Angewandte Informatik oder Medieninformatik

monkeyman

aka munzboy
ID: 206899
L
14 April 2007
7.068
314
Hi,
Ich hatte Wirthschaftsingenieur studiert, doch dies war mir zu schwer, zuviel Maschinenbau und ähnliches. Ich wechsele jetzt zu Informatik, bin mir aber nicht sicher welches davon, Informatik oder Medieninformatik?
Ich war auf Wirtschaftsschulen, doch BWL ist mir zu trocken, was würdet ihr mir empfehlen?
 
Hm...Wirtschaftsinformatik? ;D

Also reine Informatik kann man wohl auch als "trocken" bezeichnen.
Medieninformatik oder Angewandte Informatik bringen da schon bisschen mehr Abwechslung mit und sind nicht ganz so "technisch".
Aber wenn dir Wirtschaftsingenieurwesen zu schwer war, würde ich mir an deiner Stelle schon überlegen obs denn Informatik (bzw. Medien-) sein soll - einfach ist es definitiv nicht; hängt natürlich auch viel von der Uni ab.

Reine Informatik halte ich jedenfalls für arg trocken, theoretisch und in einer gewissen Weise auch (elektro-)technisch. Wobei ich hier eher nur fürs Grundstudium sprechen kann, da ich viel mehr bisher nicht mitbekommen habe.
(Habe selbst 1 Jahr Medieninformatik studiert und hatte da einige Vorlesungen mit Informatikern zusammen. Kenne auch jetzt noch Leute, die das studieren, sind aber die meisten erst 5. Semester ;))
 
Ich hatte Wirthschaftsingenieur studiert, doch dies war mir zu schwer, zuviel Maschinenbau und ähnliches. Ich wechsele jetzt zu Informatik

Du solltest Dir im klaren sein, dass an einer Uni grade zu Beginn ein Informatikstudium im Prinzip ein Mathestudium ist mit ein paar zusätzlichen Fächern in technischere Richtungen. Auf jeden Fall sehr sehr viel Mathe und vom Trockenheitsgrad sicher eher hoch anzusiedeln.

Falls Du in Richtung Anwendungsentwicklung & Co gehen willst oder aber Dich Medieninformatik im Sinne von Medienproduktion / Design interessiert, solltest Du Dich auch mal an FHs umsehen, ob das nicht geeigneter ist.


Definitiv lernt man in einem Uni-Informatikstudium nicht das programmieren, höchstens in freiwilligen Zusatzveranstaltungen oder Praktika/Seminare. Darum geht es auch in dem Studium gar nicht (so zumindest an unserer Uni).
 
Hi,
Ich hatte Wirthschaftsingenieur studiert, doch dies war mir zu schwer, zuviel Maschinenbau und ähnliches. Ich wechsele jetzt zu Informatik, bin mir aber nicht sicher welches davon, Informatik oder Medieninformatik?
Ich war auf Wirtschaftsschulen, doch BWL ist mir zu trocken, was würdet ihr mir empfehlen?

Also ich studiere selbst Informatik-Diplom. Wenn du der Meinung bist Wirtschaftsingenieur sei Dir zu schwer, solltest du lieber die Finger von der reinen Informatik lassen. Mittlerweile sind es nur 2 Mathescheine, früher waren es mal 4, aber die 2 habe es in sich. Darüber hinaus gibt es noch diverse Praktische Scheine etc.

Medieninformatik ist da schon angenehmer, wobei zumindest ist es an der Uni-Bremen so, 1 Auslandsemester ist Pflicht, 2 Mathescheine das so das gröbste würde ich mal sagen.


Aber Grundsätzlich solltest du dich direkt an der Uni über den entsprechenden Studiengang informieren. Du solltest in jedem Fach mindestens mal in einer Vorlesung gewesen sein um dir einen Überblick zu verschaffen. Darüber hinaus würde ich mir von den Studenten mal die entsprechenden Skripte und Aufgaben geben lassen. Im Bereich Informatik werden 9x% der Aufgaben per Mail verteilt, bzw. stehen im Netz die sollte sich man mal anschauen...
 
Also ich studiere selbst Informatik-Diplom. Wenn du der Meinung bist Wirtschaftsingenieur sei Dir zu schwer, solltest du lieber die Finger von der reinen Informatik lassen. Mittlerweile sind es nur 2 Mathescheine, früher waren es mal 4, aber die 2 habe es in sich. Darüber hinaus gibt es noch diverse Praktische Scheine etc.

Medieninformatik ist da schon angenehmer, wobei zumindest ist es an der Uni-Bremen so, 1 Auslandsemester ist Pflicht, 2 Mathescheine das so das gröbste würde ich mal sagen.
Das mag an der Uni Bremen so sein, ist aber an jeder Uni anders. Würde ich also auch nicht als irgendeinen Maßstab nehmen. Das ist völlig uninteressant wieviel Scheine es da gibt, ein einziger Schein/Prüfung kann ausreichen um nicht mehr dabei zu sein. Je weniger Scheine, desto umfangreicher sind diese dann auch - und für 2 Semester Stoff lernen ist schwieriger als 4 mal für 1 Semester.
Dass ein Auslandssemester Pflicht ist dürfte auch eher die Ausnahme sein.

Aber Grundsätzlich solltest du dich direkt an der Uni über den entsprechenden Studiengang informieren. Du solltest in jedem Fach mindestens mal in einer Vorlesung gewesen sein um dir einen Überblick zu verschaffen. Darüber hinaus würde ich mir von den Studenten mal die entsprechenden Skripte und Aufgaben geben lassen. Im Bereich Informatik werden 9x% der Aufgaben per Mail verteilt, bzw. stehen im Netz die sollte sich man mal anschauen...
Halte ich beides nicht für sehr sinnvoll. In beiden Fällen versteht man das meiste vom Stoff sowieso nicht, wenn man sich in der Materie nicht schon sehr gut auskennt (und dann kann mans auch studieren).
 
Du solltest Dir im klaren sein, dass an einer Uni grade zu Beginn ein Informatikstudium im Prinzip ein Mathestudium ist mit ein paar zusätzlichen Fächern in technischere Richtungen. Auf jeden Fall sehr sehr viel Mathe und vom Trockenheitsgrad sicher eher hoch anzusiedeln.

Falls Du in Richtung Anwendungsentwicklung & Co gehen willst oder aber Dich Medieninformatik im Sinne von Medienproduktion / Design interessiert, solltest Du Dich auch mal an FHs umsehen, ob das nicht geeigneter ist.


Definitiv lernt man in einem Uni-Informatikstudium nicht das programmieren, höchstens in freiwilligen Zusatzveranstaltungen oder Praktika/Seminare. Darum geht es auch in dem Studium gar nicht (so zumindest an unserer Uni).

Nunja, ich kenn ja mehr oder weniger beides (Wirtschaftsmathe und bald Info) *g* Und ein Mathestudium ist definitiv mehr Mathe, und auch andre Mathe. In Info hat man mehr solche Sachen wie Logik, theoretische Info, etc. (neben dem Standard-Analysis und LA-Zeug, das so ziemlich in jedem Studiengang mehr oder weniger ausführlich dran kommt), während beim Mathestudium auch seeeehr theoretische Sachen dran kommen aus der sog. "reinen Mathematik", etc. und alles was sich überschneidet im Mathestudium tendenziell viel genauer behandelt wird, gerade was Numerik, Stochastik, usw. angeht.

Programmieren muss man auch lernen im Info-Studium. Es kommt keiner durch das Studium, der am Ende nicht programmieren kann ;) Ist aber nur ne Nebensache, das stimmt. Halt ein Aspekt der modernen Informationsverarbeitung, den man am Ende doch irgendwie beherrschen sollte.
 
Definitiv lernt man in einem Uni-Informatikstudium nicht das programmieren, höchstens in freiwilligen Zusatzveranstaltungen oder Praktika/Seminare. Darum geht es auch in dem Studium gar nicht (so zumindest an unserer Uni).

Also das ist definitiv falsch. natürlich kann ich nur für meine Uni sprechen, aber denke das es da nicht die großen Unterschiede gibt. Also Informatik Uni sieht folgerdermassen im Bereich Programmierung aus.

2 Scheine Praktische Informatik und 2 Fachgespräche.
1 Schein Betriebssysteme und Fachgespräch
2 Scheine Softwarepraktikum und Fachgespräch
Darüber hinaus das Hauptstudium wird zwar an Projekten ebenso in Gruppen gearbeitet, aber selbst hier sind die Scheine und das Wissen Grundvoraussetzung.

Da kommt keiner durch der nicht orderntlich programmieren kann. Das ist Pflicht und hat nix mit freiwilligkeit zu tun.
 
Das mag an der Uni Bremen so sein, ist aber an jeder Uni anders. Würde ich also auch nicht als irgendeinen Maßstab nehmen. Das ist völlig uninteressant wieviel Scheine es da gibt, ein einziger Schein/Prüfung kann ausreichen um nicht mehr dabei zu sein. Je weniger Scheine, desto umfangreicher sind diese dann auch - und für 2 Semester Stoff lernen ist schwieriger als 4 mal für 1 Semester.
Dass ein Auslandssemester Pflicht ist dürfte auch eher die Ausnahme sein.

Halte ich beides nicht für sehr sinnvoll. In beiden Fällen versteht man das meiste vom Stoff sowieso nicht, wenn man sich in der Materie nicht schon sehr gut auskennt (und dann kann mans auch studieren).


Klar den Stoff wird er nicht verstehen, es geht ja aber auch darum sich einen Einblick zu verschaffen über die Inhalte des Studiums. Da hilft ein Prospekt oder ein kurzer Besuch auf der Website nicht weiter. Mit Sicherheit werden die Skripte zuerst abschrecken, aber wer sich davon nicht beirren lässt hat gute Chancen durchzukommen.

Ich möchte nur die Abbrecherquote eines Informatik-Studienganges erwähnen liegt so bei ca.65%. Da sollte man sich wirklich sicher sein ob jenes für einem das Richtige ist. Und ein paar Stunden Zeit sollte jenes einem schon Wert sein.

Also ab in die Uni und in den Höhrsaal, sprech mit Studenten etc. Wenn dann immer noch der Meinung bist das dass richtige war es der Aufwand wohl Wert.
 
Tja sicher hab ich da auch nur für meine Uni gesprochen, aber hier ist es so. Sicherlich gibt es Vertiefungsrichtungen die mehr in die Programmierecke gehen aber eben nicht alle. Im Grundstudium ist es nicht Pflicht. Da gibt es vielleicht Praktika dazu, aber man kann auch andere wählen.

Natürlich hat jeder Student, der ein Informatik-Diplom hat alles, was er dazu braucht, programmieren zu können. Natürlich lernt man alles nötige über die verschiedenen Programmierparadigmen. Man weiß wie man Softwarearchitekturen entwickelt, Konzepte plant und umsetzt. Aber es gibt keine Pflichtveranstaltung àla C# dot net von A bis Z oder so.

Es ist halt nicht das erklärte Ziel unserer Universität, Programmierer auszubilden. Dafür gibts Ausbildungsberufe und andere Bildungswege. Jemand mit Informatik-Diplom der in ne Programmierbude geht verkauft sich sowieso unter Wert.

Natürlich kenne ich auch keinen Informatikstudenten, der nicht in seiner Freizeit sowieso programmiert hätte. Mit dem vermittelten Wissen bringt man sich 'ne konkrete Programmiersprache sowieso schnell bei.
 
Da könnten jetzt noch ein Dutzend Leute mitdiskutieren, die alle an ner anderen Uni studieren und jeder würde was anderes erzählen.
Bei uns in Dresden möchte man auch im Grundstudium schon etwas Programmieren können, bei euch ist es eben gerade nicht so.

Tatsache ist, dass sich die einzelnen Hochschulen im Inhalt des Studiums eben doch mehr unterscheiden als man vermutet. Und um da Klarheit zu gewinnen muss man sich speziell an der Hochschule informieren, wo man hin will. Das beste ist da sicherlich mit einem Studenten zu reden; Prospekte, Websites, Einführungsveranstaltungen etc. sind ja gut und schön, aber meistens nicht aus Sicht eines Studenten und daher nur bedingt nützlich und informativ wenn es um die Entscheidung des Studiengangs geht.
 
War Wirtschaftsingenieur wegen dem Maschinenbau (Mechanik, Werkstoffkunde etc.) teil zu schwer oder hast du Probleme mit der Mathematik bzw. dem analytischem Denken gehabt?

Im letzteren Fall würde ich von einem universitärem Informatikstudium abraten und dir empfehlen, in Richtung Fachhochschule zu suchen.

Im Titel sprichst du von Angewandter bzw. Medieninformatik, im Text ist dann aber nur noch von Informatik (darunter verstehe ich Allgemeine Informatik) zu lesen. Der Unterschied zwischen Angewandter und Medieninformatik dürfte nicht allzu groß sein. Vermutlich kannst du, wenn du den Bachelor in einem der beiden Fächer gemacht hast, im Master in das andere wechseln (vorher nachfragen!). Bei Allgemeiner Informatik musst du mit sehr viel mehr (meiner Meinung nach wesentliche interessanterer) Theorie rechnen. Auch mit einem Bachelor in (Allgemeiner) Informatik sollte man in einen Masterstudiengang Angewandte oder Medieninformatik wechseln können (auch hier: nachfragen!).

Ich würde dir raten, schnellstmöglich das Gespräch mit der Fachschaft und dem Fachstudienberater deiner Wunschuni zu suchen, da diese das Curriculum am besten kennen und dich adequat beraten können.