Freiplatz für Auslandsjahr verfallen lassen?

Hatifa

KaffeeSchokojunkie
ID: 313522
L
28 Februar 2008
1.212
23
:think:

Ich glaub, da haben wir jetzt ein Problem:

Ein Junge, der im Sommer 14 J. wird, lebt seit langem bei seiner Mutter da der Vater sich frühzeitig aus dem Staub gemacht hat. So gut, dass er auch für die Unterhaltsstelle nicht aufzuspüren ist ....
Seine Mutter hatte als er 5 J. war die erste Hirntumor-Op, weitere folgten. Momentan sieht es nicht schlecht aus, aber 70% schwerbehindert bedeutet nicht mehr im alten Beruf arbeiten zu können und nicht voll. Man schlägt sich so durch mit Honorartätikeit....und muss auf vieles verzichten.

Nun hat dieser Junge die Chance, ein Auslandsjahr an einer Stiftschule in der Schweiz machen zu können. Es gäbe einen Freiplatz... allerdings: das bezieht sich nur auf das Schulgeld, die Kosten für Internat und Verpflegung sind als Eigenleistung zu tragen.
Und das ist mehr als man abzweigen kann, selbst bei sparsamster Lebensweise. Und die Möglichkeiten zum Dazuverdienen sind begrenzt, wenn man nicht gesund ist.

Es gäbe wohl Stiftungen die in solchen Fällen helfen, in der Schweiz Pro Juventute, und dort könne Hilfe geholt werden - aber dazu braucht man einen Wohnsitz in der Schweiz. Hier in Deutschland unterstützen die Stiftungen nur regional, wenn die Schule an gleichen Ort wäre....

Was sollen wir machen?
Verzichen? Sagen: es ist Größenwahn, so was ist für Kinder von Rechtanwälten, Managern,Unternehmensberatern und anderen Reichen und nicht für "underdogs"?

Die Mutter hatte studiert, der Vater ist Doktor der Geologie (nur dass er sich um Mutter Erde mehr kümmert als um die Mutter seines Sohnes - von da kommt nullkommanichts!) - und das einzige was der Junge als Förderung bekam war 1 Jahr überspringen "zu dürfen"!

Ich bin ganz verzweifelt , es wäre DIE Chance für ihn, gerade weil jetzt seine alte Klasse aufgelöst wird!

Einige Freunde/Bekannte habe schon ihre Bereitschaft zugesagt, ein wenig zu unterstützen. (Vielleicht kann so eine Spende an eine Stiftsschule ja auch von der Steuer abgesetzt werden...) aber die Summen sind verständlicherweise gering, und ohne Stiftung wird da nie genug zusammenkommen.

Laut eines gewissen Politikers "fördern Geringverdienende ja eh nur die Tabak- und Alkoholindustrie", aber wenn man was für die Bildung seines Kindes tun möchte - ???
Pustekuchen

Wer weiß Rat?


PS. Bitte jetzt nicht sagen "Umziehen in die Schweiz",
und schon gar nicht "Supertolle" Mailer empfehlen, bei denen man gaaaanz viel verdient, gar noch mit eigenem reflink...
 
allerdings: das bezieht sich nur auf das Schulgeld, die Kosten für Internat und Verpflegung sind als Eigenleistung zu tragen.

wenn es nur darum geht, vielleicht gibt es ja ein Schweizer Kind das für 1 Jahr nach Deutschland kommen will um ne Schule in Deiner Nähe zu besuchen und daher bei Dir wohnen könnte <-> Schüleraustausch in beide Richtungen
 
Vielleicht ist mein Vorschlag blöd, weil dus schon erfolglos versucht hast, aber das erste Suchergebnis von google wenn man stipendium+schüler eingibt sieht doch schon ganz okay aus. Eine umfangreichere Recherche bringt da sicher noch mehr Möglichkeiten zutage.
 
[...] Sagen: es ist Größenwahn, so was ist für Kinder von Rechtanwälten, Managern,Unternehmensberatern und anderen Reichen und nicht für "underdogs"?

Sind die Kinder von solchen Leuten "bessere" Kinder? Bei solchen Ansichten geht mir die Hutschnur hoch! (BTW: ich bin selber Akademiker)

Wenn der Bub schon mal eine Klasse Übersprungen hat und nun diese einmalige Chance bekommt, dann scheint er überdurchschnittlich begabt (und/oder fleißig) zu sein. Insofern wäre auszuloten, inwieweit etwas über die Hochbegabtenförderung zu machen ist. Ansonsten: Lokale Banken abklappern! Manche Banken sind durchaus bereit, so etwas zu fördern, wenn man dafür das Fähnchen "wir gehören zu den guten" hochhalten darf. Und wenn die nur ein Darlehen ohne Zinsberechnung bereitstellen, ist schon sehr viel gewonnen.

Frag die Lehrer seiner Schule, was die für Ideen haben. Meine Lehrer kannten im Grunde die gesamte Prominenz der Stadt - und hätten sich für mich ins Zeug gelegt (wenn ich denn solch eine Chance gehabt hätte).
 
1. zu oben :
das war nicht mal Ironie, das war bitterer Sarkasmus.
:mrgreen:


2. Aber es ist ganz lieb, dass ihr euch auch Gedanken macht!
Ich werd den Tip mal aufgreifen und Banken abklappern, allerdings kann ich mir schwer vorstellen, dass die ihre soziale Ader entdecken ...(?)

Bisher habe ich versuch besser situierte Freunde und Bekannte wg zinslosen Darlehen anzuhauen, (aber Geld belatstet Freundschaften...) z.T. mit kleinen Erfolgen.

Das Seltsamste ist, dass die welche wenig haben oftmals am freigiebigsten sind.
Habe aber Hemmungen es anzunehmen, wenn eine Rentnerin "gerne 5€ pro Monat dazugeben " würde...

3. Wir sind aus Berlin, da ist alles etwas anonymer. nix mit "kennen die ganze Prominenz"
Aber ich bleibe im Gespräch
 
Bei uns haben einige Leute einen Austausch über Rotary gemacht. Ich weiß jetzt nur von sechswöchigen Schüleraustäuschen in den Sommerferien, aber vllt. sollte man da mal anfragen. In unserer Stadt gibt es außerdem einen Hilfsfond speziell für Kinder vom Lions Club. Inwieweit die solche Projekte unterstützen, müsste man am besten vor Ort klären.