Ehemaliger Regierungssprecher Heye warnt farbige WM-Gäste vor Ostdeutschland

perlini schrieb:
Und das soll ein Problem sein!? Diese pure Menschverachtung kann nicht genug an den Pranger gestellt werden.
Mal ganz ehrlich: Die Meinung und Ansichten eines Menschen bekommt man doch nciht aus ihm heraus, indem man ihn "an den Pranger" stellt oder? Im Gegenteil entsteht dadurch erstrecht (gewaltbereiter) Widerstand.

Von mir aus kann jeder seine Meinung haben, die er will. Einzig wichtig für mich ist, dass er damit keine anderen Menschen daran hindert, ihre jeweilige Lebensweise auszuleben. Und deshalb bin ich dafür, dass Gewaltverbrechen viel härter bestraft werden, als es bislang der Fall ist. Von mir aus könnten in dieser Richtung auch die Gesetze verschärft werden. Es ist teilweise lächerlich, dass ein Gewalttäter, der jemanden ins Krankenhaus prügelt, auf Bewährung frei kommt!

Wie schon so oft (auch diesem Thema) geschrieben: Es ist mir völlig egal, von wem ich zerlegt werde (ein paar Negern, Nazis, Punks oder sonstwas): Ich möchte überhaupt nicht zerlegt werden! Von daher gebe ich Der_Baron völlig recht und denke auch, dass die rechte Seite der deutschen Goldmedallie viel zu viel Beachtung findet und im Gegenteil die linke unter dem Deckmantel "Wir tun es ja gegen die bösen Nazis" fast Narrenfreiheit besitzt. Man muss mindestens ein wachsames Auge auf die Nazigruppen haben. Trotzdem wird es Zeit, die Augen bei linker Gewalt zu öffnen. Und da vor linksradikalen oder fremdländisch dominierten Gebieten seitens Heye auch nicht gewarnt wird, bleibe ich weiterhin bei meiner Ansicht, dass diese Warnung überzogener grober Unfug ist - allein schon, wenn man sich die Anzahl der Rechtsextremen in Deutschland anschaut - etwa 0,04% der Gesamtbevölkerung. Die gewaltbereiten Rechtsextremen sind sogar noch weniger - etwa 0,01%!

Mag sein, dass diese Hand voll Menschen sich in bestimmten Gebieten besonders konzentrieren, aber Heye warnt nicht vor bestimmten Orten (was ich sogar als überzogen einschätzen würde), sondern vor ganzen Regionen! In Berlin vor ganzen Stadtbezirken, sonst vor ganz Brandenburg und so weiter. Das ist schlicht eine Frechheit - oder eben eine unangemessene Profilierungssucht eines schwachen Geistes...

Gruß,
Photon
 
perlini schrieb:
Und das soll ein Problem sein!? Diese pure Menschverachtung kann nicht genug an den Pranger gestellt werden.
im vergleich zu fast allen anderen ländern dieser welt wird dieses thema in deutschland definitiv hyperstilisiert. in anderen ländern haben rechte viel mehr macht und können sich mehr erlauben (ich red von politikern, nicht von schlägern). du willst doch nicht behaupten, dass das als rechter politiker nicht geht?!? und zum thema menschenverachtung: ich verachte auch gewisse menschen, allerdings hat das nix mit politischen ansichten zu tun. haut jemand nen anderen grundlos zusammen verachte ich den. kinderschänder sowieso etc. aber ich versteh schon was du meinst, denn bei nazis ist das zumeist unbegründet.

perlini schrieb:
Was gibt's bei Rechten / Rassismus zu differnzieren?!
ganz klar! rechts ist nicht gleich radikal oder gleich nazi. ganz ehrlich, ich hab auch zum teil eine rechte einstellung (hier und da auch linke). aber ich distanziere mich von allen radikalen oder nazis. damit hab ich nix am hut. du begehst den fehler direkt alles gleichzusetzen. ein linker ist doch auch nicht direkt ein punk. außerdem hasse ich schubladendenken, und genau das wird halt wirklich oft in deutschland betrieben.

perlini schrieb:
2005 gab's fas 1000 Gewaltaten mit rechtsradikalen Hintergrund. Wie oft war Rechtsradikalismus ein Titelthema?
welche straftat war häufiger thema?

perlini schrieb:
Keine Ahnung, wo du die Grenze zur Radikalität ziehst. In Deutschland ist "rechts" ein Synonym für "Nazi". Und die befinden sich in Mitten der Radikalität. Die ursprünglichen Rechten werden heutzutage als Konservative bezeichnet. Hoffe mal, du meinst letzteres. Ansonsten fände ich es mehr als bedenklich, daß dir ein Mensch - was in diesem Zusammenhang sicherlich der falsche Begriff wäre - lieber ist, der dir in überzeugter und gebildeter Art seine Rassentheorien erläutert als ein anarchischer Punk, der gegen alles ist.
das sollte ich ja schon oben deutlich gemacht haben. für mich ist rechts NICHT mit nazi gleichzusetzen, wie scheinbar für dich und den rest von deutschland. genau das meinte ich doch mit schwarz-weiß sehen. aber ich hätte am ende auch schreiben können, ein überzeugter linker mit dem nötigen hintergrundwissen ist mir bei weitem lieber als ein rechter schläger. oder: ich bin gegen jede art von radikalismus. aber keine politische richtung ist in seiner gänze radikal. das zu behaupten ist blauäugig.
ich hoffe, ich konnte so meinen standpunkt etwas deutlicher machen. ich will einfach den begriff rechts von nazis und radikal differenzieren, obwohl das eine das andere natürlich nicht ausschließt. und genau über die, die in die letzte kategorie fallen, sind die, die heye meint. und in dem moment geb ich ihm recht.
 
Photon schrieb:
Mal ganz ehrlich: Die Meinung und Ansichten eines Menschen bekommt man doch nciht aus ihm heraus, indem man ihn "an den Pranger" stellt oder? Im Gegenteil entsteht dadurch erstrecht (gewaltbereiter) Widerstand.
Mit Äußerungen löst man allgemein keine Probleme - mit Verschweigen aber auch nicht. Und Heyes Aussage zielt ja mehr auf die Opfer, weniger auf die Täter.
Photon schrieb:
Wie schon so oft (auch diesem Thema) geschrieben: Es ist mir völlig egal, von wem ich zerlegt werde (ein paar Negern, Nazis, Punks oder sonstwas)
So egal ist es den Opfern nun auch wieder nicht. Zum einen könnte sich gegenüber gewissen Personengruppe Angstzustände aufbauen. Und in der Rechtssprechung spielt das Motiv eine entscheidende Rolle bei der Bemessung des Strafmaßes. Und das ist wiederum wichtig für die Opfer.
Photon schrieb:
und im Gegenteil die linke unter dem Deckmantel "Wir tun es ja gegen die bösen Nazis" fast Narrenfreiheit besitzt.
Ganz großes Kino! Wieder die üblichen Reflexe: Bei dem Thema erst Ausländerkriminalität mit ins Spiel bringen, und nun die Linken. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen.
Man geht in Deutschland von ca. 10.400 Rechtsextremisten aus, bei den linken von ca. 5.500. Bei den rechte Gewaltstraftaten - hier auch gern als vernachläßigbar eingestuft - gab's über 800 Körperverletzungsdelikte, bei den Linksextremisten knapp 400. Wenn man dann noch bedenkt, gegen wen sich die jeweiligen Gewalttaten richtet, wird die Geschichte von der linken Bedrohung absurd. Aber es eignet sich natürlich - wie die Ausländerkriminalität - hervoragend zur Relativierung rechter gewalt.
Photon schrieb:
Mag sein, dass diese Hand voll Menschen sich in bestimmten Gebieten besonders konzentrieren, aber Heye warnt nicht vor bestimmten Orten (was ich sogar als überzogen einschätzen würde)
Zitat Heye: "Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde, hinzugehen."
So, und jetzt kommst du!

Der_Baron schrieb:
im vergleich zu fast allen anderen ländern dieser welt wird dieses thema in deutschland definitiv hyperstilisiert.
Na sicher ist das so. Nur ist das sicherlich auch kein Problem und es müßte deshalb etwas geändert werden.
Der_Baron schrieb:
du begehst den fehler direkt alles gleichzusetzen.
Wenn du mir schon so etwas unterstellst, dann solltest du auch ein Beispiel bringen.
Der_Baron schrieb:
außerdem hasse ich schubladendenken, und genau das wird halt wirklich oft in deutschland betrieben.
Ohne geht's nicht. Es kommt aber auf die Größe an.
Der_Baron schrieb:
welche straftat war häufiger thema?
Kinderfigger. Korruption. Betrug.
Der_Baron schrieb:
für mich ist rechts NICHT mit nazi gleichzusetzen, wie scheinbar für dich und den rest von deutschland.
Das ist aber mehr dein perönliches Problem.
Der_Baron schrieb:
ich bin gegen jede art von radikalismus. aber keine politische richtung ist in seiner gänze radikal. das zu behaupten ist blauäugig.
Mal davon abgesehen, daß politsche Richtung in diesem Zusammenhang vielleicht eine nichtpassende Bezeichnung ist, ist eine politisches Richtung, die (auch) auf einer Rassentheorie beruht, sehr wohl in der Gänze radikal.
Der_Baron schrieb:
ich will einfach den begriff rechts von nazis und radikal differenzieren, obwohl das eine das andere natürlich nicht ausschließt.
Wozu dieses Unterfangen? Wer sind denn die "Opfer" dieser Zusammenfassung? Sprich was ist für dich ein Rechter und wo liegen die Unterschiede zu Nazis?
 
perlini schrieb:
Mit Äußerungen löst man allgemein keine Probleme - mit Verschweigen aber auch nicht. Und Heyes Aussage zielt ja mehr auf die Opfer, weniger auf die Täter.
Es spricht sich niemand für ein Verschweigen aus. Es geht um die gezielte Panikmache im Vorfeld des Großereignisses. Unser Land wird nicht mehr oder weniger von Rechtsextremismus gebeutelt, wie ein beliebiges anderes Land der Welt, im ganzen Gegenteil sogar! Allein das führt die Panikmache des Herrn Heye ad absurdum.

perlini schrieb:
So egal ist es den Opfern nun auch wieder nicht. Zum einen könnte sich gegenüber gewissen Personengruppe Angstzustände aufbauen. Und in der Rechtssprechung spielt das Motiv eine entscheidende Rolle bei der Bemessung des Strafmaßes. Und das ist wiederum wichtig für die Opfer.
Ach was?! Im Umkehrschluss trifft das aber auch auf die Deutschen zu, die durch stark zunehmende Kriminalität in Gebieten mit hohem Ausländeranteil in Angst leben (müssen). Aber genau dagegen wollen wir doch vorgehen, oder? Also dagegen, dass wenn man von jemandem mit gelber Mütze einen Tunnel in den Kopf geschlagen bekommt, fortan jeden mit gelben Mützen hasst. Aber genau beim Thema Rechtsextremismus wird alles in einen Topf geworfen: Skinheads, Hooligans, Neonazis, Nazis, NPD-Wähler, Wasserbeutelwerfer... Das ist echt arm.

perlini schrieb:
Ganz großes Kino! Wieder die üblichen Reflexe: Bei dem Thema erst Ausländerkriminalität mit ins Spiel bringen, und nun die Linken. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen.
Man geht in Deutschland von ca. 10.400 Rechtsextremisten aus, bei den linken von ca. 5.500. Bei den rechte Gewaltstraftaten - hier auch gern als vernachläßigbar eingestuft - gab's über 800 Körperverletzungsdelikte, bei den Linksextremisten knapp 400. Wenn man dann noch bedenkt, gegen wen sich die jeweiligen Gewalttaten richtet, wird die Geschichte von der linken Bedrohung absurd. Aber es eignet sich natürlich - wie die Ausländerkriminalität - hervoragend zur Relativierung rechter gewalt.
Ich halte es eher für einen Reflex der Linken, stets und ständig auf H****r zu verweisen, wenn es um aktuelle innenpolitische Themen geht zur Hypersensibilisierung und man damit demagogisch auf das Volk einwirken kann. Aber ich schweife ab. Letzlich ist es so, dass es selbstverständlich noch immer viel zu viel rassistisch motivierte Straftaten gibt, kein Frage! Aber es ist ein verschwindend kleiner Teil gegenüber der Gesamtstraftaten.

Um meinem "Reflex" zu frönen: Ein eingebürgerter Türke (weil hier geboren), steht Tag für Tag pöbelnd am Bahnhof "Du Nazi oda was?". Irgendwann trifft er mal auf "den Richtigen" und es kommt zu einer Rangelei/Messerstecherei/etc. Was werden die Medien berichten und als was wird es eingeordnet? Gewinnt der Türke, war es ein Gewaltverbrechen (nicht politisch motiviert). Gewinnt der andere, war es ein gewaltsamer rassistischer Übergriff. So werden Politik und Meinungen gemacht.

Nenn' es Reflexe oder sonstwas. Und ich weiß auch, dass es genug gestörte Deppen gibt, die Menschen wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Aussehen oder sonstwas anpöbeln, angreifen oder sogar töten. Und dagegen muss massiv vorgegangen werden. Aber bitte hör' auf damit, rechte Gewalt über andere Gewalt zu stellen und anders einzuordnen. Die gleichen Leute prügeln sich auch für die Fussballelf oder wegen falsch herausgegebenes Wechselgeld. Der harte Kern der Neonazis tritt entweder gar nicht in Erscheinung oder wirkt viel gefährlicher hinter den Kulissen und zieht dort die Fäden. Und von denen sieht man auch zur WM nicht mehr als sonst. Und die sitzen mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch nicht in einer Kleinstadt in Brandenburg...

perlini schrieb:
Zitat Heye: "Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde, hinzugehen."
So, und jetzt kommst du!
Hmm, genau. Du hörst es als Ausländer. Was bleibt Dir im Gedächtnis? "Kleine und mittlere (namentlich nicht benannte) Städte in Brandenburg" oder doch nur "Brandenburg"?

Dann geht es doch weiter: "Da war doch mal was vor X Jahren in Rostock." Hmm, liegt in Mecklenburg-Vorpommern, da gabe es doch auch in kleineren Städten mal Auseinandersetzungen. In Sachsen hat die NPD besonders stark bei der Landtagswahl abgeschnitten: Alles Nazis in Sachsen. Magdeburg ist auch schon relativ oft in puncto Fremdenfeindlichkeit aufgefallen: Also ist Sachsen-Anhalt auch reines Nazi-Gebiet. Und Berlin scheint ja die Hochburg der Nazis zu sein, da passiert ja laufend was. Ach, eigentlich ist der ganze Osten Rechtsradikal. Gestern war aber auch ein Aufmarsch von einer Hand voll "Neonazis" in Lübeck. Scheint mir, als wäre der ganze deutsche Norden verseucht. Und im Ruhrgebiet ist auch stets und ständig was los. Aber wo war das noch gleich? Dortmund? Düsseldorf? Ach egal, der ganze Pott ist voller Nazis. Und Bayern erst! Die sind ja sogar öffentlich fremdenfeindlich! Da wird verlangt, dass Ausländer X auch noch deutsch lernt etc! Kreuzgefährliche Ecke da unten! Also in den Süden sollte man nach Möglichkeit auch nicht...

Hmm, wenn ich es mir recht überlege, könnte man eigentlich vor ganz Deutschland warnen. Warnen wir doch die Welt vor Deutschland, hier ist es nirgends sicher und man sollte die WM lieber in Johannesburg oder Kapstadt austragen, da ist es sicherer...

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Es spricht sich niemand für ein Verschweigen aus. Es geht um die gezielte Panikmache im Vorfeld des Großereignisses. Unser Land wird nicht mehr oder weniger von Rechtsextremismus gebeutelt, wie ein beliebiges anderes Land der Welt, im ganzen Gegenteil sogar! Allein das führt die Panikmache des Herrn Heye ad absurdum.

Zwei Sachen:
- der Verfassungsschutzbericht weißt eine deutliche Steigerung von Gewalttaten mit rechtsextremen Hintergrund aus
- nur weil andere Länder das Phänomen rassistisch - ausländerfeindlicher Gewalt nicht in Griff bekommen, heißt dass nicht, dass wir uns ausruhen können.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
- der Verfassungsschutzbericht weißt eine deutliche Steigerung von Gewalttaten mit rechtsextremen Hintergrund aus
Der Bericht führt auch aus, dass der Rechtsextremismus insgesamt rückläufig ist.

Kelle schrieb:
- nur weil andere Länder das Phänomen rassistisch - ausländerfeindlicher Gewalt nicht in Griff bekommen, heißt dass nicht, dass wir uns ausruhen können.
Richtig. Es heißt aber auch nicht, bewusst und unbegründet Panik im Volk oder gar der Welt zu verbreiten.

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Der Bericht führt auch aus, dass der Rechtsextremismus insgesamt rückläufig ist.

Naja, weniger Rechtsextreme, die dafür umso intensiver prügeln.
Weiß nicht, ob man das als Fortschritt werten kann...

Photon schrieb:
Richtig. Es heißt aber auch nicht, bewusst und unbegründet Panik im Volk oder gar der Welt zu verbreiten.

Tschuldigung.
Wo ist der Unterschied, ob Schäuble den Verfassungsschutzbericht bzgl. extremistischer Gewalt vorstellt, wo Brandenburg und Sachsenanhalt sich die Spitzenplätze bei rechtsextremer Gewalt teilen, oder einer bringt de gleichen Erkenntnisse in anderen Worten zu Sprache?

Und das dazu noch, nachdem ein afrikanischer Verband (?) schon ne Landkarte mit NO-GO-AREAS herausgegeben hat, der sich mit der Aussage irgendwo deckt.

Dazu Fakten, die in den entsprechenden Regionen wohlbekannt sind.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Naja, weniger Rechtsextreme, die dafür umso intensiver prügeln.
Weiß nicht, ob man das als Fortschritt werten kann...
Na aber hallo! Das ist ein gravierender Fortschritt. Denn man ist insgesamt auf dem richtigen Weg, muss aber Methoden ändern. Die Schläger sind noch immer die gleichen, gehen nur öfter und brutaler vor. Ginge man insgesamt gegen Gewalt viel radikaler vor, sperrte man die Leute auch mal für längere (von mir aus auch für immer) weg, gingen die Zahlen für rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten automatisch zurück.

Kelle schrieb:
Wo ist der Unterschied, ob Schäuble den Verfassungsschutzbericht bzgl. extremistischer Gewalt vorstellt, wo Brandenburg und Sachsenanhalt sich die Spitzenplätze bei rechtsextremer Gewalt teilen, oder einer bringt de gleichen Erkenntnisse in anderen Worten zu Sprache?
Der Verfassungsschutzbericht erscheint jedes Jahr und erreicht im Normalfall auch nur den geneigten Leser. Bringt aber ein namhafter Pimpf gezielt Auszüge aus diesem Bericht an die Öffentlichkeit, hat das eine ganz andere Wirkung (weißt Du ja selbst). Wenn er dann auch noch so dreist ist, und sich anmaßt, die Welt vor bestimmten Regionen zu warnen, steht er in etwa auf dem Niveau der BILD-Zeitung.

Kelle schrieb:
Und das dazu noch, nachdem ein afrikanischer Verband (?) schon ne Landkarte mit NO-GO-AREAS herausgegeben hat, der sich mit der Aussage irgendwo deckt.
Interessiert Dich der Jahresbericht der Karnickelzüchter? Die Karnickelzüchter ganz sicher.

Soll heißen, dass ein Neger, der in diese Richtung Befürchtungen hat, sich ganz sicher dahingehend informieren wird. Die meisten werden aber nicht mal dran denken (zu Recht!). Was aber, wenn ein deutscher (Ex-)Politiker öffentlich und gezielt eine Menschengruppe vor Gefahren aus bestimmten Regionen Deutschlands warnt? Meinst Du nicht auch, dass das eine ganz andere Wirkung hat?

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Was aber, wenn ein deutscher (Ex-)Politiker öffentlich und gezielt eine Menschengruppe vor Gefahren aus bestimmten Regionen Deutschlands warnt? Meinst Du nicht auch, dass das eine ganz andere Wirkung hat?

Das Problem was wir hier haben ist doch folgendes, dass man in ner klassischen Zwickmühle sitzt.

Hält man die Klappe und es passiert was, egal ob während der WM Zeit oder davor/danach, dann ist das Geschreie groß, vor allem dass die internationale Presse negativ berichtet.

Sagt einer vorher was, und es passiert in der nächsten Zeit nichts, ist das Geschrei groß, weil da ja einer Deutschland runterredet. Gut, kann sein, dass ich gepennt hab, aber von ner negativen ausländischen Presse bezogen auf diese Aussagen habe ich nichts mitbekommen.

Die beiden Fälle nix sagen/nix passieren und was sagen/was passieren lass ich mal außen vor. :ugly:

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Das Problem was wir hier haben ist doch folgendes, dass man in ner klassischen Zwickmühle sitzt.
Gut, also gehen wir von dieser Zwickmühlensituation aus. Um das Problem einschätzen zu können, holt man sich am besten mal Vergleiche aus anderen Ländern heran. Oder glaubst Du, dass über Deutschland anders berichtet wird, würde hier etwas passieren? Mitnichten...

Ok, wir sehen in tatsächlich jedem Land der Welt mal stärkere, mal schwächere rassistische und/oder rechtsextremistische Strömungen. Es gibt überall auch in diese Richtung geartete Gewalttaten. Und Deutschland macht da überhaupt keine Ausnahme, eher im Gegenteil haben wir es hier schon vergleichsweise besser im Griff als andere Länder.

So, da wir das nun festgestellt haben, frage ich mich ersthaft, wer in diesen Ländern andere vor der WM gewarnt haben. Gab es überhaupt Warnungen? Oder hat man dem Staatsapparat vertraut? Oder hat man dort die Situation unterschätzt? Oder wollte man sogar einen Vorfall provozieren, indem man "farbige Menschen ins offene Messer laufen lässt"?

Das lässt doch eigentlich nur 2 Schlüsse zu: Der Heye spricht dem deutschen Staat öffentlich das Mißtrauen aus und bescheinigt sowohl der Polizei, als auch der Politik direkt Unfähigkeit. Oder er weiß selbst ganz genau, dass er da totalen Stuss redet und will sich wichtig tun, weil er seine Rente/Pension gefährdet sieht.

Angesichts der Zahlen, die vom Verfassungsschutz veröffentlicht worden sind und nun der Rechtsextremismus in Deutschland nicht mal mit viel Phantasie ein akutes Problem darstellt, kann ich nur davon ausgehen, dass der Mann bewusst provoziert, um sich ins Gerede zu bringen. Und das halte ich unverantwortlich, wenn jemand seine Popularität ausnutzt, um den eigenen Drang nach Geltung zu befriedigen.

Gruß,
Photon
 
Ich weiss nicht was dein Problem ist. Täglich gibt es mehr als drei Überschläge auf Ausländer von Nazis. Und das ist ein "akutes" Problem?

Also sollen wir warten bis es täglich 20 -30 werden, damit man was unternimmt, wenn man dann die Situation überhaupt noch retten kann... Ich erinnere 1940...
 
HAM schrieb:
Ich weiss nicht was dein Problem ist. Täglich gibt es mehr als drei Überschläge auf Ausländer von Nazis. Und das ist ein "akutes" Problem?

Also sollen wir warten bis es täglich 20 -30 werden, damit man was unternimmt, wenn man dann die Situation überhaupt noch retten kann... Ich erinnere 1940...
Also so langsam liege ich echt vor Lachen unter dem Tisch. Unten angekommen fällt mir wieder ein, dass es eigentlich eher zum Heulen ist, ich komme wieder hoch und antworte doch darauf:

Wenn ein Angriff auf einen Ausländer verübt wird, dann ist das stets und ständig erstmal "politisch motiviert" (es sei denn, die Polizei findet doch noch andere Hinweise, die dann aber nicht in der Presse aufgebauscht werden). Folglich sind Nazis im Spiel, die hier wieder Zustände wie 1940 haben wollen.

Wird jedoch ein Deutscher überfallen, ist schlagartig keine Rede mehr von "politsch motiviert" - dann ist es "nur" ein Gewaltverbrechen, wie jedes andere auch.

Und wer verharmlost nun? Ist ja eigentlich eine bodenlose Frechheit, wenn man davon spricht, dass es ein rechtsradikales Problem in Deutschland gibt! Wieso könnt ihr euch nicht angewöhnen, ein Gewaltverbrechen als ein Gewaltverbrechen zu betrachten und es genau so zu behandeln? Warum wird ein Gewaltverbrechen an einem Ausländer oder einem "Nicht-Weißen" zur Staatssache erklärt, während man andere Gewaltverbrechen quasi als "Kavaliersdelikte" abtut? Dekadentes Deutschland...

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Also so langsam liege ich echt vor Lachen unter dem Tisch. Unten angekommen fällt mir wieder ein, dass es eigentlich eher zum Heulen ist, ich komme wieder hoch und antworte doch darauf:

Wenn ein Angriff auf einen Ausländer verübt wird, dann ist das stets und ständig erstmal "politisch motiviert" (es sei denn, die Polizei findet doch noch andere Hinweise, die dann aber nicht in der Presse aufgebauscht werden). Folglich sind Nazis im Spiel, die hier wieder Zustände wie 1940 haben wollen.

Wird jedoch ein Deutscher überfallen, ist schlagartig keine Rede mehr von "politsch motiviert" - dann ist es "nur" ein Gewaltverbrechen, wie jedes andere auch.

Und wer verharmlost nun? Ist ja eigentlich eine bodenlose Frechheit, wenn man davon spricht, dass es ein rechtsradikales Problem in Deutschland gibt! Wieso könnt ihr euch nicht angewöhnen, ein Gewaltverbrechen als ein Gewaltverbrechen zu betrachten und es genau so zu behandeln? Warum wird ein Gewaltverbrechen an einem Ausländer oder einem "Nicht-Weißen" zur Staatssache erklärt, während man andere Gewaltverbrechen quasi als "Kavaliersdelikte" abtut? Dekadentes Deutschland...

Gruß,
Photon


Das ist doch vollkommener Schwachsinn. Weil es auch ein Linksradikales Problem gibt heißt es nicht, dass es ein Rechtradikales Problem gibt. Wenn du dir den Titel durchlesen würdest würdest du mitbekommen, dass es hierbei um ein politisch rechts motiviertes Problem geht.

Du argumentierst nach dem Prinzip A hat C geschlagen, dann darf B ebenso C schlagen? C sind ist in diesem Fall die neutrale zivil Bevölkerung die unter Attacken beider radikalen Richtungen leidet. Aber hier geht es speziell um die Rechte Gewalt, hier darfst du deine Seele über Rechte Gewalt auskotzen, ansonsten mach einen Thread auf und heul dich über die linke Gewalt aus...
 
HAM schrieb:
Das ist doch vollkommener Schwachsinn. Weil es auch ein Linksradikales Problem gibt heißt es nicht, dass es ein Rechtradikales Problem gibt.
Was wollte uns der Künstler damit sagen?

HAM schrieb:
Wenn du dir den Titel durchlesen würdest würdest du mitbekommen, dass es hierbei um ein politisch rechts motiviertes Problem geht.
Jetzt geht das schonwieder los! Himmelherrgott... :roll:

HAM schrieb:
Du argumentierst nach dem Prinzip A hat C geschlagen, dann darf B ebenso C schlagen? C sind ist in diesem Fall die neutrale zivil Bevölkerung die unter Attacken beider radikalen Richtungen leidet. Aber hier geht es speziell um die Rechte Gewalt, hier darfst du deine Seele über Rechte Gewalt auskotzen, ansonsten mach einen Thread auf und heul dich über die linke Gewalt aus...
Nee, Du hast es völlig missverstanden. Es geht mir auch nicht darum, dass ich mich irgendwo ausheulen gehe, sondern dass ein paar Schwachköppe endlich aufhören, in Deutschland ein übermäßiges "rechtsradikales Gewaltproblem" sehen zu wollen. Und das auch noch öffentlich propagieren.

Im Gegenteil stehe ich auf dem Standpunkt, dass Gewalt an sich viel härter geahndet werden muss. Dabei unterscheide ich nicht wer wem Gewalt antut, wann und warum es getan wird. Denn Menschen, die der Ansicht sind, dass die eine Gewalt schlimmer als die andere ist, haben wahrscheinlich nicht besonders laut gerufen, als Gott das Hirn verteilte.

Alleine schon die Unterscheidung zwischen "böser rechter Gewalt" und "vorbildlich guter (wahlweise auch: 'notwendiger') linker Gewalt" bringt mich fast zum kotzen (um mich jetzt, wie von Dir vorgeschlagen, auszukotzen). Sowas ist doch hochgradig schizophren! EDIT: Wenn es überhaupt irgendeiner Kategorisierung bedarf, dann höchstens "politisch motivierte~", "~ aus niederen Beweggründen (Eifersucht etc)" und so weiter. Und selbst das ist mir schon zu blöd.

Und der Heye warnt explizit vor rechtsextremistischer Gewalt. Dabei ist diese Form von Gewalt in unserem schönen Land überhaupt kein Problem, das irgendeiner außenpolitischen Erwähnung bedürfte! Wir haben ganz andere Probleme, vor denen WM-Touristen gewarnt werden sollten. Vielleicht vor rücksichtslosen Autofahrern, unfreundlichen Bedienungskräften im Stehimbiss oder vor versifften Passagieren in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Photon schrieb:
Also so langsam liege ich echt vor Lachen unter dem Tisch. Unten angekommen fällt mir wieder ein, dass es eigentlich eher zum Heulen ist

Also es ist wirklich unverschämt, sich so über die Äußerungen und Sorgen des Users "HAM" lustig zu machen, vor allem angesichts seiner Erlebnisberichte, die du bezeichnenderweise unkommentiert gelassen hast, selbst aber bei Geschichten über deine von Türken angepöbelte Ex-Freundin große Beispielhaftigkeit und Ernsthafttigkeit voraussetzt.

Sein Bezug zu 1940 ist zwar unzutreffend, das kann man ihm aber auch in Ruhe erklären, ohne ihn erstmal mit Lachen und Heulen zu veralbern. Mit solchen Reaktionen machst eher Du Dich lächerlich, und vor allem mit dieser Aussage:



Photon schrieb:
Ist ja eigentlich eine bodenlose Frechheit, wenn man davon spricht, dass es ein rechtsradikales Problem in Deutschland gibt!

Da haben wir wieder ein Parade-Beispiel des deutschen Michels, der damit überfordert ist, gesellschaftliche Probleme wie den Anstieg von Rechtsradikalismus anzusprechen, weil ihn das in seinem Harmoniebedürftnis stört. Gegen unsere Politiker darf immer geschimpft werden, aber eine wachsende Zahl von Anti-Demokraten ist kein Problem! Und verschone mich bitte mit Vergleichen zu anderen Staaten oder Vergleichen zu Übergriffen von Ausländern. Dieser Relativismus ist Teil der Realitäts-Verneinung, die ich hier anpranger.
 
Ich sehe die wachsende Zahl von Antidemokraten auch als Problem... Nur kommt dieses von der anderen Richtung...

0,46 rechtsmotivierte Gewalttaten/100 000 Bewohner in Bayern... Also ich glaube, dieses Problem wird Deutschland in die Knie zwingen...
Eine Wahrscheinlichkeit in etwa so hoch als der Gewinn eines Autos bei NeunLive...

Achja, der Afrikaclub hat jetzt von seinen Plan eine No-Go-Area-Karte zu veröffentlichen abgeschworen..
 
Zuletzt bearbeitet:
phip schrieb:
0,46 rechtsmotivierte Gewalttaten/100 000 Bewohner in Bayern... Also ich glaube, dieses Problem wird Deutschland in die Knie zwingen...

Es wurde schon mehrfach festgestellt, dass dieses Problem stärker im Osten bzw in wirtschaftlich problematischen Gebieten auftaucht. Diese wahllos und wie immer ohne Quellenangabe und Zeitraum eingestreute Statistik ist für das Problem, was hier diskutiert wird, deshalb unbrauchbar.
 
Photon schrieb:
Der Bericht führt auch aus, dass der Rechtsextremismus insgesamt rückläufig ist.
Ein sehr eigenwillige Auslegung der Statistik von dir (oh Wunder, oh Wunder). Rechte Gewaltstraftaten nahmen um fast 25 % zu, rechte Straftaten insgesamt um 27%. Die Zahl der Rechtsextremen nahm ab. Dies begründet sich aber fast ausschließlich auf die Parteiaustritte bei den Reps und der DVU. Die Zahl der Neonazi und sonstige gewaltbereite rechtsextreme nahm aber zu (spiegelt sich ja auch in der gestiegenen Zahl der Gewaltstraftaten wieder)
 
Zuletzt bearbeitet:
phip schrieb:
Achja, der Afrikaclub hat jetzt von seinen Plan eine No-Go-Area-Karte zu veröffentlichen abgeschworen..

Dafür geben die Außenministerieren von verschiedenen Ländern Reiseempfehlungen für Deutschland heraus, u.A. Togo. Angola, Brasilien, Trinidad/Tobago...
 
interessant... auf das Argument wem diese Diskussion eigentlich nützt (wie vorher von mir schon beschrieben: den Rechtsextremen) geht hier niemand ein. Aber es scheint Deutsche sehr zu erfreuen Diskussionen zu führen, die ihnen selber schaden.

@Perlini

woher ich den Glauben nehme, dass genung gegen Rechtsextremismus getan wird? Nun, einerseits daher, dass dieses Problem in Deutschland wirklich kleiner ist als in anderen Ländern. Andererseits laufen doch in den betroffenen Regionen Aussteigerprogramme usw. - und wie vorher auch schon beschrieben ist dies ein langer Prozess. Wenn man also nicht in zwei Jahren Erfolg hat, ist das nicht wirklich verwunderlich.

wer von euch würde denn glauben, dass man in Deutschland ein Problem mit linksextremistischer Gewalt hat? Wer diskutiert darüber? Nun, ich glaube die wenigsten. Dabei gab es etwa 960 Gewalttaten von Rechtsextremisten und etwa 900 Gewalttaten von Linksextremisten. Sooooo weit liegen die also nicht auseinander! Aber das sieht niemand als Problem! Warum? Weil beides sehr kleine Probleme sind, wo eine oslche Diskussion eher schadet.

Helfen würde es, Gewalttaten allgemein härter zu bestrafen. Nützlich wäre auch mehr Zivilcourage der Bevölkerung...

aber wer will in diesem Land schon etwas tun, was hilft und wirksam ist?