es z.B. in Deiner Gegend vermehrt so ist, das Kinder kaum noch Plätze zum spielen haben, was hält Dich davon ab, mit anderen Eltern zusammen dagegen anzugehen?
Es gibt soviele Möglichkeiten sich zu wehren, so wie Unterschriftenaktionen, Elterninitiativen gründen, Briefe schreiben an den Bürgermeister und und und....
Ich habe letztens einen Bericht gesehen, da wurde in einer Stadt ein Kindergarten geschlossen aus Kostengründen.
Eine Mutter ist kurzerhand hergegangen, hat ihren eigentlichen Job aufgegeben, ihr Erspartes genommen und ein Haus mit Grundstück gekauft und einen eigenen Kindergarten eröffnet.
Nun soll natürlich nicht jeder hergehen und sein Sparbuch plündern um solche Aktionen zu starten. ;)
Das sollte nur mal ein Beispiel dafür sein, wozu Eltern in der Lage sein könnten,
wenn sie nur wollten. ;)

P.S. Wenn man Angst um die Kinder hat, könnte man sich z.B. mit anderen Eltern absprechen und abwechselnd auf den Spielplätzen aufpassen.
Und was die Sauberkeit angeht, wenn die Stadt nichts tut und auf sich warten lässt, auch da könnte man ein wenig Hand anlegen.
Aber die Kinder einfach Zuhause lassen ist auch keine Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist auch verständlich, das Eltern um ihre Kinder Angst haben,
weil heutzutage immer mehr Pädophile rumrennen (übrigens auch noch eine Extreme die in den letzten Jahren zugenommen hat).

Hast du da konkrete Zahlen oder ist das einfach nur das Bild der Medien, die einem gerne mal "alles wird immer schlimmer" vermitteln..?

Ich weiß ja nicht, wo ihr herkommt, interessieren würds mich ja schonmal.. Aber ich bräuchte zu Fuss 5 Minuten zu ner großen Wiese, 3 Spielplätzen und nem Bolzplatz (10 Minuten zum 2ten Bolzplatz).. :-?

Und klar - natürlich gibts Kriminalität, Jugendliche, die sich den Weg verbauen und/oder verbaut bekommen - es gibt Leute ohne Perspektive und gegen all das sollte gekämpft werden, da stimm ich euch schon zu - nur ist die Welt gar nicht so einseitig schlecht, wie es hier dargestellt wird..
 
"Ach, was waren das noch Zeiten" sagten schon viele Generationen und ich gebe zu, als Jugendliche habe ich diesen Satz gehasst. Aber mit zunehmenden Alter und mehr Durchblick in die heutige Gesellschaft, muss ich sagen, das ich mir oft wünsche die Zeit zurück drehen zu können.
Manch einer nennt es Durchblick, manch anderer Verklären.
Nunja, um mal zum Ende zu kommen. Es bleibt mir nur zu hoffen, das wir Menschen vielleicht doch mal irgendwann wieder zu einem Teil der alten Werte zurück finden. Die Kinder und Erwachsenen wieder Bücher lesen, Eltern sich um ihre Kinder kümmern, Spiele wie Gummitwist, Diablo, Federball und ähnliches wieder neu entdeckt werden. So das die ganze Technologie mal hinten angestellt wird und auch mal wieder ohne Handy und PC etc. auskommt.
Wann soll das denn genau gewesen sein?
In meiner Kindheit/Jugend war Bücher lesen nicht gerade angesagt. Heute finden Bücher wie Harry Potter reißenden Absatz bei den Jugendlichen.
Schau ich mich in meinem Bekanntkreis um, kümmern sich die Eltern viel um ihre Gören. Damals gab's Eltern, die viel vor der Glotze hingen und sich nicht groß um ihrer Kinder kümmerten. Es waren vor allem Eltern, denen es finanziell nicht so gut geht - genau wie heute.
Mangels Computer und eigener Glotze waren wir oft draussen, aber bis auf ein wenig bolzen und Tischtennis haben wir auch nicht viel sinnvolles gemacht. Schau ich mich heut um sehe ich Bolz- und Basketballplätze fast immer besetzt.

Ich sehe die Entwicklung der Gesellschaft nicht positiv, aber weder war es früher besser, noch sehe ich Technik wie Handy oder PC als Ursache dieser Entwicklung (für mich überwiegen ehern die positiven Seiten).
 
Zuletzt bearbeitet:
Manch einer nennt es Durchblick, manch anderer Verklären.
Wann soll das denn genau gewesen sein?
In meiner Kindheit/Jugend war Bücher lesen nicht gerade angesagt. Heute finden Bücher wie Harry Potter reißenden Absatz bei den Jugendlichen.
Schau ich mich in meinem Bekanntkreis um, kümmern sich die Eltern viel um ihre Gören. Damals gab's Eltern, die viel vor der Glotze hingen und sich nicht groß um ihrer Kinder kümmerten. Es waren vor allem Eltern, denen es finanziell nicht so gut geht - genau wie heute.
Mangels Computer und eigener Glotze waren wir oft draussen, aber bis auf ein wenig bolzen und Tischtennis haben wir auch nicht viel sinnvolles gemacht. Schau ich mich heut um sehe ich Bolz- und Basketballplätze fast immer besetzt.

, aber weder war es früher besser, noch sehe ich Technik wie Handy oder PC als Ursache dieser Entwicklung (für mich überwiegen ehern die positiven Seiten).


Da bin ich genau deiner Meinung,
und was das mit den jungen Müttern, Kriminalität betrifft denke ich wahr es Früher auch nicht viel weniger in Anbetracht der der heutigen
Bevölkerungszahlen.
Außerdem denkt man alles wird immer schlimmer weil ja in den Medien alles aufgebauscht wird, und warum das Volk ist Sensationsgeil und will es Sehen.
Und dann darf man ja auch nicht vergessen die Deutschen neigen ja leider dazu immer zu Jammern, es gibt reichlich Länder wo es wesentlich besch.... zugeht, und zb. Kinder noch nicht mal das schwarze unter den Fingernägeln wert sind.

Aber das ist nur meine Bescheidene Meinung !

Lg

ilda_baoth;)
 
"Ach, was waren das noch Zeiten" sagten schon
viele Generationen und ich gebe zu, als Jugendliche
habe ich diesen Satz gehasst.
Und ich hasse Ihn noch heute. Und das wird in diesem Land auch in alle Ewigkeiten so bleiben. Wie heißt es so schön? Die Deutschen lieben Veränderung - so lange sich dabei nichts ändert.


Aber es wäre
besser für uns Menschen gewesen, wenn die Playstation
nie erfunden worden wäre, das Handy nie auf den Markt
gekommen wäre. Und auch der Computer, samt dem Internet
haben nicht nur Vorteile gebracht.
Natürlich nicht. Nahezu jede Technologie ist mit Nachteilen behaftet. Die Erfindung der Nutzung elektrischer Energie zum Beispiel. Aber ohne diese würden wir immer noch Petroleum-Lampen anzünden. Hat zwar etwas nostalgisches, aber ich stehe irgendwie auf Strom und warmes Wasser.

Dieses Zeitalter nennt sich seltsamerweise "das
Zeitalter der Kommunikation". Doch wie sieht es
denn in der Realität aus?
Was ist denn die Realität? Es ist wirklich die Realität? Ist es deine Realität oder dein subjekives Empfinden?

Beziehungen werden per SMS beendet, die Kids sitzen nur
noch in der Wohnung vor ihren Spielkonsolen oder dem PC
und bei den Erwachsenen sieht es nicht besser aus, zum
größten Teil.
Nun, dafür will ich mal einen empirischen Beleg. Bzw. - lass stecken, ich weiß auch so, dass es nicht stimmt. Sicherlich gibt es Menschen, auf die soetwas zutrifft, aber diese haben oft eine labile Psyche und soziale- sowie emotionale Probleme und sind anfällig für solche Probleme. Wenn sie nicht vor dem PC sitzen, werden sie vielleicht spielsüchtig o.ä. Das darf man nicht pauschalisieren, aber an dieser Stelle ist es wichtig zu verstehen, dass die Flucht in die Technik nicht der Auslöser, sondern eine Folge der Probleme ist.


Und wenn die Kinder mal rausgehen, hängen sie meistens
nur noch ab auf den Straßen und wissen nichts mit sich
anzufangen.
Schon wieder das Wort "meistens". Das mag vielleicht auf einige Kinder zutreffen, aber das ist wohl in der Erziehung verschuldet und liegt nicht am technischen Fortschritt selbst.


Denn zur Kommunikation gehören auch Emotionen,
Gestiken, Körpersprache und wie will man diese Dinge
z.B. in einer SMS rüber bringen?
In einer SMS führt man kein komplettes Gespräch, ich für meinen Teil benutze die SMS häufig für Terminabsprachen und kurzfristige korrekturen von Treffpunkten und -zeiten. Dafür brauche ich keine Emotion.
Das gleiche Problem trifft demnach auch Telefonate und Briefe, sowohl in elektronischer als auch in Papierform. Natürlich muss man bei diesen Formen der Kommunikation Abstriche machen; aber ich schreibe lieber eine E-Mail, als mit jemandem gar nicht zu kommunizieren. Und ob du es glaubst oder nicht: Ich habe nicht immer die Möglichkeit mit jedem Menschen, den ich kenne und der mir nahe steht, persönlich zu reden.

Aber mal ehrlich, wenn mich im Internet jemand fragt
"Wie geht es Dir?" und ich sage darauf
"Danke sehr gut " wer garantiert dann dem
Gegenüber, das ich nicht tatsächlich hinter meinem PC
sitze und mir die Augen ausheule?
Wenn es mir dreckig geht und mich irgendwer fragt, wie es mir geht, würde ich immer sagen, "danke sehr gut", da dies nur eine Floskel ist. Irgendjemandem werde ich nämlich weder meine Probleme noch Lebensgeschichte erzählen. Und das hängt nicht davon ab, ob er mich auf der Straße anspricht oder per ICQ.
Wenn es ein guter Freund ist, so habe ich keinen Grund, eine vorgeschobene Floskel zu benutzen, dann kann ich auch erzählen, was Sache ist - sowohl auf der Straße, als auch per ICQ. Zugegebenermaßen ist ein Instant Messenger dafür nicht geeignet, aber dann kann ich auch kurz zum Telefon greifen. Denn auch ein Ferngespräch kostet dank des Kommunikationszeitalters so gut wie nichts mehr. Fazit: Jeder kann dich anlügen, egal ob elektronisch oder real.


All diese Dinge frustet den größten Teil der aktuellen
Elterngeneration und dadurch resultiert z.B. die
Gewaltbereitschaft und die Aggressionen der heutigen
Jugend.
Dafür hätte ich gerne mal einen wissenschaftlichen Beleg.

Und durch diese Gewaltbereitschaft und
"Egal-Einstellung" haben viele Lehrer auch
die Motivation verloren und die meisten Jugendlichen
werden fallen gelassen.
Blah. Also ersteinmal: Die Null-Bock-Generation gabs schon Anfang der 80er. Und da gabs weder Internet noch PC noch Handy (als Massenphänomen).
Und was den Zustand deutscher Schulen und deutscher Lehrer angeht, so ist der Sachverhalt zu komplex, um ihn mit so simplen wie falschen Folgerungen zu erklären. Leider lässt sich nicht alles auf die Technik schieben ;)
Falls es dich wirklich interessieren sollte, empfehle ich folgenden Artikel, der die Probleme aufzeigt: https://wissen.spiegel.de/wissen/do...uellen=+BX,WIKI,+SP,+MM,ALME,STAT,+MEDIA&vl=0



Viele der Jugendlichen können nichtmal mehr die
einfachsten Fragen beantworten, haben kaum noch
Allgemeinbildung, wissen nichtmal den Namen unseres
Bundeskanzlers(in), geschweige denn, das es diesmal
sogar eine Frau ist.
Nun, erstmal möchte ich auch hier wieder empirische Belege haben, dass es wirklich "viele" sind. Außerdem möchte ich wissen, wieviele Erwachsene diese Fragen nicht beantworten könnnen.

In letzter Zeit fällt mir immer häufiger
auf, das sehr sehr viele Menschen große
Rechtschreibschwierigkeiten haben.
Ganz besonders die, die regelmässig im Internet die
Instant Messenger benutzen.
Hast du eine Korrelation zwischen Instant-Messenger-Nutzung und Rechtschreibschwäche festgestellt? Wenn ja, möchte ich dafür empirische Belege haben. Wenn nein, ist es einfach nur eine weitere, unüberlege Behauptung.
Wie äußern sich diese Probleme in der Rechtschreibung? Wo fallen sie auf? Das sind die zentralen Fragen, die man sich stellen sollte. Meine These ist, dass es genausoviele Menschen mit LRS gibt, wie noch vor von mir aus 30 Jahren. Aber diese Leute haben einfach nie etwas geschrieben. Somit fiel auch nie auf, dass das Problem existiert. Das Internet gibt den Menschen die Möglichkeit, einfach und schnell Texte zu publizieren. Somit fallen solche Probleme eher auf. Das heißt aber nicht, dass deren Häufigkeit sich vergrößert hat.
Desweiteren hat sich die Alphabetisierungsrate in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert; ich zitiere dafür mal Wikipedia (auch wenn das nicht wissenschaftlich ist ;) ) https://de.wikipedia.org/wiki/Alphabetisierung_(Lesefähigkeit)

So das die ganze Technologie mal hinten
angestellt wird und auch mal wieder ohne Handy und PC
etc. auskommt.
Um wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kommen:
Jede Technologie wurde anfangs verdammt. Früher dachten die Menschen auch, wenn sie in eine Dampflock steigen und schneller fahren, als sie laufen können, dann sterben sie...
Unsere Gesellschaft hat massig Probleme. Aber die Ursachen dafür sind vielfältig und sicherlich nicht einfach auf die Technik zu schieben. 30 Jahre versäumte Integrationspolitik sorgt für Spannungen und trägt ihren Teil zur Kriminalitätsrate bei, Ghettoisierung schreitet voran, ganze Teile der Gesellschaft werden vom Rest abgehängt. Aber das liegt ganz sicher nicht daran, dass diese Leute ein Handy haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
In einer SMS führt man kein komplettes Gespräch, ich für meinen Teil benutze die SMS häufig für Terminabsprachen und kurzfristige korrekturen von Treffpunkten und -zeiten. Dafür brauche ich keine Emotion.

Richtig, aber viele Menschen übersteigen den eigentlichen Nutzwert bzw. Sinn dieser Art von Kommunikation. Das ist das Erschreckende.