News Zwanziger: DFB-Hilfe für schwule Fußballer

Mal eine Gegenfrage - was werden denn für Fußballer erwartet? Typen wie Olli Kahn, Throsten Frings oder Mark Van Bommel, oder vielleicht doch eher welche wie Thomas Herrmans, Guido Westerwelle oder Klaus Wowereit? ;)

es gibt auch männlichere Homsexuelle, manchmal ein wenig zu männlich :ugly:...

männlicher als Ballack oder Beckham auf jeden Fall :mrgreen:

Die Aussage von heino63, dass man dann getrennte Duschen bräuchte, hat mich doch etwas schockiert.

wenn duschen so völlig garnix mit Sexualität zu tun hätte sollten wir lieber generell getrennte Duschkabinen abschaffen - fänd ich auch nicht verkehrt :)

oder halt alternativ bekommt jeder ne eigene Kabine
 
Mal eine Gegenfrage - was werden denn für Fußballer erwartet? Typen wie Olli Kahn, Throsten Frings oder Mark Van Bommel, oder vielleicht doch eher welche wie Thomas Herrmans, Guido Westerwelle oder Klaus Wowereit? ;)

Natürlich ist Fußball kein körperloses Spiel, mit Emotionen, Zweikämpfen und Schmerzen. Aber nicht alle Homosexuelle sind "Tunten".
 
Natürlich ist Fußball kein körperloses Spiel, mit Emotionen, Zweikämpfen und Schmerzen. Aber nicht alle Homosexuelle sind "Tunten".

Und genau das muss man mal dick und fett unterstreichen! Die wenigsten Schwule erfüllen diese Klischees. Auch wenn es natürlich nicht zu bestreiten ist, dass es Schwule gibt, die diese Klischees erfüllen.
 
Ich glaub nicht, daß Tunten sich in der Regel fürs Fußballspielen begeistern.

In meiner Fußballmannschaft damals in Hamburg, da waren auch so geschätzt mindestens 50% der Mädels lesbisch/bi. Bei einigen hat mans gewußt, bei anderen war man überrascht, als es rauskam, aber für uns war das immer ok. Haben auch immer zusammen geduscht. Fand das auch nicht schlimm, eher mal ganz spannend zu sehen, was andere Mädels so für Frisuren tragen. :mrgreen:
 
Aber nicht alle Homosexuelle sind "Tunten"

Werden aber leider oft für Solche gehalten oder als solche beschimpft - auch von Gegnern 8Wir reden von der Bundesliga - da sind alle Spieler Teil der Öffentlichkeit. Und das auf dem Platz derbe Worte Fallen, dürfte bekannt sein.

Selbst wenn der Spieler keine "Tunte" ist - ich kann mir vorstellen, das ein homosexueller Spieler, der nur lange genug gereizt wird, sich zu Handgreiflichkeiten hinreißen lässt - Folge? Rote Karte, und weiterhin Zielscheibe. Wer sich mehrfach provozieren lässt, schadet seinem Club.
 
Was hat denn die Provokation des Gegenspielers, welche auf Sportplätzen zu 100% existiert, mit der sexuellen Gesinnung zu tun? Wenn ich schwul bin und das öffentlich gemacht habe lache ich dch nur darüber wenn mich jemand Tunte nennt. Da muss ich genauso drüber stehen wie über Verleumdungen meiner Mutter, meiner Frau gegenüber und was da noch so alles gesprochen wird.
 
Da kommt wieder zum tragen, dass auch Personen des öffentlichen Interesses nur Menschen sind. Die einen reagieren "cleverer", die anderen weniger clever.
 
Und wenn man sich nicht an den Pranger stellen will, um solche Situationen zu vermeiden, ist das ebenso menschlich.
 
Ich habe beim Fußball wenige intelligente Provokationen gehört und ich glaube nicht, dass das Fußballspieler kreativer sind oder einen öffentlich Schwulen besonders provozieren würden.
 
Die gleiche Aussage trifft Theo Zwanziger ja auch im Frauenfußball. Allgemein will er mit Hilfe des DFB homosexuelle Spieler / innen unterstützen.

Ich sehe aber wirklich vorallem die jeweilig gegnerischen Fans (besonders im Männerfußball) als das größte "Problem" an. Schaut man sich mal ein Spiel im Stadion an, hört man so einige Beschimpfungen und spricht man auf das Thema Homosexualität im Männerfußball an, so ist das doch für viele undenkbar. Die Erwartungen sind doch anders.
Allerdings ist ja Fußball, jeder Sport, Talent oder Können, keine Frage der sexuellen Lebensweise.
Wir leben nun auch nicht in der Vergangenheit und jeder weiß auch das es homosexuelle Menschen unter uns gibt. Daher finde ich die Ansprache von Zwanziger gut und allgemein denke ich das im Laufe der Zeit es einige Spieler und Spielerinnen wagen werden und andere folgen.

Ist aber ein langer Prozess bis auch bei jedem ankommt das Diskriminierung, Ausgrenzung, genauso wenig wie Rassismus auf den Platz oder ins Stadion gehört. Aber auch davon wieder ganz ab, wird man sich immer mit Menschen anderer Einstellungen, Meinungen auseinander setzen müssen ganz gleich ob nun homo od. hetero.


Das mit dem Duschen, ich spiele selbst Frauenfußball und ich kann nur sagen das wir nach nem Spiel oder dem Training uns vorallem auf das "saubere und frische Gefühl" nach dem duschen freuen und nicht auf die Blicke der anderen ;)
 
Ich bezweifele auch, das je ein Fußballer nach seiner Sportlerkarriere einen Nobelpreis erhalten wird. Die Qualität der Provokationen ist aber auch nicht der Maßstab.

Das ist ja genau das was ich sage. Ob ein Gegenspieler jetzt zu mir sagt, dass ich ein ekliger Analintruder bin, oder dass meine Mutter Pfandflaschen an der U-Bahnhaltestelle sammelt ist vollkommen irrelevant. Also bringt es mir keine Nachteile mich zu outen. Mit Provokationen muss ich so oder so leben.

Ich sehe aber wirklich vorallem die jeweilig gegnerischen Fans (besonders im Männerfußball) als das größte "Problem" an.

Gut nehmen wir das als Hauptproblem. Wie will denn ein Verband "mir" helfen, dass die gegnerischen Fans "mich" nicht vollpöbeln? Fanprojekte? TV-Werbung? Ohrschützer für mich?
In den letzten Jahren wurden viele gute Projekte gegen Rasissmus und Gewalt in Stadien gelebt. Baut diese aus und ihr braucht auch keine schwule Leitfigur im Profifußball. Organisiert die Fans zum Zusammenschluß gegen Diskrimminierung und Gewalt und das bis in den Amateurfußball. Dann ist allen geholfen und nicht nur den 10 schwulen Fußballprofis in der Bundesliga.