Aber wenn Audi die Bänder abstellen muss weil Material fehlt, dann ist das sehr wohl ein wirtschaftlicher Schaden.

Und ist das die GDL schuld oder vielleicht doch der Audi Firmenvorstand der in den letzten fünfzehn Jahren sämtliche Lager dichtgemacht und hunderte Lageristen (und andere deren Jobs auch an den Lagern hingen) entlassen hat?

Cya Nightfire
 
ich zitiere mal aus dem Beitrag #9 dieses Threads [...]
Kelle schrieb dort, dass sie erste fahrerlose U-Bahn getestet wurde. Bis sie Serie wird dauert es also noch ne halbe Ewigkeit.
Außerdem vermutete er, dass ICEs irgendwann ohne Lokführer auskommen.

Selbst wenn beide Fälle eintreten würden, bräuchte man immer noch Lokführer, denn es gibt noch zahlreiche andere Zugarten, die da nicht erwähnt wurden.

Du hast diese Aussage schon ein bisschen verallgemeinert wenn du ehrlich bist...

Wenn das bisher auch schon so gemacht wurde, dann ist das wohl keine Besonderheit des Streiks und damit auch keine Option für die Bahn.
Teilweise schon. Im Güterverkehr wird jetzt halt verstärkt Doppeltraktion eingesetzt, damit die Staus schneller abgebaut werden können - ist doch logisch.

Und so können ein paar Lieferverträge vielleicht noch halbwegs eingehalten werden.

Der Schaden liegt dann wieder bei der Bahn, nicht bei Audi.
Ein wirtschaftlicher Schaden ist es trotzdem. Egal ob die Bahn ihn hat oder Audi.

Und ob Audi dann nicht lieber gleich die GDL verklagt ist die nächste Frage. Je nachdem wie die Entscheidungsträger die Situation sehen.

Und ist das die GDL schuld oder vielleicht doch der Audi Firmenvorstand der in den letzten fünfzehn Jahren sämtliche Lager dichtgemacht und hunderte Lageristen [...] entlassen hat?
Das führt jetzt aber doch ein bisschen zu weit, meinst du nicht?

Jedes Unternehmen versucht ständig die Kosten zu reduzieren, das ist völlig normal und legitim. Und die Lagerkosten sind nun mal ziemlich hoch. Warum sollte man die nicht einsparen, wenn das mit der Bahn alles so funktioniert?

Man kann ja nicht davon ausgehen, dass irgendwann mal gestreikt wird und deshalb ständig Millionen für die Lagerung bestimmter Teile ausgeben.
 
Richtig, und Audi wird hoffentlich Verträge mit der Bahn haben, die entsprechende Vertragsstrafen vorsehen. Der Schaden liegt dann wieder bei der Bahn, nicht bei Audi.

Ich frage mich echt, wie krumm manche Gewerkschafter denken können.

Wozu führt denn die Bestreikung eines Unternehmens?
Dazu dass die Kundschaft zur Konkurrenz abwandert, was wiederum zum direkten Stellenabbau bei dem bestreikten Unternehmen führt.

Und tschüss GDL Mitglieder.

Dann gibt es ja noch die Optionen, dass die freie Wirtschaft eigene Logistikunternehmen gründen, siehe Rail4Chem (https://de.wikipedia.org/wiki/Rail4chem) oder Dispolok (https://de.wikipedia.org/wiki/Dispolok).

Was wieder zu Lasten der Beschäftigten des ehemaligen Monopolisten geht.
Gibt es dann noch GDL Mitglieder die man entlassen kann, oder muss man dann TransNetler entlassen, die für die Situation gar nichts können?

Das zeigt wieder einmal das asoziale Verhalten von Schell & Co.

Und dann noch auf Vertragsstrafen hoffen...
Klar, lass die Bahn rote Zahlen schreiben, der Steuerzahler gleicht es ja aus.

gruss kelle!
 
Die Bahn lehnt es mit der Begründung der fehlenden Streckenkenntnis ab, Lokführer aus dem Westen im Osten einzusetzen. Jesses, was ist denn daran so schwer, einfach den Schienen / Signalen zu folgen... :ugly:
 
Die Bahn lehnt es mit der Begründung der fehlenden Streckenkenntnis ab, Lokführer aus dem Westen im Osten einzusetzen.
Darum geht es hier doch überhaupt nicht. Das verschiebt das Problem allerhöchstens von Ost nach West.

Wo nun während eines Streiks ein paar Züge mehr oder weniger fahren ist vollkommen wurscht. :roll:
 
Ich frage mich echt, wie krumm manche Gewerkschafter denken können.

Wozu führt denn die Bestreikung eines Unternehmens?
Dazu dass die Kundschaft zur Konkurrenz abwandert, was wiederum zum direkten Stellenabbau bei dem bestreikten Unternehmen führt.

Und tschüss GDL Mitglieder.

.....

Was ist das bitteschön für eine Argumentation? Dann kannste ja gleich eine Abschaffung des Streikrechts fordern. Wie sonst als auf dem Wege des Streikens soll eine Gewerkschaft ihre Forderung durchsetzen? :roll:
 
Merken tust Du aber noch etwas?

Streiks der realitätsnahen Gewerkschaften betreffen ganze Branchen.

Da machen alle Anbieter gezwungenermaßen dicht, da gibt es keine Alternativen.

Bestreikt man einen Betrieb, dann können die Kunden ausweichen, und alle am Streik Beteiligten haben ein Problem.

gruss kelle!
 
Merken tust Du aber noch etwas?

Streiks der realitätsnahen Gewerkschaften betreffen ganze Branchen.

Da machen alle Anbieter gezwungenermaßen dicht, da gibt es keine Alternativen.

Bestreikt man einen Betrieb, dann können die Kunden ausweichen, und alle am Streik Beteiligten haben ein Problem.

gruss kelle!

Aso wo die Fluglotsen Anfang des Jahres bei einer Forderung von 20% mehr Lohn einen Streik angekündigt haben war dies realitätsnaher und es gab keine Alternativen?
 
Und ob Audi dann nicht lieber gleich die GDL verklagt ist die nächste Frage. Je nachdem wie die Entscheidungsträger die Situation sehen.
Audi hat einen Vertrag mit der Bahn und die Bahn hält ihn nicht ein. Was intern bei der Bahn passiert, geht Audi nichts an, Ansprechpartner für Audi ist immer die Mehdornsche Bahn AG.

Und ich freue mich über jeden Euro den die Bahn verliert, weil je weniger Gewinn die Bahn macht, desto unrealistischer wird der Börsengang.

Champ
 
Kelle schrieb dort, dass sie erste fahrerlose U-Bahn getestet wurde. Bis sie Serie wird dauert es also noch ne halbe Ewigkeit.
Außerdem vermutete er, dass ICEs irgendwann ohne Lokführer auskommen.

Selbst wenn beide Fälle eintreten würden, bräuchte man immer noch Lokführer, denn es gibt noch zahlreiche andere Zugarten, die da nicht erwähnt wurden.

Du hast diese Aussage schon ein bisschen verallgemeinert wenn du ehrlich bist...
Hab ich das? OK, habe ich. Kelle war derjenige, der den Lokführern jede Streikberechtigung absprechen möchte und das damit begründete, dass Lokführer doch auch überflüssig sein könnten, wenn die Bahn das wirklich wollte.

Ich frage mich dann, warum die Bahn nicht gerade bei Siemens angerufen hat und die Loks, die es ja laut Kelle angeblich fast seirenreif gibt, nicht sofort bestellt hat?

Teilweise schon. Im Güterverkehr wird jetzt halt verstärkt Doppeltraktion eingesetzt, damit die Staus schneller abgebaut werden können - ist doch logisch.
Warum machen sie das dann nicht immer, wenn sie dadurch Personal sparen können? Kelle zielt in seiner Argumentation immer darauf ab, dass Lokführer ja auch überflüssig wären und die Bahn sie nur noch aus sozialem Mitleid beschäftigt.

Ein wirtschaftlicher Schaden ist es trotzdem. Egal ob die Bahn ihn hat oder Audi.
Er entseht exakt da, wo er entstehen soll -> bei der Bahn AG. Sonst bewegen die sich nie.

Ich frage mich echt, wie krumm manche Gewerkschafter denken können.
Bei Unternehmern fragst Du Dich das nicht mehr, das ist das quasi Voraussetzung, oder?

Wozu führt denn die Bestreikung eines Unternehmens?
Dazu dass die Kundschaft zur Konkurrenz abwandert, was wiederum zum direkten Stellenabbau bei dem bestreikten Unternehmen führt.
Habe ich bei fast keinem Streik in einem Unternehmen in der Vergangenheit feststellen können, aber Du hast sicher Beispiele, oder?

Dann gibt es ja noch die Optionen, dass die freie Wirtschaft eigene Logistikunternehmen gründen, siehe Rail4Chem (https://de.wikipedia.org/wiki/Rail4chem) oder Dispolok (https://de.wikipedia.org/wiki/Dispolok).
Das ist doch ihr gutes Recht. Niemand spricht ihnen dieses Recht ab, oder?

Aber Du bringst hier nur Argumente, warum die Lokführer der GDL alle überflüssig sind oder in Zukunft sein werden und dass sie gefälligst dankbar das Geld nehmen sollen und kuschen sollen.

Aber beantworte doch mal dir Frage, warum die Bahn dann nicht längst reagiert hat, wenn die Situation doch so ist.

Das zeigt wieder einmal das asoziale Verhalten von Schell & Co.

Und dann noch auf Vertragsstrafen hoffen...
Klar, lass die Bahn rote Zahlen schreiben, der Steuerzahler gleicht es ja aus.
Ich als Steuerzahler weiß zumindest, wer daran Schuld ist. Und das sind nicht die Beschäftigten.

Marty
 
Habe ich bei fast keinem Streik in einem Unternehmen in der Vergangenheit feststellen können, aber Du hast sicher Beispiele, oder?

Hmmm, bis auf den Streik vor kurzem bei der Telekom fällt mir gerade kein großer Streik ein, wo nur ein Unternehmen aufs Korn genommen wurde.

Da ist es mehr als nur wahrscheinlich, dass Leute die die Wahl hatten, lieber zu Arcor gingen, als drei Wochen auf nen Anschluss zu warten.

Aber Du bringst hier nur Argumente, warum die Lokführer der GDL alle überflüssig sind oder in Zukunft sein werden und dass sie gefälligst dankbar das Geld nehmen sollen und kuschen sollen.

Kuschen soll keiner.
Nur mal darüber nachdenken, was die Konsequenzen der Arbeitgeber bei überzogenen Lohnforderungen sind.

Verteuern sich die automatisierten System parallel zu den Gehältern der Lokführer, wird sich nichts in der Rentabilität beider Systeme verändern.

Da die GDL aber eine Steigerung der Rentabilität von automatisierten Lösungen befürwortet, macht sie sich, und damit auch andere Gewerkschaften, überflüssig.

Aber beantworte doch mal dir Frage, warum die Bahn dann nicht längst reagiert hat, wenn die Situation doch so ist.

Sie hat ja reagiert...
Sie zahlt mehr als viele der privaten Konkurrenten, hat unrentable Strecken abgestoßen, und hält an der Tarifeinheit fest, um die Firma nicht der Gefahr von Streiks kleiner bis kleinster Splittergruppen auszusetzen.

Ich als Steuerzahler weiß zumindest, wer daran Schuld ist. Und das sind nicht die Beschäftigten.

Stimmt.
Wir einigen uns auf Schell.

gruss kelle!
 
Hmmm, bis auf den Streik vor kurzem bei der Telekom fällt mir gerade kein großer Streik ein, wo nur ein Unternehmen aufs Korn genommen wurde.

Da ist es mehr als nur wahrscheinlich, dass Leute die die Wahl hatten, lieber zu Arcor gingen, als drei Wochen auf nen Anschluss zu warten.
Ich habe jetzt noch keine Zahlen gesehen bei der Telekom, die zeigt, dass die Kundenabwanderung während des Streiks grösser waren als sonst.
Kuschen soll keiner.
Nur mal darüber nachdenken, was die Konsequenzen der Arbeitgeber bei überzogenen Lohnforderungen sind.
Machen sie doch, und sie legen dabei genau denselben Weitblick an den Tag, der ihnen von Vorstand vorgelebt wird. Die hatten auch keine Skrupel bei ihren Erhöhungen. Und da haben sie halt gedacht, dass sie auch mehr als 4% fordern können, wo der Vorstand sich doch ein Vielfaches davon genehmigt hat. Sie haben sich vielleicht gedacht, dass 30% im Vergleich zu 300% nicht "überzogen" sind.

Da die GDL aber eine Steigerung der Rentabilität von automatisierten Lösungen befürwortet, macht sie sich, und damit auch andere Gewerkschaften, überflüssig.
Na, zum Glück steigen die Rohstoffpreise und Entwicklungskosten für diese Systeme zur Zeit weit stärker als die Gehälter...

Sie hat ja reagiert...
Sie zahlt mehr als viele der privaten Konkurrenten
Ich kenne (ehrlich) keinen Vergleich, hast Du einen zur Hand?

Stimmt.
Wir einigen uns auf Schell.
Gerne, aber wir sollten Mehdorn und seine Vorstandkollegen mit ins Boot nehmen. Schell persönlich ist bei mir schon seit Beginn seiner Kur unten durch. Das ändert aber nichts daran, dass ich die Ziele, die die Arbeitnehmer verfolgen, verstehen kann.

Marty
 
Machen sie doch, und sie legen dabei genau denselben Weitblick an den Tag, der ihnen von Vorstand vorgelebt wird. Die hatten auch keine Skrupel bei ihren Erhöhungen. Und da haben sie halt gedacht, dass sie auch mehr als 4% fordern können, wo der Vorstand sich doch ein Vielfaches davon genehmigt hat. Sie haben sich vielleicht gedacht, dass 30% im Vergleich zu 300% nicht "überzogen" sind.

Was bitte schön haben Vorstandsgehälter damit zu tun?
Sollen Sie was ordentliches studieren und in den Vorstand gehen.

Achja, eine fachlich belegbare Begründung für die enormen Forderungen gibt es immer noch nicht.
Vor allem keine Begründung, die die GDL Mitglieder von anderen Bahnmitarbeiter oder allen anderen Angestellten abhebt.

Na, zum Glück steigen die Rohstoffpreise und Entwicklungskosten für diese Systeme zur Zeit weit stärker als die Gehälter...

Abgelehnt.
Ich bin nun seit drei Jahren in der Branche tätig.
Vor kurzem hat erst Bombardier im Bahnbereich grundlos nen Preiskampf vom Zaun gebrochen.
Durch Auslagerung von Entwicklungsanteilen Entwicklung und diversen internen Programmen werden die Kosten gedrückt.

Ich kenne (ehrlich) keinen Vergleich, hast Du einen zur Hand?

Bei sechs verglichenen Unternehmen schneidet die DB überdurchschnittlich ab. Schlechter zahlen demnach im Schnitt die Connex Sachsen GmbH, Trans Regio und Metronom. Besser als bei der Deutschen Bahn kommen die angestellten Lokführer bei den Unternehmen Rail4chem und SBB Cargo weg.

https://nachrichten.netscape.de/Wir...r-Durchschnitt-Welt_Wirtschaft_1294829-0.html

Ist zwar ne Aussage der DB AG, da aber keiner Gegendarstellungen o.ä. gefordert hat, ist sie als reell anzunehmen.
Abgesehen von den 2 bis 3 Prozent Erhöhungen bei anderen Bahnen.

Gerne, aber wir sollten Mehdorn und seine Vorstandkollegen mit ins Boot nehmen.

Warum?
Sie haben einen Auftrag, den sie erfüllen müssen.
Sie werden persönlich für die Erreichung der definierten Ziele haftbar gemacht.
Und sie haben einen im Deutschlandvergleich passablen Tarifabschluss mit zwei Gewerkschaften abgeschlossen.

Aber wo war denn die GDL, als die DB mehr oder minder jahrzehntelang rote Zahlen schrieb.
Da brauchte man die Geschäftszahlen nicht als Argument für Gehaltssteigerungen.

Wäre ja mal nett zu wissen, ob die DB nach der Wiedervereinigung inzwischen mit plus/minus Null dasteht, oder ob aus der Zeit noch zig Milliarden Schulden über sind.

gruss kelle!
 
Was bitte schön haben Vorstandsgehälter damit zu tun?
Sollen Sie was ordentliches studieren und in den Vorstand gehen.
Ach so, Vorstandsmitglieder müssen als Begründung für enorme Gehaltserhöhungen nur angeben, dass sie vor 20-30 Jahren studiert haben und bisher eben zuwenig bekommen haben? Dann ist gut, dann haben Lokführer ja nur noch das Argument, dass sie mal ne Ausbildung gemacht haben und das bisher nicht entsprechend vergütet wurde.

Ich weiß, daß man das eigentlich trennen muss. Aber wie will ein Vorstandsmitglied, was gerade eine so enorme Gehaltserhöhung bekommen hat, einem seiner Mitarbeiter erklären, für ihn wäre jetzt kein Geld mehr da?

Achja, eine fachlich belegbare Begründung für die enormen Forderungen gibt es immer noch nicht.
Stimmt, die kam von der GDL bisher nicht, Hier im Thread hat es aber einige Ansätze gegeben. Zum Beispiel Reallohnverluste, Reduzierung im Personalstamm etc...
Vor allem keine Begründung, die die GDL Mitglieder von anderen Bahnmitarbeiter oder allen anderen Angestellten abhebt.
Müssen sie das begründen, wenn es um einen Tarifvertrag geht? Bei Einzelverhandlungen sollte man das können, hier nicht.

Abgelehnt.
Ich bin nun seit drei Jahren in der Branche tätig.
Vor kurzem hat erst Bombardier im Bahnbereich grundlos nen Preiskampf vom Zaun gebrochen.
Du wirst da mehr Kenntnisse haben als ich, ich glaube Dir das mal. Dann wird das ja kurzfristig günstiger sein, die Siemens-Technik zu nutzen als den Lokführer zu zahlen. Warten wir es doch mal ab. Ich würde dann auch kein Mitleid mit dem Lokführer haben. So ist das Leben.
Durch Auslagerung von Entwicklungsanteilen Entwicklung und diversen internen Programmen werden die Kosten gedrückt.
naja, Rohstoffpreise sind jetzt nicht gerade gesunken in der letzten Zeit. Ich habe allerdings keine Ahnung, wieviel Mehraufwand an Rohstoffen eine automatische Steuerung hätte. Man könnte ja auch einfach eine Kamera in die Lok bauen und eine Fernsteuerungszentrale, wo drei Lokführer 100 Züge steuern. Aber ich will der Bahn mal keine Tipps geben.

Bei sechs verglichenen Unternehmen schneidet die DB überdurchschnittlich ab. Schlechter zahlen demnach im Schnitt die Connex Sachsen GmbH, Trans Regio und Metronom. Besser als bei der Deutschen Bahn kommen die angestellten Lokführer bei den Unternehmen Rail4chem und SBB Cargo weg.
OK, sie liegen also als absolut grösster Anbieter im Mittelfeld, es gibt also noch Luft.

Zitat von der Studie:
Nach Darstellung des Konzerns lag der Bruttostundenlohn der Lokführer zwischen 19,60 Euro (unverheirateter Lokführer, 27 Jahren, ohne Kinder und mit einjähriger Berufserfahrung im Unternehmen) und 21,77 Euro (verheiratet, 50 Jahre, ein Kind und 26-jährige Berufserfahrung).

Wenn die Zahlen stimmen, dann wäre alles im Lot, dann würde ein Lokführer bei einer 40-Stunden-Woche mit einem Jahr Berufserfahrung ja schon ungefähr 3.400 Euro brutto verdienen. Jetzt ist da die Gewerkschaft, die sagt, sie verdienen keine 2.000 Euro und zeigt als Beweis den aktuellen Tarifvertrag. Wie passt das zusammen?

Warum?
Sie haben einen Auftrag, den sie erfüllen müssen.
Sie werden persönlich für die Erreichung der definierten Ziele haftbar gemacht.
Wie sind denn die "definierten" Ziele der Bahn? Für einen privaten Börsengang kurzfristig blitzblank auszusehen, um die Deutschen mal kräftig abzusahnen? Oder sollte das Ziel eines Staatsunternehmens nicht sein, seine Bürger pünktlich und regelmässig kostendeckend ans Ziel zu bringen? Und hat ein Staatsunternehmen nicht auch eine soziale Verpflichtung?

Wie sieht denn die "persönliche Haftung" bei einem Herrn Mehdorn aus, wenn er die Ziele nicht erreicht? Wird er dann mit einer Millionenabfindung in Rente geschickt? Wie bitter, ich habe fast Mitleid mit ihm.

Und sie haben einen im Deutschlandvergleich passablen Tarifabschluss mit zwei Gewerkschaften abgeschlossen.
Exakt eine zuwenig, wie es aussieht. Werden sie für diesen Fehler auch "persönlich" haftbar gemacht?

Aber wo war denn die GDL, als die DB mehr oder minder jahrzehntelang rote Zahlen schrieb.
Sie haben, genau wie die anderen Gewerkschaften bei der Bahn, Reallohnkürzungen mitgetragen, massiven Stellenabbau mitgetragen und regelmässigen Überstundenabbau mitgetragen, alles mit Zustimmung ihrer Mitglieder, weil die ihren Arbeitgeber nicht im Stich lassen wollten. Nur so ist es nämlich gelaungen, dass die Bahn letztes Jahr 2,5 Mrd. Euro Gewinn erzielt hat. Und nur so war es dem Vorstand möglich, seine eigenen Bezüge mehr als zu verdreifachen. Aber dieser Vorstand verweigert seinen Mitarbeitern jede Beteiligung am Gewinn.

Es gäbe doch eine einfache Lösung, die müsste die Bahn nur mal anbieten: Beteiligung der Mitarbeiter am Gewinn. Die Bahn ist ein Staatsunternehmen, also sollte es nicht gewinnorientiert arbeiten. Man könnte doch einfach anbieten, 30% des Gewinns an alle Mitarbeiter zu gleichen Teilen auszuzahlen. Da kann die Gewerkschaft schlecht ablehnen, sonst stünde sie ja blöd da...

Das würde sich nur nicht gut machen für einen Börsengang, oder?

Marty
 
Wenn der Bahnvorstand seine Gehälter wieder zurückschrauben würde und die Bahn auf "Abfindungs"-Zahlungen für Vorstandsmitglieder die gehen verzichten, dann könnte die Bahn wohl schonmal 0,5% mehr anbieten und hätte einen ersten Ansatz für Verhandlungen.


Langsam glaube ich der Bahnstreik/Tarifstreit wird erst enden, wenn Schell im Frühjahr 2008 (glaube da war es) abtritt und Mehdorn auch seinen Hut nimmt. Nur leider wird Herr Mehdorn dann noch x Millionen an Abfindung mitnehmen und das obwohl die Bahn ja angeblich so "klamm" ist. :)
 
Und ich freue mich über jeden Euro den die Bahn verliert, weil je weniger Gewinn die Bahn macht, desto unrealistischer wird der Börsengang.
Das ist ja auch mal eine tolle Einstellung. Hauptsache die anderen machen alle Verluste...

An den wirtschaftlichen Schaden denkst du gar nicht, oder? Und vielleicht willst du ja auch irgendwann mal wieder mit der Bahn reisen und das noch in möglichst komfortablen Zügen. Nicht zu vergessen der Fahrpreis, der natürlich auch nicht zu hoch sein darf.

Ich frage mich dann, warum die Bahn nicht gerade bei Siemens angerufen hat und die Loks, die es ja laut Kelle angeblich fast seirenreif gibt, nicht sofort bestellt hat?
Wie sollen sie sich das bei den Einnahmeverlusten durch die Streiks noch leisten können? :ugly: :mrgreen:

Warum machen sie das dann nicht immer, wenn sie dadurch Personal sparen können?
Wenn mich nicht alles täuscht hatte ich das schon mal geschrieben.

Es müssen sicherlich nicht immer so viele Güter von A nach B gebracht werden wie derzeit. Da ist sowas einfach nicht notwendig. Und wenn doch, dann macht die Bahn das sicherlich auch heute schon.

Er entseht exakt da, wo er entstehen soll -> bei der Bahn AG. Sonst bewegen die sich nie.
Während die GDL natürlich ein enormes Entgegenkommen zeigt.

Gestern habe ich erst gelesen, dass die Bahn eventuell ein neues Angebot vorlegen will. Herr Schell sagte postwendend, dass er dem Angebot skeptisch gegenüberstehe. Was ist das bitte für eine Grundeinstellung?
 
Gestern habe ich erst gelesen, dass die Bahn eventuell ein neues Angebot vorlegen will. Herr Schell sagte postwendend, dass er dem Angebot skeptisch gegenüberstehe. Was ist das bitte für eine Grundeinstellung?

Das ist wohl eine Erfahrung, die Herr Schell anhand der Angebote der letzten Wochen gemacht hat. Das zeigt doch, dass er lernfähig ist. Er hofft schon gar nicht mehr darauf, dass die Bahn sich bewegt (wenn das mal keine Zweideutigkeit hat 8) )

Marty