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Wo machst Du denn Zivi? Als ich Zivi gemacht habe, hatte ich zwischen Zivi und Berufsausbildung 3 Monate zeit. Daraufhin hab ich in dem Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe, gefragt, ob sie mich nicht für 3 Monate übernehmen wollten. Das ganze ging dann über Randstad und ich habe ca. 1.300 EUR netto pro Monat verdienen können, für die gleiche Arbeit wie vorher. Sozialversichert war ich natürlich auch :)
 
Aber wieso machst Du das dann überhaupt? Du bist im Moment sowieso krankenversichert, in 3 Monaten nach deinem Zivi auch, da du einen Ausbildungsplatz hast (Familienversichert). Melde dich dazwischen Arbeitslos, und du bist weiterhin Krankenversichert und deine Eltern bekommen weiterhin Kindergeld. Ich glaube dazu brauchst du dich nicht mal arbeitslos melden, da du ja sowieso nen Job bekommst, aber melden musst du dich... bei mir war des mal ähnlich, zwischen Schulabbruch und Zivi. Da musste ich nur sagen, hallo, ich hab ne Zivistelle zum xx.xx.xxxx, bitte meldet mich, damit ich weiterhin krankenversichert bin und meine Eltern Kindergeld bekommen, und dann ging das klar... :roll:
 
Also Stichwort versteuert oder nicht.
Dein Arbeitgeber zahlt wahrscheinlich 2% pauschale Steuern für dieses geringfügige Beschäftigungsverhältnis. Du kannst ihm auch eine Steuerkarte mit Klasse I vorlegen und du wirst (soweit hier nicht wichtige Angaben fehlen) immer noch keine Steuern zahlen, da du dann noch weiter unter dem Grundfreibetrag bist, aber der Arbeitgeber spart die 2%. In Sachen Kindergeld macht es keinen Unterschied, da auch pauschal versteuerter Lohn über das Stichwort "Bezug" wieder in die Berechnung einfließt.

In Sachen Sozialversicherung kannst du hier nichts holen. Es gibt die von dir bereits entdeckte Möglichkeit auf die Freiheit in der Rentenversicherung zu verzichten. Man zahlt die Differenz zum vollen RV-Beitrag und erwirbt dadurch für dieses Arbeitsverhältnis volle Zeiten und volle Beiträge anstatt wie ohne Aufstockung 1/6 (?).

In anderen SV-Zweigen hat es keine Auswirkung. Du wirst dadurch nicht kranken- oder arbeitslosenversichert - PV ist für dich eh noch lange wurscht.
 
In Rentenzeiten werden nicht bloß volle Kalenderjahre gerechnet. Wäre ja auch blöd, denn der Großteil Entlassener wird sicher nicht genau zum Jahreswechsel gekündigt. Wenn du 3 Monate mehr machst, hast du 3 Monate mehr, aber eben kein Extrabonus für ein volles Jahr.

Für die Familienversicherung gibt es aber auch Verdienstgrenzen. 400€ im Minijob, ansonsten 350€ ist die Höchstgrenze.
Über deinen Minijob kannst du keine Krankenversicherung erwerben, auch nicht mit Zusatzbeiträgen. Wenn du mehrere Minijobs hast und die dir deswegen um die Ohren fliegen, können sie zwar trotz jeweils unter 400€ sv-pflichtig werden, aber das ist auch eher die Ausnahme.

Wenn du eine eigene Krankenversicherung haben möchtest lass dich für 430€ anstellen. Dein Arbeitgeber hat (je nach KK-Satz deiner dann zu wählenden Krankenkasse) ungefähr die gleichen Personalkosten (Lohn + Arbeitgeberanteile) und dürfte daher nichts dagegen haben. Du zahlst gleitzonenbedingt relativ wenig eigene Beiträge (auf RV-Freiheit kann auch hier verzichtet werden), aber bist damit selbst sv-pflichtig mit allen "Vorteilen". Ach und da du ja dann keinen Minijob mehr hast, könntest du dir sogar woanders noch einen Minijob suchen, denn einer bleibt neben einer sv-pflichtigen Beschäftigung frei.