Schuld ist zu 50% BP und zu 50% diejenigen, die Tiefbohrlizenzen an Bohrunternehmen vergeben, welche nicht über die notwendigen Sicherungsmaßnahmen verfügen falls mal was passiert.
 
Also auch noch schlecht kontrolliert....

Es ist die Frage nach der Henne und dem Ei, ob zuerst Korrupte Beamte da waren oder Leute, die sie schmieren...

Vllt hat man auch keine anderen Möglichkeiten mehr als in der Tiefsee Öl zu fördern. Und die Technik ist dafür noch unausgereift.

Ist die Technik nicht ausgereift, sollte sie nicht angewendet werden, oder?
 
ich wollte mal eine Diskussion zu dem Thema BP/Deepwater Horizon ankurbeln und fragen, wer da in euren Augen die Schuld bzw. die Verantwortung trägt?
Wer Schuld ist (zumindest im juristischen Sinne) wird sich -wenn überhaupt- wohl erst nach gründlichen Ermittlungen klären lassen.
Die Verantwortung dagegen liegt ganz klar bei BP, schon alleine auf grund des Prinzips *(Betriebs-)Risikohaftung*.
 
Man müsste meinen, es sei nicht sonderlich schwer ein kleines Rohr zu stopfen...

Keine Ahnung ob der Vergleich annähernd hin kommt, denn ich kenne mich mit Öl und Tiefsee nun gar nicht aus, aber mir ist mal beim Waschbecken die Armatur weggebrochen bei laufendem Wasser, dementsprechend schoß das Wasser nur so in die Höhe. Da war nix mit kurz Tasse oder Glas rüber oder Pfropfen oder ähnliches, um mal den Moment zu finden, das Wasser am Haupthahn abzudrehen.
Und wenn ich mir vorstelle, das unter Wasser? Und dazu noch, wenn da kein Hahn ist, den man abstellen kann, also das Wasser/Öl in dem Fall irgendwohin umgeleitet werden muss?

Vielleicht liege ich mit meiner Fantasie auch völlig falsch. Aber wenn es so einfach wäre, hätten sie es doch schon getan oder nicht?
 
@drachenjenny: Du vergisst, dass das ganze in 1500 m Wassertiefe nur mit Robotern gemacht werden kann... Aber gut, dass BP (und andere) sich darüber vorher Gedanken gemacht haben... :sick:
 
@drachenjenny: Du vergisst, dass das ganze in 1500 m Wassertiefe nur mit Robotern gemacht werden kann...

Nee nee, hab ich nicht vergessen, schrieb ja: und das unter Wasser. Damit meine ich ja, man kann nicht einfach untertauchen und mal schwups was raufdrücken oder ähnliches. Dazu noch der Druck *denk*. Deswegen ja der Vergleich mit meiner Küche (laienhaft).

Über die Sicherheitsvorkehrungen oder das "davor Nachdenken" brauchen wir glaube ich nicht zu reden. Finde ich auch immer echt müßig.
Es ist passiert. BP ist die Firma und für mich somit schuldig im Sinne von Wiedergutmachung.
Andere Firmen sind wegen "sowas" (Baumängel, fehlerhafte Planungen usw. - Haftung) auch pleite gegangen und da kräht kein Hahn nach. Wer Fehler macht, muss dafür einstehen. Punkt. Aus. Ende.

Aber da es sich hier um einen MultiblablaWeltKonzern handelt werden wieder die Samthandschühchen angezogen und die Schuld verteilt auf Regierung, wer hat Genehmigung erteilt, wer hat die Ausrüstung gebaut ...... blablabla.
Wenn die Ausrüstung fehlerhaft war soll BP an die Konstrukteurfirma gehen, war es ein Bedienungsfehler interne Maßnahmen und einstehen. Wer auch immer die Verantwortung hat, auf dem Öl steht BP. Dummes Eigentor und ich hoffe, das die Firma so richtig schön verreckt.

Der Schaden kann nie wieder gut gemacht werden. :-?
 
Ganz klar wird ein Schuldiger gesucht. Denn niemand will die Schuld auf sich nehmen...
Viel wichtiger ist, dass wir daraus lernen. Wir müssen die Konsequenzen tragen, nicht nur BP oder jene die
Tiefseebohrungen erlaubt haben, sondern wir ALLE.
Letztendlich sind wir alle daran beteiligt, sei es nun durch direkte Mitwirkung zum beispiel als Arbeiter auf einer Ölplattform oder als Konsument. Wir alle sind daran beteiligt, dass unser Planet, auf dem wir leben und auf dem unsere Kinder, Enkel und weitere Generationen noch länger leben müssen, skrupellos ausgebeutet wird. Wenn wir alle ein wenig bewusster mit dem umgehen würden, was wir bekommen, dann müssten erst gar keine Rohstoffgebiete erschlossen werden, die risikoreicher als andere Rohstoffquellen sind, welche mittlerweile ausgebeutet oder es fast sind.
Dieser Vorfall muss uns die Augen öffnen, dass es mittlerweile fast zu spät ist um noch irgendwas zu retten...
 
Dieser Vorfall muss uns die Augen öffnen, dass es mittlerweile fast zu spät ist um noch irgendwas zu retten...

Mir war das vorher schon klar. Was nützt das aber jetzt? Oder überhaupt? Haben Menschen denn jemals aus irgendeinem Vorfall positive Konsequenzen gezogen? Wäre mir aber echt neu.
Auch dieser Vorfall wird nichts bewirken. Letztendlich ist es egal, durch was wir untergehen, ob durch Ölverschmutzung, Luftverschmutzung, fehlende Bäume oder Krieg. Wir zerstören uns und den Planeten selbst.
Ich wünsche mir nur, dass es durch die Natur passiert. Schöne Vulkanausbrüche alle auf einmal oder meinetwegen könnte auch wieder ein Meteorit oder Komet mal vorbei schneien und andocken. Hauptsache, es wird richtig aufgeräumt.
Nur ob ich das noch erlebe :ugly:
 
Hmmm - würdest du in ein Flugzeug oder ein Auto steigen wollen, das nach diesem Prinzip entwickelt wird?
Gerade bei Autos geht das doch schon jahrzehntelang; die Hersteller kommen mit immer neuen Sicherheitsinnovationen. Technik ist nie wirklich ausgereift.

Ich wünsche mir nur, dass es durch die Natur passiert.
Der Mensch ist Teil der Natur und gleichzeitig eine Naturgewalt (eine relativ kleine), die hin und wieder mal entfesselt wird. So wie hier...

denn ich kenne mich mit Öl und Tiefsee nun gar nicht aus,
Das tut eigentlich niemand. Den Spruch sollten sich die BP-Ingenieure ins Klo hängen. :mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet: