Geschichte Umfrage: Jeder Vierte sieht «gute Seiten» in Nazi-Zeit

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 17.10.2007 um 18:18:30 Uhr veröffentlicht:
Umfrage: Jeder Vierte sieht «gute Seiten» in Nazi-Zeit
DPA-News

Berlin (dpa) - Jeder vierte Bundesbürger ist der Meinung, dass der Nationalsozialismus auch gute Seiten hatte. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Forsa-Instituts für das Magazin «stern» vertraten 25 Prozent der Befragten die Ansicht, dass unter den Nazis nicht alles schlecht gewesen sei. 70 Prozent der Bundesbürger waren der Meinung, dass die NS-Diktatur keinerlei gute Seiten hatte. 5 Prozent antworteten mit «weiß nicht». Als positive Beispiele wurden etwa der Bau der Autobahnen oder die Förderung der Familie genannt. Auf beides hatte zuletzt auch die umstrittene Ex- Fernsehmoderatorin Eva Herman angespielt. Allerdings weisen Historiker darauf hin, dass das Autobahnnetz schon in den 20er Jahren geplant wurde und der Bau - anders als von den Nazis behauptet - kaum zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit beitrug. Zudem wurde er mit Versicherungsgeldern der Arbeitnehmer bezahlt. Die NS-Familienpolitik wiederum stand nach Ansicht von Forschern allein im Dienst einer rassistischen Bevölkerungspolitik zur Mehrung der «arischen Rasse». Geburten wurden zwar finanziell gefördert, Ehen mit «Nicht-Ariern» aber verboten und als minderwertig eingestufte Frauen zwangssterilisiert. Der Erfolg der Fördermaßnahmen wird als gering eingestuft. Nach der Umfrage nimmt mit steigendem Alter die Annahme vermeintlich positiver Seiten des Nationalsozialismus zu: Bei den über 60-Jährigen lag sie bei 37 Prozent. Bei den 45- bis 59-Jährigen gab es mit 15 Prozent die geringste Zustimmung. Unter den Jüngeren vertrat rund jeder Fünfte die Auffassung, die H****r-Diktatur habe auch positive Aspekte gehabt. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, reagierte «traurig und wütend». «Wir sollten das als Warnzeichen sehen, aber nicht in Alarmismus verfallen», sagte er der im Internet erscheinenden «Netzeitung». «Wir müssen über die Nazi- Zeit mehr aufklären und mehr informieren und den politischen Faschisten entschlossener entgegentreten. »
 
Wie schön, dass der ZdJ dazu auch mal wieder eine Meinung hat. Ok, ist ja auch sein Job zu nörgeln, insofern ist es völlig in Ordnung...

Davon mal ganz abgesehen ist es schon bemerkenswert, wie die NS-Zeit heutzutage bewertet wird. Natürlich ist es aus der Perspektive des unbeteiligten Betrachters immer einfach, die NS-Zeit insgesamt als Scheißdreck zu beurteilen, weil man ja auch das Gesamtbild und -ausmaß kennt. Die älteren werden sich an ganz andere Sachen erinnern, als an einen Geschichtsunterricht.

Das war wohl auch parallel dazu der Fehler von Eva Herman, schließlich sinf Familien heutzutage nicht mehr "in" und insgesamt wird die Gesellschaft immer kinderfeindlicher (eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, wer zukünftig die Rente einzahlen soll). Das war unter H****r natürlich ganz anders, da gab es ja auch noch das Mutterschaftskreuz. Sicher nur zu dem Zweck, neue Soldaten heranzuzüchten, aber die Mütter und Familien haben darunter nicht gelitten. Und auch die Autobahnen dienten nur dem schnellen Trasport von Kriegsmaterial, aber der zivilien Nutzung hat es auch nicht geschadet. Die Jugend wurde beschäftigt und die innere Sicherheit war vorbildlich. Sicher nur zu dem Zweck, zukünftig ein "strahlendes Germania" zu schaffen, aber der Jugend hat es nicht geschadet. Nicht zu vergessen die gesetzlichen Krankenkassen, die sich ja bis heute gehalten haben.

Nun stellt man sich doch eine Frage: Ist es denn überhaupt nicht möglich, diese positiven Aspekte (wenigstens in großen Teilen) in das heutige Deutschland zu übertragen, ohne gleichzeitig einen Krieg zu planen und einen Genozid zu veranstalten?

Ist mir schon mehrfach durch den Kopf gegangen. Nicht zuletzt, wenn man sieht, was auf den Straßen der Großstädte passiert: Täglich mehrfach Überfälle, Raub, Körperverletzung, Mord. Aufklärungsrate in Deutschland zwar recht hoch, aber die Schuldigen kommen nur noch selten überhaupt in den Genuss von Gefängnisstrafen. Junge Mädchen haben oft mit 14 schon ihre erste Abtreibung hinter sich und wer mit 13 kein Klappmesser am "Mann" hat, ist ohnehin ein Weichei. Wer heute noch Kinder bekommt, kann eine Karriere fast völlig vergessen oder muss viel mehr Kraft darin investieren, als eine kinderlose Frau/Mann (zuzüglich der Kraft, die die Erziehung kostet).

Angesichts dieser Tatsachen tun sich natürlich gerade die älteren Menschen sehr schwer, nicht etwas wehmütig an die NS-Zeit zu denken, sofern sie natürlich nicht unter dem Regime leiden mussten. Das gleiche passiert ja auch mit ehemaligen DDR-Bürgern, die sich zwar freuen, nun einen DVD-Player für 39 Euro kaufen zu können, aber dank Arbeits- und Zukunftslosigkeit inzwischen lieber arbeiten als Film gucken würden.

Könnte es also einen Weg geben, die Vorteile einer Diktatur in das aktuelle Deutschland zu übertragen ohne dabei die Freiheit und unsere Ansätze von Demokratie aufgeben zu müssen, damit wirklich niemand mehr in irgendeiner Form wehmütig zurückblicken muss?

Gruß,
Photon
 
Wie schön, dass der ZdJ dazu auch mal wieder eine Meinung hat. Ok, ist ja auch sein Job zu nörgeln, insofern ist es völlig in Ordnung...
Vielleicht liegt es einfach daran, dass die Netzzeitung dort angerufen hat und um Stellungnahme gebeten hat? Schon mal drüber nachgedacht? Wenn Dich jemand nach Deiner Meinung fragen würde, würdest Du die wohl auch sagen, oder? Gerade, wenn es um ein zu Deinem Aufgabengebiet gehörendes Thema gehört.

Davon mal ganz abgesehen ist es schon bemerkenswert, wie die NS-Zeit heutzutage bewertet wird.
Finde ich nicht wirklich. Für jede der Altersstufen, die dort genannt werden, gibt es eine Erklärung. Die, die es miterlebt haben, erinnern sich an etwas persönlich positives, man verdrängt halt das Negative mit der Zeit. So, wie heute viele, die beim Bund waren, das nachträglich ganz in Ordnung fanden, damals, als sie im Dreck robbten, aber gar nicht so toll. Die 68er Generation hat die direkte Aufklärungszeit, als alles verteufelt wurde und das jedem aktiv eingetrichtert wurde, mitbekommen. Die ganz jungen heute interessieren sich zu wenig dafür, als das dort wirklich objektive Meinungsbilder bei entstehen würden.

Das war wohl auch parallel dazu der Fehler von Eva Herman, schließlich sinf Familien heutzutage nicht mehr "in" und insgesamt wird die Gesellschaft immer kinderfeindlicher
"Familien" waren auch damals nur "in", wenn Papa und Mama die richtigen Voraussetzungen mitbrachten. Wenn nicht, wurde die "Familie" verboten, wenn nicht vernichtet. Und Eva Herman hat genau das auch gesagt. Sie hat mitnichten die Familienpolitik im 3. Reich gutgeheissen.

Das war unter H****r natürlich ganz anders, da gab es ja auch noch das Mutterschaftskreuz. Sicher nur zu dem Zweck, neue Soldaten heranzuzüchten, aber die Mütter und Familien haben darunter nicht gelitten.
Nicht? Schon mal jemanden gefragt, dessen Frau nicht-arisch war? Sie musste nicht mal jüdisch sein. Schon mal jemanden gefragt, der ein behindertes Kind bekommen hat oder selber eine Behinderung hatte?

Familienpolitik, die nur wenige Familien zur Elite erhebt und fördert, und alle anderen verbietet und tötet, ist wahrlich nicht beispielgebend.

Sicher nur zu dem Zweck, zukünftig ein "strahlendes Germania" zu schaffen, aber der Jugend hat es nicht geschadet.
naja, wenn ich meinen Vater so frage, hätte er sich lieber gewünscht, dass sein Vater dagewesen wäre (und nicht im Krieg und später in russischer Gefangenschaft), als er mit seiner Mutter in einer Ruine gelebt hat und Kartoffeln beim Bauer erbetteln musste... Aber geschadet hat ihm das nicht, es härtet ja ab, gell? Seine heutigen Erkrankungen haben auch nichts mit dem Mangel damals zu tun, das kommt alles von dem Überfluss, der nach 1945 kam...

Nun stellt man sich doch eine Frage: Ist es denn überhaupt nicht möglich, diese positiven Aspekte
Welche positiven Aspekte meintest Du noch gerade? Väter von ihren Familien zu trennen? Kinder möglichst früh aus den Familien zu reissen und ihre Erziehung staatlich gelenkt durchzuführen? Mütter zwangsweise zu sterilisieren, wenn sie nicht einem Ideal entsprechen?

Angesichts dieser Tatsachen tun sich natürlich gerade die älteren Menschen sehr schwer, nicht etwas wehmütig an die NS-Zeit zu denken, sofern sie natürlich nicht unter dem Regime leiden mussten.
Ach so, wir betrachten nur die Günstlinge der Diktatur. Das Millionen darunter zu leiden hatten, spielt keine Rolle. Natürlich, das 3. Reich war für die, die davon profitiert haben, ganz toll. Sollte man wirklich mal überlegen. Wir lassen 100 Millionen leiden, damit es ein paar Millionen gut haben... Das das gut ist, beweisen wir dadurch, das wir nachher eine Umfrage unter denen durchführen, die es gut hatten.

Könnte es also einen Weg geben, die Vorteile einer Diktatur in das aktuelle Deutschland zu übertragen ohne dabei die Freiheit und unsere Ansätze von Demokratie aufgeben zu müssen, damit wirklich niemand mehr in irgendeiner Form wehmütig zurückblicken muss.
Nein, den könnte es nicht geben.

Marty
 
Danke Marty...
Ich habe dem nichts hinzu zu fügen. Außer vielleicht: Photon, so einen Quark hätte ich dir nicht zugetraut. Enttäuscht,

tax
 
[...] Schon mal jemanden gefragt, dessen Frau nicht-arisch war?
[...]
Familienpolitik, die nur wenige Familien zur Elite erhebt und fördert, und alle anderen verbietet und tötet, ist wahrlich nicht beispielgebend.
[...]
naja, wenn ich meinen Vater so frage, hätte er sich lieber gewünscht, dass sein Vater dagewesen wäre [...], als er mit seiner Mutter in einer Ruine gelebt hat und Kartoffeln beim Bauer erbetteln musste...
[...]
Welche positiven Aspekte meintest Du noch gerade? Väter von ihren Familien zu trennen? Kinder möglichst früh aus den Familien zu reissen und ihre Erziehung staatlich gelenkt durchzuführen? Mütter zwangsweise zu sterilisieren, wenn sie nicht einem Ideal entsprechen?
Ja, das ist natürlich exakt die vorbildliche Lehrmeinung, wie sie im Buche steht. Und eigentlich auch die Aspekte, die jeder kennt und ob dieser man keine (Militär-) Diktatatur wieder haben will. Aber ich danke Dir trotzdem für die Aufklärung ;)

Fakt ist, dass nicht weniger Familien unter H****r begünstigt wurden, sondern wenige zu leiden hatten. Das ist ja auch die Basis der Diktatur, eine Minderheit zu unterdrücken. Aber das meinte ich natürlich nicht mit Vorzügen, sondern die damaligen Errungenschaften, wie beispielsweise die Begünstigung von kinderreichen Familien. Heute hingegen gilt so ziemlich jede kinderreiche Familie weitestgehend als asozial. Selbst die DDR hat es besser verstanden, kinderreiche Familien zu fördern (ebenfalls eine Diktatur), weil man eben wusste, worauf es zukünftig ankommt.

Ach so, wir betrachten nur die Günstlinge der Diktatur. Das Millionen darunter zu leiden hatten, spielt keine Rolle.[...]
Weißt Du, was ich regelmäßig zum kotzen finde? Dass man bei diesem Thema nach jedem Satz überbetonen muss, dass insgesamt betrachtet alles Scheiße war. MartyMcFly, wer dass im Jahr 2007 nicht selbst weiß, hat was verpasst und wahrscheinlich auch einen an der Klarinette. Ich habe auch keinen Nerv, hier wieder anzufangen, das Für und Wider der Hitlerdiktaur zu besprechen. Ich denke, wir alle können uns einig sein, dass wir das niemals wieder haben wollen!

Fakt ist, dass die allermeisten Menschen von 33 bis 39 nicht unter H****r gelitten haben, sondern regelrecht aufgeblüht sind. Als es zum Krieg kam, wollten viele Kinder sogar freiwillig in den Krieg (die Schulbildung und die Propagandamaschine in Hitlerdeutschland hat eben einiges "geleistet"). Aber wenn man sich zurückerinnert, dann denkt man auch an die Zeit vor dem Krieg. Ähnlich wie DDR-Bürger, die eben nachts weitestgehend ruhig durch die Stadt gehen oder fahren konnten. Und wenn es zu Straftaten kam, wurde der Täter eben auch meist innerhalb von 24 Stunden gestellt und innerhalb kürzester Zeit abgeurteilt.

Und nur darum ging es mir. Ich dachte eigentlich, dass das auch klar geworden ist, offensichtlich wollte man mich missverstehen. Ist allerdings angesichts der Brisanz des Themas auch kein großes Wunder. Die Frage war also (war vielleicht eine zu schwere Textaufgabe, ich gebe es ja zu ;) ), ob man Sicherheit auf den Straßen gewährleisten, kinderreiche Familien fördern, gesetzliche Krankenkassen bestehen lassen und sogar Sozialleistungen ausweiten kann, ohne dafür eine Diktatur etablieren zu müssen, die im schlimmsten Fall sogar einen Krieg beginnt.

Nein, den könnte es nicht geben.
Na siehste, geht doch. Das ist doch mal eine kurze präzise Antwort, die Deine Meinung kundtut ;)

tax64 schrieb:
[...] Photon, so einen Quark hätte ich dir nicht zugetraut. Enttäuscht
Naja, ist auch eine Meinung :)

Gruß,
Photon
 
Ja, das ist natürlich exakt die vorbildliche Lehrmeinung, wie sie im Buche steht. Und eigentlich auch die Aspekte, die jeder kennt und ob dieser man keine (Militär-) Diktatatur wieder haben will. Aber ich danke Dir trotzdem für die Aufklärung ;)
Keine Ursache, verinnerlicht hast Du meine Worte allerdings nicht.

Fakt ist, dass nicht weniger Familien unter H****r begünstigt wurden, sondern wenige zu leiden hatten.
Deine Definition von "wenig" teile ich leider nicht, sorry dafür.

Aber das meinte ich natürlich nicht mit Vorzügen, sondern die damaligen Errungenschaften, wie beispielsweise die Begünstigung von kinderreichen Familien.
Könntest Du mal kurz ausführen, wie Sinti-Familien mit vielen Kindern bevorzugt wurden? Oder andere osteuopäische Grossfamilien? Durften sie sich vielleicht eine Gaskammer mit Sofa aussuchen, während andere nur den nackten Raum geboten bekamen?

Und dann denk mal weiter darüber nach und frag Dich mal, wie diese "Begünstigung" der arischen, deutschen Grossfamilien finanziert wurde... Möchtest Du das heute auch so handhaben?

Heute hingegen gilt so ziemlich jede kinderreiche Familie weitestgehend als asozial.
Das ist falsch. Als asozial gilt derjenige, der sich so benimmt. Leider ist es so, dass viele dieser Grossfamilien in sozial kritischen Umgebungen überhaupt erst entstehen. Nicht alle Grossfamilien sind asozial, leider werden aber viele Grossfamilien von Asozialen gegründet.

Um ein Beispiel zu nennen, das wohl alle kennen, weil Beispiele aus meiner Nachbarschaft wohl nichts nutzen: Die Familien von der Leyen würde wohl kaum jemand als asozial bezeichnen.

Weißt Du, was ich regelmäßig zum kotzen finde? Dass man bei diesem Thema nach jedem Satz überbetonen muss, dass insgesamt betrachtet alles Scheiße war.
Es war auch alles Scheiße. Man muss es nicht nach jedem Satz betonen. Man darf nur nicht glauben, dass man etwas Gutes aussortieren kann ohne das Negative zu nennen.

Ich schreibe auch nicht, dass ich ganz toll fand, dass die Nazis Zyklon B als Vernichtungsgas erstmals flächendeckend getestet haben und vergesse dabei mal eben, wie das geschehen ist.

Ich habe auch keinen Nerv, hier wieder anzufangen, das Für und Wider der Hitlerdiktaur zu besprechen. Ich denke, wir alle können uns einig sein, dass wir das niemals wieder haben wollen!
Genau, wir können uns gerne darüber unterhalten, wie wir Familien und Mütter in Deutschland mehr unterstützen können. Aber wir dürfen als Beispiel, wie es besonders gut gemacht wurde, nicht auf ein 3. Reich zurückgreifen.

Fakt ist, dass die allermeisten Menschen von 33 bis 39 nicht unter H****r gelitten haben, sondern regelrecht aufgeblüht sind.
Jo, und Du beziehst Dich dabei mal eben nur auf arische Deutsche. Alle anderen werden schlichtweg ignoriert bei dieser Aussage. Sinti, Roma, Juden, Slawen, Muslime, Behinderte.... die Liste geht ewig weiter... sind bestimmt auch regelrecht aufgeblüht.

Die Frage war also (war vielleicht eine zu schwere Textaufgabe, ich gebe es ja zu ;) ), ob man Sicherheit auf den Straßen gewährleisten, kinderreiche Familien fördern, gesetzliche Krankenkassen bestehen lassen und sogar Sozialleistungen ausweiten kann, ohne dafür eine Diktatur etablieren zu müssen, die im schlimmsten Fall sogar einen Krieg beginnt.
Ja, kannst Du. Deinen Beispielen folgend ohne Diktatur. Weil sich doch alle wohlfühlen. Stasi, Gestapo mal eben wieder neugründen (es blühen ja alle auf). Dann sind Verbrecher auch wieder schnell gefasst. Denunziatentum wieder einführen, es hilft ja allen. Der Bundestrojaner würde die Stasi und Gestapo auch erfreuen.

Finanziert wird das Ganze, indem wir eine Minderheit ausplündern und wir ihnen alles wegnehmen. Wie wäre es mit den Türken? Da kommt bestimmt genug zusammen. Und da das ja nur eine Minderheit ist, kommt nachher bei der Wahl auch ein Superergebnis raus, was die Zufriedenheit der Bevölkerung angeht...

Marty
 
Danke für Deine Meinung MartyMcFly, hat aber offensichtlich nicht viel Sinn, an diesem Punkt und diesem Thema mit Dir weiterzudiskutieren. Schade!

Gruß,
Photon
 
In den Newskommentaren hatte jemand zu dieser Nachricht treffend geschrieben, dass die berühmt-berüchtigte Frage "war wirklich alles schlecht?" extra dumm gehalten ist, damit es eine spektakuläre Antwort gibt. Ich denke, Deutschland ist im Großen und Ganzen gut aufgeklärt. Leute wie Photon beweisen aber auch regelmäßig, dass es einen guten Grund gibt, allergisch auf diese "nicht alles war schlecht"-Ausflüge zu reagieren. Nicht selten steckt unverfrorener und undifferenzierter Revisionismus dahinter. Zu den einzelnen Punkten hat Marty alles gesagt.
 
In den Newskommentaren hatte jemand zu dieser Nachricht treffend geschrieben, dass die berühmt-berüchtigte Frage "war wirklich alles schlecht?" extra dumm gehalten ist, damit es eine spektakuläre Antwort gibt. Ich denke, Deutschland ist im Großen und Ganzen gut aufgeklärt. Leute wie Photon beweisen aber auch, dass es einen guten Grund gibt, allergisch auf diese "nicht alles war schlecht"-Ausflüge zu reagieren. Nicht selten steckt unverfrorener und undifferenzierter Revisionismus dahinter. Zu den einzelnen Punkten hat Marty alles gesagt.
Auch für Dich, bennsenson, wie auch schon für MartyMcFly geschrieben: Wenn ihr euch zu sehr an der Begrifflichkeit und der differenzierten Betrachtungsweise des Dritten Reiches stört, dann nehmt doch einfach als Beispiel die DDR. Auch hier haben wir das Beispiel einer Diktatur, die sich sehr um Geburtenrate und Besserstellung kinderreiche Familien sorgte, weitestgehend Sicherheit garantierte und auch sonst das Leben (gerade für Familien und Kinder) relativ gut absichern konnte. Man könnte auch das Beispiel Irak nehmen, wo der Diktator zumindest Milch(-pulver) und Grundnahrungsmittel für jeden bieten konnte, was nach der Befreiung durch die USA nicht gewährleistet werden konnte.

Warum viele immer sogleich klugscheißen müssen und alles in Relation zum Gesamtpaket bringen (das ebenfalls jedem bekannt ist!), ist mir schlicht ein Rätsel. Ist sowas ein angeborener Reflex, erstmal den Kopf in den Sand zu stecken, das Geschichtsbuch zu zitieren und die Hauptfrage zu ignorieren oder antrainiert?

Es geht nicht und ging niemals darum, Geschichtsrevisionismus zu betreiben, sondern um die Frage, warum Menschen überhaupt der Meinung sind, dass "unter H****r auch nicht alles schlecht war". Folglich müssen diese Menschen irgendwas in der heutigen Zeit vermissen, was es damals gab. MartyMcFly ist offensichtlich der Meinung, dass diesen Menschen der Krieg und die Unterdrückung fehlt; Du meist vielleicht, dass diesen Menschen die Judenverfolgung fehlt. Ich hingegen denke, dass es andere Dinge sind. Die meiner Ansicht nach treffendsten Hauptpunkte habe ich genannt und gefragt, ob man sowas heute ebenfalls bieten könnte.

Als Antwort bekomme ich sinnfreies Geschwafel, wilde Vorwürfe und kluggeschissenen Geschichtsunterricht. Diese Antworten würden einen Thread passen, der heißt: "Wie könnten wir ein Viertes Reich etablieren", aber nicht hier her. Obwohl ich nicht wirklich andere Antworten erwartet hatte, bin ich schon reichlich enttäuscht, wie schnell und massiv Reflexhandlungen einsetzen. Ok, ich versuche es in 20 Jahren nochmal, vielleicht wird es dann was :)

Gruß,
Photon
 
Warum viele immer sogleich klugscheißen müssen und alles in Relation zum Gesamtpaket bringen (das ebenfalls jedem bekannt ist!), ist mir schlicht ein Rätsel.

Ich fürchte, Dir wird vieles auf ewig ein Rätsel bleiben, weil wir ja nicht zum ersten Mal diese Diskussion führen. Wer sagt, dass "die allermeisten Deutschen" zwischen 33 und 39 aufblühten, der argumentiert schlicht und ergreifend geistlos.

Dabei geht es weniger um die Tatsache, dass ab 33 für einen großen Teil der Menschen in Deutschland eine Zeit der Repression, Verfolgung und Angst begann. Selbst wenn es "der allergrößte Teil" gewesen wäre, dem es gut ging, so ist dieser Teil schon damals in einer Traumwelt mit Zeitschaltung zur Selbstzerstörung gefangen gewesen. Man kann gewisse Dinge nunmal nicht voneinander trennen. Wenn man vom Hochhaus gestürzt wird und 10 Sekunden lang einen erfrischenden Wind im Gesicht verspürt, sagt man auch später nicht "es war nicht alles schlecht am Sprung". Das würde höchstens ein Zyniker sagen. Solch eine Neigung finde ich bei Dir jedoch nicht, Du meinst es wirklich ernst, und das ist bedrückend.

Es geht nicht und ging niemals darum, Geschichtsrevisionismus zu betreiben, [...]

Ich habe schonmal versucht, Dich auf das Feld des zwanghaften, latenten und pathologischen Geschichtsrevisionierens aufmerksam zu machen, damit Du anfängst, Dich ein wenig selbst zu reflektieren. Statt dessen bist Du der ewig Missverstandene, der sich - auf der falschen Spur fahrend - über die ganzen Geisterfahrer beschwert.
 
dann nehmt doch einfach als Beispiel die DDR. Auch hier haben wir das Beispiel einer Diktatur, die sich sehr um Geburtenrate und Besserstellung kinderreiche Familien sorgte, weitestgehend Sicherheit garantierte und auch sonst das Leben (gerade für Familien und Kinder) relativ gut absichern konnte.
Mit einem wesentlichen Unterschied: Es wurden keine anderen Menschen dafür enteignet, ermodert oder vertrieben. Deshalb können wir darüber gerne diskutieren, welche Dinge wir daraus übernehmen könnten (Krippenplätze, Ganztagsversorgung etc.)

Das Thema dieses Threads sind aber die "guten Seiten am Nationalsozialismus"... und da geht das eine nicht ohne das andere.

Warum viele immer sogleich klugscheißen müssen und alles in Relation zum Gesamtpaket bringen (das ebenfalls jedem bekannt ist!), ist mir schlicht ein Rätsel.

Gut, dann stelle ich Dir mal ein paar Fragen:

1. Fändest Du es gut, wenn kinderreiche Familien durch den Staat gefördert würden, finanziell ausreichend versorgt würden, die Erziehung und Bildung der Kinder sichergestellt würde? Sicher, oder?

2. Fändest Du 1. immer noch gut, wenn dies nur dadurch erreicht würde, indem man alle Türken in Deutschland enteignet und vertreibt, um die finanziellen Mittel zu haben? Nicht mehr, oder?

3. Fändest Du es dann auch noch gut, wenn 1. nur zu erreichen wäre, indem man behinderte Kinder tötet und bestimmten Bevölkerungsgruppen das Kinderkriegen bei Androhung der Todesstrafe verbietet, damit es nur wenige "gute" Kinder geben würde, um die man sich bestens kümmern kann? Gar nicht, glaube ich.

Verstehst Du jetzt endlich, dass man nicht über die Familienpolitik der Nazis diskutieren kann, ohne auch alle damit verbundenen Aspekte zu betrachten?

sondern um die Frage, warum Menschen überhaupt der Meinung sind, dass "unter H****r auch nicht alles schlecht war". Folglich müssen diese Menschen irgendwas in der heutigen Zeit vermissen, was es damals gab.
Die Antwort habe ich Dir gegeben. Ein paar von damals leben noch, sehr viele, die profitiert haben, die anderen sind tot. Das die da positives finden, ist logisch. Junge Leute heute reagieren auf politische Themen eben auch manchmal, ohne Ahnung zu haben. Und schon hast Du Deine Prozentzahlen, die genannt wurden, zusammen.


MartyMcFly ist offensichtlich der Meinung, dass diesen Menschen der Krieg und die Unterdrückung fehlt;
Du hast mich gar nicht verstanden, oder?

Als Antwort bekomme ich sinnfreies Geschwafel, wilde Vorwürfe und kluggeschissenen Geschichtsunterricht.
Gleitest Du jetzt in persönliches Diffamieren ab, weil Du meine Fragen nicht beantworten konntest?

Ok, ich versuche es in 20 Jahren nochmal, vielleicht wird es dann was :)
Was soll es dann werden? Meinst Du, die Geschichte schreibt sich um?

Marty
 
[...]Gut, dann stelle ich Dir mal ein paar Fragen:

1. Fändest Du es gut, wenn kinderreiche Familien durch den Staat gefördert würden, finanziell ausreichend versorgt würden, die Erziehung und Bildung der Kinder sichergestellt würde? Sicher, oder?

2. Fändest Du 1. immer noch gut, wenn dies nur dadurch erreicht würde, indem man alle Türken in Deutschland enteignet und vertreibt, um die finanziellen Mittel zu haben? Nicht mehr, oder?

3. Fändest Du es dann auch noch gut, wenn 1. nur zu erreichen wäre, indem man behinderte Kinder tötet und bestimmten Bevölkerungsgruppen das Kinderkriegen bei Androhung der Todesstrafe verbietet, damit es nur wenige "gute" Kinder geben würde, um die man sich bestens kümmern kann? Gar nicht, glaube ich.
Damit hast Du völlig recht. Und wenn man (um beim Thema zu bleiben) jemanden fragt, was es Positives am Dritten Reich gab, meinst Du, dass jemand antworten würde: "Judenverfolgung, Vergasungen, Enteignung, Weltkrieg,..." ? Das nimmt auch niemand einfach mal "beiläufig" in Kauf, deshalb versucht auch niemand, ein neues Drittes/Viertes Reich zu etablieren.

[...]Gleitest Du jetzt in persönliches Diffamieren ab, weil Du meine Fragen nicht beantworten konntest?
Nein, weil Du bewusst Fragen gestellt hast, die keinen Erkundungs-, sondern rhetorischen Charakter hatten. Die Antworten waren Dir vorher klar, Du wolltest Deine Position gegen den Nationalsozialismus darlegen, ohne auf die meine zentrale Frage wirklich einzugehen. Du hast nur am Ende mit 6 kurzen Worten auf die eigentliche Frage geantwortet. Das wäre normalerweise "Thema verfehlt", aber wir sind ja hier nicht in der Schule.

Die Frage war nicht: "Wie haben es die Nazis geschafft?", sondern "Wie könnten wir das heute schaffen?". Alle Umstände, die dazu führten, sind mir ebenso bekannt, wie Dir und allen anderen. Ich denke, das hast Du wohl auch verstanden, hast aber wahrscheinlich lieber dem beschriebenen Reflex gefrönt. Warum, weiß ich noch immer nicht. Zumal im heutigen Deutschland ja auch nicht nur "Arier" davon profitieren würden, sondern schlicht alle Deutschen, sein es nun Juden, Christen, Moslems, Atheisten,... - praktisch jeder mit dem deutschen Pass.

Was soll es dann werden? Meinst Du, die Geschichte schreibt sich um?
Nein, aber dann ist vielleicht das überreizte Geschrei bei geschichtlich komplizierten Themen nicht mehr ganz so hysterisch und die Profilierungssucht des Einzelnen kann nicht mehr öffentlich so ausgelebt werden (auch medial nicht). Vielleicht geht man irgendwann mit dem Thema genauso locker um, wie mit dem römischen Reich in "das Leben des Brian" bei der Frage: "Was haben die Römer jemals für uns getan?". Aber bitte nicht erst in 2000 Jahren, ich würde es schon noch gern erleben.

Gruß,
Photon
 
Vielleicht geht man irgendwann mit dem Thema genauso locker um, wie mit dem römischen Reich in "das Leben des Brian" bei der Frage: "Was haben die Römer jemals für uns getan?". Aber bitte nicht erst in 2000 Jahren, ich würde es schon noch gern erleben.

Der Vergleich sagt eigentlich genau das aus, was ich an Dir moniere. Kein Hintergrund, keine Nachvollziehbarkeit, keine Differenzierung. Die Filmszene an sich handelt schonmal nicht von Römern, die fragen, was Rom für sie getan hat, sondern von Leuten in Judäa. Also wäre es so, dass man in Frankreich oder Polen Leute fragen müsste, was die Nazis je für ihr Land getan haben. Und die Nazis haben meines Wissens weder Aquädukte noch medizinische Innovationen ins Ausland gebracht.

Dann ist natürlich der Vergleich des römischen Reiches mit dem dritten Reich hinkend. Während der langen Geschichte des römischen Reiches gab es durchaus Herrscher, die sich durch Zerstörungswut, Rassenwahn, Verfolgung von Andersdenkenden und Ausbeutung des eigenen Volks usw hervortaten, doch an diese Tyrannen (Nero, Caligula, Commodus usw) erinnert man sich auch heute nicht mit Hochachtung oder Ähnlichem, sondern mit Verachtung. Die kulturellen Errungenschaften der Römer haben mit dem kurzlebigen Endzeitkult der Nazis nicht das Geringste zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Vergleich sagt eigentlich genau das aus, was ich an Dir moniere. [...] Die kulturellen Errungenschaften der Römer haben mit dem kurzlebigen Endzeitkult der Nazis nicht das Geringste zu tun.
Du, ich wollte jetzt auch keinen Vergleich mit dem römischen Reich herstellen! Ich hoffe, das ist Dir aufgefallen. Du musst wirklich keine Abhandlung darüber schreiben, inwiefern sich das Römische vom Dritten Reich unterscheidet. Das dürfte ebenfalls jedem klar sein und ist somit überflüssig.

Was meine Fähigkeit zu differenzieren angeht, bin ich mit dieser vollends zufrieden. Denn ich stelle nicht zwanghaft Verbindungen her, wo sie nicht hingehören. Ich kann auch einen Sachverhalt separiert betrachten und mich fragen, welche Wege es gäbe, gleiche Ergebnisse mit anderen Mitteln zu erzielen. Mir ist bewusst, dass es gerade bei Reizthemen nicht populär ist, aber das ist mir natürlich scheißegal :)

Gruß,
Photon
 
Damit hast Du völlig recht. Und wenn man (um beim Thema zu bleiben) jemanden fragt, was es Positives am Dritten Reich gab, meinst Du, dass jemand antworten würde: "Judenverfolgung, Vergasungen, Enteignung, Weltkrieg,..." ?
Die einzig richtige Antwort wäre aber "Absolut gar nichts!" und nicht "Ach, die Familienpolitik war schon ganz gut, wenn man dort mal alle negativen Aspekte ausklammert und die Autobahnen, ja, die Autobahnen waren ganz toll..."

Nein, weil Du bewusst Fragen gestellt hast, die keinen Erkundungs-, sondern rhetorischen Charakter hatten. Die Antworten waren Dir vorher klar, Du wolltest Deine Position gegen den Nationalsozialismus darlegen, ohne auf die meine zentrale Frage wirklich einzugehen.
Dann stell bitte Deine "zentrale Frage" einfach noch einmal, ich finde sie nicht. Wenn Du
Könnte es also einen Weg geben, die Vorteile einer Diktatur in das aktuelle Deutschland zu übertragen ohne dabei die Freiheit und unsere Ansätze von Demokratie aufgeben zu müssen, damit wirklich niemand mehr in irgendeiner Form wehmütig zurückblicken muss.
meinst, dann stelle ich mal schlicht fest, dass es sich dabei um auch nur um Rhetorik handelt. Die "Vorteile einer Diktatur" gibt es nämlich nicht, also bleibt da auch nichts zu übertragen.

Die Frage war nicht: "Wie haben es die Nazis geschafft?", sondern "Wie könnten wir das heute schaffen?".
Was schaffen? Was denn? Komm doch zum Punkt. "ES" oder "Das gute an einer Diktatur" oder was?

hast aber wahrscheinlich lieber dem beschriebenen Reflex gefrönt.
Pah, als wenn mir das Spass machen würde. Hast Du schon einmal über die Wirkung einer Worte auf wenig politisch gebildete 14-jährige gedacht, die es auch hier gibt? Wahrscheinlich nicht. Die laufen jetzt durch die Welt nach dem Motto "He, im Klamm-Forum haben sie auch gesagt, in der Nazi-Zeit war vieles gut"... Willst Du dafür die Verarntwortung tragen.

Warum, weiß ich noch immer nicht. Zumal im heutigen Deutschland ja auch nicht nur "Arier" davon profitieren würden, sondern schlicht alle Deutschen, sein es nun Juden, Christen, Moslems, Atheisten,... - praktisch jeder mit dem deutschen Pass.
der letzte Teilsatz reicht mir schon wieder, danke. EOT (für mich)

Marty
 
Nein, das muss mir entgangen sein :roll:
Schaue Dir bei Gelegenheit bitte mal diesen Link zum Thema korrektes Zitieren an. Begleitend dazu könnte Dir auch ein Buch zum Thema lesen und verstehen helfen. Dann verstehst Du vielleicht auch, was Dein verstümmelt zitierte Satz von mir ausdrücken sollte ;)

EDIT:
MartyMcFly schrieb:
[...] Die "Vorteile einer Diktatur" gibt es nämlich nicht, also bleibt da auch nichts zu übertragen.
Gut, das ist eine Meinung, wenn auch nicht meine.

MartyMcFly schrieb:
[...]Pah, als wenn mir das Spass machen würde. Hast Du schon einmal über die Wirkung einer Worte auf wenig politisch gebildete 14-jährige gedacht, die es auch hier gibt? Wahrscheinlich nicht. Die laufen jetzt durch die Welt nach dem Motto "He, im Klamm-Forum haben sie auch gesagt, in der Nazi-Zeit war vieles gut"... Willst Du dafür die Verarntwortung tragen.
Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ein "wenig gebildeter 14-jähriger" auch nur im Ansatz erfasst, was hier geschrieben steht. Davon abgesehen sollte das Klamm-Forum auch nicht die zentrale Anlaufstelle für politische Bildung sein, auch nicht für einen 14-jährigen. Allerdings kann man mit 14 schon durchaus eine eigene Meinung haben, die auch nicht unbedingt populär sein muss. Zumal es jede Menge Beiträge im Forum gibt, in denen sich jeder mal profilieren kann, indem er seine ablehnende Haltung gegenüber Diktauren (speziell die des Dritten Reiches) ausführlich darlegen kann. Das wollte ich hier eigentlich vermeiden.

MartyMcFly schrieb:
der letzte Teilsatz reicht mir schon wieder, danke. EOT (für mich)
Daran stimmt was genau nicht? Der deutsche Pass? Weg mit den Grenzen, weg mit Deutschland, oder wie sollte ich das verstehen?

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habs verstanden.[...]
Leider nicht. Denn es ging mir hier nicht um "Das Römische Reich versus Drittes Reich".

Es ging hierbei darum, dass das Römische Reich ebenfalls eine Diktatur war und mit genügend großem Abstand auch alles durchaus differenziert betrachtet werden kann. Das tust Du ja auch mit: "...es gab gute und es gab böse Cäsaren...". Die Sklaven werden es vielleicht anders beurteilt haben. Nur deshalb dieses flüchtige Zitat aus dem Film. Es sollte tatsächlich niemanden dazu auffordern, explizit den Vergleich detailliert auszuleben. Der Vergleich hält schon deswegen nicht stand, weil 2000 Jahre dazwischen liegen.

Es sollte nur heißen, dass man durchaus die Frage stellen kann, weswegen sich die Leute teils wehmütig an eine bestimmte Zeit zurückerinnern. Und sich weiterhin die Frage stellen sollte, warum. Und wenn man sich selbst darauf eine mögliche Antwort gegeben hat, sich zu fragen, was man heute unternehmen kann, um eben diese Aspekte in das heutige Deutschland zu übertragen.

Aber man kann natürlich auch erstmal Aufklärungsarbeit im bekannt großen Stil leisten und am Thema vorbei schießen. Das geht auch. Viel einfacher wäre der eine Satz gewesen, den MartinMcFly brachte: "Es gibt für mich nix positives, alles doof in einer Diktatur". Das reicht völlig ;)

Gruß,
Photon
 
Es ging hierbei darum, dass das Römische Reich ebenfalls eine Diktatur war [...]

Also Du vergleichst doch, dann hätten wir das nach mühseliger Arbeit ja doch noch geklärt. Und es bleibt mir auch wieder nichts anderes übrig, als Dich zu belehren. Das römische Reich wurde als Königreich gegründet, war dann lange Republik und erlebte dann verschiedene Kaiser-Dynastien. Es erlebte Phasen der Diktatur, jedoch auch die Löslosung von Selbigem. Dies ist dem "dritten Reich" nicht vergönnt gewesen, es war von 33 bis 45 Diktatur, bestand aus Kriegsvorbereitung und Krieg und war dann zuende.

Deshalb ist auch die Frage "was haben die Römer uns je gebracht" - in der positiven Konnotation, die auf diese Frage folgt - auf die Nazi-Diktatur nicht übertragbar.