News Der Fall Dejagah: Ein Kommentar

Hm, wenn die Familie es nicht ist, es nicht um ihn selber geht... was bleibt da noch? Wird er von Dritten bedroht? Etwas anderes bleibt ja dann nicht mehr.

Gruss
Marty
 
Das ist bedauerlich, dass Du so überaus verantwortungslos bist.
Man merkt, das du mich nicht kennst ;) Ich bin sehr verantwortungsbewusst. Gerade deshalb betrachte ich mich nicht für alles verantwortlich. Ich kann nichts dafür, wenn ein Idiot auf die Idee kommt, der müsste irgendwen abstechen oder was auch immer.

Viel mehr ist es nicht, was der ZdJ einfordert.
Dann aber zumindest sprachlich sehr, sehr ungeschickt.

Wird er von Dritten bedroht?
Von islamistischen Fumdamentalisten? Angeblich sind die ja so gefährlich (immerhin einer von rund 500 Terroranschlägen in Europa in 2006).

Jedenfalls sagt diese Aussage rein gar nichts aus. Spekulieren hat da keinen Sinn.


Die Mitglieder des Zentralrats sind auch Deutsche, und was den Zeigefinger betrifft, zeig mir wbitte mal eine Interessenvertretung, die ohne Zeigefinger agiert.
Was verstehst du unter Interessenvertretung und Zeigefinger? Mein lokaler Kaninchenzüchterverein war jedenfalls noch nie in der Tagesschau, weil mal ein Nazi eine Pseudo"Germanen"feier abgehalten und paar der armen Tiere lebendig verbrannt hat.
Der Vereinsvorsitzende hat damals (in einem kleinen Artikel im lokalen) auch gesagt, dass das nicht zugelassen werden darf. Er hat aber nicht gesagt, dass alle Deutschen die Varantwortung daran tragen.
Soweit zu einem Beispiel aus meiner Gegend.
[Jetzt ein wenig gesponnen] Wäre es ein jüdisches Kaninchen gewesen, wäre der ZdJ tagelang im Fernsehen gewesen.
Das ist das Problem: Der ZdJ macht (zumindest sprachlich) jeden deutschen Verantwortlich für alles, was gerade irgendwo passiert. Ich kann nichts dafür, wenn irgendein Nazi irgendwas irgendwo in Deutschland anstellt. Ich kenne keinen persönlich.
Sippenhaft ist aus gutem Grund schon lange abgeschafft.

Der ZdJ hat deshalb ein so schlechtes Image, weil er (zumindest öffentlich) immer nur rummeckert und andere beschuldigt. Und nie einen konstruktiven Vorschlag macht.
Die klingen immer wie eine Stoiber-Wahlkampf-Rede. (Der hat das falsch gemacht und der das und das und der da ist überhaupt total unfähig und jetzt klatscht!)
 
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Man merkt, das du mich nicht kennst ;) Ich bin sehr verantwortungsbewusst. Gerade deshalb betrachte ich mich nicht für alles verantwortlich.

Vorhin war es noch "für das Allerwenigste", jetzt ist es "nicht für alles". Kannst Dich demnächst ja mal entscheiden, bis wohin Dein Verantwortungsbereich geht :roll:

[...] sprachlich sehr, sehr ungeschickt.

Und das von Dir :roll:

Was verstehst du unter Interessenvertretung und Zeigefinger? Mein lokaler Kaninchenzüchterverein war jedenfalls noch nie in der Tagesschau [...] Soweit zu einem Beispiel aus meiner Gegend

Aha, daher weht der Wind. Du ärgerst Dich, dass ein bundesweit agierender weil für alle seine Mitglieder in Deutschland sprechender Rat mehr mediale Aufmerksamkeit erfährt als Du oder Dein lokaler Tierzuchtverein. Sei Dir meines Mitgefühls sicher. Aber wie wärs, wenn wir hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Seit kurzem gibt es eine Art Zentralrat der Muslime. Wenn dieser darauf aufmerksam macht (wie kürzlich geschehen), dass die Muslimfeindlichkeit in Deutschland anwächst, käme jemand wie Du wohl kaum auf die Idee, ihm dem Mund zu verbieten oder doch? Dann wissen wir wenigstens bescheid.

Das ist das Problem: Der ZdJ macht (zumindest sprachlich) jeden deutschen Verantwortlich für alles, was gerade irgendwo passiert.

So Junge, ich denke es wird mal Zeit für ein Beispiel, wo der Zentralrat "jeden Deutschen" pauschal für "alles" verantwortlich macht, was "gerade irgendwo passiert". Für den Anfang würde mir sogar ein Beispiel reichen, wo der Zentralrat alle Deutschen für irgendetwas beschuldigt. Oder handelt es sich hier nur um Paranoia? Denn gerade am Beispiel Dejagah ist nicht zu erkennen, wo hier alle Deutschen angesprochen sind, es geht nur um einen Deutsch-Iraner und vielleicht noch um die Entscheidungsträger des DFB.

Der ZdJ hat deshalb ein so schlechtes Image, weil er (zumindest öffentlich) immer nur rummeckert und andere beschuldigt. Und nie einen konstruktiven Vorschlag macht.

Der Zentralrat hat (bei Dir und deinesgleichen) ein so schlechtes Image, weil Du wie Rumpelstielzchen auf Kritik desselben anspringst und in Deiner eigenen Welt lebst, in der der Zentralrat nur das tut, was Dich aufregt. Tatsächlich ist der Rat mehr als das, was Du in ihm sehen willst (wer hätte das gedacht). Der Zentralrat macht nie einen konstruktiven Vorschlag? Weißt Du denn überhaupt ansatzweise, wo sich diese Vereinigung überall einsetzt? Wieviele deutsche (auch nichtjüdische) Projekte es unterstützt? Die Pressestelle des Zentralrats äußert sich fast täglich lobend über verschiedene Verständigungsprojekte, kulturelle Veranstaltungen, Jugendarbeit usw usw, aber Interesse, darüber zu berichten oder das zu kommentieren, besteht nunmal nicht. Nur, wenn der Rat (meist als einer von vielen) etwas kritisiert, wird er herausgepickt und an den Pranger gestellt.

Dieses dummdreiste Hinbiegen der Gegebenheiten und die platten Phrasen a la "ich bin für nichts verantwortlich und werde immer beschuldigt" sind wirklich unerträglich.

Ich versuchs nochmal mit dem Thema dieses Threads @ Marty: Ich glaube nicht, dass es Dritte sind, ich glaube tatsächlich, dass die Familie der Grund ist. Allerdings nicht, weil die Familie bedroht ist, sondern weil sie ein Interesse daran hat, sich (aus opportunistischen oder vielleicht sogar ideelen Gründen) mit dem Teheraner Regime gutzustellen. Das alles ist doch nun gewollt oder ungewollt politisch, ich denke nicht, dass man da irgendwie drum herum kommt. Und eben weil es das ist, würde ich mir wünschen, dass man hier seitens des DFB ein Exempel statuiert.
 
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Vorhin war es noch "für das Allerwenigste", jetzt ist es "nicht für alles". Kannst Dich demnächst ja mal entscheiden, bis wohin Dein Verantwortungsbereich geht :roll:
"Für das allerwenigste" ist durchaus Teilmenge von "nicht für alles". Und ich bin nun mal nicht Schuld, wenn ein Häuslebauer in Arizona hundert Bäume fällt oder in Berlin ein junges Mädchen eine alte Oma über die Straße hilft. Bei den vielen Milliarden Ereignissen auf der Erde jeden Tag bin ich in der Tat "für die allerwenigsten" verantwortlich. Entschuldige, dass ich für dich zu groß gedacht habe...

mediale Aufmerksamkeit erfährt als Du oder Dein lokaler Tierzuchtverein.
Aufmerksamkeit ist mir egal und ich bin in keinem Tierverein. Ich habe mal ehrenamtlich im Eine-Welt-Laden gearbeitet, aber auch da habe ich mich nicht in die Medien gedrängt. An dieser Stelle bin vllt. Schuld, dass ich zu wenig mein Maul aufgerissen habe, aber das ist meine Sache. Das lasse ich mir auch nicht von irgendjemandem vorschreiben.

käme jemand wie Du [...] käme jemand wie Du
Was verstehst du unter "jemand wie du?"

aber Interesse, darüber zu berichten oder das zu kommentieren, besteht nunmal nicht.
Das ist doch der Punkt, um den es geht: Die Aufmerksamkeit! die so angerecht verteilt ist. Das war doch mein Beispiel mit dem Kaninchen: Der hat das gleiche Recht sich zu äußern. Wird nur nie aufgegriffen.
Wie viel Schuld nun der der ZdJ und die Medien jeweils haben, ist wohl kaum festzulegen. Ungenutzt vertreichen lässt sich der Rat keine Gelegenheit, selbst wenn noch gar nicht klar ist, was genau passiert ist. Und entschuldige, dass ich jetzt keine Quelle angeben kann, ich speichere keine Links über den ZdJ.
Aus der Erinnerung nenne ich jetzt mal den Fall der Ministerin Wieczorek-irgendwie (Ich hab ein schlechtes Namensgedächtnis, tschuldigung), Die wollte, dass die UN den Einsatz von Steubomben durch Israel untersucht. Prompt wurde sie sehr unfair vom ZdJ angegangen. Das ist eines von mehreren Ereignissen, bei dem der ZdJ mit unfairen Mitteln (nämlich den ,ehr oder weniger versteckten Totschlagvorwurf des Antisemitismus) die deutsche Politik beeinflussen wollte.
Auf jeden Fall entsteht so der Eindruck, dass der ZdJ sich nur in der Vordergrund drängt um zu meckern.

Wenn du weiter drüber reden willst, dann per PN. Es geht immer weiter weg vom Thema...
 
"Für das allerwenigste" ist durchaus Teilmenge von "nicht für alles". Und ich bin nun mal nicht Schuld, wenn ein Häuslebauer in Arizona hundert Bäume fällt oder in Berlin ein junges Mädchen eine alte Oma über die Straße hilft.

Zustimmung. Von der Schuld bist Du jeweils freizusprechen. Bleibt die Frage, warum Du Dich davon überhaupt meinst freisprechen zu müssen, hat der Zentralrat Dir vorgeworfen, daran schuld zu sein? Oder leidest Du generell unter einem Schuldkomplex oder dem imaginären stillen Vorwurf eines nicht näher definierten Anklägers, für alles Mögliche verantwortlich gemacht zu werden?

Aufmerksamkeit ist mir egal und ich bin in keinem Tierverein. Ich habe mal ehrenamtlich im Eine-Welt-Laden gearbeitet, aber auch da habe ich mich nicht in die Medien gedrängt

Das ehrt Dich. Diese Bescheidenheit geht wohl mit der Tatsache einher, dass es für die breite Öffentlichkeit ohnehin eine uninteressante Meldung gewesen wäre, oder hast Du als Pressesprecher oder Präsident der Eine-Welt-Läden gejobbt?

An dieser Stelle bin vllt. Schuld, dass ich zu wenig mein Maul aufgerissen habe [...]

In diesem Falle brauchst Du Dich mE nicht schuldig fühlen; da halte Dich lieber weiter an Deine Bescheidenheit.

Das ist doch der Punkt, um den es geht: Die Aufmerksamkeit! die so ungerecht verteilt ist. Das war doch mein Beispiel mit dem Kaninchen: Der hat das gleiche Recht sich zu äußern. Wird nur nie aufgegriffen.

Ungerecht? Jetzt schockierst Du mich aber, wo ist Deine Bescheidenheit plötzlich hin? Und die Frage nach der Verantwortung, die Du so gerne abhandelst, wo ist die hin? Was haben Du und ein Kaninchen denn eigentlich mit Dejagah und Israel zu tun, relativ im Vergleich zum ZDJ? Du, das Kaninchen und der ZDJ. Die Medien haben offenbar entschieden, wem man am Ehesten zuhören will. Ich persönlich kann nach allem, was ich von Dir und von Kaninchen weiß, diese Entscheidung nachvollziehen. Nimm das auch als Antwort auf die Frage, was ich mit "Leuten wie Dir" meine.

Und entschuldige, dass ich jetzt keine Quelle angeben kann [...]

Wenig überraschend, da es Die von Dir kolportierten Vorfälle nie gab.
 
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Na, wer unbedingt alles falsch verstehen will...

Ich ziehe mein Angebot zur PN-Diskussion zurück (an das du dich eh nicht hältst) und mich hier auch. Mit dir kann man anscheinend nicht diskutieren und dem Thema bringt es wirklich nichts.
 
Ich glaube zwar, dass ich Dich recht gut verstanden habe, aber die Rolle des Missverstandenen sei Dir trotzdem zugestanden, wenn es dafür jetzt wieder ums Thema geht.
 
Ähm, es gab ein Gespräch mit Theo und Matze und der Junge wird weiterhin als NM-Spieler auflaufen. Und das ist auch gut so. :p
 
Interessant fand ich die Passage, wo betont wird, dass es "ganz klar ist, dass sich Dejagah beim Rückspiel gegen Israel zur Verfügung stellen wird." Man darf gespannt sein.
 
Interessant fand ich die Passage, wo betont wird, dass es "ganz klar ist, dass sich Dejagah beim Rückspiel gegen Israel zur Verfügung stellen wird." Man darf gespannt sein.
Scheinbar liegt das Problem darin, wo das Spiel stattfindet. Und das Rückspiel findet bekanntlich in Deutschland statt. Hat also doch nix mit dem angeblichen Antisemitismus Dejagahs zu tun. Der pöse Zentralrat hat ja auch bereits Verständnis für die Haltung des Spielers gezeigt.
 
Ja, das wird sich dann zeigen.

Wie war das mit der Unschuldsvermutung? :think:

So wie sich dein Kommentar liest, ist Dejagah so lange Antisemit, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Da kommt mir grade der Gedanke, was man mit ihm anstellen muss, wenn er im Rückspiel einen israelischen Spieler faulen sollte - wäre das dann ein Grund, den Verdacht aufrecht zu erhalten? :evil:
 
[...] Zum anderen geht's auch darum, daß ein Sohn wegen eines Fußballspieles mit seinem Vater bricht und womöglich seine Verwandten in Gefahr bringt. [...]
Genau darum geht es! Würde ich auch nicht machen, wenn nunmal meine Familie in einem Land lebt, dass gegen sie Repressalien androht, wenn ich in Israel spiele. Das hat nichts mit Politik oder Antisemitismus zu tun, das ist in diesem Fall einfach nur vernünftig.

Was den ZdJ angeht, erledigt der doch nur seinen Job: Verstandfrei nörgeln, sobald ein Wort auftaucht, was auf der "Blacklist" steht. In diesem Sinne: Einfach überhören und müde belächeln ;)

Gruß,
Photon
 
Falls es wirklich noch nicht klar geworden sein sollte, hier nochmal meine Position: Verständnis für die Privatperson Dejagah. Unverständnis für die Vereinbarkeit dieser persönlichen Gebundenheit mit seiner Tätigkeit als deutscher Nationalspieler.

Die sinnlose Polemik fällt wie immer auf Dich zurück @ Photon.
 
Falls es wirklich noch nicht klar geworden sein sollte, hier nochmal meine Position: Verständnis für die Privatperson Dejagah. Unverständnis für die Vereinbarkeit dieser persönlichen Gebundenheit mit seiner Tätigkeit als deutscher Nationalspieler.
Was hätte er denn sonst tun sollen?

Wenn er ein Diplomat und kein Fußballer gewesen wäre, dann hätte er sich mal eben beim Training den Fuß verstaucht oder hätte sich mal eben eine Grippe eingefangen. Ist er aber nicht, er ist Fußballer - Nationalspieler. Glaube auch nicht, dass er geahnt hat, was danach für eine Welle der Entrüstung durch den ZdJ und seinen Jüngern geht und dass seine Entscheidung zum nationalen Politikum hochsterlisiert wird. Sonst hätte er sicher anders gehandelt.

Gruß,
Photon
 
Aus meiner Sicht drückt man sich mit dieser Wischiwaschi-Regelung (vielleicht auch ma ne Verletzung antäuschen) nur um das Problem herum, dass hier deutsche Repräsentanten (auch wenn "nur" sportliche) ohne es zu wollen von einer Diktatur ferngesteuert werden. Wie stehst Du denn persönlich zur doppelten Staatsbürgerschaft Photon?

[...]zum nationalen Politikum hochsterlisiert wird. Sonst hätte er sicher anders gehandelt.[...]

Das kuriose Vertauschen von "hochstilisieren" und "hochsterilisieren" kommt lustigerweise auch aus dem Bereich Fußball, das hat Bruno Labbadia mal geprägt. Es heißt aber tatsächlich "hochstilisiert" :D
 
Falls es wirklich noch nicht klar geworden sein sollte, hier nochmal meine Position: Verständnis für die Privatperson Dejagah. Unverständnis für die Vereinbarkeit dieser persönlichen Gebundenheit mit seiner Tätigkeit als deutscher Nationalspieler.
Versteh ich nicht ganz. Was macht denn der Unterschied zwischen Privatperson und NM-Spieler aus!? Als Privatperson nimmt er Rücksicht auf seine Familie. Da für hast du Verständnis. Du hast aber kein verständnis, wenn er als NM-Spieler Rücksicht auf seine Familie nimmt!? :roll:
 
Versteh ich nicht ganz. Was macht denn der Unterschied zwischen Privatperson und NM-Spieler aus!?

Als Privatperson kann ich verstehen, wenn jemand ein Land (gewollt oder ungewollt) boykottiert, obwohl Deutschland in besonderer Weise mit diesem Land verknüpft ist. Als Repräsentant hat man diese Interessen entweder zurückzustellen oder die Konsequenzen zu ziehen. Bzw der DFB hätte das aus meiner Sicht tun sollen, um ein Zeichen zu setzen. Man macht sich aus meiner Sicht auch irgendwo erpressbar, wenn ich mir überlege, wieviele Ethnien in den Profifussball strömen und was da noch alles an Privat-Boykotts auf die Nationalmannschaft zukommen kann... natürlich immer aus "sehr persönlichen Gründen".