Fernbeziehung - ja oder nein?

also ich find irgendwie stellt sich diese frage nicht wirklich wenn man den andern wirklich liebt..
Wenn wir das jetzt als Theorie definieren, möchte ich etwas zitieren:
Keine Theorie überlebt den Erstkontakt mit der Praxis
Von solcher Liebe zu reden und den Trennungsschmerz zu spüren, sind zwei paar Schuhe.

Mir hat die eine Fernbeziehung erstmal gereicht, ich würde es in absehbarer Zukunft eher vermeiden - aber na ja, man hat wenig Einfluss darauf, ob der Zufall einen zu einem besonderen Menschen führt ;)
 
Ich hab die Beiträge drüber nicht gelesen, ich hab nur den Thread-Titel gesehen und musste sofort das hier schreiben:

Ich rate _jedem_ ab, sich in eine Frau zu verlieben, die eine Fernbeziehung führt. Mann verliert auf jedenfall! Glaubt mir, ich bin gerade dabei, die Gefühle aus mir zu vertreiben... Mann rennt ihr monatelang nach, verschwendet ohne Ende Ressourcen (Geld, Zeit, Nerven, Tränen, Schlaf) und am Ende muss Mann sich geschlagen geben, weil Weihnachten und Silvester alles wieder ins Lot gerückt haben (bei ihr und Ihrem Freund)... dagegen kommt Mann nicht an...

Prost!
 
Ich hab die Beiträge drüber nicht gelesen, ich hab nur den Thread-Titel gesehen und musste sofort das hier schreiben:

Ich rate _jedem_ ab, sich in eine Frau zu verlieben, die eine Fernbeziehung führt. Mann verliert auf jedenfall! Glaubt mir, ich bin gerade dabei, die Gefühle aus mir zu vertreiben... Mann rennt ihr monatelang nach, verschwendet ohne Ende Ressourcen (Geld, Zeit, Nerven, Tränen, Schlaf) und am Ende muss Mann sich geschlagen geben, weil Weihnachten und Silvester alles wieder ins Lot gerückt haben (bei ihr und Ihrem Freund)... dagegen kommt Mann nicht an...

Prost!


Man kan sich aber auch nicht aussuchen, in wen man sich verliebt.
Es wäre auch mir ganz recht, wenn man das Gefühl einfach mal ausschalten könnte, aber es geht nunmal nicht:(
 
Ich glaube immer noch, wer eine Fernbeziehung dafür verantwortlich macht, dass seine Beziehung/Ehe scheitert, der sucht nur nach falschen Gründen ums sich einfach zu machen. Ich hatte bis jetzt 2 Fernbeziehungen (Köln->Hamburg, Nürnberg->Hannover) und würde es glaube ich nie wieder machen, aber allein die Distanz für das Scheitern der Beziehung verantwortlich zu machen ist relativ naiv.
Es stimmt, die Wochen zwischendrin wo man den Partner nicht sieht, zerfressen einen innerlich (übrigens der Hauptgrund warum ich keine Fernbeziehung mehr möchte), die Telefonrechnung und die Spritkosten treiben einen quasi in den Ruin, die deutsche Bahn benennt einen Vielfahrertarif nach einem und man richtet seine komplette Zeit fast nur noch danach aus, wann man wie schnell am Freitag zu seiner Freundin fahren kann (am besten schon Donnerstags, Freitags is ja eh nichts wichtiges in der Uni...). Aber dafür sind die Wochenenden und die Urlaube um so intensiver und man lernt die Zeit mit dem Partner richtig zu schätzen.

Die Beziehungen sind aufgrund von individuellen Macken/Fehlern, das ganz normale Theater halt, zu Bruch gegangen.. Klar, die Chance zum Fremdgehen ist viel eher da. Ich bin auch schon fremdgegangen (und konsequenterweise wars danach dann eh vorbei, auch ohne dass sie was davon erfahren hat.), aber wenn man seinen Partner betrügt, stimmt eh schon irgendwas in der Beziehung nicht mehr, und allein die Abwesenheit der Freundin ist für mich kein Grund so etwas auszunutzen.

Naja trotzdem, irgendjemand sagte zu mir mal, nach einem halben Jahr entscheidet sich eine Fernbeziehung. Entweder man zieht zusammen oder trennt sich. Länger hält man den Schmerz unter der Woche nicht aus. Ist was wahres dran. Kann funktionieren, muss aber nicht - wie jede Beziehung imho.
 
viele haben es ja schon geschrieben,

eine reine fernbeziehung, was ist das?

das treffen des anderen an wochenenden und im urlaub?
sorry, aber so etwas, nenne ich nicht beziehung oder partnerschaft.

nach einer gewissen zeit, sollte einem der partner wichtiger sein, als das bequeme und sichere zuhause.

ist das nicht der fall, reduziert sich die beziehung zu einem reinen triebabtausch, denn, man geht doch lieber bekannt als fremd, wenns auch muehe macht. :)

es ist doch kein wunder, wenn solche jahrelangen beziehungen dann im normalen alltag scheitern, man kennt sich doch nur in sonntagslaune und hungrig.

peter
 
Nach dem dreiviertel Jahr sind wir zusammen gezogen und dann ist alles ziemlich schnell abgeflacht. Der Alltag holt einen schnell ein und der S*x wird weniger. Nach einem Jahr war dann die erste große Krise und noch etwas später wars dann aus. Wobei es einfach daran lag, dass wir viel zu verschiedene Vorstellungen von der Zukunft hatten.
Und genau diese unterschiedlichen Vorstellungen bemerkt man in meinen Augen nicht in einer Fernbeziehung. Da ist die Zeit am Wochenende zu kurz, um da richtig "aufeinanderzuprallen".

Aber im Grunde ist eine Fernbeziehung nicht schlecht, ich wage sogar zu behaupten, dass dadurch die Liebe interessant bleibt und man alles intensiver, schöner erlebt.
Wobei man in so einer Situation aber auch aufpassen muss, dass man sich in der Zeit des Sehens nicht zu sehr "unter Druck setzt", nur weil man im Kopf ständig dran denken muss, morgen nachmittag ist der Partner schon wieder weg, aber eigentlich hat man gar keine Lust, irgendwas mit dem Partner zu unternehmen.

Persönlich ging es bei mir aus ähnlichen Gründen auch meist schief und ich glaube, eine Fernbeziehung funktioniert meist dann nur wirklich, wenn die Zeit der Trennung absehbar ist (z.B. beruflich bedingt ein halbes Jahr).

anddie
 
Ich bin jetzt auch seit fast nunmehr 2 Jahren in einer Fernbeziehung. Aber solch eine Liebe muss schon auf ganz anderen Werten basieren, als sie heute in der Jugend anzutreffen ist. Wer nur auf S*x aus ist wird damit 100% nichts anfangen können, aber wenn man eine Person gefunden hat, die aufopferungsvoll wie man selbst sich für die eigene Liebe einsetzt, genau dann weiß man, was man an dieser Person hat.

Ich wage es sogar zu behaupten, dass jeder, der zumindest seine feste Nahbeziehung mal 2 Wochen nicht gesehen hat, nicht wirklich weiß, wie sich echte Liebe anfühlt. Schmerz, Sehnsucht und die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit, die nur in Ferien und langen Wochenenden war, gehören dazu. Klar verliert man schon viel Tränenflüssigkeit in dieser Art von Beziehung und sie erfordert auch Disziplin, die eigentlich in einer Beziehung normal sein sollte, aber für viele nicht selbstverständlich.

Die Liebe zermürbt einen schon irgendwie, aber diese Form hat auch seine Vorteile. Ich möchte nicht wissen, wie ich schulisch und arbeitstechnisch dastehen würde, wenn ich keine Fernbeziehung führen würde. Entweder in der Beziehung oder in der Schule würde es mächtig bergab gehen, da irgendwo im Abi dann die Zeit fehlt und das finde ich recht schade. Beziehungen, die aus der Pflicht bestehen, man müsse ja mal seinen Partner wieder besuchen - naja. So freue ich mich lieber auf 100% intensiv genutzte Zeiten, auch wenn sie jedes Mal viel zu kurz erscheinen.
 
also ich lebe in dem genaune gegenteil. mein freund wohnt 5 mins von mir entfernt. und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn er auf einmal weiter weg wäre und ich nich mal eben nachts um 5 runter laufenm könnte. :) meine erste ernsthaftere beziehung war auch ne "fernbeziehung". das war schon hart. aber möglich. wobei man schon n bisschen so unter zwang steht. weil man sich ja sehen will und dann möglichst intensiv zeit mit dem anderen verbringen will.
letztendlich kommt es glaub ich auch immer darauf an, was man gewöhnt is. wenn man es gewöhnt is, sich nur am we zu sehen und in der woche sein ding zu machen is das bestimmt auch in ordnung...

lg lisa*