Auswandern (Umziehen von Österreich) nach Deutschland

Binary

New member
3 Oktober 2009
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Hallo, ich hoffe hier kann mir jemand meine Fragen beantworten. :)

Erstmal zu mir, ich bin 20 Jahre und lebe im Moment in Österreich (bei meinen Eltern.) Ich habe damals nach der Hauptschule (Was bei uns eigentlich damals der gängige Schulabschluss war und keinen so miesen Ruf hat wie in Deutschland ;)) den Entschluss gefasst, die Fachschule zu absolvieren. Hab ich dann ja auch gemacht, wobei das absolut keine gute Wahl war und ich sie dann abgebrochen habe. (Im 3. Jahr, bei 3 1/2 Jahren Schule...wohl nicht sehr klug, aber ich hielt es da nicht mehr aus.)

Abgebrochen hab ich im März vor einem Jahr. Ich wollt mir dann für September eine Ausbildungsstelle hier suchen, aber kein Glück gehabt. Dieses Jahr EBENFALLS nicht und ich bin wahrlich verzweifelt. Ich mein ich geb zu, es kamen auch RL Schwierigkeiten dazu, deswegen hab ich dieses Jahr nichts gefunden, aber dennoch...Ich sitz quasi seit 2 Jahren zu Hause ... (Naja, dadurch war ich sehr oft für 1-2 Monate bei meiner Freundin in DE, siehe Unten.)

Normalerweise würde ich jetzt einfach nochmal zur Schule (5 Jahre) und meine Matura (Abitur) machen und mir dann einen guten Job suchen, hätte ich da nicht jemanden kennen gelernt.

Meine Freundin ist 25 und lebt in Deutschland (Berlin), bekommt Hartz IV und Kindergeld für ihren 8 Monate alten Sohn. (Deswegen auch Arbeitslos, hat Job kurz vorm Schwanger werden verloren.)

Jedenfalls ist sie der Grund, warum ich nicht noch 5 Jahre lang hier bleiben kann, selbst, wenn ich nächstes Jahr dann eine Ausbildung finde dauert das noch mindestens 4 Jahre. Solange kann ich/wir die Fernbeziehung nicht gehen lassen.

Also will ich nach Deutschland ziehen. Nur...ist das überhaupt "möglich" und wie sieht das alles aus?

Unterkommen könnte ich ja bei meiner Freundin und von da aus einen Job suchen. Es muss ja nix dolles sein, einfach das Geld rein kommt und ich dann in DE nochmal zur Schule gehe und mein Abitur dort mache statt hier.

Ich bekomm hier im Moment kein Arbeitslosengeld (hab ja noch nie gearbeitet) oder sonstiges Geld vom Staat, bin noch über meine Eltern versichert und auch sonst, weiß ich nicht, wie das so laufen soll?

Kann ich die Deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, obwohl ich keine Ausbildung hab und dann erst einen Job suchen müsste? Und könnte ich einfach zu meiner Freundin ziehen? Ihre Wohnung wird vom Staat bezahlt und ich weiß nicht, ob da jetzt einfach noch jemand reinziehen dürfte?

Ich weiß nicht, ob sich hier jemad auskennt, aber ich bin ein wenig planlos und hoffe, jemand hier weiß zumindest ein bisschen etwas, das mir weiterhelfen könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann ich die Deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, obwohl ich keine Ausbildung hab und dann erst einen Job suchen müsste?
Wofür willst du denn die deutsche Staatsbürgerschaft? Wir haben in der EU "Freizügigkeit", d.h. du darfst dir innerhalb der EU überall eine Wohnung und einen Arbeitsplatz suchen (mal abgesehen von irgendwelchen Sonderregeln für Neu-EU-Staaten).
 
Und habe ich als Österreichischer Staatsbürger (der in Deutschland wohnt/arbeitet etc.) dann auch die gleichen "Rechte" wie ein deutscher Staatsbürger? War jetzt zwar doof ausgedrückt, aber habe ich dann Wahlrecht in Deutschland? Bekomme ich dann die ganzen 'Leistungen' vom deutschen Staat? Bzw. was sind die Unterschiede, als "Ausländer" in Deutschland zu leben im Vergleich zur Annahme der Staatsbürgerschaft? Ich gebe zu, ich bin da ziemlich unbeholfen, bei dem Thema.

Mein Plan sieht es ja in etwa vor, eben erstmal zu meiner Freundin zu ziehen und von dort aus eine Arbeit zu finden bzw. Abitur zu machen. Nur reicht ihr Hartz IV ja gerade mal für sie und den kleinen.

Und ich kann doch auch nicht einfach nach Deutschland ziehen und sagen "So, jetzt bin ich da und hab im Moment keinen Job, ich brauch monatlich Sozialhilfe von euch." oder sowas. Das sind ja meine Bedenken. (Wäre natürlich toll, wenn es so wäre ;) Und würd mich dann ja auch schnell um Arbeit etc. bemühen, jemandem auf der Tasche liegen will ich ja auch nicht.)
 
Guten Morgen.

Lass Deine Freundin doch mal zur Arge (Hartz IV-Behörde) gehen und diese Fragen stellen. Dort bekommt ihr sicherlich ein verbindlichere Aussage.

Probleme sehe ich unter anderem darin, dass Du noch keine 25 Jahre alt bist.

Vielleicht solltest Du aber auch aus Österreich zunächst versuchen einen Job in Berlin zu ergattern.
 
Job finden = Schwer
Wohnen bei deiner Freundin= Kein Problem , wenn die Vermieter einverstanden sind, müßtet dann eine höhere Warmmiete Zahlen
 
Warum machst du nicht bei dir die Schule , suchst nen Job ? Zwar könntet ihr euch dann nur am WE sehen, aber wenn ihr euch wirklich liebt schafft man das auch, gibt genug Beispiele im täglichen Leben dafür.Wenn du dann genug verdienst könnte deine Freundin auch zu dir ziehen, vielleicht würde sie bei euch auch einen Job finden ( die momentane Arbeitssituation sieht in DE genauso aus wie bei euch). Es kommt mir aber so vor, als würdest du dir immer den leichteren Weg suchen( Schule abgebrochen, hätte man nicht auch wehseln können, k.A. wie das bei euch ist, Beziehung vor eine Ausbildung gestellt. Du schreibst selbst, du warst oft 1-2 Monate bei deiner Freundin, warum hast du nicht da schon wegen nem Job geschaut?
Natürlich ist es schön, wenn man mit seiner Liebe immer zusammen ist, aber manchmal muss man auch Abstriche machen können (betrifft beide Partner) und wie schon gesagt, deine Fragen werden wohl von der ARGE eher genauestens beantwortet werden können.

LG setto( die auch oft Monate mit 2 Kindern allein ist, weil der Mann beruflich unterwegs ist)
 
1) Sei dir bewusst, dass du dich mit einem Umzug abhängig machst. Sollte es mit der Beziehung dann doch nicht klappen, kommt oft das Argument "Wegen dir bin ich umgezogen, und du lässt mich hier sitzen". Im Prinzip krempelst du damit dein komplettes Leben für eine Beziehung um die noch nicht alltagserprobt ist. (Glaub mir einfach, dass ich weiß was für einen Unterschied es macht, von Fernbeziehung auf *echte* Beziehung umzusteigen)

2) Überlege dir sehr genau ob du wirklich mit deiner Freundin zusammenziehen willst. Du gilst sehr schnell als Bedarfsgemeinschaft, besonders wenn ein Kind dabei ist lässt sich das nie vermeiden. Im Extremfall gilt dann das Gleiche was ich damals hatte: ich hab verdient und sie hat dadurch kein Hartz IV mehr bekommen. Krankenkasse wurde nicht mehr vom Amt übernommen weil Bedarfsgemeinschaft, aber familienversichern ging auch nicht weil ja keine *echte* Ehe. Also Privat für ~200 € pro Monat versichert. An sowas denkt man vorher eher nicht.
 
Andere verlassen den bankrotten deutschen Staat und Du willst hier zu uns.

Ich habe meine Erstwohnsitz und meine 1-Mann-Firma in die Schweiz verlegt, seit 2 Wochen durch Steuerersparnis, Nun läuft mein Betrieb überwiegend über CH ab, wo der Steuersatz verhandelbar ist, oki, man muß Nachweise über 3 Jahre vorlegen, das bringt mir einiges und die Firma läuft nun über 2 Länder, in D sind die Einnahmen nur noch um ca. 300 - 400 Euro im Monat zur Aufrechterhaltung des Gewerbes vorhanden. Der Rest geht über CH.

Nun zum normalen Verbraucher.

Welche Vorteiile versprichst Du Dir dadurch? Seit gut 4 Jahren kenne ich einige, eher viele UAs, die nach Östterreich und in die Schweiz wollen. Deutschland war vielleicht bis vor 5 Jahren das Ziel, Deutschland ist bei denen out.

Okay das sind alles Nutten,. aber in Österreich und der Schweiz erhalten die das 4-fache.

Überlege Dir den Umzug nach D. noch gut, ist einfach ein Tip.
 
Aus welchem Bundesland bist du? Weil in Wien ist meines Wissens nach die Hauptschule nicht der gängigste Schulabschluss...und der Ruf der Hauptschulen in Wien ist schon auch sehr prägend ;)

Mir ist aber klar, dass das in anderen Bundesländern, wo es keine Gymnasien bzw. AHS, etc. gibt, die Hauptschule durchaus dieselbe "Qualität" (gewagter Begriff, ich weiß) bedeutet.

Zum eigentlichen Thema:
Such dir eine Arbeit in Österreich und gemeinsam wirst du mit deiner Freundin das sicher schaffen :)
 
Wahlrecht hast du nicht. Das hat man nur als deutscher Staatsbürger und Sozialleistung, sogar als EU-Bürger, bekommt man auch nicht auf Anhieb. Da müssen bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein. Ich würd auch vorschlagen, dass deine Freundin sich im Arbeitsamt darüber informieren sollte.

Außerdem frag ich mich, warum du so einen Kahlschlag machen willst. Ich mein, bist du dir da vollkommen sicher? Immerhin habt ihr wahrscheinlich noch nie längere Zeit zusammen gewohnt, der Altersunterschied, das Kind von einem anderen Mann, neue Stadt, andere Mentalität etc. Will dir das nicht ausreden, aber hast dir das wirklich gut überlegt? Auch im Bezug auf Staatsbürgerschaftwechsel.

Die Arbeitssituation ist in Deutschland sicherlich auch nicht besser. Würd erstmal in Österreich was machen und wenn du dir dann nach ner Zeit immernoch sicher bist, dann kannst das ja alles durchziehen;)

? War jetzt zwar doof ausgedrückt, aber habe ich dann Wahlrecht in Deutschland? Bekomme ich dann die ganzen 'Leistungen' vom deutschen Staat?
 
Du willst nach Deutschland und Geld vom Staat? Such dir einen Ausbildungsplatz - wenn du den Unterschrieben hast, komm nach Deutschland... Das Hartz IV bedeutet auch gleich ein sehr sehr "billiges" Leben. Mal eben ins Kino ist da nicht drin ;) - und wenn du einmal Hartz IV bekommst, ist es in 85% der Fälle so, dass du es auch für den Rest deines Lebens bekommen wirst... Ich würde mir das Überlegen. 390€ im Monat sind echt sehr sehr wenig....

Und auch wegen der Ausbildung, wir haben hier genug Leute die eine Ausbildung suchen und höher Qualifiziert sind, als ein Hauptschulabschluss - stell dir das mal nicht so leicht vor!
 
im dritten Jahr die Schule abbrechen weil es nicht gepaßt hat :roll:

wenn die Schule so gar nicht paßt dann merkt man es auch spätestens nach nem halben Jahr und dann sucht man sich zuerst etwas anderes bevor man abgeht

wenn Du es wirklich anpacken willst kein Problem- such Dir nen Job und mach das Abitur per Abendschule nach - die 60-Stundenwoche iss Dir dann sicher, wenn nicht mehr....

wenn Du aber einfach nur im Trott bleiben und alles auf Staatskosten willst dann hast Du hoffentlich nicht allzuviel Hilfe zu erwarten