Treten ja nicht nur 6 Parteien zur Wahl an. Und ich bezog mich ja explizit auf die 3 Gründe
Ist schon recht - aber so eine Wahlentscheidung trifft man ja nicht anhand von 3 mehr oder minder willkürlich ausgesuchten Punkten. Bei der Linkspartei müsste ich mindestens 3 bittere Dropse mitschlucken. Da wäre die Flüchtlingspolitik, Europa- und Europolitik und letztlich gehöre ich zum Stande der deutschen Melkkuh - dem Mittelstand. Meine Frau arbeitet nicht, weil sie keine Arbeit findet und weil sie es auch nicht muss, damit wir klar kommen. Aber wenn ich jetzt noch mehr Steuern zahlen muss, weil ich ein paar Groschen mehr verdiene als ein Flaschensortierer, dann wird es langsam eng.

Und dass die Linkspartei den Superreichen in die Tasche langt, können wir wohl getrost vergessen. Oh, ich zweifle nicht an dem festen Willen, nur wird sie es nicht können. Die Superreichen sind eben nicht deshalb superreich, weil sie nicht ganz genau wüssten, wie sie ihre Taler aus dem Vermögen und Einkommen vor Zugriff schützen können und müssen...

Werter Herr Rüttgers, [...]
Solche Sachen überlese ich schon seit längerem. Im Gegenteil staune ich, dass die AfD nicht noch viel mehr Feuer bekommt. Schließlich laufen die Wähler und Genossen inzwischen scharenweise zur AfD über. Dem kann man natürlich unmöglich zuschauen, wenn man nochmal Karriere machen will. Oder wenn man von der eigenen Partei wirklich überzeugt ist. Ja, auch solche Leute soll es geben und gar nicht wenige.

Aber das wird schon noch alles kommen, wenn die AfD erstmal die SPD überholt hat und der CDU das Wasser langsam bis zum Kinn steht. Dann wird der Ton noch rauher werden, denn dann geht es den Genossen an den Geldbeutel und die Karriere...
 
Warst du nicht angestellt? :think:
Ja. Und dazu freiwillig gesetzlich krankenversichert, wo ich bei weniger Leistung mehr zahlen darf :) Nur weil meine Frau bei mir mit familienversichert ist, zahle ich nicht so extrem viel mehr als würde ich 2x PKV zahlen. Aber egal. Ja, angestellt.
 
Ist schon recht - aber so eine Wahlentscheidung trifft man ja nicht anhand von 3 mehr oder minder willkürlich ausgesuchten Punkten.
Naja. In Zeiten, in denen es nicht unüblich ist, dass kleinste Übel zu wählen, sind es manchmal nicht viel mehr Gründe.
Bei der Linkspartei müsste ich mindestens 3 bittere Dropse mitschlucken.
Die von dir 3 erwähnten Gründe sind doch mindestens 2 Pillen, die man bei der AfD schlucken muss. Dazu noch der Populismus und Rassismus - für manch einen nicht mal mehr eine bittere Pille, sondern ein schmerzhafter Einlauf. :ugly:

Und dass die Linkspartei den Superreichen in die Tasche langt, können wir wohl getrost vergessen. Oh, ich zweifle nicht an dem festen Willen, nur wird sie es nicht können. Die Superreichen sind eben nicht deshalb superreich, weil sie nicht ganz genau wüssten, wie sie ihre Taler aus dem Vermögen und Einkommen vor Zugriff schützen können und müssen...
AfD wird es auch nicht können...

Aber das wird schon noch alles kommen, wenn die AfD erstmal die SPD überholt hat und der CDU das Wasser langsam bis zum Kinn steht. Dann wird der Ton noch rauher werden, denn dann geht es den Genossen an den Geldbeutel und die Karriere...
Mehr als Genugtuung wird es dir auch nicht bringen...
 
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Und wie soll dich dann ein wirtschaftsliberaler Kurs effektiv entlasten?
Wie profitierst du von der Abschaffung der Gewerbesteuer/Erbschaftssteuer?
Was macht Deregulierung und Bürokratieabbau für dich als Arbeitnehmer so attraktiv?
Glaubst du deine Arbeitnehmerrechte werden mit der AfD gestärkt?
 
Fakt ist aber, dass die AfD jetzt schon die alten Strukturen aufbricht und die alten Herrscher in Panik versetzt. Die verstehen die Welt nicht mehr. Linkspartei wird immer stärker, AfD als Vertreter des konservativen Flügels wird immer stärker (und sogar noch schneller als alle anderen) und sie selbst saufen ab. Ja, warum nur? :D :D :D

Aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich mit der Linkspartei und/oder der AfD etwas ändern wird. Ob nun zum Positiven oder nicht, wird man sehen. Oder sagen wir es mal so (weil ich auch nicht unbedingt der größte Optimist bin, den die Welt je gesehen hat): Wenn überhaupt jemand das Potenzial für eine Veränderung mit bringt, dann sind es nur diese beiden Parteien.

Nicht nur die Politiker wurden aus der Komfortzone geholt, auch die Investoren verlassen die Komfortzone Europa.
https://www.t-online.de/wirtschaft/...afd-fpoe-und-co-kosten-europa-milliarden.html

Investitionen können ausbleiben, Zinsen für die Staatsschulden können steigen, aber hey, genau das hilft natürlich, um irgendwelche wirtschaftlichen Verhältnisse von AfD Wählern zu verbessern.

gruss kelle!
 
Und wie soll dich dann ein wirtschaftsliberaler Kurs effektiv entlasten?
Nein, das nicht. Aber mich nicht noch mehr belasten. Reicht mir schon, bin dahingehend bescheiden geworden.

Glaubst du deine Arbeitnehmerrechte werden mit der AfD gestärkt?
Also für meinen persönlichen Fall habe ich noch nie etwas von Gewerkschaften oder Betriebsräten gehabt. Weder als ich noch selbstständig war (logisch), noch als Angestellter. Ich habe meine Verträge so oder so immer frei verhandelt. Im Gegenteil haben mich persönlich Absprachen mit dem Betriebsräten eher behindert, weil dadurch etwa die Zahl der Urlaubstage durch interne Vereinbarungen festgelegt war, bestimmte Gehaltsgrenzen der Zustimmung des Betriebsrates bedürften und so weiter. Davon abgesehen habe ich in weit mehr Firmen gearbeitet, wo allein das Wort "Betriebsrat" auszusprechen eine Kündigung nach sich zog - natürlich inoffiziell und aus ganz anderen Gründen.

Ob mir persönlich diesbezüglich die AfD hilft? Weiß ich nicht und ich vermute, dass sie es nicht tut. Aber sie wird mich auch nicht behindern.

Nicht nur die Politiker wurden aus der Komfortzone geholt, auch die Investoren verlassen die Komfortzone Europa.
Nichts dergleichen wird passieren. Sie wissen nämlich nicht wohin. Ob es in den USA alles schöner ist mit Trump? Und in den anderen Ländern Europas sieht man die Stimmung auch nach rechts oder links kippen. Von stabilen und kalkulierbaren Verhältnissen (und nur die sind für die Wirtschaft interessant, nicht etwa "rechts" oder "links") sind wir in Europa so weit entfernt wie lange nicht mehr.

Wo sollen sie denn hin? Welches Land oder welche Region würdest Du als Geldsack dieser Tage denn präferieren um Deine Taler arbeiten zu schicken, hm? Wo ist es denn die Rendite im Verhältnis zum niedrigsten Risiko am höchsten? Meinst Du wirklich, die Leute schmeißen ihre Milliarden und Billionen nach China? Oder Südamerika? Oder Russland? Oder Afrika? Du, da wird sich gar nichts ändern...

Naja. In Zeiten, in denen es nicht unüblich ist, dass kleinste Übel zu wählen, sind es manchmal nicht viel mehr Gründe. [....] Mehr als Genugtuung wird es dir auch nicht bringen...
Vielleicht, vielleicht nicht.

Die AfD hat noch nicht einen einzigen Tag überhaupt irgendwas getan, aber auf einmal will ein jeder wissen, was kommen wird - Höllenfeuer brechen los und die Nacht umfängt das strahlend' Paradies. Fröhliches Kinderlachen erstickt im Gleichschritt der Springerstiefeln an den Füßen der Bürgerwehr, die allnächtlich Hatz auf unschuldige Muslime und deren Unterstützer machen. Wenn die Nebelschwaden erst die Sonne umhüllen, wird der Imam sich wehklagend an Allah wenden während die Flammen seine Moschee verzehren....

Leute, nichts davon wird passieren. Nicht mal, wenn die AfD in die Regierung kommen sollte. Genauso wenig wird es eine neue Mauer und politische Verfolgung mit der Die Linke geben oder mehr Wale mit den Grünen. Nur wenn man etwas ändern will, dann muss man wie immer auch ein gewisses Risiko eingehen. Das ist bei jeder Veränderung so, egal ob im Kleinen oder im Großen, wie bei Revolutionen und anderen Umwälzungen.

Wer dazu nicht bereit ist, der soll (und muss!) eben die etablierten Parteien weiter wählen und das ist für mich auch ok. Soll dann aber auch bitte mit dem Klagen aufhören, weil das dann nur noch lächerlich ist und nervt. Wer aber was ändern will, muss für sich entscheiden, in welche Richtung es gehen soll und was für ihn persönlich am vielversprechendsten ist. Oder anders gesagt: Wo sich Nutzen und Risiko die Waage hält oder zu Gunsten des Nutzens ausschlägt. Nur den, der gar nicht wählt, den finde ich zum kotzen. Denn Leute, die sich der Verantwortung entziehen, um nachher zu sagen: "Ich habe die nicht gewählt", haben in Wirklichkeit die Stimmen derer gestärkt, die sie eigentlich nicht gewählt haben...
 
Also in Sachsen muss es für Bürgerwehren nicht Nacht sein um das sie ihre Gewalt freien Lauf lassen. Die Einwohner sind so schon z.T. mit denen verschmolzen das ihre "Angst auf das Fremde", eine Legalisierung von Selbstjustiz nicht mehr nur fordert sondern regelrecht Beifall klatscht wenn mal "ordentlich durchgegriffen wird", siehe Arnsdorf.
Und wenn ich mir dann den Oelsner, oder gar den Polizeipräsidenten dort antue, ekelhaft. Aber in diesen Zeiten muss das ja alles ertragen, oder?:roll:
 
Die AfD hat noch nicht einen einzigen Tag überhaupt irgendwas getan, aber auf einmal will ein jeder wissen, was kommen wird
Wohlstand für alle, volksnahe Politik, die Geburtenrate schnellt in die Höhe, Renten-, Bildungs- und Integrationsproblem werden gelöst, die Energiewende gelingt, alle Medien werden neutral berichten...

Nur wenn man etwas ändern will, dann muss man wie immer auch ein gewisses Risiko eingehen.
Welches Risiko siehst du denn, wenn du der AfD deine Stimme gibst?

Das ist bei jeder Veränderung so, egal ob im Kleinen oder im Großen, wie bei Revolutionen und anderen Umwälzungen.
Ich kann eben nicht annähernd nachvollziehen, warum man von der AfD Veränderungen oder gar Revolution erwartet. Von einer konservativen (!) Partei? Von einer Partei, deren Programm, deren Politiker und deren Politikstil jetzt nicht den Eindruck vermitteln, dass sich was ändern würde?

Wer dazu nicht bereit ist, der soll (und muss!) eben die etablierten Parteien weiter wählen und das ist für mich auch ok.
Noch mal, es treten ja nicht nur 6 Parteien an. Da gibt es noch reichlich Alternativen.
 
Nein, das nicht. Aber mich nicht noch mehr belasten. Reicht mir schon, bin dahingehend bescheiden geworden.
Und was glaubst du wer im Bereich Gewerbesteuer / Erbschaftssteuer statt der Unternehmen belastet wird?

Also für meinen persönlichen Fall habe ich noch nie etwas von Gewerkschaften oder Betriebsräten gehabt.
Kann man so sehen, muss man nicht. Hängt auch stark vom Unternehmen ab wie das Thema dort gelebt wird. Ich schätze dann hattest du bisher eher pech.

Aber deine Rechte als Arbeitnehmer bedeutet ja auch mehr als Gewerkschaft und Betriebsrat.
Grundsätzlich gelten ja erstmal die (btw. von Gewerkschaften erstrittenen) gesetzlichen Bestimmungen als Mindestmaß für deine Verhandlungsposition. z.B. das Arbeitszeitgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz, Bundesurlaubsgesetz, Entgeltfortzahlungsgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz, Kündigungsschutzgesetz etc. etc. etc.

Eine wirtschaftsliberale Regierung kann dich da sehr wohl behindern, indem sie deine grundsätzlichen Rechte beschneidet und deine Verhandlungsposition schwächt.

Insofern verstehe ich nicht, wieso gerade "der kleine Mann" seinen Schlachter wählen sollte.
 
Welches Risiko siehst du denn, wenn du der AfD deine Stimme gibst?
Da es jetzt schon gewisse Anzeichen gibt, dass sich aus der Basis heraus ein radikaler Kern seinen Weg bahnen möchte, besteht hier natürlich die Gefahr der allgemeinen Radikalisierung. Dazu müssen gar nicht mehr Radikale kommen, es würde schon reichen, wenn es weniger gemäßigte werden. Aber es besteht natürlich auch die Gefahr, dass die Radikalen dank ihrer Entschlossenheit stärker wirken und daher mehr Menschen für sich begeistern können.

Wenn ich nun also der AfD meine Stimme gebe, dann unterstütze ich womöglich eine Partei, die sich in Zukunft in eine Richtung entwickelt, die ich nicht mehr unterstützen möchte. Das ist zwar auch dem CDU-Wähler passiert, aber in einem anderen Maßstab. Hier ist die Union einfach nur um die Mitte herum "gependelt" - was sie vorher an rechtem Ausschlag hatte, schlägt sich jetzt nach links. Insgesamt aber noch immer eine Partei der (linken) Mitte. Bei der AfD wäre der Ausschlag aber deutlich weiter rechts und schon in den Bereich des Extremismus. Naja, wenn ich sehe, was da für Hohlköppe bei der NPD so organisiert waren oder sind, dann weiß ich jetzt schon, wohin die Reise gehen würde.

Das sehe ich für mich durchaus als Risiko. Natürlich trägt man immer das Risiko, dass sich eine Partei während einer Legislaturperiode ändert. Jeder SPD-Wähler wird sehr genaus wissen, was ich meine. Aber außer bei der Linkspartei und einem Abrutsch in den Linksextremismus würde ich bei keiner Partei sonst ein so großes Gefahrenpotenzial sehen. Nur eben auch kein Potenzial für eine Veränderung.

Ich kann eben nicht annähernd nachvollziehen, warum man von der AfD Veränderungen oder gar Revolution erwartet. Von einer konservativen (!) Partei? Von einer Partei, deren Programm, deren Politiker und deren Politikstil jetzt nicht den Eindruck vermitteln, dass sich was ändern würde?
Ok, das ist Deine Meinung und die sei Dir gegönnt. Aber nur eine Frage dazu: Welchen "Politikstil" hat denn die AfD? Ich meine, sie gab es bislang doch in keinem Landtag, geschweige denn im Bundestag. Welcher Stil ist es also, der Dir nicht gefällt?

Oder verwechselst Du jetzt Wahlkampf mit Politikstil? Dazu kann ich Dir mal wieder Münte empfehlen (Es ist unfair, an Wahlversprechen gemessen zu werden). Und überhaupt immer wieder schön zu sehen, wie sich alle zum Wahlkampf aufblasen, Koalitionen völlig ausschließen, Versprechen und Versprechungen machen und nachher alles vergeben und vergessen ist.

Ich schlage daher mal vor, es bei der AfD genauso zu halten. Auch die AfD wird ihre Suppe nicht so heiß auslöffeln, wie sie sie gekocht hatte. Genauso wie auch der Trump nicht gleich alle Muslime aus dem Land schmeißt, und "make USA great again" wird er auch nicht (allein) hin bekommen (was auch immer er unter "great" versteht). Der Iran hat auch nocht nicht Israel von der Landkarte gefegt, Israel hat sich noch immer nicht den nuklearen Präventivschlag getraut, Nordkorea.... Also will sagen, viel heiße Luft in der Politik hüben wir drüben.

Noch mal, es treten ja nicht nur 6 Parteien an. Da gibt es noch reichlich Alternativen.
Ja, reichlich Möglichkeiten, seine Stimme ins Klo zu spülen.

Außerdem - haste Dir mal die Liste angeschaut? Fast nur noch Irre darunter. Von militanten Linksextremisten bis zu bibeltreuen Christen und Tierschützern nur noch Parteien, die ich eher für einen Jux halten würde, als für eine Wahlalternative. Die bloße Zahl an Alternativen sagt offensichtlich gar nichts darüber aus, dass auch nur eine qualitativ wählbare darunter wäre...

Kann man so sehen, muss man nicht. Hängt auch stark vom Unternehmen ab wie das Thema dort gelebt wird. Ich schätze dann hattest du bisher eher pech.
Na ich schätze eher, das hängt stark von der Branche ab. Ich meine, mich persönlich interessiert und betrifft kein Mindestlohn, keine Urlaubszeitregelung, kein Arbeitszeitgesetz, ... Wie ich schon sagte, ich verhandle meine Verträge selbst und muss eher darum kämpfen, keine 6-monatige Kündigungsfrist in den Vertrag gedonnert zu bekommen, wo mir der Wechsel in eine andere Firma fast unmöglich wird. Und wann ich zuletzt nur 40 Stunden real gearbeitet habe, weiß ich schon gar nicht mehr. Urlaubstage - na entweder die Firma gibt mir mehr Urlaub oder mehr Geld. Ist mir beides recht, wobei ich eher zu mehr Geld tendiere.

Wie auch immer - ich bin sicherlich nicht das Maß aller Dinge und mein Beispiel gilt sicherlich nicht für die Mehrheit der Deutschen. Daher ist es auch für mich sehr gut nachvollziehbar, wenn jemand halt die Linkspartei wählt, weil die ihn in seiner Position am besten vertritt. Jeder wählt halt nach seiner Facon und für mich ist es bislang halt die AfD.

Eine wirtschaftsliberale Regierung kann dich da sehr wohl behindern, indem sie deine grundsätzlichen Rechte beschneidet und deine Verhandlungsposition schwächt.
Ja, ich verstehe schon was Du meinst. Aber das trifft auf mich persönlich nicht oder nur in sehr überschaubaren Rahmen zu. Auf andere womöglich eher und viel stärker. Aber wer sich von der AfD auch nicht vertreten fühlt oder womöglich Angst vor deren Politik hat, der kann ja eine andere Partei wählen. Womöglich eine von denen, die Perlini empfahl...

Insofern verstehe ich nicht, wieso gerade "der kleine Mann" seinen Schlachter wählen sollte.
Definier mir mal bitte den kleinen Mann.
 
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Definier mir mal bitte den kleinen Mann.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/afd-analyse-erfolg-landtagswahlen-partei-waehler

"(...) die jahrzehntelang als sozialdemokratische Kernklientel galten (...) Unter Arbeitern und Arbeitslosen (...) herausragende Ergebnisse (...) nicht nur, die Abgehängten (...) auch Teile der Mittelschicht (...) Jene, die (...) dem Aufstiegsversprechen moderner Gesellschaften offenbar keinen Glauben mehr schenken (...) Die unteren und mittleren Bildungsschichten, die sogenannten einfachen Leute (...) den Verlierern der gesellschaftlichen Entwicklung (...) "
 
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https://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/afd-analyse-erfolg-landtagswahlen-partei-waehler

"(...) die jahrzehntelang als sozialdemokratische Kernklientel galten (...) Unter Arbeitern und Arbeitslosen (...) herausragende Ergebnisse (...) nicht nur, die Abgehängten (...) auch Teile der Mittelschicht (...) Jene, die (...) dem Aufstiegsversprechen moderner Gesellschaften offenbar keinen Glauben mehr schenken (...) Die unteren und mittleren Bildungsschichten, die sogenannten einfachen Leute (...) den Verlierern der gesellschaftlichen Entwicklung (...) "
Ok, also das so genannte "Präkariat". Verlierer der Gesellschaft. Arbeitslose, ... Ok, verstanden.

Warum die AfD wählen sollten? Also an deren Stelle würde ich die AfD nur dann wählen, wenn mir die EU, Zuwanderung und der Euro mehr weh tun als meine persönliche Situation. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es so jemanden gibt. Es sei denn, es ist jemand, der die Schuld an seiner Situation den etablierten Parteien zuschreibt, wie etwa dass er/sie heute mittellos dank Hartz IV ist, die Lebensversicherung beinahe wertlos oder längst aufgebraucht ist, er/sie überhaupt erst den Job verloren hat, weil irgendein Gesetz gemacht wurde, ... Ach, da gibt es ja diverse Möglichkeiten.

So jemand wird womöglich den etablierten einen kräftigen Arschtritt verpassen wollen. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Nur würde ich so einer Person dazu raten, eher die Linkspartei zu wählen, weil die im Zweifel sich für ihn/sie auch nach der Ohrfeige weiter stark macht.

Dafür muss er sich im Gegenzug darauf einstellen, dass die deutsche Identität (oder zumindest das, was davon noch übrig ist) vollständig verloren geht. Wer damit leben kann, der ist bei Die Linke perfekt aufgehoben und kann aus meinem Verständnis heraus gar nichts anderes wählen.
 
Ok, das ist Deine Meinung und die sei Dir gegönnt. Aber nur eine Frage dazu: Welchen "Politikstil" hat denn die AfD? Ich meine, sie gab es bislang doch in keinem Landtag, geschweige denn im Bundestag. Welcher Stil ist es also, der Dir nicht gefällt?
Man braucht weder Amt noch Mandat, um Politik zu machen. Gauland zeigt es aktuell wieder, indem er der DfB-Elf auch noch die Atribute "Deutsch" und "National" abspricht. Aber mal abwarten - wahrscheinlich hat er das wieder nicht gesagt war das vertraulich ist er mit der Maus abgerutscht hat er es ja nicht so gemeint rudert er wieder zurück.

Oder verwechselst Du jetzt Wahlkampf mit Politikstil? Dazu kann ich Dir mal wieder Münte empfehlen (Es ist unfair, an Wahlversprechen gemessen zu werden). Und überhaupt immer wieder schön zu sehen, wie sich alle zum Wahlkampf aufblasen, Koalitionen völlig ausschließen, Versprechen und Versprechungen machen und nachher alles vergeben und vergessen ist.
Wahlkampf ist AUCH Politik - aber momentan ist kein Wahlkampf. Das ganze Auftreten der AfD war von Anfang an suspekt: Erst Luckes Borniertheit, jetzt das ständige unterschwellig-Nationalistische (abgesehen von Höcke - der ist für subtile Rhetorik wohl nicht geeignet)

Ich schlage daher mal vor, es bei der AfD genauso zu halten. Auch die AfD wird ihre Suppe nicht so heiß auslöffeln, wie sie sie gekocht hatte. Genauso wie auch der Trump nicht gleich alle Muslime aus dem Land schmeißt, und "make USA great again" wird er auch nicht (allein) hin bekommen (was auch immer er unter "great" versteht). Der Iran hat auch nocht nicht Israel von der Landkarte gefegt, Israel hat sich noch immer nicht den nuklearen Präventivschlag getraut, Nordkorea.... Also will sagen, viel heiße Luft in der Politik hüben wir drüben.
Wir reden nicht (nur) von Wahlkampf- oder Talkshow-Dampfplaudereien, sondern auch von einem GRUNDSATZPROGRAMM. Die Partei selber gibt die Abschaffung des Sozialstaates und Stärkung der Oberschicht als strategisches Ziel an!
 
Also man kann sie auch an der Oppositionsarbeit bewerten. Aber auch da fast nichts ausser rassistisch-chauvinistisches dummes Zeug. Aber danach sehnt(e) sich der AfxxgiNPDa1%-Symphatisant!

Wobei ich mich noch immer frage wo Gauland, aber auch Photon, das Argument von "deutsch" und "national" bei der Mannschaft ansetzen wollen. Also gilt nun doch nicht jeder Deutscher als Deutscher in den Augen der AfD? Ich dürfte wohl wie schon gesagt wohl auch nicht dazu gehören. Ich hoffe Gauland, aber auch Photon, können relativ leicht nachweisen was früher im Arierbuch stand, oder?

Zumindest kann ich so langsam nachvollziehen warum Photon weiterhin quasi keine Radikalisierung der AfD erblicken kann.
 
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Man braucht weder Amt noch Mandat, um Politik zu machen. Gauland zeigt es aktuell wieder, indem er der DfB-Elf auch noch die Atribute "Deutsch" und "National" abspricht. Aber mal abwarten - wahrscheinlich hat er das wieder nicht gesagt war das vertraulich ist er mit der Maus abgerutscht hat er es ja nicht so gemeint rudert er wieder zurück.

*Gähn* Fängst du nun so billig an wie Reddogg und co? Der Fall, den du wieder hervor kramst und versuchst hochzuspielen (denn wirklich schlimmes war da nicht bei) kannst du vielleicht bei einem Hetzerstammtisch mit Rddogg und Kelle anbringen, hier wirkt es doch eher lächerlich (außer auf die beiden)...

Zu deinem neuen Skandal. Gauland formuliert es weit weniger drastisch wie du es vermitteln willst
Spiegel schrieb:
Für Gauland ist der Profifußball "keine Frage der nationalen Identität mehr", sondern "letztlich eine Geldfrage": "Eine deutsche oder eine englische Fußballnationalmannschaft sind schon lange nicht mehr deutsch oder englisch im klassischen Sinne"

Dazu mal eine andere Sichtweise, die von vielen geteilt wurde
GQ schrieb:
https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/sport/handball-wm-soeldner-team-aus-katar-fremdenlegion

Von Söldnern ist hier die Rede. Aber ganz grundsätzlich gibt es ähnliches auch bei uns. Mesut Özil musste/wollte/konnte sich ja zwischen der deutschen Nationalelf und der Türkischen entscheiden. Genommen hat er nicht das Land für das sein Herz schlägt, sondern welches seiner Karriere am Besten tut. Zudem dritte Generation, dennoch in seiner Familie von Integration keine Spur.

Bei der DFB-Elf ist es sicherlich nicht so schlimm, die meisten Spieler mit Migrationshintergrund haben ein deutsches Elternteil. Zum Beispiel auch Boateng (soweit ich mich erinnere). Aber an Özil sieht man, wenn es möglich ist, dann spielt die Karrierechance die größere Rolle als die eigentliche Nationalität. Durch die Regeln im Fußball ist es nur nicht so drastisch wie beim Handball. Gut findet es die Presse wohl aber auch nicht, wenn es übertrieben wird. Nur wenn Gauland es sagt, selbst wenn so harmlos, dann versuchen es Menschen auszuschlachten um weiter Missstimmung in Deutschland zu stiften. Mit dem Ziel den politischen Gegner mundtot zu machen oder diesem zuzuschieben, dass seine oftmals harmlosen aussagen durch die Gegner radikalisiert wurden und zu hetze führen.
 
Katar als Beispiel zu nehmen ist schon arg. Denn hier wurde Konditionen erschaffen, die nur dem Geld unterlagen.
Dort hat keiner nen Elternteil, Grosselternteil oder ähnlich was sie auch nur annähernd in Verbindung mit Katar brachten.
Das ist ja beim Grossteil der Einbürgerungen sonst gar nicht der Fall. Aber wenn Gauland versucht sich hier Deutsche per Arierausweis rauszusuchen dann wird es halt in der Argumentation etwas enge. Naja ausser für Dich, wannabe, aber das kennen wir ja.

Zudem dritte Generation, dennoch in seiner Familie von Integration keine Spur.
Wieso was ist mit seiner Familie? Und gleich die Frage, was ist mit Boatengs Familie? Und über die Familie, zu den Religionen bis hinzu Nationen und Rassen, oder? *gähn*
 
Ich werde wohl meinen Austritt erklären und gar nichts mehr politisch machen. Ich habe wenig Hoffnung, dass die Zeit noch ausreicht um irgendetwas verändern zu können. Am besten man wartet den nächsten Crash ab, dann sterben ein paar Millionen Menschen durch Bürgerkriege und fängt wieder alles von vorne an.

Die Probleme sind so gravierend, dass es kaum noch etwas gibt was man dem entgegensetzen könnte.

Die Antifa bekämpft die falschen und die Medien hetzen uns gegeneinander auf, verdrehen die Wahrheit und manipulieren mit ihrer Propaganda die Menschen. Die Medien gehören ja auch den Eliten, sodass das genau im Interesse dessen ist, um sich selbst aus der Schusslinie zu ziehen.

Die AfD denkt im Kern (Vorstand) dass man an diesem kranken Ausbeutersystem noch irgendetwas reformieren könnte. Na dann viel Spaß. Ich klink mich hier auch aus der Diskussion nun aus.
 
Mesut Özil musste/wollte/konnte sich ja zwischen der deutschen Nationalelf und der Türkischen entscheiden. Genommen hat er nicht das Land für das sein Herz schlägt, sondern welches seiner Karriere am Besten tut. Zudem dritte Generation, dennoch in seiner Familie von Integration keine Spur.

Bei der DFB-Elf ist es sicherlich nicht so schlimm, die meisten Spieler mit Migrationshintergrund haben ein deutsches Elternteil. Zum Beispiel auch Boateng (soweit ich mich erinnere). Aber an Özil sieht man, wenn es möglich ist, dann spielt die Karrierechance die größere Rolle als die eigentliche Nationalität.
Wie gut für euch rechten Hetzer, dass ein Arier nicht in diese Situation kommen kann. Der Vorwurf richtet sich also nur gegen Migranten. Die machen das nur des Geldes wegen...

Neues Ziel der AfD: Homosexuelle. In Sachsen-Anhalt meint man zwar nicht, dass die ins Gefängnis gehören ( ein Missverständnis!), aber es sollte eine Tabu sein. Denn Homosexualität steht für den Sittenverfall und öffentlich ausgelebte Sexualität leht der AfDler scharf ab.

@Photon Und das meine ich mit Politikstil. Unsägliche, provokante, teils rassistische Äußerungen - ob in der APO oder in den Parlamenten, damit "glänzt" die AfD. Ok, vielleicht verwechsel ich das auch mit Wahlkampfgetöse. Ist ja bei all den Wahlen auch schwierig zu unterscheiden. Aber auch als Wahlkampfgetöse ist das ein mieser Stil.
Aber wenn das Wahlkampfgetöse ist, muss man dann nicht davon ausgehen, dass nach der Wahl all die Versprechen und Koalitionsaussagen vergessen und vergeben sind?
 
Wie gut für euch rechten Hetzer, dass ein Arier nicht in diese Situation kommen kann. Der Vorwurf richtet sich also nur gegen Migranten. Die machen das nur des Geldes wegen...

Was soll das nun aussagen? Das du ein beleidigtes Kind bist? Es soll aussagen, dass Geld die treibende Kraft ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Neues Ziel der AfD: Homosexuelle. In Sachsen-Anhalt meint man zwar nicht, dass die ins Gefängnis gehören ( ein Missverständnis!), aber es sollte eine Tabu sein. Denn Homosexualität steht für den Sittenverfall und öffentlich ausgelebte Sexualität leht der AfDler scharf ab.

Genau, die gesamte AfD ist homophob.

https://www.swp.de/ulm/nachrichten/...rede-kann-ich-nichts-anfangen;art4306,3806778

Das Leben kann so einfach sein, wenn man auf einem hohen Ross sitzt und pauschalisieren darf, weil es gesellschaftlich akzeptiert wird. Wen interessieren da schon Wahrheiten und differenzierte Betrachtungen.

[...] Unsägliche, provokante, [...] Äußerungen [...]

Ja damit kennt ihr euch aus, wie ihr es immer wieder hier bei Klamm beweist. Aussagen werden aus dem Kontext gerissen, sie werden überinterpretiert, es werden allgemeine Behauptungen aufgestellt, die nur mit Einzelfällen bewiesen werden, usw. Billigstes Stammtischniveau was hier von euch betrieben wird.

Bei der AfD gibt es Spinner (Gibt es überall), bei der AfD gibt es Positionen die nicht jedem AfD-Wähler passen (gibt es bei jeder Partei), usw. Wir brauchen nicht die AfD, die Deutschland zerreißt. So lange es genug Menschen wie euch innerhalb der Bevölkerung gibt, so lange wird sich Deutschland auch ohne eine AfD spalten und zerreißen.