Frage an die privaten Solarstrom-Erzeuger

k491

Well-known member
20 April 2006
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Hallo Solarenergier-Freunde,

ich überdenke derzeit, eine Investition in eine Photovoltaik Anlage zu tätigen.
Vorhanden ist ein EFH mit Dachschräge richtung Süd/Südwest. Alter des Hauses ca. 30 Jahre.

Meine Fragen wären z.B. wie das abrechnungstechnisch läuft, bekommt man einen eigenen Zähler für die Photovoltaik oder wird der ganze Haus-Zähler ersetzt? Wird dieser gestellt oder muß er zusätzlich erworben werden?

Wie wird die Gutschrift verrechnet? Mit der jährlichen Abrechnung?

Nach wie vielen Jahren hat sich die Investition amortisiert?

Wie hoch sind die Installationskosten in etwa?


Viele Fragen, vielleicht hat der eine oder andere schon Erfahrungen gemacht und kann ein wenig berichten.

Danke im Voraus!
 
Nach wie vielen Jahren hat sich die Investition amortisiert?

Das ist ja von ziemlich vielen Faktoren abhängig.
Welche Module du haben willst, Wohnort, Dachneigung und und und.
Du kannst ja mal auf https://www.solarlog-home.de/ in deiner Gegend gucken, ob es da jemanden mit ähnlicher Ausrichtung/Neigung gibt, gucken welche Module er hat, was die kosten und welcher Ertrag pro Jahr realistisch ist um ne ungefähre Vorstellung zu kriegen.

Hoffe bei den anderen Fragen kann dir jemand anders was konkretes sagen.
 
Photovoltaik lohnt sich - im Gegensatz zu Solar/Warmwasser - erst ab richtig großen Flächen. Also nich nur 1-2 Panels sonder schon ne ansehnliche FLÄCHE. Leider sind die Installationskosten dann auch entsprechend hoch und man hat es erst wieder raus, wenn die ersten Panels schon wieder kaputt sind. :ugly:

Soweit ich weiß, geht die Abrechnung getrennt. D.h. Du zahlst weiterhin ganz normal Deinen Steckdosen-Strom und speist gleichzeitig Strom ins Netz ein, für den Du dann entsprechende Vergütung bekommst.
 
Photovoltaik lohnt sich - im Gegensatz zu Solar/Warmwasser - erst ab richtig großen Flächen. Also nich nur 1-2 Panels sonder schon ne ansehnliche FLÄCHE.
So kanappe 80m² Dachfläche sind vorhanden, da sollten schon ein paar Duzend Module Platz finden.

So in etwa stelle ich mir das dann vor.

Allerdings wären bei mir noch zwei Dachfenster, also ein paar m² gehen dadurch verloren.


Das mit der Lebensdauer der Panels ist mir auch noch ein Dorn im Auge, andererseits werden die ja immer billiger und in 20 Jahren sollten die noch wesentlich günstiger sein.
Das teureste ist ja auch die Elektrik zur Netzeinspeisung und die Installation der gesamten Anlage. Diese Kosten hat man ja nur das erste mal.

Danke schon mal für Eure Infos!
 
Zuletzt bearbeitet:
JETZT würde ich keine Anlage bauen.

Das Geld wo du jetzt für den Strom gesetzlich bekommst ist im Juni gesunken wird im Juli fallen (von 39ct/KW auf 35ct 32ct glaub ich), die Panelpreise sind aber noch nicht gefallen. Warte lieber bis die Panelpreise fallen dann lohnt es sich wieder mehr.

Normalerweise sagt man die Anlage hält 20 Jahre und hat sich nach 10 Jahre selbst bezahlt egal wie groß.

Preislich glaub ich sind aktuell 2850€/KW wohl doch eher 3200€/KW all. inkl. der Standart.

Viel viel zu lesen gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Photovoltaikanlagen

also schnell sein sonst fehlt einiges ob man in der Zeit noch die Anlage planen und bauen kann weiss ich aber nicht vermute eher das du zu spät bist.

mfg

Chris
 
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JETZT würde ich keine Anlage bauen.

Das Geld wo du jetzt für den Strom gesetzlich bekommst ist im Juni gesunken wird im Juli fallen (von 39ct/KW auf 35ct 32ct glaub ich), die Panelpreise sind aber noch nicht gefallen. Warte lieber bis die Panelpreise fallen dann lohnt es sich wieder mehr.

Normalerweise sagt man die Anlage hält 20 Jahre und hat sich nach 10 Jahre selbst bezahlt egal wie groß.

Preislich glaub ich sind aktuell 2850€/KW wohl doch eher 3200€/KW all. inkl. der Standart.

Viel viel zu lesen gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Photovoltaikanlagen

also schnell sein sonst fehlt einiges ob man in der Zeit noch die Anlage planen und bauen kann weiss ich aber nicht vermute eher das du zu spät bist.

mfg

Chris

Ähm, was soll der Threadersteller jetzt?
Warten oder schnell sein? 8O
 
ja ist etwas doof gelaufen :mrgreen:

Dachte zuerst die Vergütung wurde schon im Juni gesenkt das stimmt aber nicht wird im Juli passieren. Also entweder wenn man die Chance hat noch diesen Monat die Anlage hoch bauen was aber von der zeit her knapp werden dürfte oder eben dann warten bis die Platten wieder günstiger sind und es sich in Sachen Plattenpreis und Vergütung wieder besser lohnt (um so geringer die Vergütung ist umso geringer sollten auch die Kosten für die Platten sein ist ja irgendwie klar ;))

mfg

Chris
 
Ist der Abnahme-Preis hier in DE eigentlich staatlich garantiert für die Laufzeit der Anlage (wie in Spanien z.B.) oder können die den fröhlich anpassen?
 
Ist der Abnahme-Preis hier in DE eigentlich staatlich garantiert für die Laufzeit der Anlage (wie in Spanien z.B.) oder können die den fröhlich anpassen?

Der ist staatlich garantiert... für 20 Jahre.

Der Preis, der im Jahr der Inbetriebnahme gültig ist, wird auch in den weiteren 20 Jahren angewandt.
 
genau so ist es nur was passiert wenn wir auf einmal ne große Inflation haben jetzt bekommt man 32ct/KW nach 5 Jahren sind die 32ct aber nur noch 5 heutige ct wert? Dann sitzt man auf seiner Anlage und verdient nichts mehr. Selbst wenn es schon 2 Jahre zuvor abzusehen ist kann man nichts dagegen machen die Anlage ist nun mal da, wenn ich aber mein Geld angelegt habe kann ich reagieren...

Das sehe ich noch als große Gefahr... ansonsten bauen sobald die Preise für die Anlage fallen wenn man das Risiko eingehen will.

mfg

chris
 
Normalerweise sagt man die Anlage hält 20 Jahre und hat sich nach 10 Jahre selbst bezahlt egal wie groß.
Selbst dann ist die Rendite bei mickrigen ca. 3%, wenn man keinen Kredit aufnehmen muss. Reicht im Moment grad so für den Inflationsausgleich.
Man muss auch bedenken, dass die Module mit der Zeit immer mehr Leistung verlieren.
MM nach muss man verrückt sein so was zu installieren.
 
hi

also ich komme da auf 100% Zinsen auf 20 Jahre (vorausgesetzt es geht nix kaputt usw. halt)

nehmen wir an die Anlage kostet 50.000€ die zahlt man paar Cash ohne Kredit.

Nach 10 Jahren hat man die 50.000€ wieder drinnen. Nach nochmals 10 Jahren hat man 50.000€ Gewinn gemacht. Summa summarum macht dies 100% Zins nach 20Jahre bzw. 5% / Jahr. Wie kommst du da auf 3%?

mfg

chris
 
Hättest Du dein Bargeld bei der Bank für 20 Jahre angelegt wären schon bei 3% Zinsen pro Jahr grob 100% Zinsen und Zinseszinsen angefallen...

Stichwort: Zinseszinseffekt

EDIT: 3,5 % sind es ziemlich genau... Ist aber auch nicht sooo berauschend. Geldmarktfionds machen beispielsweise über Jahrzehnte mehr als 4%
 
Die interessante Frage bei euren Rechnungen: Rechnet ihr den verbrauchten Strom mit oder nicht? Wenn Bank-Zinsen und Strom-Ertrag zwar ungefähr gleich sind, ich bei ersterer Rechnung meinen Strom aber noch zusätzlich zahlen muss, is natürlich die Solaranlage besser.
 
Nach 10 Jahren hat man die 50.000€ wieder drinnen. Nach nochmals 10 Jahren hat man 50.000€ Gewinn gemacht. Summa summarum macht dies 100% Zins nach 20Jahre bzw. 5% / Jahr. Wie kommst du da auf 3%?
2^(1/20)=1,035 - eher weniger wegen der Leistungseinbußen.
Wenn man noch Kreditzinsen zahlen muss wirds wohl Null auf Null aufgehen.
Niemand wird eine Laufzeit von 20 Jahren garantieren.

Wenn Bank-Zinsen und Strom-Ertrag zwar ungefähr gleich sind,
Dann hast in den ersten 10 Jahren (eher 12) gar keinen Ertrag und tilgst gleichzeitig die 50000.
Die musst dann in den nächsten 10 Jahren wieder reinholen, damit auf 100% Zinsen kommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die interessante Frage bei euren Rechnungen: Rechnet ihr den verbrauchten Strom mit oder nicht? Wenn Bank-Zinsen und Strom-Ertrag zwar ungefähr gleich sind, ich bei ersterer Rechnung meinen Strom aber noch zusätzlich zahlen muss, is natürlich die Solaranlage besser.

Entweder man speist den Strom ein und bekommt knapp 40 cent pro kWh, oder man nutzt ihn für Eigenbedarf und bekommt nur um die 25 cent, so dass es bisher rational war, den Strom immer einzuspeisen und Netzstrom für den Eigenbedarf zu kaufen.


Nochwas zum Thema: in diesem, etwas älterem Erfahrungsbericht wird auf eine Fachzeitschrift verwiesen, von der man sich kostenlos ein Probeexemplar zuschicken lassen kann. ;)
 
Ein Problem, dass man beachten sollte: Wenn ein Modul ausfällt, merkt man das nicht unbedingt sofort... was dann schon ziemlich viel von der Rendite auffressen kann.
 
Ein Problem, dass man beachten sollte: Wenn ein Modul ausfällt, merkt man das nicht unbedingt sofort... was dann schon ziemlich viel von der Rendite auffressen kann.
Die Teile sind in Reihe geschaltet, wenn eines kaputt geht, merkt man das sicher an der abgegebenen Leistung das da was nicht stimmt.
 
Was ich hier nicht so ganz verstehe ist, dass es vielen ausschließlich um den Renditeaspekt bei der Sache geht. Es mag ja sein, dass es für das Ziel "Geldvermehrung" wesentlich bessere Strategien gibt.

Eine Investition in Aktien hilft aber nicht immer die erneuerbaren Energien zu fördern.
 
Wenn man über eine Investitionsentscheidung diskutiert ist die Rendite ein wesentliches Kriterium.

Daric wollte ja nicht wissen, wie er die Erneuerbaren möglichst effektiv fördern wollte. ;)

Meiner persönlichen Meinung nach sind PV-Anlagen auch nicht besonders geeignet, um regenerative Energie bereit zu stellen. Gegenüber Wind, Wasser und Biomasse ist der so gewonnene Strom (noch?) viel zu teuer. Individuell wird man zwar übers EEG ordentlich kompensiert, volkswirtschaftlich zahlen aber alle einen hohen Preis dafür.


Btw fällt mir da grad ein schönes Misch-Thema ein. Mikrokredite. Wäre auch mal diskussionswürdig.