Dank Fußballspieler höre ich keine Nachrichten mehr

ich finde auch, wer sich selbst umbringt, hat kein mitleid und so verdient. selbstmord ist egoistisch. denn: wer muss den das hirn von den schienen kratzen? wer muss der familie die nachricht überbringen? kennt ihr etwas schlimmeres, was ihr einer familie / euren freunden / bekannten antun könnt als selbstmord? ich nicht.
Da fehlen mir echt die Worte. Ich kann dir mehrere Sachen aufzählen, die man einer Familie antun kann, die schlimmer sind als Selbstmord. Wenn ein Vater seine Kinder vergewaltigt, wenn er seine Frau mißhandelt. Wenn Eltern ihre Kinder verhungern lassen. Das ist alles weitaus schlimmer als wenn sich ein verzweifelter Mensch das Leben nimmt. Manche Menschen wissen einfach keinen anderen Ausweg, weil sie niemanden haben, dem sie ihre Probleme anvertrauen können. Wie schön für dich, wenn du so behütet aufgewachsen bist, daß du mit allen Probleme immer zu jemandem gehen kannst, aber projiziere das nicht auf alle Menschen.
 
der tod eines fußballspielers geht mir komplett am hintern vorbei.
Ist dein gutes bRecht.
wäre er jetzt, wie klamm schon gesagt hat, nicht freiwillig ums leben gekommen, könnte man das ja schon so einwenig verstehen... aber hallo? selbstmord... der wollte das so! ich finde es eh stark übertrieben alles. und ich finde auch, wer sich selbst umbringt, hat kein mitleid und so verdient.
Es geht doch nicht um Mitleid, sondern um Trauer. Und wenn solch ein sympathischer Mensch, der für viele ein Vorbild war, überaschend ums Leben kommt, trauern Menschen nun mal.

selbstmord ist egoistisch. denn: wer muss den das hirn von den schienen kratzen? wer muss der familie die nachricht überbringen? kennt ihr etwas schlimmeres, was ihr einer familie / euren freunden / bekannten antun könnt als selbstmord? ich nicht.
Der Mann war schwer krank, da kann man solch rationalen Gedanken nicht voraussetzen.

ein held wäre er gewesen, wenn er mit seinen problemen publik gegangen wäre und sich ängsten und befürchtungen offen gestellt hätte, die medien hätten ihm zugehört als fußballstar.
Weder ist er jetzt ein Held noch wäre er es gewesen. Und was du den Medien da unterstellst, ist absurd.

Aber das absurde (Medien)Theater geht weiter: Morgen übertragen 4 Sender die "Trauerfeier" im Stadion. Herzlich willkommen im Land der Bekloppten und Bescheuerten.
 
naja... die Nachfrage bestimmt da wohl das Angebot.
Das ist das perfide an der Geschichte. Die Gesellschaft will doch solche menschlichen Dramen sehen bei ihren Stars, weil die sich dann auch wieder menschlich anfühlen und man sich ihnen im Alltag mit den ganz kleinen alltäglichen Problemen wieder näher fühlt. :-?
 
naja... die Nachfrage bestimmt da wohl das Angebot.
Das ist das perfide an der Geschichte. Die Gesellschaft will doch solche menschlichen Dramen sehen bei ihren Stars, weil die sich dann auch wieder menschlich anfühlen und man sich ihnen im Alltag mit den ganz kleinen alltäglichen Problemen wieder näher fühlt. :-?

ich denke, die menschen wollen menschlichkeit... aber auf dem *modernen*(aber total falschen) weg: die medien.
 
ja, aber das is doch insofern Schwachsinn, als man da vllt für ne Stunde betroffen ist und sich dann weiter dem Tagesgeschäft widmet.
Wir sind doch insgeheim froh, dass es dann jemand anderen getroffen hat und nicht den eigenen Bekannten- oder Verwandtenkreis.

Andererseits isses auch ein Schutzinstinkt. Wenn wir uns alles zu Herzen nähmen, was außerhalb unserer Sozialisierungsgruppe geschähe, würden wir total wahnsinnig und paranoid werden. :ugly:
 
Eigentlich wollte ich ja, wie gesagt, nicht meine Meinung zu dem Fußballspiele selbst äußern, da es mir eher um den Medienrummel ging, aber was kurzes füge ich doch hinzu:

Was war ihm wichtiger? Fußball oder seine Familie? Ich gehe mal davon aus, dass er seine Probleme in sich reingefressen hat und nicht weiter Hilfe suchte. Das hätte dann ja wohl auch bedeutet, dass er Pause vom Fußball nimmt.
Ich kenne so einige sehr schwere Fälle von Depressionen. Man kann definitiv etwas dagegen tun. Man muss dazu aber bereit sein, einiges aufzugeben.

Starker druck der Medien und Fans hat dies wohl verhindert. Denn es hätte auch großen Rummel gegeben wenn er diesen Weg gegangen wäre. Da stellt sich nun die Frage, ob nicht tatsächlich die Medien überhaupt schuld an seinem Tod waren.

Andersrum: Hätte er ausreichend Hilfe gegen seine Depressionen gesucht, wäre das wieder im Fernsehen, Radio, usw... breitgetreten worden.
Kann man damit leben, dass man nur dann Hilfe bekommt, wenn so ziemlich jeder in Deutschland davon Wind bekommt? Er wohl nicht.

Ich bleibe dabei, dass es gegenüber seiner Familie verantwortungslos war, was er tat, aber noch verantwortungsloser sind wohl all die Medien die aus Sonderfällen in der "Promiszene" gleich wieder ein Medienspektakel machen müssen.

~kein Renogeheule hier~

PS: Robert Enke ist für mich "irgendjemand". Oder gibt es keinen "irgendjemand" der auch ein toller Mensch war und trotzdem Selbstmord begang? Oder ist man nur dann wirklich großartig, wenn man Fußball spielt und/oder im Fernsehen bekannt ist?
 
Mal kurz gefragt:
Muss es sein, dass im Radio fast alle 5 Minuten wieder die Nachricht über den Tod von Robert Enke kommt?
Mittlerweile bin ich schon so genervt, dass ich das Radio aus habe und nur noch Musik über last.fm oder Winamp höre.
Es mag für einige sicherlich eine wichtige Nachricht sein, aber ist sie wirklich so wichtig, dass im Radio nichts anderes mehr kommt? Scheinbar zumindest bei NDR1 NDS.
Wenn man dann noch ein Interview einer Mutter hört, die sich fragt wie sie das ihrem Sohn beibringen soll, hab ich echt das Gefühl, die Welt wird deswegen untergehen.

Wenn irgendwo sich jemand vor nen Zug schmeißt, hört man meistens höchstens in den Regionalnachrichten was davon. Kaum ist es jemand, den man mal im Fernsehen sieht, ist es Wochenlang Nachrichtenthema Nr. 1.

Aber sowas lässt sich halt besser verkaufen; auf Kosten von Leuten die nicht alle 5 Minuten das Selbe hören wollen.

Oder seht ihr das anders?

Ich Persönlich sehe das nicht anders das nervt mich auch, ganz erlich ich hab den Kerl noch nie gesehen sei es im TV oder sonst wo... als er Selbsmord begangen hat, war meine erste Frage: Wer ist das?

Langsam muss das auch mal wieder abnehmen, dehn Leute ist es Langweilig zuhause die wollen wir raus aber ohne Grund geht man nicht nach draussen somit ist das die Perfecte gelegenheit mit den anderen irgendwo zu trauern, irgendwo mitzugehen und einfach aus diesen punkte heraus im sinne ja wen der andere Trauert muss ich auch trauern und so bilden sich Menschenketten.

Ganz erlich totaler schwachsinn ich muss bestimmt nicht meine Menschlichkeit jemand zeige oder beweisen in dehn ich da spazieren gehe und mit einer Kerze trauriges Gesicht ziehe.
 
Was war ihm wichtiger? Fußball oder seine Familie? Ich gehe mal davon aus, dass er seine Probleme in sich reingefressen hat und nicht weiter Hilfe suchte.
Mit Verlaub, aber das ist der selbe Dreck, den die Medien momentan veranstalten. Diese Spekulation, dieses "Besser Wissen", dieses Vermuten - und all das ohne ihn und die genauen Hintergründe zu kennen. Wie kommst du darauf, daß jemand, der seit 2003 in ärztlicher Behandlung ist, "nicht weiter Hilfe sucht"!?

Er war ein "irgendjemand", wie du richtig schreibst, deshalb sollte man diesen blödsinnigen Vermutungen unterlassen.
 
selbstmord... der wollte das so!
Nein, "der" wollte das NICHT so! So wie ein Alkoholiker glaubt, er MÜSSE trinken, so glaubt mancher Depressive, er MÜSSE sich umbringen - damit er andere nicht mehr belastet, damit der Schmerz/die Depression endlich aufhört, oder aus einem anderen Grund.

ich finde es eh stark übertrieben alles.
Was "alles"? Den Medienrummel? Der nervt mich auch. Ich glaub nämlich nicht, daß sich im Denken der Medien-Konsumenten, aber auch der Medien-Macher viel ändert bezüglich des Umgangs mit depressiven Menschen. Bis "das sind doch eh' nur Bekoppte" aus den Hirnen raus ist, fließt noch viel Wasser die Weser runter. Sollte ich mich irren, wäre mir das eine riesige Freude.

und ich finde auch, wer sich selbst umbringt, hat kein mitleid und so verdient. selbstmord ist egoistisch. denn: wer muss den das hirn von den schienen kratzen? wer muss der familie die nachricht überbringen?
Das machen Leute, deren JOB das ist. Sie sind dafür gründlich ausgebildet und kriegen Hilfe, wenn sie sie brauchen. Falls Du es noch nicht kapiert hast: Der Mann war KRANK! Haben Kranke kein Mitleid verdient? Und sei es nur in Form von angebotener Hilfe, so lange Hilfe noch möglich ist. HÄME aber ist so ziemlich das LETZTE, was man Kranken entgegen bringen sollte!

Ich möchte an diese Stelle mal einige Worte zu dem armen Lokführer sagen, der - wie schon viele seiner Kollegen - das Pech hatte, zur falschen Zeit, den falschen Zug gefahren zu haben. Dem Mann (gibt es überhaupt Frauen in dem Job?) wünsche ich, daß er darüber hinwegkommt, so gut das möglich ist. Er hat keinerlei Schuld am Geschehenen. Es hat leider einen guten Grund, warum sein Name nirgendwo genannt wird: Würde sein Name bekannt, gäbe es wohl leider einige irrsinnige "Fans" des Rober Enke, die meinen, den Lokführer für den Tod ihres "Idols" verantwortlich machen zu müssen. Lynchjustiz leider inbegriffen.
kennt ihr etwas schlimmeres, was ihr einer familie / euren freunden / bekannten antun könnt als selbstmord? ich nicht.
Eigentlich hat Birnchen dazu schon alles gesagt (birnchen150%igzustimm*), aber wenn Du möchtest, erzähl ich Dir gern mal (unter 4 Augen/Ohren) was über Multiple Persönlichkeiten. Ich kenn da nämlich welche. Wenn Du nicht weißt, was eine Multiple Persönlichkeit ist, empfehl ich Dir

Multiple Persönlichkeiten

oder zur ersten, kostenlosen, Information: https://www.multicorner.de/

ein held wäre er gewesen, wenn er mit seinen problemen publik gegangen wäre und sich ängsten und befürchtungen offen gestellt hätte, die medien hätten ihm zugehört als fußballstar.
Sie hätten ihm zugehört? Glaub ich nicht! Eher häten sie ihn in der Luft zerrissen - allen voran die BLÖD-Zeitung. Mag sein, daß ich mich irre, aber dieses Revolverblatt hat nunmal den entsprechenden Ruf. Schwächen werden in unserer Gesellschaft erbarmungslos ausgenutzt, weil sich andere davon einen Vorteil erhoffen. Viel zu viele fühlen sich nur dann groß, wenn sie andere klein machen können. Der Ehrliche ist der Dumme, und der Hilfbereite ebenso. Zum Erbrechen (stubenrein ausgedrückt)! :evil:
 
Nein, "der" wollte das NICHT so! So wie ein Alkoholiker glaubt, er MÜSSE trinken, so glaubt mancher Depressive, er MÜSSE sich umbringen - damit er andere nicht mehr belastet, damit der Schmerz/die Depression endlich aufhört, oder aus einem anderen Grund.

Danke, auch für den Rest des Beitrages.
Genauso wie Perlini und noch andere hier.
Es tut gut zu lesen, dass einige doch mal über den Tellerrand schauen, anstatt immer gleich zu verurteilen.
 
ein held wäre er gewesen, wenn er mit seinen problemen publik gegangen wäre und sich ängsten und befürchtungen offen gestellt hätte...

Ist Sebastian Deisler ein Held? Nein!

der gilt als gescheitertes Talent, weil er es nicht geschafft hat, seine Krankheit und den Profisport in Einklang zu bringen

Ist Sven Hannawald ein Held, weil er wegen seinem Burn-Out-Syndroms die Reißleine gezogen hat? Nein!

Er ist ein Held, weil er einen einmaligen Erfolg feiern durfte. Das öffentlichmachen seiner Schwäche hat das für viele relativiert.

"Helden" haben Erfolg, und keine Schwächen. "Helden" stehen auf, wenn sie fallen. "Helden" gibt es in Comics.

...die medien hätten ihm zugehört als fußballstar.

Mal im Ernst: Hättest Du zugehört? Wenn es Dich noch nicht mal interessiert, wenn er sich "als Fußballstar" vor einen Zug wirft?