Ärztliche Untersuchung - Ausbildung zum Bankkaufmann

@ caprice:

Wenn aufgrund Deines Gesundheitszustandes davon auszugehen ist, daß du mehrere Wochen im Jahr krank sein wirst/könntest, dann ist das eine ärgerliche Sache für Unternehmen, die gute Mitarbeiter für den eigenen Betrieb ausbilden wollen.

Kleines Beispiel:
Arbeitslose gibt es wie Sand am Meer, ich hab in meinem Job auch gelegentlich damit zu kämpfen brauchbare Leute zu finden. Die müssen im Vorfeld ausgewählt, dann mühevoll angelernt und eingearbeitet werden. Häufig schmeißen diese unwilligen dann nach 3-6 Wochen das Handtuch und man kann erneut auf die Suche gehen und alles geht nochmal von vorn los.
Sowas ist äußerst ärgerlich, kostet viel Zeit und Geld. Wäre genauso wenn da jemand ständig krank ist.
Wenn man sowas schon im Voraus ausschließen kann hat das enorme Vorteile.
 
Bedeutet aber im Umkehrschluß das die, die nicht 100% gesund sind bei gleicher Qualifikation keinen Job kriegen und das ist und bleibt diskriminierend.
 
Aus Sicht des Arbeitnehmers schon, ja.
Aber der BUND macht es ja genauso, mit dem Unterschied, daß da alle möglichen Krankheiten vorgetäuscht werden; um den "Job" nicht zu bekommen :biggrin:
 
Bedeutet aber im Umkehrschluß das die, die nicht 100% gesund sind bei gleicher Qualifikation keinen Job kriegen und das ist und bleibt diskriminierend.

Und wenn nen Idiot nicht eingestellt wird ist das auch diskriminierend, oder? :roll:

Gott geht mir diese EInstellung auf den Sack! Jemand der ständig krank ist ist für einen Arbeitgeber nicht so viel wert, wie jemand, der nie krank wird. WAS IST DARAN DISKRIMINIEREND?

Ein Ausländer, der nur gebrochen Deutsch spricht ist nicht so viel wert für einen Arbeitgeber, wie ein Deutscher, der fließend spricht. WAS IST DARAN DISKRIMINIEREND?

Ein 18 jähriger ist für den Arbeitgeber mehr wert als ein 80 jähriger. WAS IST DARAN DISKRIMINIEREND?


Die Gesundheit ist ein Teil der Qualifikation!
 
Deine Beispiele haben rein garnichts mit meinem Argument zu tun.

Wenn jemand zu dumm oder gebrechlich für einen bestimmten Job ist fehlt ihm die Qualifikation. Aber wenn sich bei einer solchen Untersuchung z.B. bei jemandem herausstellt das er vermutlich in 20 oder mehr Jahren mit größerer Wahrscheinlichkeit eine total verfettete Leber hat weil er sich lieber ungesund ernährt hat das noch lange nicht zu bedeuten das dieser Fall auch eintritt. Und was die Motivation angeht sich auch krank auf Arbeit zu schleppen oder generell mit anzupacken erst recht nicht.

Und jetzt erklär mir mal warum ich für einen simplem Bürojob aussortiert werden sollte nur weil ich einen höheren Blutdruck habe als ein anderer Kandidat, der aber um 17:00 alles stehen und liegen lässt, während ich erst gehe wenn mein Tagespensum geschafft ist.

Mit deiner Einstellung dürften Frauen überhaupt niemals einen Job kriegen, oder wenn nur ab 50+, denn sie könnten ja irgendwann mal schwanger werden!
 
Wenn jemand zu dumm oder gebrechlich für einen bestimmten Job ist fehlt ihm die Qualifikation.

Das wird sich ja gleich zeigen :ugly:

Aber wenn sich bei einer solchen Untersuchung z.B. bei jemandem herausstellt das er vermutlich in 20 oder mehr Jahren mit größerer Wahrscheinlichkeit eine total verfettete Leber hat weil er sich lieber ungesund ernährt hat das noch lange nicht zu bedeuten das dieser Fall auch eintritt.

Wenn jemand durchgehend eine 5 in Deutsch hat, bedeutet das noch lange nicht, dass er sich nicht gut ausdrücken kann, die Wahrscheinlichkeit dafür ist nur sehr groß. Ist es jetzt also diskriminierend ihn nicht zum Vorstellungsgespräch einzuladen?

Und was die Motivation angeht sich auch krank auf Arbeit zu schleppen oder generell mit anzupacken erst recht nicht.

Die Motivation wird anders versucht zu ermitteln und fließt in eine Entscheidung natürlich auch mit ein.

Und jetzt erklär mir mal warum ich für einen simplem Bürojob aussortiert werden sollte nur weil ich einen höheren Blutdruck habe als ein anderer Kandidat, der aber um 17:00 alles stehen und liegen lässt, während ich erst gehe wenn mein Tagespensum geschafft ist.
Du gehst das ganze falsch an ;) Fragen müsstest du dich eher: Wen würdest du einstellen? Jemand mit Bluthochdruck oder jemanden mit genau den gleichen Qualifikationen nur ohne den hohen Blutdruck?

Mit deiner Einstellung dürften Frauen überhaupt niemals einen Job kriegen, oder wenn nur ab 50+, denn sie könnten ja irgendwann mal schwanger werden!

Eine Frau, die gerade einen Freund hat und mir gegenüber sagt, dass sie eine Familie plant würde ich auch nicht einstellen. Die Wahrscheinlichkeit wäre zu hoch, dass sie bald schwanger ist.

So wie du die Aussage stellst ist es aber das gleiche wie: "Mit deiner Einstellung dürftest du niemanden einstellen, denn jeder kann irgendwann schwer krank werden" - Das hab ich aber nie gesagt ;)

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Du verdrehst alles gänzlich.
Diskriminierend ist es, wenn man jemanden einem anderen mit gleichen Qualifikationen vorzieht, weil dieser andere eine Einschränkung hat, die für den Beruf irrelevant ist. Die Gesundheit ist aber alles andere als irrelevant!