Betrieb will Fahrtkosten nach Vorstellungsgespräch nicht erstatten

V-o-l-k-e-r

Duschlampe
26 Juli 2006
22
2
Hallo zusammen,

hab eine Frage bzgl. Fahrtkostenerstattung nach einem Vorstellungsgespräch, vielleicht kennt sich ja einer aus und kann mir bzw. meiner Freundin helfen.

Die wurde vor einer Weile zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Zahnärztin eingeladen, diese weigert sich jedoch die Fahrtkosten zu erstatten. Dazu ist sie aber nach dem Gesetz verpflichtet.

Jetzt meine Frage: Was kann meine Freundin machen um die Fahrtkosten erstattet zu bekommen und wie lange dauert bzw. wie kostenintensiv ist dieser Prozess dann für sie?
 
Seit wann muss ein Arbeitgeber Fahrtkosten erstatten wenn man noch nicht mal weiß, ob man den Bewerber nimmt? Wo steht denn sowas? 8O
 
so dringend zu wollen scheint sie den job ja nicht. :roll:
versuchs lieber mal beim arbeitsamt.

Ich denke mal, dass sie schon keine Aussicht mehr darauf hat.

Die Forderung ist berechtigt, außer im Schreiben zum Vorstellungsgespräch hat die Zahnärztin das Ganze bereits ausgeschlossen.

Aber wie du/ ihr da vergehen musst/müsst, kann ich nicht sagen.

Gruß Scowl
 
Seit wann muss ein Arbeitgeber Fahrtkosten erstatten wenn man noch nicht mal weiß, ob man den Bewerber nimmt? Wo steht denn sowas? 8O
Das steht im §670 BGB.
Ausnahme gibt es nur, wenn man eine Initiativbewerbung gemacht hat, oder aber der Arbeitgeber die Fahrtkostenerstattung im Einladungsschreiben ausgeschlossen hat. Da sollte man halt vorher das Arbeitsamt fragen, die zahlen nämlich in solchen Fällen.

Um an das Geld zu kommen, wäre erstmal das entsprechende Arbeitsgericht zuständig. Die Frage ist nur, wie hoch die Kosten sind. Alternativ kann man sich auch mal an die entsprechende Handelskammer bzw. Gewerkschaft wenden. Wenn die den Arbeitgeber zu so etwas auffordern, hilft das oft auch schon. Und ist zeitsparender.

anddie
 
Das steht im §670 BGB.
Ausnahme gibt es nur, wenn man eine Initiativbewerbung gemacht hat, oder aber der Arbeitgeber die Fahrtkostenerstattung im Einladungsschreiben ausgeschlossen hat. Da sollte man halt vorher das Arbeitsamt fragen, die zahlen nämlich in solchen Fällen.
Aber ganz ehrlich: wenn ich mich wo bewerbe was z. B. 40 km weiter weg is und ich dann dort meine Fahrtkosten erstatten möchte, dann nehmen die mich doch garantiert nicht, oder?
 
Da sollte man halt vorher das Arbeitsamt fragen, die zahlen nämlich in solchen Fällen.

Bitte nicht schlagen, falls es nicht stimmt, aber das entsprechende Formular bekommt man meines Wissens bei der Arbeitsagentur, nicht beim Arbeitsamt ...
Unter welchen Voraussetzungen, kann ich dir leider nicht sagen.
 
Bitte nicht schlagen, falls es nicht stimmt, aber das entsprechende Formular bekommt man meines Wissens bei der Arbeitsagentur, nicht beim Arbeitsamt ...
Da muss ich auch nochmal klugscheißen. Agentur für Arbeit heißt es richtig. ;)
Aber früher hieß das Ding halt noch Arbeitsamt. Und irgendwie wissen auch mehr Leute mit Arbeitsamt was anzufangen, als mit Arbeitsagentur bzw. Agentur für Arbeit (beides ein blöder Name).
Wichtig ist in der Hinsicht für den Threadersteller eh nur, dass man es vorher machen muss und es jetzt also zu spät ist.

Aber ganz ehrlich: wenn ich mich wo bewerbe was z. B. 40 km weiter weg is und ich dann dort meine Fahrtkosten erstatten möchte, dann nehmen die mich doch garantiert nicht, oder?
Also große Firmen machen sowas von vornherein. Wurde damals auch direkt am Ende des Gespräches deswegen gefragt (ok, war nur stadtintern). Das andere war weiter weg, da gabs mit dem Einladungsschreiben gleich ein Formular für die Reisekosten.
Im Endeffekt setzen die das eh irgendwo von der Portokasse ab.

anddie
 
Da muss ich auch nochmal klugscheißen. Agentur für Arbeit heißt es richtig. ;)
BUNDESagentur für Arbeit. Wenn wir schon dabei sind :p :D
Aber früher hieß das Ding halt noch Arbeitsamt. Und irgendwie wissen auch mehr Leute mit Arbeitsamt was anzufangen, als mit Arbeitsagentur bzw. Agentur für Arbeit (beides ein blöder Name).
Das ist richtig, aber mich haben sie vom Arbeitsamt zur Arbeitsagentur geschickt, somit hätte man dem guten Mann einen Weg sparen können. :)
Wichtig ist in der Hinsicht für den Threadersteller eh nur, dass man es vorher machen muss und es jetzt also zu spät ist.
Und das war, was ich nicht mehr wusste, womit sich das ja erledigt hat.
 
Aber ganz ehrlich: wenn ich mich wo bewerbe was z. B. 40 km weiter weg is und ich dann dort meine Fahrtkosten erstatten möchte, dann nehmen die mich doch garantiert nicht, oder?

Stimmt so nicht, es gibt firmen die dafür sogar viel geld ausgeben. Ich wurde zu einem Gespräch zu SAP eingeladen. Das hat dann entweder 180€ Fahrtkosten ausgemacht, oder soagr 300€ weiß net mehr, wearen ja auch mehrere hundert km.

Ich wurde zwar net genommen, aber mein kumpel hatte es damals auch erhaltn und wurde angenommen...
 
Hallo zusammen,

hab eine Frage bzgl. Fahrtkostenerstattung nach einem Vorstellungsgespräch, vielleicht kennt sich ja einer aus und kann mir bzw. meiner Freundin helfen.

Die wurde vor einer Weile zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Zahnärztin eingeladen, diese weigert sich jedoch die Fahrtkosten zu erstatten. Dazu ist sie aber nach dem Gesetz verpflichtet.

Jetzt meine Frage: Was kann meine Freundin machen um die Fahrtkosten erstattet zu bekommen und wie lange dauert bzw. wie kostenintensiv ist dieser Prozess dann für sie?

ist deine freundin also arbeitslos? dann bekommt sie die fahrkosten vom arbeitsamt gezahlt. das ist aber eine KANN-leistung und muss vorher schon beantragt werden, sonst bekommt man nichts zurück. das firmen die fahrkosten bezahlen müssen lese ich das erste mal.

und ganz ehrlich, will deine freundin sich so ein stress wegen ein paar kröten machen und auch noch wegen sowas die richter von wichtigeren aufgaben abhalten wie mord, vergewaltigungen ,betrug etc. prozesse?
ich denke es lohnt sich einfach nicht, sich die ganze arbeit für sowas zu machen.

ps: ich hoffe deine freundin hat eine rechtschutzversicherung... sonst wird das seeeeeeeeeeeeeehr teuer werden und ausserdem laufen solche prozesse dann auch monate...jahre...
 
BUNDESagentur für Arbeit. Wenn wir schon dabei sind :p :D
Jetzt darf ich auch nochmal. Die regionalen Teile heißen tatsächlich nur "Agentur für Arbeit". Bundesagentur ist nur die Zentrale in Nürnberg.

Das ist richtig, aber mich haben sie vom Arbeitsamt zur Arbeitsagentur geschickt, somit hätte man dem guten Mann einen Weg sparen können. :)
Hääää? Es gibt doch keine Arbeitsämter mehr, weil die alle in Agentur für Arbeit umgenannt wurden.

@Illuminati: Wie schon gesagt, größere Firmen machen das immer, kleinere schließen das im Normalfall in der Einladung aus.

anddie
 
Jetzt darf ich auch nochmal. Die regionalen Teile heißen tatsächlich nur "Agentur für Arbeit". Bundesagentur ist nur die Zentrale in Nürnberg.
Okay, Punkt für dich.
Hääää? Es gibt doch keine Arbeitsämter mehr, weil die alle in Agentur für Arbeit umgenannt wurden.
Ich hab' das jetzt so verstanden, dass das Arbeitsamt für die Zahlungen zuständig ist (Arbeitslosengeld, Bafög und dererlei) und die Agentur für Arbeitsvermittlung ... sind bei uns jedenfalls zwei getrennte Gebäude und so hat mir der Mann im Arbeitsamt das erklärt...
// edit
Gut, laut Wikipedia aber Blödsinn, du hast Recht.
Sind hier trotzdem zwei getrennte Gebäude ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Also die Vermutungen einiger Leute hier sind schon richtig, sie hat die Stelle dort nicht bekommen (dafür aber inzwischen woanders Arbeit gefunden). Und sie hat natürlich auch nicht gleich nach dem Vorstellungsgespräch wg. den Fahrtkosten nachgefragt, sondern erst nachdem klar war dass sie die Stelle nicht bekommt.

Und da es sich um eine Strecke von insgesamt 400km (hin und zurück) handelt, ist dieses Thema hier finde ich schon berechtigt.
 
Also die Vermutungen einiger Leute hier sind schon richtig, sie hat die Stelle dort nicht bekommen (dafür aber inzwischen woanders Arbeit gefunden). Und sie hat natürlich auch nicht gleich nach dem Vorstellungsgespräch wg. den Fahrtkosten nachgefragt, sondern erst nachdem klar war dass sie die Stelle nicht bekommt.

Und da es sich um eine Strecke von insgesamt 400km (hin und zurück) handelt, ist dieses Thema hier finde ich schon berechtigt.

Wieso ? Weil sie jemand gezwungen hat sich da zu bewerben ? Ich finde, dass ist eine Frechheit von euch und auch vom Staat überhaupt sowas in Erwägung zu ziehen, einen Arbeitgeber dies aufzuerlegen. Die freie Marktwirtschaft wird da mal wieder in einem Bereich eingeengt wo dies nicht nötig wäre.
 
Ich finde, dass ist eine Frechheit von euch und auch vom Staat überhaupt sowas in Erwägung zu ziehen, einen Arbeitgeber dies aufzuerlegen. Die freie Marktwirtschaft wird da mal wieder in einem Bereich eingeengt wo dies nicht nötig wäre.
Wieso eingeengt? Man kann in der Einladung die Kostenübernahme ausschließen. Und schon muss man nicht mehr zahlen. Wenn man das als Betrieb vergisst, hat man halt Pech.

anddie
 
Ich finde, dass ist eine Frechheit von euch und auch vom Staat überhaupt sowas in Erwägung zu ziehen, einen Arbeitgeber dies aufzuerlegen. Die freie Marktwirtschaft wird da mal wieder in einem Bereich eingeengt wo dies nicht nötig wäre.
Ja, wie erklär ich Dir das jetzt am besten. In unserem Rechtssystem existiert nun mal die Auffassung dass die Aufwendungen, die man für einen Dritten macht, auch von diesem Dritten zu erstatten sind. Bei Bewerbungsgesprächen, die auf Einladung des Unternehmens erfolgen, stellen die Fahrtkosten zum Bewerbungsgespräch derartige Aufwendungen dar. Klingt komisch, ist aber so ;) . Und Du solltest nicht beliebige aus dem TV aufgeschnappte Phrasen wie "freie Marktwirtschaft" in Deine Aussagen einbauen, obwohl sie in spezifischen Thema kaum Sinn machen.

Und soweit ich das als Arbeitnehmer mit akademischer Bildung bis jetzt mitbekommen habe, ist die Fahrtkostenerstattung in den allermeisten Unternehmen, vorallem in jenen die hochqualifizierte Kräfte suchen, selbstverständlich!

Vielleicht hilft es Dir mal zum Verständnis anzunehmen, die Fahrtkostenerstattung würde nicht existieren (Stichworte: Mobilität der potentiellen Arbeitnehmer, gezielte Auswahl von Bewerbern seitens des Unternehmens,...).