Geld für´s Patenkind - aber wie?

NewFrontier

Globetrotter
ID: 364578
L
20 April 2006
27.551
754
Servus,

mein kleiner Engel ist nun schon fast 2 Monate alt und ich weiß immer noch nicht wie ich es angehen soll. Es gibt leider außer viel Zeit nichts was man dem Kind schenken könnte (es hat einfach alles).
Deshalb dachte ich nun an eine regelmäßige Anlage, nur wo? Sparbuch und BSV bringen kaum Zinsen )letzteres wäre zur Not aber noch eine Alternative). Ich dachte an Festzins - Sparen + Boni oder ein Depot wo ich nach eigenem Ermessen Einlagen tätigen kann. Besonders wichtig ist mir dabei das die Eltern keinen Zugriff auf das Konto haben und die Laufzeit 20 Jahre + beträgt.

Kennt ihr ganz konkrete Möglichkeiten bzw. habt da aus eigener Erfahrung gute Vorschläge?

Danke,

Polli
 
Ich würde eine Altersvorsorge für das Kind anlegen, kenne das von einigen Eltern. Die haben mit der Geburt gleich eine Zusatzrentenversicherung abgeschlossen, da zahlt man dann recht kleine Raten ein, aber über die Jahre summiert sich das ganz ordentlich.

Natürlich muss das ganze dann am besten so geregelt sein, das man das Geld auch vorzeitig ausgezahlt bekommt oder jederzeit die Zahlungen einstellen kann. Fals das Kind später den Vertrag nicht weiterzahlen möchte/kann.
 
Mein Patenonkel hat für mich genau so eine Zusatzrentenversicherung abgeschlossen. Kenne mich da jetzt auch nicht so genau aus, aber:

Auszahlen kann/konnte ich das Ganze erst nach 20 Jahren
Ich kann es weiterführen in dem ich min. 1€ pro Monat zahle

Ich denke sowas ist optimal, wenn du sowas suchst....
Das war/ist bei der Raifeisenbank
 
Mein Patenonkel hat für mich genau so eine Zusatzrentenversicherung abgeschlossen. Kenne mich da jetzt auch nicht so genau aus, aber:

Auszahlen kann/konnte ich das Ganze erst nach 20 Jahren
Ich kann es weiterführen in dem ich min. 1€ pro Monat zahle

Ich denke sowas ist optimal, wenn du sowas suchst....
Das war/ist bei der Raifeisenbank


So ne Zusatzrentenversicherung find ich echt gut.

@Polli, am besten auch sowas machen, denn wieso nur unnötig Geld ausgeben und Schnick-Schnack kaufen, wenn das Baby es sowieso später nicht braucht und eh alles hat?;)
 
Eine Altersovorsorge ist immer gut. Das einzige Problem ist, dass du nichts im Namen deine Patenkindes eröffnen kannst. Rein rechtlich gesehen ist es dein Geld, solange du es unter deinem Namen irgendwo laufen hast.
Musst dich mal erkundigen, ob du diese Altersvorsorgen dann weiterverschenken kannst.
Ansonsten vielleicht einfach ein Fondssparplan anlegen. Da kannst du das Geld dann zum 20. Geburtstag deines Patenkindes rausnehmen und ihm schenken. Er kann dann auch selbst sehen, ob er das anlegen möchte (zB. in Form einer Altersvorsorge) oder das Geld brauchen kann.
 
Eben, das ist ja das Problem.

So eine Rentenversicherung habe ich auch damals bekommen und muss sie demnächst übernehmen.
Die Frage ist ob es Abzüge gibt wenn diese nicht fortgeführt wird, nachdem er sie dann mal erhalten hat. Vor allem aber: wie ist es mit den Zugriffsrechten der Eltern in dieser Sparform?
 
Eine Altersovorsorge ist immer gut. Das einzige Problem ist, dass du nichts im Namen deine Patenkindes eröffnen kannst. Rein rechtlich gesehen ist es dein Geld, solange du es unter deinem Namen irgendwo laufen hast.

Also bei mir ging das irgendwie. mehr dazu unten...

wie ist es mit den Zugriffsrechten der Eltern in dieser Sparform?

Meine Eltern haben eine Rentenversicherung (was es genau war weiss ich nicht aus dem Kopf) abgeschlossen (für mich). Eingezahlt hat mein Patenonkel. Zusätzlich wurde festgehalten, dass ich ab meinen 19. Geburtstag über alles frei verfügen kann. Vorher niemand. Einfach mal fragen ob sowas möglich ist. Denn die Versicherungen können auch zusätzliche Klauseln in den Vertrag mit einbauen. Ähnlich dem taschengeldkonto in dem vereinbart wird, dass das Kind frei übers Geld verfügen kann, aber nur x€/Monat ausgeben darf...
 
hallo

Jeder weiss, dass die Konjunktur in Deutschland alles andere als solide ist. Überleg mal: letzte Fast-Beinahe-Pleite die renommierte WestLB.

Ja. Nimm eine Schweizer Bank, da ist
1. das Geld sicherer
2. gibts da mehr Zinsen!

Z.B. die Schweizer Postbank. Da gibts extra Sparprogramme für Jugendliche bzw. Kinder. Kannst dir eine Währung aussuchen, z.B. Euro, Schweizer Franken etc. etc., in der es geführt werden soll. Das kannst du ganz unkompliziert Online eröffnen, dann kriegst du die Bestätigung per Post, musst nur eine Kopie des (bzw. Ausweises beglaubigen lassen und ich glaub, was war das noch? Ich glaub, ein Stempel vom Einwohnermeldeamt? Jedenfalls, ziemlich unkompliziert einzurichten, per Post.

In der Schweiz ist ja ohnehin das meiste Kapital. Überlege dir auch gut, in welcher Währung du das Konto anlegst. Die sind da eh eine Spur cleverer als der Rest der Welt. Deswegen gibts auch bessere Zinsen dort. Der Kundenservice ist SPITZE!!! Dazu gibts noch n Online-Zugang, um seine "Mäuse" immer unter Kontrolle zu haben! Da könnten sich manche deutsche Banken eine Scheibe abschneiden!

Beispiel:
Deposito Konto von der Swiss Post
E-Depositokonto/Depositokonto: Geld beiseite legen mit Top-Zins
Zins von 2.750% (CHF) bzw. 3.125% (EUR) auf dem E-Depositokonto*

Zins von 2.000% (CHF) bzw. 2.375% (EUR) auf dem Depositokonto**
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm bei uns gibts so spezielle Patenkind Sparkonten welches ich auch für mein Patenkind abgeschlossen habe ... das Konto läuft eigentlich auf das Patenkind und dich als Eröffner, du kannst jederzeit über das Geld verfügen oder es aufs Patenkind überschreiben wenn es 18 Jahre alt geworden ist.

Ist galubs Steuerfrei und hat einen bissl erhöhten Steuersatz gegenüber den normalen Sparkonten ... ist für mich das einfachste und alsn kleiner Zustupf für zB die Fahrprüfung sollts schon reichn ^^

Und wenn mich der Gör nerft geh ichs dann einfach versaufn :LOL:
 
Das klingt gut Sumo, bietet dir aber nur 1,75% wenn ich das richtig sehe? Aber von er Form her wäre das genau die Nummer die ich suche.
 
Hallo,

ich rate dir von diesen Rentenversicherungen ab, früher hiessen die noch Ausbildungsversicherungen. Die Rendite ist mies, die Provisionen für den Verkäufer sehr hoch. Und weil so eine Rentenversicherung ja auf eine Laufzeit von 65 Jahren abgeschlossen wird, ist die Provision schon top. Deshalb wird das so gerne verkauft.

Ich habe für mein Patenkind einen Fondssparplan genommen einer Direktbank. Niedrige Gebühren, tägliche Verfügbarkeit und alles auf meinen Namen. Du kannst auf den Namen des Kindes nichts so sicher anlegen, dass die Eltern nicht an das Geld kämen. Also lieber auf eigenen Namen.

Wenn Dir das Risiko bei Aktienfonds zu hoch ist, nimm aktuelle einfach ein Tagesgeldangebot. Dort sind die Zinsen (wegen der derzeitigen inversen Zinsstruktur am Markt) höher als bei Festgeld.

Auf die Sicht von 20 Jahren ist so ein Aktienfonds auch nicht mehr so hoch im Risiko. Vorteil ist, Du kannst jederzeit noch was reinstecken, musst aber nicht, wenn Du nicht willst. Bei einer Rentenversicherung geht das nicht, da gibt es fixe, monatliche Raten.

Gruss
Marty
 
hm spar das Geld doch einfach per Festgeldanlage oder Aktienfond im eigenen Depot und leite es erst dann an das Kind weiter wenn Du wirklich meinst das es mit soviel Geld umgehen kann (wird wohl vor dem 25.ten Lebensjahr kaum der Fall sein)

und wenn das Kind nicht ganz so nach Deinem Geschmack gerät dann gibts statt 10 K Euro Euro nur die Hälfte und der Rest bleibt für den eigenen Bedarf halt beim Patenonkel :ugly:


grad mal ausgerechnet: 10 K Euro bedürfen ca 170 Euro Einzahlung pro Jahr über 25 Jahre und 6 % Zinsen, dürfte man mit Aktienfonds hinbekommen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ihr Lieben,

ich habe auch zwei Patenkinder und bei beiden habe ich es mir ganz einfach gemacht. Beide haben von mir gleich nach der Taufe ein Sparbuch bekommen, wodrauf jeden Monat 20 € gehen. Mit 18 Jahren werde ich es Ihnen überreichen.

Lg Gina
 
Hm, beim Sparbuch vernichte ich ja Geld, neee besser nicht.
Wieso? Kommt doch auf die Konditionen an. Ob man das Produkt jetzt "Sparbuch" oder "Tagesgeld" nennt ist doch egal, solange der Zinssatz stimmt. Die Umweltbank hat das z.B. ein Umweltsparbuch mit 3,25% im Angebot.

Marty
 
Wieso? Kommt doch auf die Konditionen an. Ob man das Produkt jetzt "Sparbuch" oder "Tagesgeld" nennt ist doch egal, solange der Zinssatz stimmt. Die Umweltbank hat das z.B. ein Umweltsparbuch mit 3,25% im Angebot.

Marty
Unter diesen Umständen - stimmt.
Bei uns hat es nur diese Sparkassen - Bücher mit Zinsen von unter 1%, das berauscht nicht gerade. :roll:
 
Hallo,

ich rate dir von diesen Rentenversicherungen ab, früher hiessen die noch Ausbildungsversicherungen. Die Rendite ist mies, die Provisionen für den Verkäufer sehr hoch. Und weil so eine Rentenversicherung ja auf eine Laufzeit von 65 Jahren abgeschlossen wird, ist die Provision schon top. Deshalb wird das so gerne verkauft.

Ich habe für mein Patenkind einen Fondssparplan genommen einer Direktbank. Niedrige Gebühren, tägliche Verfügbarkeit und alles auf meinen Namen. Du kannst auf den Namen des Kindes nichts so sicher anlegen, dass die Eltern nicht an das Geld kämen. Also lieber auf eigenen Namen.

Wenn Dir das Risiko bei Aktienfonds zu hoch ist, nimm aktuelle einfach ein Tagesgeldangebot. Dort sind die Zinsen (wegen der derzeitigen inversen Zinsstruktur am Markt) höher als bei Festgeld.

Auf die Sicht von 20 Jahren ist so ein Aktienfonds auch nicht mehr so hoch im Risiko. Vorteil ist, Du kannst jederzeit noch was reinstecken, musst aber nicht, wenn Du nicht willst. Bei einer Rentenversicherung geht das nicht, da gibt es fixe, monatliche Raten.

Gruss
Marty

Wer Rentenversicherungen für unsinnig hält, hat den ernst unserer Lage nicht begriffen. Wir laufen direkt in eine Altersarmut hinnein und deshalb ist es für jeden wichtig, vorzusorgen. Und desto früher man damit anfängt, desto besser.
Der Vorteil bei Rentenversicherungen ist ebend, dass ich vorher nicht einfach so rankomme und das Geld verprassen kann. Und durch die lange Laufzeit, erreiche ich auch einer sehr hohe Rendite, da ich ja auch Zinseszins bekomme.
Du kannst einen Neugeborenen mit einem Euro am Tag im Rentenalter zum Millionär machen.

Und für jeden sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer ist eine Riesterrente einfach pflicht. Eine höhere Rendite bekommt man nirgendwo.
 
Der Vorteil bei Rentenversicherungen ist ebend, dass ich vorher nicht einfach so rankomme und das Geld verprassen kann. Und durch die lange Laufzeit, erreiche ich auch einer sehr hohe Rendite, da ich ja auch Zinseszins bekomme.

Und hast Du Dir auch mal die Rendite einer normalen priv. RV durchgerechnet ?
Anscheinend nicht.

Und für jeden sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer ist eine Riesterrente einfach pflicht. Eine höhere Rendite bekommt man nirgendwo.

Auch hier gilt ... pauschal zu sagen, für jeden Sozialversicherungspflichtigen ist die Riesterrente DAS Vorsorgeinstrument, ist nicht zutreffend.
Für unverheiratete Arbeitnehmer ohne Kind und einem Bruttojahresgehalt von mehr als 50.000 Euro lohnt sich Riester nicht wirklich.
 
Und hast Du Dir auch mal die Rendite einer normalen priv. RV durchgerechnet ?
Anscheinend nicht.
Dann definiere mir mal eine "normale" private Rentenversicherung? Dort gibts es natürlich auch Unterschiede. Konventionell würde ich sie auch nicht unbedingt abschließen. Aber in Verbindung mit einer Fondsanlage schon.



Auch hier gilt ... pauschal zu sagen, für jeden Sozialversicherungspflichtigen ist die Riesterrente DAS Vorsorgeinstrument, ist nicht zutreffend.
Für unverheiratete Arbeitnehmer ohne Kind und einem Bruttojahresgehalt von mehr als 50.000 Euro lohnt sich Riester nicht wirklich.
Ich sagte nicht, dass es DAS Vorsorgeinstrument ist allein ist. Aber zu einer Vorsorgeplanung gehört es auf jeden Fall mit dazu. Eine Vorsorge besteht immer aus mehr als nur einem Produkt.

Um zu deinem Beispiel zurückzukommen. Wenn ein alleinstehender mit 50.000 EUR Brutoeinkommen eine Riester abschliesst, muss dieser 2.000 EUR jährlich einzahlen, um die volle Zulage in Höhe von 154 EUR zu bekommen. Wenn du dir das mal ausrechnest, hat er (ohne berücksichtigung der Anlageform und einer Verzinsung) schon eine Rendite von 7,7 %. Gar nicht mal so schlecht oder?

Klar, für Familien und Kleinverdiener bringt es mehr. Aber wieso auf GESCHENKTES Geld vom Staat verzichten? Ich würde auch immer nur den Mindestbetrag für die volle Zulagen anlegen un den Rest in einer andere, private Vorsorge stecken, um dort halt flexibler zu bleiben.
 
Achja. Ich vergas noch zu erwähnen, dass die Riestereinzahlungen bis zu einem Betrag von 2.100 EUR steuerlich absetzbar sind. Im Beispiel oben könnte er also den vollen Betrag (= seine eingezahlten 2000 Eur) komplett absetzen.