Ehemaliger Regierungssprecher Heye warnt farbige WM-Gäste vor Ostdeutschland

perlini schrieb:
Und warum denkst du da gleich an H****r!? :mrgreen: Mir geht's ja mehr um die Folgen 2 Weltkriege und der Massenvernichtung. Sprich Besatzungsmächte, 40 Jahre Teile, 40 Jahre mehr oder weniger Feindschaft zwischen zweier deutschen Staaten. Da braucht ein Nationalgefühl Zeit, sich zu entwickeln.

Steht übrigens ein schöner Artikel in der F.A.S (bereich "Gesellschaft", keine Ahnung, ob's den online gibt).
Dann könnte man auch positiv denken und sagen, dass man stolz darauf ist, dass es die Deutschen trotz 40 Jahren Teilung und Besatzung geschafft, wieder zueinander gefunden haben und sich mehr oder weniger befreien konnten. Das Nationalgefühl war vielleicht schon immer da. Alles eine Frage des Standpunktes.

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Dann könnte man auch positiv denken und sagen, dass man stolz darauf ist, dass es die Deutschen trotz 40 Jahren Teilung und Besatzung geschafft, wieder zueinander gefunden haben und sich mehr oder weniger befreien konnten. Das Nationalgefühl war vielleicht schon immer da. Alles eine Frage des Standpunktes.

Gruß,
Photon

"Das" (dein?) Nationalgefühl muß aber ein ziemlich kleines Pflänzchen sein, wenn dich so eine Aussage so hart trifft.
Es ist schon ein Unterschied auf so was mit einem kindischen Fußaufstampfen a la "Menno, der nböse Mann macht mir mein Luftschloß kaupt" zu reagieren oder zu sagen: "Scheiße, mein Land ist nicht perfekt, wir haben noch eine ganze Menge Arbeit vor uns, aber wir schaffen das, wir lassen uns weder unser Ansehen noch ein tolles fest von ein paar Idioten vermiesen".

Wer die Idioten sind, darfst du dir ganz nach deiner persönlichen Einstellung selber aussuchen - aber ich wiederhole es nochmal: Der Überbringer der schlechten Nachrichten ist es nicht!
 
darkkurt schrieb:
"Das" (dein?) Nationalgefühl muß aber ein ziemlich kleines Pflänzchen sein, wenn dich so eine Aussage so hart trifft.
Es ist schon ein Unterschied auf so was mit einem kindischen Fußaufstampfen a la "Menno, der nböse Mann macht mir mein Luftschloß kaupt" zu reagieren oder zu sagen: "Scheiße, mein Land ist nicht perfekt, wir haben noch eine ganze Menge Arbeit vor uns, aber wir schaffen das, wir lassen uns weder unser Ansehen noch ein tolles fest von ein paar Idioten vermiesen".
Warum sollte man sich nicht wehren, wenn das eigene Land ungerecht behandelt wird? Und wenn ein kleiner Pimpf die jahrelange harte Arbeit versucht kaputt zu machen? Ich bitte Dich, das ist kein kleines Pflänzchen, dass ist Bürgerpflicht, lieber Darkkurt!

Ich weiß, dass Du es anders siehst und wahrscheinlich auch nicht mein Nationalgefühl teilst. Außerdem ist das "oder" zwischen Deinen beiden Sätzen falsch. Es müsste "und" heißen. Es heißt folglich richtig: "Ich weiß, dass mein Land nicht perfekt ist, noch Arbeit vor uns liegt. Aber wir lassen uns weder das Ansehen, noch ein tolles Fest von ein paar Idioten und Herrn Heye vermiesen."

Darkkurt schrieb:
Wer die Idioten sind, darfst du dir ganz nach deiner persönlichen Einstellung selber aussuchen - aber ich wiederhole es nochmal: Der Überbringer der schlechten Nachrichten ist es nicht!
Es gibt schwarze Schafe in der Familie der Deutschen, aber die sind es weder wert, noch Problem genug, um international erwähnt zu werden. Das hat nichts damit zu tun, dass Heye die schlechten Nachrichten überbrachte, sondern damit, wann, wie und warum er es tat. Ich kann akzeptieren, wenn der ZdJ Israelis vor Deutschland warnt. Auch wenn der afrikanische Verband Neger warnt. Auch ein asiatischer Verband Asiaten. Wenn aber ein Deutscher Politiker im Ausland vor Deutschland warnt, dann wirkt das ganz ganz anders...

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Warum sollte man sich nicht wehren, wenn das eigene Land ungerecht behandelt wird? Und wenn ein kleiner Pimpf die jahrelange harte Arbeit versucht kaputt zu machen? Ich bitte Dich, das ist kein kleines Pflänzchen, dass ist Bürgerpflicht, lieber Darkkurt!

Ungerecht? Realistisch würde ich sagen - evtl. übertrieben, aber mit wahrem Kern. bei allem Nationalstolz und Fingerzeigen nach links solltest du das nicht vergessen. Es ist egal, in wie weit sich das in nackten Zahlen niederschlägt (wobei ich schon schrieb - die Statitik von Verfassungsschutz- und Kriminalberichten von Bund und Ländern wurden erst in den letzten Jahren vereinheitlicht, und sind demnach nicht objektiv vergleichbar) - jeder einzelne Rassistsische Übergriff, erst recht wenn er im Namen des Deutschen Volkes verübt wurde, ist zuviel. Und wir können uns wohl einig sein, das die Zahl für einzelfälle deutlich zu hoch ist.

Ich weiß, dass Du es anders siehst und wahrscheinlich auch nicht mein Nationalgefühl teilst. Außerdem ist das "oder" zwischen Deinen beiden Sätzen falsch. Es müsste "und" heißen. Es heißt folglich richtig: "Ich weiß, dass mein Land nicht perfekt ist, noch Arbeit vor uns liegt. Aber wir lassen uns weder das Ansehen, noch ein tolles Fest von ein paar Idioten und Herrn Heye vermiesen."

Ich wiederhole mich, aber warum wirfst du Heye die Vergehen von anderen vor?

Es gibt schwarze Schafe in der Familie der Deutschen, aber die sind es weder wert, noch Problem genug, um international erwähnt zu werden. Das hat nichts damit zu tun, dass Heye die schlechten Nachrichten überbrachte, sondern damit, wann, wie und warum er es tat. Ich kann akzeptieren, wenn der ZdJ Israelis vor Deutschland warnt. Auch wenn der afrikanische Verband Neger warnt. Auch ein asiatischer Verband Asiaten. Wenn aber ein Deutscher Politiker im Ausland vor Deutschland warnt, dann wirkt das ganz ganz anders...

Klar, es ist besser, leise La Paloma zu pfeifen, die Scheuklappen anzulegen und laut "Einzelfälle" zu brüllen, wenn etwas passiert. "Die Welt zu Gast bei Freunden" - schon vergessen? Totschweigen ist für mich bei weitem der höhere Verrat an unserer Nation.

Mir persönlich ist es lieber, am 10.07. (und nicht vorher!!!) sagen zu können: "Heye (und auch die Auslandvertretungen unserer Gastländer) haben zu Schwarz gemalt. Die Deutschen haben das Problem rassismus selber im Griff. Jetzt ist eine Entschuldigung fällig! Als kleinlaut zugeben zu müssen, das wir unserer gastgeberrolle im Allgemeinen und im Besonderen (Motto der WM) nicht gerecht werden konnten.

Also, das Kind liegt im Brunnen. Tu was für deine gekränkte Nationale Seele, tu deine Bürgerpflicht, und zeig, das Heye sich geirrt hat. Aktiv! nicht mit Gockelhaftem gekränktem Stolz, sondern mit Taten!

Und wenn das heißt, dass du einen Angolaner bei seinem Spaziergang durch Köpeniks Plattenbau-Siedlungen zu begleiten, dann mach es einfach!
 
darkkurt schrieb:
- jeder einzelne Rassistsische Übergriff, erst recht wenn er im Namen des Deutschen Volkes verübt wurde, ist zuviel. Und wir können uns wohl einig sein, das die Zahl für einzelfälle deutlich zu hoch ist.

Jede Gewaltttat ist eine zuviel, egal ob von rechts oder links, von Deutschen oder von Ausländern verübt ! Spielt Rassismus eine Rolle kommt halt zur Brutalität und Dummheit auch noch Geschichtsblindheit und erhöhte Dummheit dazu.
Ich bin da absolut deiner Meinung das die Zahl zu hoch ist - ich bitte aber dennoch diese gekünstelte Hysterie in den Medien zu lassen und auch in der Gesellschaft. Sobald ein ausländischer Mitbürger Opfer wird - kommt als erstes "wahrscheinlich aus rassistischen Gründen". Es werden Demos durchgeführt gegen rechts, Politiker schreiten durch die Medien und teilen mit was sie unternehmen wollen und und und. Ein Tag später kommen dann die Ermittler allerdings zu dem Schluss, das von rassistischen Gründen keine Rede sein kann.
Das ist meine einzige Bitte: Bitte wartet auch mal ne Untersuchung ab, ist es dann wirklich eine solche Straftat - dann kanns auch losgehen mit allem was möglich ist gegen rechts vorzugehen !

Ich finde halt die Wortwahl die gewählt worden ist nicht glücklich - zumal der Eindruck entsteht, das das deutsche Volk nicht versucht gegen Rechtsradikale vorzugehen. Und das ist meiner Meinung nach definitiv nicht so.
 
darkkurt schrieb:
Ungerecht? Realistisch würde ich sagen - evtl. übertrieben, aber mit wahrem Kern. [...]
Es geht mir hierbei nur und ausschließlich um die maßlose Übertreibung, um nichts anderes!

darkkurt schrieb:
Klar, es ist besser, leise La Paloma zu pfeifen, die Scheuklappen anzulegen und laut "Einzelfälle" zu brüllen, wenn etwas passiert. "Die Welt zu Gast bei Freunden" - schon vergessen? Totschweigen ist für mich bei weitem der höhere Verrat an unserer Nation.
Dann auch von mir nochmal: Nichts wird totgeschwiegen. Im Gegenteil wird alles aufgeblasen. die Welt kommt zu Gast und wird hier auch bei Freunden sein.

darkkurt schrieb:
Mir persönlich ist es lieber, am 10.07. (und nicht vorher!!!) sagen zu können: "Heye (und auch die Auslandvertretungen unserer Gastländer) haben zu Schwarz gemalt. Die Deutschen haben das Problem rassismus selber im Griff. Jetzt ist eine Entschuldigung fällig! Als kleinlaut zugeben zu müssen, das wir unserer gastgeberrolle im Allgemeinen und im Besonderen (Motto der WM) nicht gerecht werden konnten.
Fällt Dir spontan eine Gelegenheit ein, bei der sich ein Politiker jemals entschuldigt hätte? Erstrecht dann, wenn er nach einem Faux Pas weiter im Amt geblieben ist? Also mir nicht. Aktuelles Beispiel: Merkel. Da warte ich auch noch drauf. Bin mal gespannt. Und wenn es die Bundeskanzlerin schon nicht schafft, was wird dann wohl erst mit Heye sein?

Ich für meinen Teil schätze die Lage durchaus so ein, dass es in einigen Städten zu Problemen kommen kann. Aber diese Städte und vor allem auch die Pappenheimer sind doch bekannt. Also was nun - vertraust Du auf die Fähigkeit des Staates Sicherheit zu gewährleisten - gerade und im Besonderen während des 1 Monats WM oder traust Du es dem Staat nicht zu?

darkkurt schrieb:
Also, das Kind liegt im Brunnen. Tu was für deine gekränkte Nationale Seele, tu deine Bürgerpflicht, und zeig, das Heye sich geirrt hat. Aktiv! nicht mit Gockelhaftem gekränktem Stolz, sondern mit Taten!
Darkkurt, ich werde wohl der letzte sein, der irgendwelche fremden Personen an die Hand nimmt und mit ihnen irgendwo spazieren geht wie in einer Bekloppten-Gruppe. Aber ich für meinen Teil kann auch behaupten, nie bei Unrecht weggeschaut zu haben. Vielleicht fällt mir schon deshalb auf, dass eine der beiden Seiten viel häufiger Menschen bedroht, als die andere...

Aber bevor ich wieder in Kindergartenmanier von irgendjemandem daran erinnert werde, dass das hier nicht das Thema ist (*lachwech*), lassen wir das mal.

Ich freu mich auf die WM (auch ohne ein Fußball-Fan zu sein) und hoffe, dass wir alle recht behalten und nichts dramatisch schlimmes passiert.

Gruß,
Photon
 
@Agroschx: Ich bin der Auffassung, das die Hysterie in erster Linie durch den Aufstand über diese Äußerung geschürt wird, und nicht durch die Äußerung selber.

@Photo: Übertrieben kann ich bestätigen, aber maßlos?
 
darkkurt schrieb:
Übertrieben kann ich bestätigen, aber maßlos?
Jupp.

Legen wir doch mal den Maßstab an! Welcher Vergleich ist akzeptabel? ich vergleiche unsere Situation mit der anderer Länder der Welt. Wir stehen vor einem Großereignis, dass vorraussichtlich keinem von uns nochmal in diesem Land bevorsteht. Jetzt befürchtet jemand, dass es während dieser Zeit zu rassistischen Übergriffen kommen könnte. So weit, so gut.

Um objektiv zu sein, vergleichen wir uns doch mal mit irgendeinem beliebigen Land, das bereits vor uns eine WM (oder Olympia) ausgerichtet hat. USA, mit den Krawallen in L.A. und dem stets vorhandenen Rassismus, egal wohin man kommt? Frankreich mit den Krawallen in Paris und Vororten? England? Mexico? Argentinien? Spanien? Wohin auch immer Du schaust - zu jedem Land fielen mir Beispiele ein, was eine ähnliche Warnung aus Heye's Sicht gerechtfertigt hätte. Gab es solche Warnungen? Warum nicht? Einzig Kolumbien hat sich mal die Blöße gegeben und aus "innenpolitischen Gründen" die Nominierung zurückgegeben. Würdest Du die Situation im Land so einschätzen, dass es bei uns auch nötig wäre?

Was also? Dass einen WM-Touristen wirklich das Pech verfolgen könnte und er in irgendeiner dunklen Ecke auf die falschen Leute trifft, kann man wohl niemals ausschließen. Aber generell zu warnen ist tatsächlich maßlos übertrieben.

Gruß,
Photon
 
Bleiben wir mal im eigenen Land, ein internationaler Vergleich ist imho nicht auf dem Tapet. Das könnte man bei ausländischen Reisehinweisen ins Felde führen, aber nicht bei einem deutschen Expolitiker, der sich auf deutsche Zustände bezieht und explizit auch deutsche Regionen anspricht.

"Maßlos" wäre für mich, wenn es keine Übergriffe gäbe - dem ist nicht so.
 
darkkurt schrieb:
"Maßlos" wäre für mich, wenn es keine Übergriffe gäbe - dem ist nicht so.
Das ist doch völlig unrealistisch. Dann könntest Du auch sagen: "Weltfrieden haben wir dann, wenn es nirgends auf der Welt zu Gewalt kommt".

Du kannst niemals und nirgends völlig ausschließen, dass etwas passiert oder nicht passiert. Es wird immer Diebe, Mörder, Schläger und sonstwas geben. Das wird sich auch nie ändern. Aber es gibt eben viel mehr anständige Menschen, als Abschaum. Und wenn man dann zugrunde legt, aus welchen Zahlen diese Warnung gemacht wurde, dann ist es für mich schon weit über das Stadium eines Schmunzlers hinausgegangen, dann ist es eben (wie schon gesagt) überzogene Panikmache.

Trotzdem kann auch ich nicht ausschließen dass es vielleicht doch zu einem Übergriff kommt (wer könnte das schon). Aber von einer generellen Gefahr ganzer Städte und Regionen zu sprechen ist schlichter Unfug!

Gruß,
Photon
 
Jaja, es gibt dieses und jenes, aber es geht rassistisch Motivierte Straftaten. Nicht darum, ob wir in Deutschland eine gewaltfreie Gesellschaft haben, sondern das es Brennpunkte gibt, in denen sich ausländerfeindliche Subjekte ballen, organisieren und zuschlagen - im doppelten Wortsinn.

Also: Dass es da mehr gibt als woanders. Darüber können wir uns doch einig sein, nicht wahr? Die Frage der Übertreibung ist also viel mehr, wie groß die Gefahr ist, "nicht mehr lebend rauszukommen" - imho ist nur dieser Satz als Übertreibung zu sehen, nicht OB es rechte gewalt gibt oder OB es Stadtteile und Ortschaften gibt, in denen diese häufiger auftreten.
 
darkkurt schrieb:
Also: Dass es da mehr gibt als woanders. Darüber können wir uns doch einig sein, nicht wahr?
Japs.

darkkurt schrieb:
Die Frage der Übertreibung ist also viel mehr, wie groß die Gefahr ist, "nicht mehr lebend rauszukommen" - imho ist nur dieser Satz als Übertreibung zu sehen, nicht OB es rechte gewalt gibt oder OB es Stadtteile und Ortschaften gibt, in denen diese häufiger auftreten.
Nee, die Frage ist, OB es so schlimm ist, dass INTERNATIONAL davor gewanrt werden MUSS.

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Nee, die Frage ist, OB es so schlimm ist, dass INTERNATIONAL davor gewanrt werden MUSS.

Nochmal von vorne: in den nächstn 6-8 Wochen werden verstärkt Gäste aus Arfikanischen, Arabischen, Südamrikanischen und Asiatischen ländern hier zu Gast sein. Personen also, die schon vom Äußeren ins Feindschema der Rassisten passen und NICHT so ortsgewannt sind, zu wissen, dass im Ortsteil X oder im Dorf Y eine latente gefahr für sie lauert.

Ich glaube, "einheimische" Ausländer, bzw. Deutsche mit entsprechenden Physioligischen Merkmalen werden (soweit sie in solchen Regionen und STadtteile überhaupt noch wohnen oder je gewohnt haben), sicherlich im Bilde über solche brennpunkte sein.

Und bitte jetzt nicht wieder das Argument: "1998 hat auch niemand vor den Banlieus von Paris oder Marseille gewarnt" - ja, DAS tätte man im in Frankreich im Sinne seiner Gäste auch machen müssen!
 
darkkurt schrieb:
Nochmal von vorne: in den nächstn 6-8 Wochen werden verstärkt Gäste aus Arfikanischen, Arabischen, Südamrikanischen und Asiatischen ländern hier zu Gast sein. Personen also, die schon vom Äußeren ins Feindschema der Rassisten passen und NICHT so ortsgewannt sind, zu wissen, dass im Ortsteil X oder im Dorf Y eine latente gefahr für sie lauert.
Wir haben laufend Menschen im Land, die nicht ortsgewandt sind. Die nennt man umgangssprachlich "Touristen". Ich möchte sogar behaupten, dass viele Westdeutschen nicht wissen, wo es in Ostdeutschalnd gefährlich für sie ist und umgekehrt.

Wenn das Problem so gravierend ist, wie es jetzt hochgespielt wird, dann muss es eine allgemeine Reisewarnung für Deutschland geben, ähnlich wie für den Iran, Irak und so weiter. Oder das Problem ist doch nicht so schlimm - dann hat Heye Kokolorus erzählt.

Aber während man nicht das ganze Jahr verstärkt Sicherheit gewährleisten kann, kann man es doch wohl für 1 Monat. Schon ganz und gar, wenn man weiß, wo diese Brennpunkte sind! So viel traue ich der Polizei schon zu.

darkkurt schrieb:
Und bitte jetzt nicht wieder das Argument: "1998 hat auch niemand vor den Banlieus von Paris oder Marseille gewarnt" - ja, DAS tätte man im in Frankreich im Sinne seiner Gäste auch machen müssen!
Ich werde mich hüten! Ich werde in diesem Thema ganz vorbildlich meine Scheuklappen anlegen und so tun, als ob es nur Deutschland, deutsche Probleme und auch nur hier rassistisch motivierte Gewalt gäbe. Dann brauch' ich mir wenigstens nicht mehr anhören, ich würde alles "relativieren" oder "herunterspielen" :)

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Wir haben laufend Menschen im Land, die nicht ortsgewandt sind. Die nennt man umgangssprachlich "Touristen". Ich möchte sogar behaupten, dass viele Westdeutschen nicht wissen, wo es in Ostdeutschalnd gefährlich für sie ist und umgekehrt.

Wenn das Problem so gravierend ist, wie es jetzt hochgespielt wird, dann muss es eine allgemeine Reisewarnung für Deutschland geben, ähnlich wie für den Iran, Irak und so weiter. Oder das Problem ist doch nicht so schlimm - dann hat Heye Kokolorus erzählt.

DAs adjektiv "verstärkt" ist dir inhaltlich vertraut?

Vor 3 oder 4 Tagen gab es eine Meldung, das mehrere Arfikanische Länder Inhweise für Deutschland-Touristen herausgeben, auch Brasilien will Tipps herausgeben. International sieht man wohl noch keine Veranlassung für Reisewarnungen, wohl aber für Verhaltenshinweise

Aber während man nicht das ganze Jahr verstärkt Sicherheit gewährleisten kann, kann man es doch wohl für 1 Monat. Schon ganz und gar, wenn man weiß, wo diese Brennpunkte sind! So viel traue ich der Polizei schon zu.

Drehen wir die Sache mal um: Wenn das ganze Jahr keine Sicherheit gewährleistet werden kann, warum sollte man das für einen Monat können, den die Zahl der Touristen ungleich höher ist? Nicht umsonst läuft analog die Diskussion "BW im Inneren einsetzen"...


Ich werde mich hüten! Ich werde in diesem Thema ganz vorbildlich meine Scheuklappen anlegen und so tun, als ob es nur Deutschland, deutsche Probleme und auch nur hier rassistisch motivierte Gewalt gäbe. Dann brauch' ich mir wenigstens nicht mehr anhören, ich würde alles "relativieren" oder "herunterspielen" :)

Herbert Grönemeyer singt darüber: "Selbstmitleid": Reden wir nicht mehr von Nationalstolz, solche Posts zeugen von einem ausgeprägten Mangel davon!

Es geht nicht darum, ob es das Problem nur hier gibt oder nciht. Es geht darum, wie wir damit umgehen. Wer ständig vergleich zu anderen sucht, ist sich selbst nicht bewust!

Und dieses Geheule von wegen "Ausland darf alles" kotzt mich langsam an!
 
darkkurt schrieb:
Drehen wir die Sache mal um: Wenn das ganze Jahr keine Sicherheit gewährleistet werden kann, warum sollte man das für einen Monat können, den die Zahl der Touristen ungleich höher ist? Nicht umsonst läuft analog die Diskussion "BW im Inneren einsetzen"...
Weil weder das Geld, noch das Personal dafür da ist, in bestimmten Orten ganztägig Präsenz zu zeigen. Würde man es tun, würden die Zielpersonen ohnehin abwandern und bis der schwerfällige deutsche Staat darauf reagieren kann, ist das Geld sowieso längst alle.

Die BW im Inneren einzusetzen, halte ich zwar für problematisch, würde aber längst nicht so viel internationalen Trubel verursachen, wie die Überreaktion von Heye. Damit würde man wenigstens zeigen, dass man um die Sicherheit der Gäste bedacht ist und nicht (wie Heye suggeriert) hilflos einem Gewaltproblem gegenübersteht.

darkkurt schrieb:
Und dieses Geheule von wegen "Ausland darf alles" kotzt mich langsam an!
Also dieses "Ausland darf alles" habe ich zwar noch nirgends gelesen, aber weißt Du, was mich langsam ankotzt? Dieses ständige "Wir reden hier nicht über X, sondern über Y". Als ob es jemals einen Fall gegeben hätte, den man
allein und für sich betrachten könnte. Alles hängt immer irgendwie zusammen und man kann nichts nur als alleinstehenden Fakt betrachten.

Oder man kann es doch, wenn man nur Recht haben will, aber an der Realität vorbeilebt.

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Weil weder das Geld, noch das Personal dafür da ist, in bestimmten Orten ganztägig Präsenz zu zeigen. Würde man es tun, würden die Zielpersonen ohnehin abwandern und bis der schwerfällige deutsche Staat darauf reagieren kann, ist das Geld sowieso längst alle.
sag ich doch, die 4 Wochen werden die quantität der Polizeilichen Überwachung kaum steigern können...

Also dieses "Ausland darf alles" habe ich zwar noch nirgends gelesen,
Deine Aussage war doch, dass andere Länder ihre Rassismus- und Gewaltprobleme totschweigen darf, wir aber nciht *schnief*
Dieses ständige "Wir reden hier nicht über X, sondern über Y". Als ob es jemals einen Fall gegeben hätte, den man
allein und für sich betrachten könnte. Alles hängt immer irgendwie zusammen und man kann nichts nur als alleinstehenden Fakt betrachten.

Wir betrachten ein innerdeutsches Problem, das ähnlich zwar auch in anderen Staaten existiert, aber dennoch nur bei uns im inneren gelöst werden kann. Und zwar durchaus mit einen Blick über den tellerrand, aber mit dem Ziel, die Fehler oder vielleicht auch nur die Unterlassungen der anderen zu vermeiden, nicht zu wiederholen.
 
darkkurt schrieb:
sag ich doch, die 4 Wochen werden die quantität der Polizeilichen Überwachung kaum steigern können...
Du, wir hatten ja nun einige Jahre zeit, uns auf dieses Großereignis vorzubereiten. Es sitzen genug Beamte im Innendienst sinnlos herum, obwohl sie genauso gut auch mal für 6 wochen Streifen gehen könnten - quasi nebenbei. Und ich habe ja auch nicht gesagt, dass man alle aus ganz Deutschland abziehen soll, damit ein Nest in BB sicherer wird. Es geht nur um ein paar Beamte mehr in den betreffenden Brennpunkten.

darkkurt schrieb:
Deine Aussage war doch, dass andere Länder ihre Rassismus- und Gewaltprobleme totschweigen darf, wir aber nciht *schnief*
Das stimmt doch gar nicht! Andere Länder gehen damit nur objektiver um und bewerten es als das was es ist: Ein Problem von ganz vielen, nicht schwerwiegend, aber auch nicht vernachlässigbar - irgendwo auf der Problemskala im unteren Zehntel. In jedem Fall aber keiner internationalen Erwähnung wert. Ups - jetzt habe ich ja schonwieder damit angefangen, zu vergleichen... 'tschuldigung.

darkkurt schrieb:
Wir betrachten ein innerdeutsches Problem, das ähnlich zwar auch in anderen Staaten existiert, aber dennoch nur bei uns im inneren gelöst werden kann. Und zwar durchaus mit einen Blick über den tellerrand, aber mit dem Ziel, die Fehler oder vielleicht auch nur die Unterlassungen der anderen zu vermeiden, nicht zu wiederholen.
Und genau das soll auch getan werden! Wird ja auch getan. WM-Stadien werden mehrfach geprüft, um dann nochmal geprüft zu werden. Alles, damit hier keine Tragödie passiert.

Massenweise hat man sich darüber aufgeregt, dass trotz strengster Sicherheitsrichtlinien und -maßstäben immernoch was inpuncto Stadiensicherheit zu nörgeln gab. Kaum jemand regt sich aber darüber auf, wenn aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird (wie eben die rechte Gewalt in Deutschland). Und Du hast doch recht: Natürlich gibt es Brennpunkte in Deutschland! Aber so wie Du und andere User (nebst Heye) sich anhören, haben wir hier schon Zustände wie kurz nach '33. Denn genau so muss es auf Touristen wirken, eben gerade auch im Hinblick auf unsere Vergangenheit, die so einige Leute ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder aufwärmen. Und das ist einfach nicht wahr!

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Das stimmt doch gar nicht! Andere Länder gehen damit nur objektiver um und bewerten es als das was es ist: Ein Problem von ganz vielen, nicht schwerwiegend, aber auch nicht vernachlässigbar - irgendwo auf der Problemskala im unteren Zehntel. In jedem Fall aber keiner internationalen Erwähnung wert.

Das die Probleme z.B. Franbkreichs im unteren Zehntel lagen, wage ich ernsthaft zu bezweifeln (wie die gegrillten Peugots im letzten Jahr bewiesen haben), und ob der Umgang damit so objektiver war, wage ich ebenso zu bezweifeln (Wurde ja auch nicht behauptet, das Heye hier objektiv war, sondern nur, das seine Aussage einen reelen Hintergrund hat - inwieweit ich das bewerte, hab ich oben geschrieben, und wir waren uns in dieser Hinsicht ja sogar (fast) einig.


Und genau das soll auch getan werden! Wird ja auch getan. WM-Stadien werden mehrfach geprüft, um dann nochmal geprüft zu werden. Alles, damit hier keine Tragödie passiert.

und wenn die Tragodie auch außerhalb der STadien ausbleibt, dann sind wir alle froh... (Wieviel WM-Stadien gib es in der brandenburger Provinz?

Aber so wie Du und andere User (nebst Heye) sich anhören, haben wir hier schon Zustände wie kurz nach '33. Denn genau so muss es auf Touristen wirken, eben gerade auch im Hinblick auf unsere Vergangenheit, die so einige Leute ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder aufwärmen. Und das ist einfach nicht wahr!

Wir sind glücklicherweise meilenweit weg von 1933, auch von 1938 oder 1941.
Aber auch bei weitem enfernt davon, dass man nicht über das Problem reden müsste.
 
darkkurt schrieb:
[...]
Aber auch bei weitem enfernt davon, dass man nicht über das Problem reden müsste.
International darüber reden müsste? Darum geht es mir, darkkurt.

Wenn innenpolitisch sowas öfter mal auf die Tagesordnung kommt, dann gut und schön. Leider sollen damit häufig nur aktuellere und schwerwiegendere Probleme vernebelt werden, aber ich weiß schon: Ist ein anderes Thema.

Vielleicht wurde die Gefahr in Frankreich tatsächlich unterschätzt, das weiß ich nicht. Passiert ist jedenfalls während der WM nichts dramatisches. Haben die bessere Bullen als wir hier? Waren die besser organisiert oder weniger Probleme mit rassistischer Gewalt? Glaube ich nicht. Aber in jedem Fall liegen die Probleme bei uns bei unter einem Zehntel, denn was interessiert uns Frankreich, wa? Schließlich reden wir hier über ein innerdeutsches Problem, darkkurt! :mrgreen:

Gruß,
Photon