Also sagen wir mal so: Wir haben ja gerade das zweifelhafte "Glück" in ein und denselben Nachrichten von 2 Urteilen zu hören.Findet euch doch endlich damit ab, dass unser Rechtssystem NICHT nach dem Prinzip "Auge um Auge" funktioniert.![]()
Wenn Dir das Prinzip lieber ist, solltest Du dich fragen, ob ein System wie das amerikanische, das russische, das chinesische oder die Sharia dir mehr gustieren - die letzten 3 haben ab und an sogar den Vorteil, sich gar nicht mehr mit dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit aufzuhalten...
In Deutschland wurde jemand ermordet (erschlagen, umgebracht, zu Tode gebracht, geprügelt mit Todesfolge oder welchen juristischen Wortspielereien man sich auch immer hingeben möchte). In dem Fall Johnny K. und sein Mörder bekommt daraufhin 4,5 Jahre Jugendhaft. Also nach meinem Rechtsempfinden ein Witz.
Die anderen fünf Angeklagten im Alter zwischen 19 und 25 Jahren wurden wegen gefährlicher Körperverletzung zu Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und drei Monaten und zwei Jahren und acht Monaten verurteilt.
Quelle: Die Welt
Also wer das (auch als Nichtbetroffener) auch nur im Ansatz als gerecht empfindet, der muss einen an der Klarinette haben. Auch und gerade wenn man weiß, wie in Deutschland eine Haftstrafe aussieht. Ich habe schon in Hotels geschlafen, die deutlich schlechter ausgestattet waren als deutsche Haftanstalten. Dieses Urteil ist mal wieder eine Schande für unser Rechtssystem!
Gleichzeitig sieht man, wie man mit Mördern in Amerika verfährt. Der gebürtige Deutsche Gerhartsreiter muss für den Mord an dem Sohn seiner Vermieterin für 27 Jahre ins Gefängnis, was in seinem Fall wohl dann "lebenslänglich" bedeutet, denn er ist ja schon 52 Jahre alt. Nun kann man sich darüber streiten, ob 27 Jahre angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Indizienprozess handelte und die Tat selbst bereits 28 Jahre zurück liegt, nicht doch etwas hart ausgefallen ist. Schließlich besteht hier eine gewisse Gefahr, vielleicht doch den falschen in den Knast zu bringen.
Aber bei einem Mord außerhalb eines Krieges halte ich alles ab 25 Jahren Haft für durchaus angemessen. Damit wird das Opfer zwar auch nicht mehr lebendig, aber der Täter hat überreichlich Zeit, sich nochmal in Ruhe Gedanken darüber zu machen, wie man mit seinen Mitmenschen umzugehen hat bis zu seiner zweiten Chance in 25+ Jahren.
Wenn mehr und mehr Deutsche das Gefühl haben, von der Polizei nicht mehr beschützt werden zu können und dass deutsche Gerichte die Täter mehr in Schutz nehmen als die Opfer, dann wird es irgendwann dazu kommen, dass sich die Leute selbst bewaffnen, weil sie nicht Opfer werden wollen. Es gibt in Berlin Jugendgangs, die kommen zu 8-12 Blagen in die U-Bahn. Sie bepöbeln, bespucken und schlagen Passagiere in der U-Bahn und nehmen alles mit dem Handy auf. Das ist nämlich total "cool" auf dem Schulhof, wenn man die Videos dann austauscht. Aber wehe, jemand steht dann auf und wehrt sich. Dann wird das Video zum Beweismittel vor Gericht wie ein Mann einen (oder mehrere) Minderjährige schlug. Das ist die Realität. So eine Justiz gehört überarbeitet oder abgeschafft, aber in jedem Fall muss man sich gründlich überlegen, ob man sie respektieren kann.
