News «Street View»: Google verteidigt sich

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 02.03.2010 um 15:58:39 Uhr veröffentlicht:
«Street View»: Google verteidigt sich
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Hannover (dpa) - Im Konflikt um den umstrittenen Online-Dienst «Street View» hat Google sein Vorgehen verteidigt. Die Aufnahme der Panorama-Bilder aus 2,90 Metern Höhe verletze nicht die Privatsphäre von Hausbesitzern, sagte ein Sprecher des Unternehmens auf der CeBIT in Hannover. Die Funktion ist eine Ergänzung zum Online-Kartendienst «Maps» und liefert einen Rundum-Blick auf den Straßenzug samt Häusern, Autos und Passanten. Die Montagehöhe der Kameras ist auch unter Juristen umstritten.
 
Typisch Deutschland, alles ist "schützenswert" :LOL:
Als ob ich nicht selber zur Strasse X fahren kann und mir dort Haus Y ankucken könnte. Oder soll mir das bald auch untersagt werden, wenn ich da nicht wohne.

Ich bin jedenfalls dafür, dass bald Street View in DE online ist, und hoffentlich nicht zu sehr "zensiert" ist.
 
Als ob ich nicht selber zur Strasse X fahren kann und mir dort Haus Y ankucken könnte.

Stell Dir mal eine Person vor, die das Haus Y aus einem bestimmten Grund angucken will...

Es sind schon genügend Einbrüche verhindert worden, weil die Leute all zu auffällig ein bestimmtes Haus "ausgecheckt" haben. Ich finde die Möglichkeit, das u.Umständen und bis zu einem gewissen Grade online zu erledigen, nicht gerade so prickelnd...
 
Sehe das auch ein wenig kritisch. Habe keine große Interesse dadran, dass jeder der sich mein Impressum anschaut auch gleich mein Haus & Garten ansehen kann...
 
Es sind schon genügend Einbrüche verhindert worden, weil die Leute all zu auffällig ein bestimmtes Haus "ausgecheckt" haben.

Ganz interessant wäre mal zu erfahren, ob es in den Ländern, in denen es StreeView gibt, einen spürbaren Anstieg der Einbruchsrate gibt.

Aber mal davon abgesehen. Das was ich in Streetview sehe ist eine Momentanaufnahme, mit der ich als Einbrecher* sicherlich Möglichkeit zum Einstieg in die Wohnung, Straßenlage für geeignete Flucht etc. gut auskundschaften kann (wobei das kann ich auch mit googleMaps oder Bing Maps und bei letzerem auch noch aus der vogelperspektive sehr detailreich).
Verlässlich sind die Bilder doch aber nicht. Alarmanlage/Grundstücksüberwachungskameras könnten seit den Aufnahmen umplatziert oder überhaupt erst angebracht worden sein. Noch dazu weiß ich nicht, wann das Haus leer ist und sich ein Einbruch lohnt. Dazu muss ich dann doch wieder vor Ort sein und die Eigentümer längere Zeit beobachten (oder alle Bewohner nutzen zusätzlich noch rege Twitter und teilen mit, wann sie wo hingehen:ugly:).



*wenn ich denn einer wäre :mrgreen:
 
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Stell Dir mal eine Person vor, die das Haus Y aus einem bestimmten Grund angucken will...
[...]

Dann soll diese Person das machen!
Wenn ich als Hausbesitzer Angst habe, dass bei mir eingebrochen wird dann installiere ich entsprechende Systeme.

Wie robert schon meinte, die Fotos sind Momentaufnahmen.
Potenziellen Einbrechern gibt das vlt. höchstens ein grobes Bild ob das Objekt interessant ist oder nicht.
Wenn die da was größeres planen müssen die so oder so nochmal hinfahren und dies "abchecken".

Ausserdem: Was will man denn da bitte sehen? Das Zaun XY vlt. nicht so groß ist dass ich darüber springen kann... und dann, was ist dahinter?
Automatisiertes Garagentor? Tja wann öffnet es sich, welche Intervalle?
Ist das eine belebte Strasse? Passantenfrequenz?
Sitzt ein Opa im Nachbarhaus 24 Stunden am Fenster und beobachtet alles?
Weiß der Einbrecher am PC alles nicht, hinfahren muss er für solche detaillierten Informationen eh..

Also für mich ist diese ganze Diskussion einfach übertrieben und grenzt an Paranoia.
Wen ich keine Lust habe dass andere meien Wohnung sehen ziehe ich auf den Mond oder baue ne Mauer um meine Immobilie und verschanze mich mit einer Schrotflinte hinter der Tür ;)
 


ich zittiere mich ungern selber, aber:

Es sind schon genügend Einbrüche verhindert worden, weil die Leute all zu auffällig ein bestimmtes Haus "ausgecheckt" haben. Ich finde die Möglichkeit, das u.Umständen und bis zu einem gewissen Grade online zu erledigen, nicht gerade so prickelnd...

Das Google weder Einbrüche fördert noch einen kompletten Plan für einen Einbruch liefert, ist ja wohl jedem klar. Es wird ja auch nicht bei jedem eingebrochen, der seine Urlaubsreisen twittert oder bei Facebook breit tritt. Nur ist der Unterschied, dass solche Leute das (zwar aus Dummheit, aber trotzdem) freiwillig tun.

Für mich zählt zur informellen Selbstbestimmung, dass ich mir aussuchen kann, welche Daten von mir im Netz verbreitet werden. Meine Adresse muss schon online stehen - ich finde nicht, das Google dazu noch das passende Bild liefern muss.
 
Wieso muss deine Adresse im Internet stehen? Meinst du als Seitenbetreiber im Impressum?
Ansonsten wüßt ich jetzt nicht wie oder wieso die Adresse im Netz stehen muss.

Was deine erwähnte "informelle Selbstbestimmung" angeht:
Dann müßtest du auch verbieten, dass Passanten deine Wohnung nicht anschauen...
Womöglich schauen sich mehr (vorbeilaufende) Leute deine oder andere Wohnungen an, als jemand gezielt bei Googel StreetView ;)

Also nochmal, was ist daran schützenswert?
 
Google Street View

Hallo

Für mich zählt zur informellen Selbstbestimmung, dass ich mir aussuchen kann, welche Daten von mir im Netz verbreitet werden. Meine Adresse muss schon online stehen - ich finde nicht, das Google dazu noch das passende Bild liefern muss.

Es gibt aber die sog. Panoramafreiheit. Jeder kann das was öffentlich zugänglich ist (dein Haus, dein garten von der Straße aus) fotographieren, ins Netz setllen und sogar vermarkten. Vor kurzem hat ein Oberlandesgericht diese Panoramafriheit praktisch festgeschrieben. Wenn du nicht wilst, das dein Haus fotografiert wird, mach eine hohen Zaun drum.

Es ist schon komisch was da wegen goiogle praktiziert wird. Die Stzadt Ratingen, will von Google fürs fotgraphieren geld haben (da das aber öffentlicher Raum ist, kann sie gar nichts verlangen, wieso da noch kein Anwalt ne Abmahnung losgeschiockt hat, wundert mcih).

Ich könnte auch durch mein Dorf spazieren, und voin der einzigen Straße links und rechts alle Häuser und Vorgärten fotographieren und veröffentlichen, da kann mir niemand was. Google bräuchte m.M. auch nicht auf irgendwelche Briefe, die die Löschung der Bilder verlangen, zu reagieren.
Kritisch wird es doch erst, wenn Person A, wie in den USa geschehen, beim Betreten eines Sexshops fotographiert wird, oder Frau B küßt Mann C, aber wie die Gomez Adams so schon sagte c'est la vie.
 
Personen müssen unkenntlich gemacht werden, genauso wie Kennzeichen, etc. - aber das bloße Fotografieren von Häusern find ich auch nicht so problematisch...wenn es jemand auf einen Einbruch abgesehen hat, dann checkt der eh auch vorher die Life-Gegend ab (nehm ich mal an, kenn mich in dem Business nicht wirklich aus ;)).
 
Es gibt aber die sog. Panoramafreiheit. Jeder kann das was öffentlich zugänglich ist (dein Haus, dein garten von der Straße aus) fotographieren, ins Netz setllen und sogar vermarkten. Vor kurzem hat ein Oberlandesgericht diese Panoramafriheit praktisch festgeschrieben. Wenn du nicht wilst, das dein Haus fotografiert wird, mach eine hohen Zaun drum.
Quatsch, man bekommt schon Probleme wenn die eigene Überwachungskamera das Grundstück des Nachbarn etwas tangiert - wobei das nicht im Internet veröffentlicht wird.

Außerdem hab ich das Urheberrecht an meiner Hauswand. :mrgreen:

https://www.bmelv.de/cln_182/sid_B4...ernet-Telekommunikation/GoogleStreetview.html
 
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Goiogle Street view

Hallo


Quatsch, man bekommt schon Probleme wenn die eigene Überwachungskamera das Grundstück des Nachbarn etwas tangiert - wobei das nicht im Internet veröffentlicht wird.

Das hat mit Panoramafreit nichts zu tun, außer den Grundstück gehrört auch der Allgemeinheit und allgemein für jeden zugänglich.
Wenn iczh dein grundstück von der Straße aus fotographiere kannst du mir überhaupt nichts, außerdem kann ich das veröffentlichen, oder sogar vermarkten! Siehe dazu das Grundsatzurteil (irgenwo bei heise-news)

Und ein Urhebrrecht an einer sache existiert juristsich auch nicht.
Der Widerspruch ist Blödsinn.
 
Quatsch, man bekommt schon Probleme wenn die eigene Überwachungskamera das Grundstück des Nachbarn etwas tangiert - wobei das nicht im Internet veröffentlicht wird.
Das ist ja auch ein anderer Fall.

Der Widerspruch ist Blödsinn.
Warum? Google gewährt den Leuten, die das nicht wollen, das Recht, einer Veröffentlichung zu widersprechen. Sie müssten das wohl nicht, sie machen es aber und Google hält sich daran. Wieso ist das dann Blödsinn?

Marty
 
Naja, Google wird Tatsachen schaffen, die Aigner wir ein wenig rummeckern, damit sich ein paar alte Leute denken können: "Böses Internet" und in ein paar Monaten/Jahren wird man auf den Luxus von Street View nicht mehr verzichten wollen... Also ich finde es fantastisch, was Google insgesamt macht... Alleine Google Books ist ein Traum für das schnelle nachschauen von irgendwelchen Themen... Google GO!! ;)
 
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Was ich an der ganzen Debatte mit dem Löschen nicht verstehe:

Warum sollte es mich stören, wenn ich auf einem Foto im Internet bin, was mich zeigt, wie ich an irgendeinem Tag, der noch nicht mal bekannt ist, z.B. an einer Fußgängerampel stehe und einen Kreuzung überqueren will? Dabei kann man mich täglich beobachten!

Und außerdem bin ich im Internet auf zig anderen Fotos.
 
naja, die Personen werden ja unkenntlich gemacht ..

und in Deutschland gibt es, soweit ich weiß, die gesetzliche Regelung, dass die Panoramafreiheit nur gilt, ohne Zuhilfenahme weiterer Mittel, also was du zB von der Straße als normaler Mensch sehen würdest.
Dei Fahrzeuge aber sind in gut 3m Höhe, was dann ganz klar ja oberhalb der regulären Sichthöhe liegt.
Wir haben zB extra eine hohe Hecke als Sichtschutz um unser Grundstück, wenn da nun dieses nette Automobil kommt und drüber fie Bilder knippst . das würde mich schon stören, es hat halt keiner in mein Wohnzimmer zu blicken (und das kann man ganz gut, habe mir mal einige Bilder aus anderen Ländern angeschaut)
 
es hat halt keiner in mein Wohnzimmer zu blicken (und das kann man ganz gut, habe mir mal einige Bilder aus anderen Ländern angeschaut)

Habe es gestern bei unserem Elternhaus versucht - man kann sogar sehen, was die Leute drinnen auf der Fensterbank stehen haben; auch in den Zimmer im 2. Stock übrigens. Ich finde, das geht einfach entschieden zu weit.
 
Ich bin gesternmal durch Neapel "gefahren", meiner alten Heimat, und habe mir da einiges an Bilder angeschaut, sogar bi IN die Wohnungen konnte man schauen, teilweise erschreckend scharfe (Auflösung) Bilder

naja .. hier habe ich mal gewohnt
https://maps.google.de/maps?f=q&sou...d=lTqM1tcpkbpM0fEfZ9n8wg&cbp=12,217.29,,1,9.4

da sieht man nicht ganz soviel .. leider ist das Restaurant weiter vorne nun ein Autohandel ..
 
Glaubt hier ernsthaft jemand, dass auch nur ein Einbruch mit Google als "Mittäter" durchgeführt wird? :LOL:

Auch die Aufschreie, dass die Bilder sehr detailiert sind, versteh ich nur sehr bedingt: Die Chance, dass mich ein Passant mit seiner Handy-Cam, die heutzutage auch schon 5 Megapixel standardmäßig verbaut haben, knippst, is doch wohl größer, als dass das Google-Auto mich erwischt.

Google fährt einmal die Städte ab und fotografiert die Straßen und danach nie wieder. "Gefährliche" ""Spanner"-Passanten" mit Foto- und Video:)!:)kamera können täglich "zuschlagen". Google fotografiert nichts, was nicht auch ein normaler Bürger fotografieren kann (2,80m ? 1,90m + Arm ausstrecken).

Wenn ich so gucke, was an StreetView-Daten vorhanden is, frag ich mich, warum wieder nur Deutschland da Probleme sieht.


Ich hab mit StreetView schon öfters mal einen virtuellen Spaziergang durch New York oder Paris gemacht. ...und das ohne mir Gedanken über einen Flug und ein Hotel zu machen, ohne überhaupt aus dem Haus gehen zu müssen :D

Auch finde ich diesen Dienst sehr hilfreich, um sich in einer fremden Stadt/Umgebung zurechtzufinden, wenn man vorher die Möglichkeit hat, am Computer die Strecke zu erkunden und sich alles anzusehen.
Im Gegensatz zu einer Straßenkarte, wo man sich nur merken kann, dass man nach der Y-Kreuzung zwei Einmündungen später abbiegen muss, ist es sehr viel einfacher zu wissen, dass die Straße etwas versteckt reingeht und man die Einfahrt an dem knallgrünen Haus gegenüber der Dönerbude findet.