die Burka in Europa

Nonnen gibt es aber nicht an jeder Schule und wer ein Problem mit Nonnen hat geht halt an eine andere Schule.
Wäre das für eine Lehrerin mit Kopftuch anders?

aber dass Nonnen irgendwie unterdrückt werden habe ich jetzt noch nicht mitbekommen?
Nicht? Dann schau doch mal nach, wozu eine Nonne von ihrer Religion verpflichtet wird, was sie darf und was nicht. Das ist eine Unterdrückung, sie machen das nur freiwillig mit. So wie die Muslime, die freiwillig ein Kopftuch oder eine Burka trägt.

Marty
 
Wäre das für eine Lehrerin mit Kopftuch anders?
Ja, der Vergleich hinkt.

Nicht? Dann schau doch mal nach, wozu eine Nonne von ihrer Religion verpflichtet wird, was sie darf und was nicht.
Nicht durch die Religion, sondern durch die Kirche, bzw. den Orden. Wenn jemand bei McDonalds arbeitet muss er auch die komischen Klamotten tragen und darf nicht Hamburgern rumschmeissen. Ist halt alles arbeitsvertragsgemäß geregelt.
Manche meinen übrigens immer noch die kath. Kirche sollte sich reformieren, weil sie sich zu weit in die Privatsphäre ihrer Angestellten einmischt.
 
Inwiefern?
Jeder Orden hat andere Klamotten, die Tracht zeigt die Zugehörigkeit zum Orden, um die Organisation nach außen darzustellen. Es ist eine Uniform.
Welche religiösen Gründe werden denn angeführt?

Frag das mal die Richter, die 2006 so entschieden haben? Die haben das Kopftuch in dem Rechtsstreit einer Lehrerin der Ordenstracht gleichgesetzt und beidem einen religiösen Hintergund beschieden. Ich kann diese Meinung nachvollziehen.

Marty
 
Frag das mal die Richter, die 2006 so entschieden haben? Die haben das Kopftuch in dem Rechtsstreit einer Lehrerin der Ordenstracht gleichgesetzt und beidem einen religiösen Hintergund beschieden. Ich kann diese Meinung nachvollziehen.
Die kath. Kirche ist ambivalent, einerseits religiöse Vereinigung, andererseits multinationaler Konzern - hat auch schon blutige Kriege verusacht.
Der Vergleich hinkt immer noch.
 
Mal ganz kurz zu dem ständigen Nonnenvergleich:

Ich finde es unsäglich, dass Nonnen Kinder unterrichten dürfen... Wie kann man denn radikaler sein religiöses Weltbild nach aus zeigen als durch eine permanente Uniformierung? Wenn die Straßen plötzlich von Nonnen bevölkert würden, wäre das für mich fast ebenso bedrohlich als wenn alle Frauen in Burkas rumlaufen würden... Menschen mit einem solchen Weltbild (Burka, Kopftuch (Nonne, Islam)) sollten meiner Meinung nach nichts in öffentlichen Schuldienst zu suchen haben!
 
Ich finde es unsäglich, dass Nonnen Kinder unterrichten dürfen... Wie kann man denn radikaler sein religiöses Weltbild nach aus zeigen als durch eine permanente Uniformierung?
Dabei setzt Du dann aber voraus, dass jeder, der seine Religion so nach aussen zeigt, auch militant missionieren möchte. Ist das tatsächlich so.

Ich kann mich nicht erinnern, dass die Nonnen im Kindergarten oder der Grundschule das versucht hätten.

Marty
 
Dabei setzt Du dann aber voraus, dass jeder, der seine Religion so nach aussen zeigt, auch militant missionieren möchte. Ist das tatsächlich so.

Ich kann mich nicht erinnern, dass die Nonnen im Kindergarten oder der Grundschule das versucht hätten.

Marty

Das "militante missionieren" mittels Symbolen wie Nonnentracht, Burka, Kippa etc.etc. ist doch eine Variable die bei allen sich rauskürzen würde. Denn wirklich "missionieren" macht doch fast keiner mehr in Deutschland, mal die Zeugen Jehovas ausgenommen.
Oder steht ein Symbol eher dafür, dass man allein mit dem Symbol schon "militant missioniert"?
Ich bin im übrigen auch gegen jede Art von religiösen Symbolen, Kleidungsstücken etc. im öffentlichem Leben, nur entweder gilt dies für alle oder für gar keinen.
 
Ich meine mich zu erinnern, dass es in Afrika gerade eine ziemlich fundamental-christliche Missionierungswelle gibt. Und ein nicht unerheblicher Teil dieser Missionare aus Deutschland kommt. (Allerdings laufen die imho nicht in Ordenstracht herum, sondern sehen wohl ziemlich normal aus).

Bei der Geiselnahme im Jemen geisterte das Thema durch die Medien, aber wohl im falschen Zusammenhang...
 
Ich meine mich zu erinnern, dass es in Afrika gerade eine ziemlich fundamental-christliche Missionierungswelle gibt. Und ein nicht unerheblicher Teil dieser Missionare aus Deutschland kommt. (Allerdings laufen die imho nicht in Ordenstracht herum, sondern sehen wohl ziemlich normal aus).

Bei der Geiselnahme im Jemen geisterte das Thema durch die Medien, aber wohl im falschen Zusammenhang...

Ich habe auch vorwiegend für Deutschland/Europa gesprochen. Dass gerade in Afrika/Südamerika die Missionierungen noch voll im Gang sind hätte ich auch nicht widersprochen. Dort sind auch die christlichen fundamentalisten auch wesentlich stärker ausgeprägt als hier in europa, ich erinnere dabei nur an die Gruppe die die WM 2010 in Südafrika als anlaß für etwige Anschläge etc. nutzen möchte...
 
Ich habe auch vorwiegend für Deutschland/Europa gesprochen. Dass gerade in Afrika/Südamerika die Missionierungen noch voll im Gang sind hätte ich auch nicht widersprochen. Dort sind auch die christlichen fundamentalisten auch wesentlich stärker ausgeprägt als hier in europa, ich erinnere dabei nur an die Gruppe die die WM 2010 in Südafrika als anlaß für etwige Anschläge etc. nutzen möchte...

Lies nochmal genau: Ich hab geschrieben, das es viele fundamentale Christen gerade nach Afrika zieht ;) - zwecks Missionierung.
 
Lies nochmal genau: Ich hab geschrieben, das es viele fundamentale Christen gerade nach Afrika zieht ;) - zwecks Missionierung.

Das würde aber bedeuten dass dieser Teil überwiegend hellhäutig wäre. Die größeren mil. Gruppen sind aber dunkelhäutig. Diese sind schon lange "missioniert" worden und versuchen nun Gottes Worte mil. zu missionieren. Da brauchen die Europäer gar nichts mehr machen...
 
Eine gute Seite zum Thema ist hier:


https://schariagegner.wordpress.com/2008/01/18/islamische-kleidung-in-der-offentlichkeit/

Nur mal ein kleiner Auszug:


Islamische, religiöse Textilien. Dazu gehört 2007 und in Nordrhein?Westfalen also die von den Taliban zwangsweise in Afghanistan eingeführte paschtunische Burka (Burqa) ebenso wie der radikalislamische schwarze Tscharschaf (Çar?af) aus dem Osmanischen Reich und aus den Jahren um 1870, gegen den emanzipierte Türkinnen allerdings bereits um 1910 erfolgreich rebellierten. Ich werde im Folgenden von Burka sprechen und meine damit alle bodenlangen Mäntel bei Bedeckung von Stirne, Mund und Nasenrücken.

Sollen wir hier Dinge dulden, gegen die Türkinnen schon um 1910 erfolgreich rebelliert habe?

Lest aber ruhig mal alles.

Es ist alles lesenswert.
 
Lest aber ruhig mal alles. Es ist alles lesenswert.
Ist mir zu viel Text. Aber vielleicht wäre jemand so nett und könnte mir sagen, ob es ein Fazit hinsichtlich dieser Passage gibt.
Wir schreiben den 11. Dezember 2007 und in meiner nordrhein‑westfälischen Heimatstadt sind innerhalb von zehn Tagen gleich drei Burkas aufgetreten, drei gesichtsverhüllende Ganzkörperschleier. Jetzt bin ich besorgt, dass es wöchentlich mehr werden könnten.
Das ist ja nun knapp 90 Wochen her. Hat er sich zurecht Sorgen gemacht? Wieviel Burkas sind denn in seiner Heimatstadt bis heute aufgetreten?