News Aufklärung statt Häme: Die Medien und der Fall Käßmann

Ich sehe es so: Wäre sie in ihrer öffentlichen Position geblieben, dann wäre sie ständig von Medienseite auf dieses Ereignis angesprochen worden. Als Pfarrerin kann sie sich in ihrer Gemeinde mit ihren Gemeindemitgliedern damit auseinandersetzten. Das beschränkt sich dann maximal auf die lokale Presse. In dieser eher überschaubaren Gruppe ist das Thema dann klärbar und wird damit auch abgehakt werden.
Und wenn es Menschen/Reporter... gibt, die Ihre Meinung zu einem Thema hören wollen, dann kann sie - ebenso wie z.B. Fischer - auch wieder in eine gehobene oder öffentliche Position zurückkehren. Weil dann wird sie ja zu einem Thema reden und nicht kraft Amtes anwesend sein. Und dann erübrigen sich auch Fragen zu diesem leidigen Thema.
 
Wenn ich jetzt kleinkariert wäre, müsste man anmerken, dass die Kirche strenggenommen - interne - Konsequenzen ziehen müsste. Und zwar hat sie den Verkehrsverstoss mit einem Dienstwagen gemacht. Und in jedem Betrieb gibt es eine Dienstwagenverordnung, wo man sich, wenn man einen Dienstwagen bekommt, verpflichtet, dass man den entsprechenden Führerschein besitzt, sich an die Verkehrsregeln hält und eben nicht alkoholisiert fährt. (habe selber schon mal als Mitarbeiter einer großen Klinik so etwas unterschrieben) und dass es arbeitsrechliche Konsequenzen hat, wenn man dagegen verstösst (ist im Prinzip das Gleiche wie die Richtlinien zur EDV-Nutzung am Arbeitsplatz)....

Das nächste ist, dass wenn man mit 1.54 Promille längere Strecken ohne Probleme mit dem Auto fahren kann, man schon öfters 1.54 Promille hatte. Und die hat man - auch als Frau - nicht mit 2-3 Bierchen, dazu bedarf es einiges Mehr an Alkohol. Die meisten Leute bekommen mit 1.5 Promille nicht mal mehr den Zündschlüssel ins Zündschloss! Ich will jetzt nichts unterstellen, aber ausschließen kann man nicht, dass die Frau vielleicht sogar noch ganz andere Probleme hat....