Ahmadiyya Muslim Gemeinde - 1. Moschee in Ost-Berlin

berlinmal

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20 Januar 2007
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Hallo,

es gibt in den letzten Wochen viele Diskussionen zu der Frage der ersten Moschee im Osten Berlins. Ich möchte hier eine Eigendarstellung der Ahmadiyya und einen unabhängigen Medienbericht vorstellen, damit etwas Licht in der verworrenen Diskussion aufkommt.

Wie seht Ihr die Diskussion der Moschee in Pankow-Heinersdorf?

Gruß, berlinmal




Quelle: www.ahmadiyya.de

In der heutigen religiösen Welt spielt die Ahmadiyya Bewegung eine einzigartige Rolle, obwohl sie im Westen in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist. Dies hat verschiedene Gründe. Einerseits gibt es fast keine negativen Schlagzeilen über die Gemeinde und andererseits arbeitet sie nicht um Publicity zu erzielen.

In der heutigen Zeit, da der Islam falsch interpretiert, falsch verstanden und falsch dargestellt wird und die Welt im Islam eine Gefahr sieht, wirkt die Ahmadiyya Muslim Bewegung als die einzige Organisation des Islams, die ohne Bedingungen nur Frieden und Harmonie lehrt. Ahmadiyya ist heute der geistige bzw. spirituelle Arm des Islams.

Das macht die Ahmadiyya Gemeinde nach Meinung vieler unabhängiger Autoren einmalig, was sich in der folgenden Aussage ausdrückt:
Die Ahmadiyya-Moslem-Bewegung ist die einzige moslemische Organisation, die weder über einen politischen noch einen militanten Flügel verfügt (Vgl. Gill, I./ Backhausen, M.: Die Opfer sind Schuld – Machtmissbrauch in Pakistan, Akropolis Verlag 1994, S. 41-45)

Dennoch schlägt ihre Tätigkeit hohe Wellen. Die Gemeinschaft zählt sich zur Gruppe der Sunniten und befolgt größtenteils die hanafitische Rechtsschule. Sie beruft sich ausdrücklich auf die ursprüngliche Lehre des Islams und hat sich zum Ziel gesetzt, dessen wahren Glanz in der gesamten Welt zu verbreiten. Der Islam der Ahmadiyya ist ein Bekenntnis zum Frieden unter den Mitmenschen und Frieden zwischen Mensch und Gott, nicht zuletzt Frieden mit sich selbst.

Weit weg vom blinden Fanatismus und sich distanzierend von allen Terrorakten und Zwang lehrt der Islam der Ahmadiyya echte Toleranz und die Wahrung der Menschenrechte auf jedem Gebiet des menschlichen Lebens. Dazu gehört auch die Gleichwertigkeit zwischen Mann und Frau sowie die Vereinbarkeit des Islams mit Demokratie (Vgl. Ahmad, S.N.: Ahmadiyya – Eine Bewegung des Islams, Verlag Der Islam, Frankfurt/M. 1993, S. 36-37)

Trotz dieser friedlichen Interpretation des Islams sind die Anhänger der Bewegung in vielen islamischen Ländern und zum Teil sogar im Westen den gewalttätigen Angriffen fanatischer Muslime ausgesetzt.

Dagegen setzt sich die Gemeinde für die Freiheit des Glaubens ein, denn im Heiligen Koran heißt es: Es soll kein Zwang sein im Glauben. (Heiliger Koran: Sure 2:257)
Folgerichtig ist das von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde weltweit propagierte Motto:
Liebe für Alle, Hass für Keinen.





Quelle: www.ahmadiyya.de

Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde ist eine friedfertige Reformbewegung innerhalb des Islams mit weltweit 80 Millionen Anhängern in 185 Ländern. Sie ist besonders in Afrika und Südasien stark vertreten.
Auch in Deutschland gehört sie mit über 40.000 Mitgliedern und 20 Moscheen zu den größten islamischen Organisationen.

Gründer dieser Gemeinde war 1889 Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, der für sich das Amt des Verheißenen Messias in Anspruch nahm. Er beanspruchte, der von allen Weltreligionen prophezeite Reformer zu sein. Damit erfüllte er die Prophezeiungen des Christentums von der Wiederkunft von Jesus und die des Islams, der ebenfalls an die Wiederkunft von Jesus und die des Imam Mahdis glaubt.
Die Ahmadiyya ist die einzige ernstzunehmende islamische Bewegung, die durch ein Kalifat geführt wird. Der derzeitige 5. Kalif der Gemeinde Hazrat Mirza Masroor Ahmad lebt in London.
Aufgrund ihrer friedlichen Interpretation des Islams wird die Gemeinde von fanatischen Muslimen in aller Welt verfolgt.
Weitere Infos: https://www.ahmadiyya.de, https://www.alislam.org

In ihrer noch jungen Geschichte hat die Ahmadiyya Bewegung einige herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht.
Darunter durch Dr. Abdus Salam einen Nobelpreisträger, durch Sir Zafrulla Khan einen Präsidenten der UNO-Generalversammlung und einen Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs sowie durch Mirza Muzaffar Ahmad einen Geschäftsführer der Weltbank und einen Geschäftsführer des Internationalen Währungsfonds.

Die Ahmadiyya Gemeinde lehnt den radikalen Islamismus und Terrorismus konsequent ab und setzt sich für die Freiheit des Glaubens, die Gleichwertigkeit der Frauen und die Trennung von Politik und Religion ein.
Zur Verbreitung ihrer friedlichen Botschaft unterhält sie den ersten islamischen TV-Sender, Muslim TV Ahmadiyya, der in mehreren Sprachen 24 Stunden weltweit zu empfangen ist: https://www.mta.tv

Darüber hinaus finanziert sich die Gemeinde ausschließlich durch Spenden ihrer Mitglieder, die ermöglichen, dass Krankenhäuser und Schulen, insbesondere in Afrika und Asien errichtet werden können: https://www.humanityfirst.org

Die uneigennützige Arbeit der Ahmadiyya wird auch vom deutschen Staat anerkannt.
Der Verfassungsschutz beispielsweise stuft die Ahmadiyya als eine der wenigen islamischen Organisationen als weder extremistisch noch gewalttätig ein, sondern als uneingeschränkt friedlich.
 
Und hier der unabhängige Medienbericht im Zusammenhang mit der Moschee in Pankow:

Quelle: https://www.taz.de/pt/2007/01/03/a0173.1/text.ges,1

Lernt von den Muslimen
Vor nicht einmal einem Jahr hat die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde ihren Antrag zum Bau einer Moschee in Pankow-Heinersdorf eingereicht. Vor zehn Tagen hat das zuständige Bezirksamt die Baugenehmigung erteilt. Gestern war die Grundsteinlegung. Was bei den Behörden angesichts von Bürgerprotesten häufig zu langjährigen Verwaltungsakten auszuufern droht, wurde für deutsche Verhältnisse in Rekordzeit abgenickt. Das Pankower Bezirksamt hat ein deutliches Signal gesetzt - und damit exzellente Arbeit geleistet.

Denn im Protest gegen den Moscheebau hat der Heinersdorfer Bürgermob ausgerechnet eine der besonders friedliebenden muslimischen Gemeinden auf dem Kieker. Abgesehen davon, dass in einer Demokratie jede Glaubensgemeinschaft das Recht auf ihre Ausübung hat, solange sie nicht andere schädigt, greifen die Gegner eine Gemeinde an, die eigentlich eine kulturelle Aufwertung in der bornierten Nachbarschaft darstellt.

Zwar stimmt die Ahmadiyya mit dem Islam darin überein, dass der Koran das Wort Gottes ist. Die Ahmadis betonen jedoch, dass jedes neue Zeitalter neue Herausforderungen mit sich bringt. Daher müsse die Religion ständig reformiert werden. Dazu gehört, dass der Kritik gegen den Islam nur mit Worten begegnet werden darf. Sie verurteilen jeglichen Gebrauch von Gewalt. Für sie ist der Dschihad eine moralische Anstrengung, sich selbst zu verbessern.

Und die Glaubensgemeinschaft geht noch weiter. Für sie verlangt der Islam nachdrücklich den Gebrauch der Vernunft - auch in religiösen Fragen. Blinden Gehorsam gegenüber religiösen Führern lehnt sie ab. Ihre Religionspraxis ist damit nicht nur dem orthodoxen Islam um Meilensteine voraus, sondern auch Teilen des Christentums. Und die Moscheegegner sollten sich davon ein besonders großes Stück abschneiden.

taz Berlin lokal vom 3.1.2007, S. 21, 65 Z.
 
Die Eigendarstellung ist legitim, einen taz-Bericht als "unabhängig" zu bezeichnen ist nicht legitim. Denn dann musst Du auch das CDU-Berlin-Parteiblatt als unabhängig in diesem Sinne betrachten.

Aber: Warum schreibst Du uns das Überhaupt? Welche Art von Diskussion willst Du schaffen? Wie wäre es mit Deiner Meinung? Ein paar Thesen, Fragen, als Grundlage?
 
Meiner Meinung nach ist jede einzelne Moschee eine zu viel. Entweder die Muslime passen sich der deutschen Kultur an, oder wenn sie dies nicht können, dann brauchen sie hier ja auch nicht hin.
 
Meiner Meinung nach ist jede einzelne Moschee eine zu viel. Entweder die Muslime passen sich der deutschen Kultur an, oder wenn sie dies nicht können, dann brauchen sie hier ja auch nicht hin.
Was deutsche Kultur? Wie ist denn die deutsche Kultur? Ich dachte die beruhe auf Religions- und Meinungsfreiheit und dem Schutz der Würde jedes einzeln Mitbürger Deutschlands. Aber anscheinend gilt dies nicht für alle.
Und warum ist jede Moschee zu viel. Schon mal in einer gewesen? Sonst irgendwie über den Islam informiert?

Mittlerweile hat der Antisemitismus in Deutschland mächtig Einzug gehalten. Echt erschreckend. Und ich dachte die SVP in der Schweiz wäre schon extrem (aber die werden wenigstens von Bürgern entsprechend zurechtgewiesen), aber was manche hier in Deutschland von sich geben ist sehr bedenklich. Wehret den Anfängen. Nicht mehr lange und dann werden wieder Leute aufgrund ihres Aussehens (lange Bärte, Dunkelhäutigkeit, Kopftuch), Sprache (arabisch, türkisch, kurdisch) Religion (Islam) verfolgt und Rechte entzogen.
 
Was deutsche Kultur? Wie ist denn die deutsche Kultur? Ich dachte die beruhe auf Religions- und Meinungsfreiheit und dem Schutz der Würde jedes einzeln Mitbürger Deutschlands. Aber anscheinend gilt dies nicht für alle.

Meinungs- und Religionsfreiheit hat nichts mit Kultur zu tun, sondern gehören einfach zu den Grundgesetzen. Von der Meinungsfreiheit mache ich gerade mit diesen Postings Gebrauch.
Natürlich dürfen die Muslime ihren Glauben hier ausleben, doch irgendwo ist doch auch eine Grenze. Meiner Meinung nach Grenzen sich die muslimischen Bürger durch ihre Moscheen doch noch mehr von der Gesellschaft ab.
 
Das Problem sind nicht die Moscheen, sondern was darin so alles gepredigt wird..

Das Problem sind auch nicht Leute wie Herr Kaplan aus Köln.. oder Predigten wie in HH.
Vielleicht auch nicht, daß es bislang keinen einzigen muslimischen Verband gibt, der sich von solchen Haßpredigten eindeutig zu distanzieren getraut hat..
Das Problem mag auch nicht sein, daß zB die DITIB sehr gerne Immame in die BRD schickt, die dann mal kurz gerne wieder auf gesetzte Ziele einschwören.. um sofort danach wieder zu verschwinden.
Das Problem ist, daß alles zusammen nun mal ein Bild erzeugt.
 
Ich denke nicht nur in den Moscheen wird so gepredigt, sondern die Kinder bekommen das auch aus ihrem Elternhaus so eingebläut. Oder meint ihr, dass die Jugendlichen selbst einen Hass gegen die Deutschen aufbauen? Das ist nicht bei allen so, aber bei auffällig vielen. Und dann meistens bei Jugendlichen muslimischer Abstammung.

Und dann wundern sich noch einige, wieso so viele Deutsche eine Abneigung gegen diese Menschen haben...
 
Das Problem sind nicht die Moscheen, sondern was darin so alles gepredigt wird..

Wie oft hast Du denn schon so einer Predigt beigewohnt? Anscheinend schon oft, wenn Du darüber Wissen und Meinung hast. :roll: Schreibe doch mal nieder, was du dort gehört hast. Würde mich echt interessieren, damit ich mir selbst darüber ein Bild machen kann, was dort nun so alles erzählt wird.
 
Darf man das selbe gegenüber euch auch sagen, mit Euer Angst/"Hass" gegenüber Fremden, vorwiegend Moslems?
Aber bestimmt nicht, nicht wahr? Wird sicher gleich wieder rote poppel hageln. Wie kann ich nur solche Behauptungen aufstellen.:roll:
 
Wie oft hast Du denn schon so einer Predigt beigewohnt? Anscheinend schon oft, wenn Du darüber Wissen und Meinung hast. :roll: Schreibe doch mal nieder, was du dort gehört hast. Würde mich echt interessieren, damit ich mir selbst darüber ein Bild machen kann, was dort nun so alles erzählt wird.

Im konkreten Fall ging es um ein Handy, das ein muslimischer 14-Jähriger Junge einem Deutschen unter massiver Androhung von Gewalt "gezogen" hat. Dies wurde in einer Mosche in HH .. sagen wir mal "diskutiert". (Der Imam sprach und alle stimmten summend zu)

Es wurde folgendes beschlossen:
Nimmt ein Muslime einem Muslimen etwas weg, so ist es Diebstahl.
Nimmt er einem "Ungläubigen" etwas weg, so ist es eine "Wegnahme". (Die der muslimischen Sache dient)
Das brachte mich dann auf den Hinweis Peter Scholl-Latour´s, der darauf hinwies, daß wir uns vielleicht mal die Sichtweise der "1000 und 1 Nacht"- Märchen abgewöhnen sollten..
Und ihm kann man ja wohl nun wirklich nachsagen, irgendwie braun zu sein.

Und noch ne kleine Gegenfrage an Reddog:
Was würde eigentlich passieren, wenn die Christen die Bibel mal fix um-schrieben und die Muslime plötzich ebenso "Ungläubige" nennen würden?
Ich würde mal tippen: Bürgerkrieg
In meinem Fall ist es kein "Hass".. Sondern eine kritische Betrachtungsweise, wie ich sie übrigens ebenso der Christlichen Sichtweise zukommen lasse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du brauchst die Bibel gar nicht umschreiben. Suche mal nach ähnlichen Seiten die den Koran auseinandernehmen ohne den Kontext zu erfassen, nur halt als Thema die Bibel. Du wirst Augen machen.
 
Du brauchst die Bibel gar nicht umschreiben. Suche mal nach ähnlichen Seiten die den Koran auseinandernehmen ohne den Kontext zu erfassen, nur halt als Thema die Bibel. Du wirst Augen machen.

Na sicher wird die Bibel ein Buch (Koran) auseinandernehmen, das 600 Jahre später geschrieben wurde..
Wie das gehen soll, dafür hat die arabische Mathematik bestimmt ne Formel.. :yawn:
 
My 2 cents:

Gotteshaus: ja
Der Muezzin schreit den Adhan: Bitte nur einmal pro Woche

Was sagen euch diese 2 Aussagen von mir? Religöse Ausübung ist okay, dennoch darf der muslimische Glaube keine höherwertige Position gegenüber der hiesigen Religion erlangen (aber auch keine minderwertige). Lautsein ist einmal in der Woche gern drin, die restlichen Gebetszeiten dürfen gern per Aushang mitgeteilt werden.

Lasst sie doch predigen. Hassprediger fallen bei der jetzigen sozialen Wahrnehmung doch sofort auf. Natürlich bin ich gegen jegliche Hetzpredigten, sofern die da dort vorkommen könnte.

Wer allerdings ein so großes Gotteshaus baut, sollte auch die öffentliche Verantwortung mittragen. Ich als Befürworter erwarte schlichtweg, dass Kollekten öffentlichen Zwecken zugute kommen und der öffentliche Dialog zu den existierenden Religionen gefördert wird. Die Muslime wollen immer Gleichberechtigung, aber übersehen auch schnell, das diese auch Pflichten mit sich bringt. Denn DARAN hapert es meistens. Und das ist das Problem - dabei glauben wir an denselben Gott.
 
Der Koran nimmt die Bibel auseinander? Quelle, bitte.

Zitat Koran Sure 9/10.Teil

29) "Kämpfet wider diejenigen aus dem Volk der Schrift,
die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und die nicht als
unerlaubt erachten, was Allah und sein Gesandter als unerlaubt
erklärt haben, und die nicht dem wahren Bekenntnis folgen, bis
sie aus freien Stücken den Tribut entrichten und ihre Unterwerfung
anerkennen"

30) "Die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen,
der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort ihres Mundes. Sie
ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren.
Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet."
 
Wenn Du diese verse ohne Rücksicht auf das Ende der Sure 8 und Anfang der Sure 9 liest, magst du Recht haben.
Aber es ging um den Krieg der herrschte. Man vereinbarte einen Frieden der dann vom Gegner aufgekündigt wurde. Man gab dem Gegner die Möglichkeit der Reue (deswegen wird die Sure 9 auch als solches genannt). Man gibt ihnen dafür 4 Monate, wer bis dahin nicht sein Denken ändert wird entsprechend bestraft.
Also ich lese jetzt nicht wirklich was so schlimmes, sondern eher Kriegsrhetorik. Solltest Du Deine Bestrebung gegen Allah nicht einstellen wirst Du das gesamte Arsenal "Allah's" gegen Dich aufbringen.