Soziales Fachkräftemängel -Studiengebühren belasten sozialschwache Familien,arme Studenten

Solch Eignungstests werden doch heutzutage schon gemacht. Der Jahrgang der nach mir angefangen hat, hat sowas machen müssen. Da waren zu viele Bewerber auf zu wenige Plätze und die besten haben dann einen Platz gekommen. Mit Bürokratie hat das nicht viel zu tun, da das die Unis ja intern machen. Man brauch ja nur einen der den Test erstellt, ein paar HiWis die ihn auswerten und die Liste machen und gut ist.
 
Für mich gibt es keinen Fachkräftemangel, sondern Ausbildungsmangel. Die Firmen die heute schreien es gäbe zu wenig Fachkräfte. Z.b. Siemens, das sind genau die, welche vor einigen Jahren ihre betrieblichen Ausbildungen zurück gefahren haben und jetzt erwarten, dass der Staat von auf schulischem Weg die passenden Mitarbeiter möglichst für einen Hungerlohn oder als Dauerpraktikant liefert.
 
Sorry, ich habe dein "die besten eines Jahrgangs" auf das Abi bezogen. Es gibt ja so Listen, in welchem Bundesland das Abi am meisten zählt. Ich dachte das würdest du meinen. Das mit dem Quasi-Einstellungstest hab ich wohl überlesen.

hey, kannst du mir nen Link mit so einer Rangliste geben?? wär sehr interessant, hab selber nix gefunden :(
 
Und, meines Erachtens löst man das Problem überfüllter Unis nicht, indem man die Zahl der Studenten verringert, sondern indem man mehr Geld in die Unis steckt.
Was ist also das Problem?!
Es ist ein erklärtes politisches Ziel mehr hochqualifizierte Fachkräfte zur Verfügung zu haben, also nicht auch selbst auszubilden. Daher werden einerseits Studiengebühren erhoben, um das anachronistischen Bildungssystem der Hochschulen nicht zu überlasten und so gleichzeitig eine gewisse Bildungsqualität sicherzustellen. Andererseits wird per GreenCard versucht hochqualifizierte Fachkräfte aus anderen Ländern abzuziehen, um sich selbst die enormen Kosten einer solchen Ausbildung zu sparen.
Es laufen derzeit immer noch Versuche das Hochschulbildungssystem zu verbessern, zu erweitern oder umzubauen.

Schon jetzt braucht man für einen Medizin-Studiengang etwa einen Abi-Schnitt von 1.0 bis 1.3, abhängig von der Uni.
Der Notendurchschnitt spiegelt den Fleiß - nicht Intelligenz, Können und Wissen - des Schülers insbesondere während der letzten 2 Jahre der Oberstufe wieder. Darus lässt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit ableiten dass der Schüler auch während der Studienzeit einen gewissen Fleiß aufbringen wird.
 
edit: sehe gerade viele Rechtsschreib und Grammatikfehler, liege gerade mit Fieber im Bett und bin schon zu schwach um irgednwas zu berichtigen also einfach überlsen :)...

Ich bin gerade in der 12. Klasse und mache mein Abitur in Niedersachsen. Schon mit dem neuen Oberstufensystem (beim Jahrgang vor mir wurde es eingeführt), sprich es sind nur noch bestimmte Fächerkombinationen möglich.
Ich habe z.B. den naturwissenschaftlichen Zweig und muss zwei Naturwissenschaften als Fächer mit "erhöhtem Niveau" haben, also keine Lks mehr. Heißt 4 Stündig, aber man muss auch 3 von diesen erhöhten Schwerpunkten einbringen! Die ehemaligen Grundkurse (niedrigeren Niveau) sind jetzt auch 4 Stündig.
Zudem sind auch Mathe und Deutsch Belegungspflichtig!

Alles wird schwerer und umfangreicher. Zum Beispiel dürfen wir nur insgesamt 4 Unterkurse haben (vorher 6). Niemand kann sich jetzt durchschleichen bei Mathe z.B. was ja ein sehr beliebtes Fach, da es wie gesagt einbringungspflichtig ist...

Ich weiß das ich als künftiger Bafoeg empfänger in NRW zumindest, ich weiß nciht wie es wo anders in Deutschland ist die Studiengebühren daran irgendwie gekoppelt sind. Also den Höchstbetrag von 10.000 € kann man nicht überschreiten.
Und bitte 10.000 € sind keine hunderttausende, wie sie an Studiengebühren in den USA z.B. gezahlt werden. Hier zahlt man 500 € pro Semester, welcher sich
jeder Student auch, notfalls per Kredit, leisten kann. Also ist die momentane Situation so das jeder der studieren will, es auch kann, wenn er denn will! Und das ist das wichtige. Klar wer Geisteswissenschaften oder ähnliches studiert, wonach der Markt nicht gerade schreit für den sind 10.000€ Schulden vielleicht (leider) eine Hürde...

Ich weiß gar nicht warum immer alles kritisiert wird. Studiengebühren haben auch Vorteile genau wie das neue Bachlor Master System. Ich könnte theoretisch schon mit 22 ausstudiert haben und mit 25 oder 27 wo die anderen mit ihrem Diplom rumbobseln schon ~5 Jahre Berufserfahrung haben! Klar so gut wie Diplom wird man nicht ausgebildet, aber für die Wirtschaft reichts und wer mehr will macht den Master...

Ich bin klar für die Studiengebühren da:
#weniger ichweißnichtwasichwerdenwillundgeheinfachmalirgendwasstudieren Leute welche die Hochschulenverstopfen
#genauso wie die elenden 12 Semestrigen
#partiell bessere Ausstattung der Hochschulen(hab auch schon Gegenteiliges gehört)
#so gut wie jeder kann sich ein Studium leisten wenn er denn möchte
#für die voll Bafoeg empfänger in NRW spürt man faktisch keinen Unterschied :arrow: https://www.asta.rwth-aachen.de/article/1217/de/ -

Was ich damit sagen will ist das es in Deutschland einen Umbruch gibt hin zur qualitativ besseren (studiengebühren) und nivauvolleren (neue Oberstufenordnung - nicht jeder Doofkecks kann Abi machen) schnelleren (Bachlor Master und jetzt nur noch 12 JAhre Schule NDS - hat der erste JAhrgang in 3/4/5 Jahren) Bildung!
 
Was ist am Einzug einer Uni-Steuer und der Verteilung des Geldes so schwer, dass man dafür mehr Bürokratie bräuchte als heute für den Einzug der Studiengebühren?

Ich kenn es aus meiner Studienzeit so:
Um seine Unterlagen (Immatrikulationsbescheinigung, später auch Bahnticket...) zu bekommen, musste man nen Überweisungsbeleg vorweisen, dass man den Beitrag fürs Studentenwerk bezahlt hat.

Gleiches kann man sicherlich auch bzgl. der Semestergebühren machen.
Ist simpel.

Dagegen meinst Du also, einkommensabhängige Steuern, die zentral gesammelt werden, um nach Schlüssel XY wieder zu dezentralisieren sind, wäre genauso wenig aufwendig?

Nicht wirklich, oder?

gruss kelle!
 
Ich kenn es aus meiner Studienzeit so:
Um seine Unterlagen (Immatrikulationsbescheinigung, später auch Bahnticket...) zu bekommen, musste man nen Überweisungsbeleg vorweisen, dass man den Beitrag fürs Studentenwerk bezahlt hat.
Wenn ich das derzeitige Verfahren für die Studiengebühren richtig interpretiere, verschickt jede Uni Gebührenbescheide in unterschiedlicher Höhe, kontrolliert den Eingang per Überweisung, muss Widersprüche und Einwände bearbeiten und Anträge auf Aussetzung und Stundung bearbeiten. Hört sich nicht nach "Quittung vorzeigen" an.

Dagegen meinst Du also, einkommensabhängige Steuern, die zentral gesammelt werden, um nach Schlüssel XY wieder zu dezentralisieren sind, wäre genauso wenig aufwendig!
Das Verteilen könnte schwieriger sein, der Einzug ist ganz simpel und verbraucht bei einem Steuersachbearbeiter nur einen Mausklick -> Prüfung Ankreuzkästchen "Studiengang in Deutschland absolviert", den Rest macht der Computer.

Marty